Privatsphäre-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Privatsphäre-Einstellungen
Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Privacy Icon
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Dienste von anderen Unternehmen (Google AdSense)
Beim akzeptieren dieser Option erlauben Sie unserer Webseite Google AdSense zu verwenden. Google AdSense verwendet Cookies, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf Ihren Interessen basieren können.Bitte beachten Sie, dass durch das Akzeptieren der entsprechenden Cookies Daten an Google LLC in den USA übermittelt und dort verarbeitet werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzhinweise

Sole/RGK oder Luft?
Verfasser:
Guglielmo
Zeit: 06.07.2025 12:55:47
0
3858224
Wir wollen diesen, spätestens nächsten Sommer von Öl auf Wärmepumpe umsteigen, fragen uns aber: Welches System.

Sole/Wasser mit RGK halte ich für die bessere technische Lösung, aber: RGK kostet auch in Eigenleistung 3000€ (Material, Baggermiete, kräftige Helfer), und die WP selber ist soweit ich gesehen habe unverhältnismäßig teurer. Mindestens 10.000€ gegenüber 5.500 für die übliche Panasonic L.

Und da fragen wir uns schon, ob das Eegebnis in einer vernünftigen Relation steht, oder ob wir Geld und Arbeitszeit nicht besser in Dämmung und PV stecken sollten. Andererseits: Durch die Förderung von 70% blieben von 7.000€ bis 12.000€ Aufpreis für Sole/RGK lediglich 2.100€ bis 3.600€ übrig. Dafür gäbe es geringeren Stromverbrauch, leiseres System und bessere Haltbarkeit.

*Wenn* wir mit der Gesamtsumme unter 22.500€ bleiben. Kommen wir darüber, weil wir eine neue Elektrik, andere Heizkörper, FBH u.s.w. brauchen schrumpft die Förderung auf 35%.

Eckdaten:
- Aktueller Verbrauch: 20.000kWh für Heizung und WW bei 100m² und 4 Personen auf zwei von drei Etagen, DG wird wegen der schlechten Dämmung im Winter nicht genutzt.
- Dämmung aktuell: Keine. Wände 30cm Hohlblockstein, Kellerdecke Beton, Dachboden nackter Ziegel, Dachschrägen im DG 4cm Sauerkrautplatte hinter Trockenbauwand (also in guter Näherung keine Dämmung), Doppelverglaste Fenster aus den 80ern, aber neu gedichtet.
- Vorgesehene Dämmung 2025: Kellerdecke dämmen, oberste Geschossdecke (provisorisch) dämmen
- Garten groß genug f. RGK, sandarmer Lehmboden
- Förderung 70% bis 22.500
- Soviel möglich in Eigenleistung

Und ja, Dämmung zuerst wäre sinnvoll. Aber finanziell nicht zu machen weil momentan arbeitslos. Deshalb auch erst die WP, denn dadurch komme ich unter die 40.000 Haushaltseinkommen für die vollen 70% Förderung. (Und wer weiß wie lange die Förderung noch so attraktiv ist)

Für die Dämmung vorgesehen sind:

- Dachvergrößerung
- Zwischensparrendämmung mit 15cm Steinwolle
- VHF mit 15-20cm Steinwolle
- Neue Fenster, muss sich aber preislich im Rahmen halten

Und weil das auch mit viel Eigenleistung zu teuer wird suche ich da noch nach preiswerteren Varianten, wo wir sparen können ohne uns größere Nachteile einzuhandeln. Ich denke, eine optimierte WP und PV bringt pro Euro mehr als die perfekte Dämmung.

Der durch die Dämmung verringerten Heizleistung stünden gegenüber:
- Nutzung des DG, wodurch die geheizte Fläche von 100m² auf zwei Etagen auf 150m² auf drei Etagen steigt.
- Bau eines Wintergartens, wodurch die geheizte Fläche um weitere, deutlich schlechter gedämmte 12m² steigt.

Darauf würde ich die WP auslegen. Was ihr vor der Dämmung fehlt soll durch Heizstab, ein Klimasplit-Gerät, und zur Not Heizlüfter ausgeglichen werden.

Fragen:

1. Sole/RGK müsste nach meinem Verständnis die größere Wärmeleistungs-Spanne liefern. Beide WP muss bei -10°C AT gegenüber 5°C den doppelten Wärmestrom erzeugen. Aber LWWP muss diese aus -10°C ziehen, die SWWP hingegen in beiden Fällen aus ca. 4°C
Erdwärme wird also erst bei kälteren Temperaturen den Heizstab benötigen, dafür aber erst bei höheren Temperaturen als die Luft-WP takten. Was sich deutlich auf die Haltbarkeit, und etwas auf den Strombedarf auswirken dürfte. Richtig? Und wenn ja, kann man das in Euro ausdrücken?

