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09.07.2021 10:02:38 |
Zitat von Zwickel  Der hat wohl gedacht, mal ein billiges Angebot abzugeben, daß er den Auftrag bekommt um dann am Ende ordentlich zuzulangen. Oder beim Rechnungsschreiben ist ihm der Gedanke gekommen, da könnte man noch etwas rausholen. Wenn solches Verhalten abgesegnet werden würde, dann Mahlzeit.[...] Pfui Deibel. Das ist eine bösartige Unterstellung.
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09.07.2021 10:09:31 |
Zitat von Martin24  Ich weiß, was der TE geschrieben hat. Da brauche ich nicht verschiedene Geschichten drumherum zu erfinden. Du weißt offenbar nicht, was ich geschrieben habe, da war sowas dabei: "wir wissen nicht wer wann was gesagt hat." Aber die Aussage "Eine Rechnung darf die[...] ich denke die 10% kommen aus dem Bauumfeld? Mein Galabauer hat mir mal erklärt, dass er bei Mehrmengen von mehr als 10% den Auftraggeber informieren muss. Da gehts aber eher um Aushub, Kiesmenge, ... Der Galabauer kann ja nichts dafür, wenn er beispielsweise schlechten Boden/Untergrund austauschen muss, was er nicht zu verantworten hat. Ich meine er hat was gesagt, dass er "offiziell" ab 10% Mehrbedarf vorab darauf hinweisen muss. Auch bei Pauschalangeboten kann er sich da wohl "rausnehmen", wenn er es begründen kann.
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09.07.2021 10:45:47 |
Naja selbst die Möbel rücken hätte nicht viel gebracht, schließlich hätte er diese wieder von dort rücken müssen, da der Boden in der gesamten Wohnung gemacht wurde. Ich möchte jetzt auch nicht vor Gericht gehen, da er ein Freund von einem Bekannten ist. Werde ich ansprechen, vielleicht geht er ja runter. Etwas mehr steht im definitiv zu. Er hat mehrere kleine Sachen montiert wie Spiegel, Deckenlampe usw., die nicht angeboten waren. 4h Rollladen, davon habe ich 1,5 h selbst angepackt. Er meinte am Anfang, dass er solche Arbeiten eigentlich nicht macht, in möblierten Wohnungen und es aufgrund der Empfehlung machen wird zum fairen Preis. Kurze und grobe Aufstellung des Angebots in netto: - 2.000 Euro für Holzdecken demontieren (ca. 60m²), Deckenstreichen weiß und Bauschutz - 3.800 Euro für das Verlegen von 75 m² Laminat und 35 m² Vario Ceramin (einfacher zu verlegen als Fliesen), mit Trittschalldämmung und Sockelleisten 67 lfm - 3.300 € Material Macht brutto knapp unter 11.000 Euro. Fand ich tatsächlich erst mal fair. Hatte im Internet geschaut, die meisten Handwerker in meiner Region nehmen 25-30 € für Bodenverlegen und ca. 60-80 € für das Verlegen von Fliesen. Da hier Ceramin verlegt wurde, berechnete er 42 € / m². Wobei er auch sagte, dass er für mich 10.000 Euro machen wird (wurde natürlich nicht schriftlich festgehalten, von daher...) Während den Arbeiten haben wir ja telefoniert und er schickte mir Fotos und sagte fast jedes mal aus, dass das harte Arbeit sei, Möbel zum Teil demontieren, rücken, dann wieder montieren. Glaube ich ihm, fand jedoch fast 2.500 € dann doch echt viel. Ich weiß halt nicht, wie standhaft es wäre. Zwar möchte ich wie gesagt nicht vor Gericht gehen, aber im Endeffekt hat er das "reine" Verlegen im Angebot berechnet und jeder Richter könnte meinen, dass 25€ ein normaler Preis nur für das Verlegen seien, aber nicht Möbel hin und herschieben und sogar demontieren sowie montieren.
