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06.06.2025 07:55:02 |
In dem Artikel des NDR zur Einweihung des 239MWh Speichersist eine schöne Liste der Projektpipeline die bis 2028 in Betrieb gehen werden - sind einige GWh Speicher. In Brokdorf zum Beispiel wird der alte Stromanschluß des abgeschalteten Atomkraftwerkes für einen 800Megawatt 1600MWh Speicher umgenutzt. Man hat also keinerlei neue Kosten für den Ausbau des Netzes.
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06.06.2025 08:18:16 |
Zitat von belzig  Na ja, momentan plant Frau Reiche 20GW Erdgaskraftwerke. Die dort erzeugte kWh Strom kostet mindestens 14ct. Wenn man sich die Preise im Day-Ahead ansieht, war das in der Vergangenheit an 500h pro Jahr der Fall.[...] Damit wird der Markt für den teueren Strom aus Gas-KW noch kleiner und der Strom daraus wegen kürzerer Laufzeiten noch teuerer, da diese im Grunde nur bei Dunkelflaute benötigt werden. Ob das volkswirtschaftlich so clever ist?
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06.06.2025 09:54:50 |
Das ist es sicher nicht. V.a. ist es ja so, daß sogar in der KW50 2024 "nur" 16,5 GW GasKW von insgesamt 36,7 GW am Netz waren.
Mehr als 20 GW hätte man also noch zuschalten können
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06.06.2025 13:05:49 |
Zitat von belzig  Das ist es sicher nicht. V.a. ist es ja so, daß sogar in der KW50 2024 "nur" 16,5 GW GasKW von insgesamt 36,7 GW am Netz waren.
Mehr als 20 GW hätte man also noch zuschalten können Und wieviel sonstige fossile Kraftwerke waren am Netz, wieviel wurde importiert und wie groß war die Last?? Ohne diese Infos ist deine Aussage wertlos. Ziel ist ja, eine Dunkelflaute ohne fossile KW mit den dann auf H2 umgestellten Gaskraftwerken decken zu können. Und da man die nicht herzaubern kann, muss man die halt nach und nach bauen. LG jogi
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06.06.2025 13:25:47 |
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06.06.2025 13:26:49 |
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06.06.2025 13:59:00 |
Meine bescheidene Meinung ist, daß wir höchstwahrscheinlich nie genug grünen H2 haben werden um damit in Dunkelflauten Gaskraftwerke zu betreiben. Wahrscheinlich wird erstmal 20-30% H2 dem Erdgas zur Verbrennung beigemischt, aber auch den muß man erst mal herstellen. Das BMWK hat bis 2030 eine Elektrolysekapazität von 10 GW ins Schaufenster gestellt. Das sollen dann 33 TWh H2 p.a. werden, Dann sollen bis 2030 noch bis zu 70 TWh aus Namibia und anderen Ländern importiert werden. Tankschiffe gibt es aber noch nicht und 5 Jahre sind schnell rum. Und es gibt eine große Konkurrenz um den H2 in Industrie.
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06.06.2025 22:21:58 |
Zitat von gnika7  Zitat von belzig  [...] Zitat von HenningReich  [...] Damit wird der Markt für den teueren Strom aus Gas-KW noch kleiner und der Strom daraus wegen kürzerer Laufzeiten noch teuerer, da diese im Grunde nur bei Dunkelflaute benötigt werden. Ob das volkswirtschaftlich so clever ist? Das selbe Problem haben wir doch mit den Speichern. Der oben genannte "größte" Speicher könnte Deutschland angeblich 16 Sekunden lang versorgen (theoretisch) und soll zwei mal täglich geladen und entladen werden. Das ist ja Kindergarten im Vergleich zu den Wochen mit Dunkelflaute. Da liegt noch ca. der Faktor 50.000 zwischen. Und damit auch eine entsprechend geringere Auslastung. Für drei mal Entladen im Jahr baut auch wohl niemand einen Riesen Akku hin...
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07.06.2025 09:30:12 |
Die angepeilten 100 GWh Batteriespeicher dienen dazu, den PV Tagesverlauf zu glätten. Für die Dunkelflaute gibt es Steinkohle & Gruss delta97
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07.06.2025 10:28:24 |
Zitat von totto  Das ist ja Kindergarten im Vergleich zu den Wochen mit Dunkelflaute. [...] Du hast offensichtlich immer noch nicht verstanden, wofür die Speicher gedacht sind. Zum großen Teil werden die auch noch als netzdienlich gebaut, umso die Kosten für Netzausbau zu reduzieren.