2. Ich würde den RGK gerne sehr tief und senkrecht verlegen. Der Lehmboden sollte Ende Sommer so trocken sein, dass 3,6m Tiefe mit einem 5t-Bagger ohne jede Böschung möglich sein sollten. Die Sicherheit ist gewährleistet weil die Rohre auf der Wiese ausgelegt und verbunden, und dann an eine lange Stange gehängt mit dem Bagger in den Graben/Schlitz herabgelassen werden. Komme ich mit einem 5t-Bagger - mehr kriege ich nicht in den Garten - irgendwie tiefer als 3,6m? Wo kann ich mich nach der Bodenbeschaffenheit erkundigen. Sollte ja vorher herauskriegen, wie tief der Lehmboden reicht. Und ab wann vielleicht der Grundwasserspiegel Probleme macht. Hat überhaupt jemand Erfahrung, was die Tiefe bringt?

3. Welche WP? Bei Luft/Wasser wäre es einfach, zur Panasonic gibt es extrem viel Erfahrung, sie ist sehr günstig, und als Monoblock der im Garten steht muss ich mir auch wegen des R290 Kältemittels keine Sorgen machen. Aber wenn doch Sole, welche dann? Und woher? Und wie hoch schätzt Ihr das Risiko ein, R290 im Keller zu verwenden? Gaswächter? Absaugung? Oder bin ich da zu paranoid?

4. Es wäre deutlich einfacher, den Graben auch durch ein potentiell bebaubaren Bereich des Gartens zu ziehen. Was macht da Sinn: Einfaches Rohr so tief wie möglich verlegen, oder Slinkys, aber nur zwischen 3,6m und 2,5m, damit man, falls wir dort mal bauen wollen, zwischen Fundament und Oberkante Rohr noch 1m Erde hat (Hochpaterre)?

5. Verdichten? Keine Ahnung, wie wir das bei senkrechter Verlegung machen sollen, wir würden die Rohre einschlämmen. Reichen dazu 15m³ Wasser?

6. Stabilität. Den Graben werden wir wohl durch ein Erdsieb auffüllen müssen, damit keine Steinchen die empfindlichen Rohre verletzen, oder?

7. Trenchplanner: Von welcher Höhe der Verrohrung geht der Trenchplanner denn bei senkrechter Verlegung aus? Tiefe minus 1,5m? Denn einstellbar ist da nichts.

8. Laber... nur weil ich so viel zum RGK frage heißt das nicht, dass ich mich innerlich bereits dafür entschieden habe. Nur, dass mir die Technologie sympathisch ist. *Vernünftig* scheint mir aber fast, Geld und Zeit in Dämmung und PV zu stecken. Also nur zu, Ihr werdet meine Gefühle höchstens ein bisschen verletzen.

Vielen Dank schonmal :)

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 07.07.2025 09:09:08
3
3858440
Hallo,

LWP in un- oder wenig gedämmter Hülle kann die Heizkosten sehr nach oben treiben.
Man muss vor allem bei einer WP darauf achten keinen Heizstab einsetzen zu müssen.
Daher hat hier die SWP einen großen Vorteil auch wenn beide WP Heizkörper bei dieser Hülle Typ 22 oder 33 für niedrige Vorlauftemperaturen benötigen.
Der Austausch der Heizkörper ist einfach und wenigen Kostenintensiv als FBH.
Da bereits einige RGK verlegt habe, würde ich als erstes keinen senkrechten Kollektor empfehlen und wegen des Aushubvolumens häufig beim klassischen waagrechten RGK oft ein Lagerproblem da Grundstücke häufig zu klein sind.
Bei Sanierungen ist der Wendegrabenkollektor die Variante jene ich empfehlen würde. Hier werden in 2m und 1 Tiefe parallel 2 bzw 3 x 40er Solerohre in einem 50cm breiten Graben verlegt. Am Wendepunkt werden die oberen und unteren Solerohre durch einen Halbkreis verbunden und dies ist auch der Startpunkt der Verlegung.
Bei einem Verbrauch von 20000KWh p.a., einem Wirkungsgrad von 0,8 ergibt dies einen Bedarf von 16000KWh was ca. 8KW ergeben würde.
Es gibt modulierende SWP mit 8, 9 und 10KW und mein Favorit wäre die mittlere Variante jene es von AIT und Novelan seit vielen Jahren anbietet.
Bei vorhandenen Lehmboden, 9KW Heizlast, 3x40er Solerohr in 1m und 2m Tiefe müsste die aktive Grabenlänge ca. 99m werden. Von den Lieferanten sind 40x200m Rohrbund erhältlich.
Beachte man muss Grabenabstände einhalten da ansonsten zu starke Beeinflussungen ergeben würde.
Du kannst mit Hilfe des Trenchplaners einen Plan erstellen und hier mitteilen. Ein weiterer Vorteil einer modulierenden SWP ergibt sich aus der Möglichkeit einer höheren Autarkiegrad.
Die Hülle des Hauses möglichst in Eigenregie isolieren und auch prüfen wie dicht die Fenster schließen da hier häufig Energie verloren geht.