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09.07.2021 11:01:02 |
Du musst ja nicht vor Gericht gehen. Er muß sich das überlegen ob er das macht. Du überweist ihm einfach die Angebotssumme. Dann ist ER am Zug, nicht Du. Er wird sich reiflich überlegen, ob er vor Gericht geht. Aber so wie du rumnölst, wirst du das doch nicht machen. Also was erwartest du dir hier in diesem Forum?
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09.07.2021 11:09:40 |
Weil es einmal heißt, dass die Höhe in Ordnung geht, da es auch eine Sonderleistung so gesehen war und auf anderer Seite heißt es, nur das Angebot zählt.
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09.07.2021 11:16:43 |
Moin,
sprich mit dem Handwerker, um eine Einigung herbeizuführen.
1000 € wolltest Du ihm sowieso mehr geben...dann sind es noch 1500 € , um die es geht.
Mach ihm den Vorschlag, dass ihr euch diese 1500€ teilt...gibt vielleicht auf beiden Seiten erstmal Zähneknirschen...ist aber allemal besser als streiten...😉
Grüsse von Thomas
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09.07.2021 11:22:24 |
Im Grundsatz ist es so, daß ein Angebot bindet. Passiert unvorhergesehenes, kann es Abweichungen geben. Das war aber bei dir nicht der Fall, da die Rahmenbedingungen bekannt waren. In solchen Fällen bietet man den kalkulierbaren Aufwand an und rechnet den Rest nach Aufwand ab. Mich würde interessieren, wie lange die ÜBERHAUPT zugange waren. Denn : 2500 sind je nach Gewerk 50 Stunden. Und das ist dann doch etwas happig. Da ich aber immer dafür bin, Ruhe zu bewahren, würde ich ins Gespräch gehen und mir die Summe aufschlüsseln lassen. Mal eben 20 % mehr zu nehmen, ist... Naja, sagen wir mal... Daneben.
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09.07.2021 11:25:28 |
Zitat von Mastermind1  Auch bei Pauschalangeboten kann er sich da wohl "rausnehmen", wenn er es begründen kann. Kann er versuchen Wenn der Kunde das hinnimmt, hat er halt Glück gehabt. Rechtlich kommt er damit nicht durch. Anders ist das beim Kostenvoranschlag. Grüße Martin
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09.07.2021 11:31:56 |
Denn : 2500 sind je nach Gewerk 50 Stunden. Und das ist dann doch etwas happig. Mein Reden. Wurde aber als lächerlich abgestempelt. Mehrarbeit wurde besprochen, mündlich, also gültig und zu bezahlen. Nur steht die Summe die dafür verlangt wird, nicht in Relation mit der eigentlichen Mehrarbeit. Er soll dir genau aufzählen, wie die Mehrarbeiten entstanden ist. Dazu zählt auch, wieviel Zeit er benötigt hat, um Möbel zu rücken oder sonst was. Eine Rechnung muß prüfbar und nachvollzieh sein. Das scheint sie ja nicht zu sein, weil du nichts prüfen kannst.
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09.07.2021 12:24:39 |
Wenn er kein Freund von meinem Bekannten wäre, würde ich wahrscheinlich auch nur den Preis im Angebot bezahlen. In der Rechnung steht pauschal 2.450 Euro für diverse Montagearbeiten, Möbel demontieren, umstellen und montieren. Also nach fast einer Woche war der Boden fast komplett verlegt. Die Demontage haben die zu dritt gemacht, die restlichen Arbeiten zu zweit. In der zweiten Woche war ich vom Urlaub zurück und übernachtete beim Freund. In der zweiten Woche fehlte nur noch der Boden der Küche sowie die Wände im Bad/ WC und die Decke. Leider gab es Lieferverzug bei den Ceramin " Fliesen", weshalb sich die Renovierung um über zwei Wochen verzögerte. Ohne die Verzögerung hätte er wohl nur zwei Wochen gebraucht, laut seiner eigenen Aussage. Er hat im Nachgang noch ein paar Ausbesserungen gemacht, die darf er aber natürlich nicht berechnen. Z. B. war die Wand verschmiert durch die Arbeiten. Wie hier vorgeschlagen werde ich später persönlich bei ihm vorbeifahren (wohnt fast um die Ecke). Mal schauen wie er reagiert, wenn die Reaktion nicht in Ordnung ist, wird die Info auch an meinen Bekannten weitergegeben.