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07.06.2025 10:36:39 |
Wir haben in Deutschland CO2 Senken (Wälder/Moore) in der Größenordnung 60 Mio t. Derzeit stoßen wir aus: Verkehr 147 Mio t Gebäude 106 Mio t Energiewirtschaft 256 Mio t Industrie 144 Mio t Und da hat noch kein Mensch und kein Tier geatmet. Verkehr und Gebäude kann man theoretisch großteils CO2 neutral hinbekommen, wenn man alles auf E-Mobilität und Wärmepumpen umstellt. Bei der Energiewirtschaft bin ich skeptisch, weil die Umstellung der ersten beiden Bereiche bedingt, daß die Stromerzeugung steigt. PV und Akkus können hier sicher einen Beitrag leisten, auch der WKA ausbau. Aber daß wir auf 60 Mio t kommen um bilanziell auf 0 CO2 zu kommen, wird vermutlich schwierig, zumal bei der Industrie das CO2 oft in Verarbeitungsprozessen entsteht die unvermeidbar sind. Man wird an CCS wohl nicht vorbeikommen.
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07.06.2025 14:21:03 |
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag | Zeit:
07.06.2025 14:38:15 |
Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
07.06.2025 14:51:36 |
Du meinst Grus? Wie soll der helfen?
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Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag | Zeit:
07.06.2025 16:27:43 |
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09.06.2025 08:10:26 |
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09.06.2025 09:54:43 |
Es bleibt aber dabei: Robert Habeck wollte den Bau massiv subventionieren. Katherina Reiche muss das auch tun, oder sehen Sie eine andere Option?
Ich finde den Begriff schwierig, denn letztlich bieten die Kraftwerke einen Service an, den man vergüten muss und der im aktuellen System nicht adressiert wird: Sie halten Leistung vor. Dieser Service wird nachgefragt und benötigt. Diese Instrumente einzuführen, hat nichts mit Subventionieren zu tun. Sie erfüllen einen Bedarf." QuelleSehr kreative Definition. Auch die Argumentation, daß die SteinkohleKW aus den 60er und 80er Jahre stammen ist etwas verkürzt. Der gute Mann malt geradezu ein Bild das die SteinkohleKW alle museumsreif und altersschwach sind 7,5 GW davon wurden aber erst 1990 oder später gebaut. 6,2 GW von 1980 bis 1990 und nur 2 GW wurden vor 1980 gebaut. Wenn man sich den französischen oder belgischen Kraftwerkspark ansieht, sind die "brandneu".
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09.06.2025 13:32:48 |
Ja, aber wenn an einer Woche des Jahres die gesamte Netzstabilität daran hängt, würde ich nicht auf Risiko gehen.
Und ansonsten hat er in der Sache doch Recht. Wenn man eine Funktion braucht, muss man sie auch bezahlen...
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09.06.2025 14:05:33 |
Die Gaskraftwerke sollen vorallem in Süddeutschland gebaut werden. Wie so ist das notwendig? Derzeit gibt es in BW und BY ca. 6,4 GW Gaskraftwerke und 3,9 GW SteinkohleKW (Status Betrieb und Netzreserve). Weggefallen sind in Süddeutschland in der letzten Zeit sind eigentlich nur die 3 AKW mit einer gesamtleistung von 4,18 GW Es wäre also vertretbar, daß wir die Leistung der weggefallenen AKWs durch Zubau von GasKW ersetzen. Allerding muß man dazu sagen, daß dies nur notwendig ist, weil im Winter die Nachbarn in der Schweiz, Österreich und Frankreich, billigen Braunkohle- und Windstrom aus Norddeutschland kaufen, der leider in Süddeutschland nur begrenzt ankommt. Die Leitung würden prinzipiell für die winterliche Versorgung in Süddeutschlands ausreichen - für die Nachbarn leider nicht Da fragt man sich, wieso müssen wir in DE Kraftwerke für die Nachbarn bauen? Wieso werden diese Kraftwerke nicht in CH,AT und FR gebaut? Wieso macht man nicht 2 Strompreiszonen in Deutschland, damit das aufhört?
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09.06.2025 15:05:48 |
Zitat von belzig  Da fragt man sich, wieso müssen wir in DE Kraftwerke für die Nachbarn bauen?[...] Da gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste, wie gut ein Wirtschaftsstandort ist aka wo die fossile Lobby die meisten Gelder vom Steuerzahler abgreifen kann.