Im Fall einer LWP würde ich eine Monblockanlage empfehlen.

Wolfgang

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 07.07.2025 09:54:09
1
3858455
Frag doch bei dem deutschlandweit tätigen Anbieter erdwaerme-forum.de an.

Ich würde auf ne RGK Lösung gehen - wer weiss, was von den Randprojekten tatsächlich umgesetzt wird.
Evtl. bleibts bei den 20.000kWh.

Langfristig hast du von der Sole-WP + RGK am meisten.
Was die WP angeht - wenn der Preis ein großes Thema ist.
Dann könnte die Daikin Geotherm 3 ganz interessant sein. Ist halt die Frage, ob der integrierte WW Speicher für die Bedürfnisse ausreicht.
Wenn man sieht, dass man die WP inkl. WW Speicher für etwa 8000€ -10.000€ (Je nach leistungsklasse) im Internet bekäme. Dann ist das schon verlockend.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 07.07.2025 12:55:54
0
3858492
Hallo,

habe mal kurz nachgeschaut, anscheinend wurden Novelan SWP etwas überarbeitet, haben nun eine andere Bezeichnung.
Je nach Wohnort und notwendiger Vorlauftemperatur

https://www.glo24.de/novelan-waermepumpe-s-w-sic-8-2h3-400v-heizen-innengeraet-compact-10368241-4047492009056

https://www.glo24.de/novelan-waermepumpe-s-w-sic-10-2h3-400v-heizen-innengeraet-compact-10368342-4047492009063

Die Sole WP von AIT müsste man auch überprüfen, hier dürfte es auch zu Änderungen gekommen sein. Die Gesamtkosten richten sich vor allem daran, wieviel man in Eigenregie umsetzen kann.


Berechnungsgrundlage des Wendegrabenkollektors auf Seite 2 nach zu lesen:

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/207602/Ringgrabenkollektor-fuer-Anfaenger?highlight=Anf%c3%a4nger&page=2

Wolfgang

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 07.07.2025 15:45:39
0
3858533
Ich weiss nicht ob der verlinkte Shop mit der AIT ein falsches Kältemittel aufführt.
Aber R32 sollte es schon sein.
Mag sein, dass r290 noch nicht so richtig verbreitet ist im INNENRAUM, aus diversen Gründen.
Aber R410A ist halt nachteilig

Verfasser:
Guglielmo
Zeit: 09.07.2025 20:17:35
0
3859318
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Hallo,

LWP in un- oder wenig gedämmter Hülle kann die Heizkosten sehr nach oben treiben.
Man muss vor allem bei einer WP darauf achten keinen Heizstab einsetzen zu müssen.
Daher hat hier die SWP einen großen Vorteil auch wenn beide WP Heizkörper bei dieser Hülle Typ 22 oder[...]


Hallo Wolfgang, danke für die ausführliche Antwort. Das mit dem Wendegrabenkollektor klingt spannend. Ich habe mich ein bischen in die Grabengeometrie eingelesen, und es sieht so aus, als würde sich im mehrwöchigen Betrieb das Erdreich in rund 1m um das Rohr bei deutlich niedrigeren Temperaturen einpendeln. Weshalb ich schon überlegt hatte, wieviel Sinn tatsächlich Slinkeys machen, die sich mehrfach überschneiden und doppeln. Eine gerade Verlegung der Rohre macht da wohl tatsächlich deutlich mehr Sinn. Allerdings scheint mir da auch 3 Rohre auf 50cm viel zu dicht beieinander. Oder geht es nur darum, dass ein Rohr allein nicht genug wärmeübertragende Oberfläche hat, und das zweite Rohr nur zu einer größeren Oberfläche beiträgt und Redundanz bietet um die Heizung auch nach einem Rohrbruch noch weiterbetreiben zu können?