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09.07.2021 12:24:58 |
Zitat von mSkill  Weil es einmal heißt, dass die Höhe in Ordnung geht, da es auch eine Sonderleistung so gesehen war und auf anderer Seite heißt es, nur das Angebot zählt. Wenn Du es "genau" wissen willst, dann geh zum Fachanwalt oder vor Gericht. Aber da kannst Du wahre Wunder erleben. Und die Meinungen hier im Forum sind nur Anregungen für deine Meinungsbildung.
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09.07.2021 12:32:57 |
Nicht unwahrscheinlich, dass er den Preis genannt hat in der Erwartung, dass da nochmal drüber verhandelt wird. Kann also sein, dass Du letzten Endes nach einem Gespräch da rauskommst, wo Du vorher mit deinem freiwilligen Nachschlag eh rausgekommen wärst. Ich fände es ja auch ehrlicher, wenn Handwerker gleich sagen würden, dass es ggfs. auch etwas teurer werden kann und das ggfs. auch über die Stunden ansatzweise nachweisen. Ich glaube aber schon, dass viele gerne einen Nachschlag von vorne herein beabsichtigen. Bei größeren Jobs haben wir immer hinterher noch was drauflegen müssen. Fällt so eine Rechnung auch mal niedriger aus, wenn sich der Job als einfacher als kalkuliert erwiesen hat?
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09.07.2021 14:55:08 |
Letztlich: Es wurden Leistungen gem. Angebot erbracht und abgerechnet. Aber es gab beauftragte Zusatzarbeiten - an Rollläden und im Bad Möbel montieren. Kostet natürlich zusätzlich! Schwere und große Möbel abmontieren, umstellen und wieder montieren, das ist keine normale Arbeit im Zuge einer solchen Sanierung. Da geht Zeit drauf, manchmal mehr als man glaubt. Wenn der TE diese Arbeiten nicht selbst machen wollte /konnte - wer hätte es sonst tun sollen?
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
09.07.2021 15:21:46 |
Ich würde die Mehrkosten nicht in der Höhe bezahlen.
Wenn mündlich abgesprochen wurde, dass das Möbelrücken im Auftrag enthalten ist, wären nur die nachträglich in Auftrag gegebenen Arbeiten vergütungsfähig.
Die 1.000 Euro mehr, die der Themenersteller schon freiwillig zahlen wollte, halte ich für die Arbeiten für mehr als ausreichend (sie sind eigentlich schon überzogen).
Gruss Frank F.
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12.07.2021 09:09:23 |
Vielen Dank an alle erst mal! Hätte nicht gedacht, dass es noch Foren gibt, in denen einem geholfen wird. Bevor ich zum Handwerker gegangen bin, ist mir glücklicherweise noch eingefallen, dass in der Küche (ca. 6m²), statt den Ceramin " Fliesen" Laminat verlegt wurde. Im Angebot waren jedoch noch die Ceramin Fliesen enthalten und den Vorschlag zum Laminat machte er, als er mit den Arbeiten bereits begonnen hatte. Da es einen schöneren Überlauf vom Wohnzimmer in die Küche machen würde, ca. 200 € günstiger sei und besser sei für die Zukunft, falls eine neue Küche reinkommt. Diese 200 € hatte er nämlich nicht abgezogen. Beim Gespräch schlug ich 800 Euro vor, er kam mir mit 600 € "entgegen" Hab gesagt, dass ich maximal 1.000 Euro zahlen werde oder eben gar nichts, da ich mit Mehrkosten gerechnet hatte, aber nicht mit über 2.000 Euro und ich noch Türen kaufen wollte, die mit seiner Rechnung jetzt hinfällig wären. Er wird es nochmals "prüfen" und sich melden.