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09.06.2025 15:19:29 |
Zitat von belzig  [i] Es bleibt aber dabei: Robert Habeck wollte den Bau massiv subventionieren. Katherina Reiche muss das auch tun, oder sehen Sie eine andere Option?Ich finde den Begriff schwierig, denn letztlich bieten die Kraftwerke einen Service an, den man vergüten muss und der im aktuellen[...] Es spricht aber nix dagegen, alle Stromlieferanten zu verpflichten gesicherte Leistung einzukaufen. Damit würden diese das entsprechend auf den Strompreis umlegen und es würden sich immer die günstigsten/besten Anbieter der gesicherten Leistung durchsetzen. Ggfs. müsste man mehrere Strompreiszonen oder vergleichbare Mechanismen dafür einführen. Direkte staatliche Eingriffe und Festlegung auf Gas werden weniger kosteneffizient sein. Aufgrund der Zubau von Speichern, sinkt der Bedarf für gesicherte Leistung auf wenige Wochen im Jahr (aka Dunkelflaute). Das heißt, die kosteneffizienteste Lösung wäre eine mit niedrigen Fixkosten. Die variablen Kosten wären da irrelevant. Klingt für mich nach Gaskraftwerk. Aber warum lässt man nicht den Markt bestimmen, was kosteneffizienteste Lösung wäre? Man kann ja auch das versteigern an die Anbieter....
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10.06.2025 09:44:27 |
Bleibt zu hoffen, daß die GasKW wirklich nur sehr selten laufen, sonst wird das ein sehr teurer Spaß. Die Bundesnetzagentur macht ja gerade mit Ihrem Disskussionspapier zu AGNES alles damit Privatleuten zukünftig jede Lust an Investitionen in eigene PV-Anlagen genommen wird. Dann gibt`s plötzlich noch professorale Stimmen, die den PV-Eigenverbrauch versteuert sehen wollen. Und Frau Reiche fordert einen Realitätscheck. Der EE-Ausbau wird allenthalben in die Zange genommen.
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10.06.2025 13:09:04 |
Das war nur eine Möglichkeit in dem Artikel der Autor schließt damit ab, dass dynamische Netzentgelte eine bessere Lösung wären. Einen Punkt hat er schon mit den "versteckten Subventionen".
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10.06.2025 14:12:37 |
Mir erscheint die Argumentation mit Gewalt an den Haaren herbei gezogen. Weil jemand weniger aus dem Netz bezieht und deshalb weniger zahlt, solen das Subventionen sein?? Mit derselben Begründung könnte man jeden besteuern, der eine Stromsparbirne einbaut. 🙄
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10.06.2025 14:35:22 |
In den Jahren 2022 und 2023 habe ich 7,09 MWh Strom ins Netz eingespeist. Zur Erinnerung, das waren die Jahre als der Strom richtig teuer war, weil und Putin das Gas abgedeht hat und die AKWs in Frankreich in Langzeitwartung. Für die kWh hab ich damals 6,67 ct bekommen, die zu einem Vielfachen weiterverkauft wurde. Ich habe zudem auch eine Nordost/Südwest-Anlage und überdies noch die 70% Regelung, so daß ich auch nicht zu den Leistungsspitzen in der Mittagszeit beitrage, weil ich auch noch das Auto immer zwischen 11:00 und 16:00 lade. Jetzt Netzentgelte für die Einspeisung zu verlangen, obwohl die Einspeisevergütung ohnehin nur 6,67 ct/kWh beträgt und der Strom sowieso an der nächsten Hausecke von jemandem gebraucht werden konnte, ist einfach gegen jeden Bestands- und Vertrauensschutz. Ich kann mir vorstellen, daß man eine jährliche Einspeisegrundgebühr nach Spitzeneinspeiseleistung zahlen muß, sowie in der 3. Variante des Agnes-Papiers. Wie das gemessen oder ermittelt werden soll, ohne IMSYS ist mir noch nicht ganz klar. Komischerweise sind Netzentgelte und Eigenverbrauch jetzt die große "Soziale Ungerechtigkeit", obwohl das vlt. beim Single-Rentner 15€ im Jahr ausmacht. Vom Klimageld mit dem man die CO2-Bepreisung wirklich sozialverträglich ausgleichen könnte redet keiner mehr.
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