Den Graben kann ich leider nicht beliebig lang machen, ich habe aktuell gut zugänglich eine Grabenlänge von 57m auf 3,6m Tiefe und 30cm Breite geplant, was nach Trenchplanner mit senkrechtem RGK für 10kW locker ausreicht, mit einem Wendegrabenkollektor aber zu kurz wird. ("ausreicht" heißt da aber wohl auch nur kurzfristig, weil die höhere Rohrdichte ja nur so lange Vorteile bringt, bis sich das umgebende Erdreich eingependelt hat)

Mehr als ein 5-Tonner wäre mir für den Garten zu unhandlich, und ob der 5-Tonner einen deutlich breiteren Löffel durch unseren Lehmboden bekommt kann ich schlecht abschätzen. Bei 80cm oder mehr Grabenbreite würde zumindest ein zweites Rohr Sinn machen. Und der Aushub wäre eine Katastrophe.

Oder ein zweiter paralleler Graben in 1,2m Abstand. Ist mehr Arbeit, aber Aushub und Baggergröße wären kein Problem.

Noch lieber wäre mir tiefer und zwei Wendegraben übereinander. Einen für den Spätherbst wenn die oberen Erdschichten noch warm sind, den Tieferen für den Kernwinter.

***********************
Was die Heizkörper angeht, für meine Heizkörper ergibt sich knapp 1kW Wärmeleistung bei 55°C Vorlauftemperatur. Ein vergleichbar großer Typ33 brächte 1,4kW ohne, und bis zu 2kW mit Lüftung. Wenn alle Heizkörper im Haus an sind wären das 9kW mit den aktuellen Heizkörpern, und 18kW mit neuen Heizkörpern und Lüftung im Boost-Modus.

Kurz: Die alten Dinger wurden damals so überdimensioniert geplant, dass ich sie wohl nur im Bad austauschen muss. Wenn die anderen nicht reichen, dann muss ich an der Dämmung arbeiten, sonst kommt auch eine 9kW WP schnell an ihre Grenzen. FBH wäre ein bisschen auch der Komfort-Gedanke.

*************************
Modulierende WP

Das besorgt mich ein bisschen. Bei LWP scheint das inzwischen selbstverständlich zu sein, ebenso wie R290 als Kältemittel. (Gut, noch brennbarer als R32 und Einbau in Innenräumen, wird daran liegen). Sind die SWP den LWP technisch ein paar Jahre hinterher weil weniger nachgefragt?

Aber ja, auf alle Fälle modulierend. Das ist ja der Antrieb hinter dem Ganzen. Eine WP die bei sehr niedrigen Aussentemperaturen nicht auch noch mit niedrigeren Eingangstemperaturen zu kämpfen hat, und deshalb einen größeren Zeitraum im Jahr ohne Takten auskommt, und eine größere Bandbreite von Wärmemengen abdecken kann. Also EG+1. Stock ohne Dämmung über EG+ 1.Stock mit Kellerdecken- und oberste Geschossdecke-Dämmung bis hin zu gedämmtem Haus mit DG und Wintergarten.

Die von Mastermind1 vorgeschlagende Daikin kann wohl von 0,85kW Heizleistung bis 9kW ohne Takten oder Heizstab. Faktor 10. Mit LWP kommen wir da nicht mal in die Nähe.

*****************
Dämmung macht mir gerade Kopfschmerzen. Dachüberstand zu gering, Dach schon recht alt, das ist mir ne Nummer zu groß für DIY. Aber wenn ich das machen lasse, und das Gerüst steht, dann wäre das eigentlich die Gelegenheit für eine Fassadendämmung, nur, dass dafür das Geld fehlt.
Aber die Fenster habe ich dicht. Leider das einzige, was ich bisher an Dämmung gemacht habe.

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 09.07.2025 20:35:05
0
3859323
du solltest halt ernst nehmen, das die verlegung eines senkrechten kollektors für leute die so etwas das erste mal machen, nicht empfohlen wird.

ich selber habe auch schon diverse waagerechte kollektoren begleitet,
aber einen senkrechten würde ich nicht mitmachen..

Verfasser:
Guglielmo
Zeit: 09.07.2025 20:59:00
0
3859328
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen


Ich würde auf ne RGK Lösung gehen - wer weiss, was von den Randprojekten tatsächlich umgesetzt wird.
Evtl. bleibts bei den 20.000kWh.

Langfristig hast du von der Sole-WP + RGK am[...]