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12.07.2021 10:22:11 |
wer den Warenkorb bei Aldi voll macht, wird den an der Kasse zahlen müssen. Oder er nimmt die Ware wieder raus, damit der Rest bezahlt werden kann.
Blöd ist wenn der Handwerkerkorb voller ist als man beauftragt hat, die Leistung kann man oft nicht mehr aus den Warenkorb nehmen.
Oft aber weiss der Kunde nicht was gehört in den Warenkorb, der Handwerker kann auch nicht durch Wände, Decken usw. sehen. Welche Rohrleitungen sind verbaut, wo liegen die Leitungen usw. usw.
Wenn also dafür Wände und Decken geöffnet werden müssen kostet das halt Geld.
Nach öffnen der Wände und Decken erfogt Nachtagsangebot Nr. 1 usw. usw.
Der Kunde hat nun den Zusatzauftrag zu erteilen oder er lehnt ab.
Dann wird bis dahin abgerechnet.
Das alles ist doch im Grunde genommen einfach, warum es immer Probleme gibt kann ich nicht verstehen.
U. U. muss man dann die Arbeiten bis zur Klärung ruhen lassen, dass liegt dann aber am Kunden.
Kein Unternehmer kann einfach in die Geldbörse des Kunden greifen und sich selbst bedienen.
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12.07.2021 15:42:42 |
Das ist ein gangbarer Weg bei größeren Aufträgen. Da macht man zunächst an einer anderen Stelle weiter und wartet auf die Entscheidung. Wenn du bei so einem kleinen Auftrag nach 2 Tagen nen Nachtrag schreiben musst und wartest, verzögert sich das ganze Projekt! Hier muß schnell eine Entscheidung getroffen werden. Leider sind manche Auftraggeber schlecht erreichbar oder entscheidungsträge. Manche Auftraggeber versprechen auch Vorleistungen, die dann doch nicht erbracht sind. Andere erkennen nicht, wie problematisch manche Arbeiten sind. Wenns mal darum geht ein Bett oder Tisch umzustellen ist das kaum ein Problem. Aber schwere Echtholzmöbel demontieren, umräumen und später wieder montieren - das geht deutlich darüber hinaus. Ich glaube nicht, daß Demontage / Montage so ausdrücklich im Angebot stand.
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| | Zeit:
12.07.2021 16:34:17 |
Zitat von muscheid  Aber schwere Echtholzmöbel demontieren, umräumen und später wieder montieren unter Berücksichtigung, dass der neu verlegte Laminatboden nicht beschädigt wird. MfG. Schmitt
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12.07.2021 16:34:57 |
so sind nun einmal die Spielregeln, die werden aber von Anderen gemacht.
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21.03.2025 06:07:21 |
Auch wenn der Thread schon tot ist muss ich altgediente Meister wie W.Mo loben und mich bedanken. Sie zeigen uns jungen Hasen wie man richtig kalkuliert und sich ordentlich gegenüber den Kunden vergällt so dass es auch Rechtssicher und zufriedenstellend für Alle Beteiligten ist. Der Unternehmer der hier so viel mehr berechnet hat als im Angebot stand und dann eingebrochen ist. Ist entweder ein ganz naiver Zeitgenosse der draufzahlt und seinem Geld ständig hinterherrennt oder ein ganz gewiefter Abgezockter was ich allerdings eher nicht glaube. Er ist wohl eher ein Dummkopf ohne Ahnung von Kalkulation. Das waren meine two Cents mit Senf ;)
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