Das ist leider eine erschreckend gute Einschätzung. Dachüberstand zu klein für Fassadendämmung, also Dach vergrößern. Aber Dach zu alt um einfach so was dranzuflicken, also Dach neu. Bei der Gelegenheit gleich neue Schindeln und eine vernünftige Dämmung. Dann, weil das Gerüst eh schon steht gleich VHF, und damit man nicht nochmal anfangen muss neue Fenster.

Und dann schaue ich mir an, was das alles selbst in Eigenleistung (minus Gerüst, minus Dach) kostet, und, ja.. sehr gut möglich, dass die WP erstmal mit 20.000kWh minus wasimmer Kellerdeckendämmung und obere Geschossdecke und ev. neue Badezimmerfenster bringen arbeiten muss bis es für die Dämmung eine nennenswerte Förderung gibt oder wir wieder sehr, sehr viel Geld angespart haben.

Die Daikin sieht übrigens wirklich ganz gut aus. 180l sollten reichen, mehr haben wir aktuell auch nicht. Und 0,85kW bis 9,1kW Heizleistung modulierend ist eine tolle Spanne, da können wir viel dämmen bis wir da ins Takten kommen.

Allerdings... ist bei SWP immer noch R32 Standard?
Und.. warum kosten LWP mit R290 nur 2/3? Geringere Nachfrage bei SWP, oder sind die technisch so viel auffwendiger?

Und weil ja beides hochbrennbare Kältemittel sind, die dann in Innenräumen genutzt werden? Gibt es da was mit CO², oder sollte man nicht zumindest Gaswarner oder Absauganlagen installieren?

Verfasser:
Guglielmo
Zeit: 09.07.2025 21:40:39
0
3859340
Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
du solltest halt ernst nehmen, das die verlegung eines senkrechten kollektors für leute die so etwas das erste mal machen, nicht empfohlen wird.

ich selber habe auch schon diverse waagerechte kollektoren begleitet,
aber einen senkrechten würde ich nicht mitmachen..


Die Hauptargumente für einen Wendegrabenkollektor leuchten mir schon ein: Einfacheres Verlegen und die Verrohrung ist weniger empfindlich beim Verfüllen. Aber so bar jeder Erfahrung sehe ich auch keine unüberwindlichen Hindernisse. Die Rohre kann man auf der Wiese in Form biegen und mit Kabelbindern zusammenzurren, die Teilstücke an einen kräftigen Träger binden, und mit dem Bagger in den Graben absenken. Verdichten ist der wohl problematischte Teil, weshalb ich die Rohre eingeschlämmt hätte.

Aber klar, grau ist alle Theorie. Und wenn ich den Wenderohrgraben irgendwie aufs Grundstück bekomme gebe ich dem klar den Vorzug. Robuster, weniger Arbeit.

Nur wenn ich mehr als 60m Grabenlänge brauche muss ich Mindestabstände unterschreiten oder auf bebaubares Gebiet ausweichen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 09.07.2025 22:01:10
0
3859347
Zitat von Guglielmo Beitrag anzeigen
... ist bei SWP immer noch R32 Standard?
Modulierende S-W-WP sind auch schon mit R290 zu bekommen.
Z.b. das System mit den 6 kW Kältekreismodulen bei der QG Serie von Qvantum finde ich persönlich sehr interessant. https://www.qvantum.com/de/consumer-product/qvantum-qg-series/

Weitere Details dazu per PDF Download.
https://www.qvantum.com/wp-content/uploads/2025/03/Q_Product-leaflet_QG_DE_2025-03.pdf

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 10.07.2025 12:53:12
0
3859459
Zitat von Guglielmo Beitrag anzeigen
Die Rohre kann man auf der Wiese in Form biegen und mit Kabelbindern zusammenzurren, die Teilstücke an einen kräftigen Träger binden, und mit dem Bagger in den Graben absenken.

und genau da ist die theorie sehr, sehr, sehr viel einfacher als die praxis..
du glaubst gar nicht, wie schnell man dabei rohre abknickt..

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 10.07.2025 13:20:22
0
3859465
Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
Zitat von Guglielmo Beitrag anzeigen
[...]

und genau da ist die theorie sehr, sehr, sehr viel einfacher als die praxis..
du glaubst gar nicht, wie schnell man dabei rohre abknickt..


bei nem sensiblen Kollektor könnte man ja überlegen, es von einem Profi machen zu lassen. Erdwaerme-forum.de wurde ja schon genannt für DE.
Für AT gibts weitere Profis.

Verfasser:
Entropie
Zeit: 10.07.2025 22:25:16
0
3859581
Hab ne 12 kW Nibe SWWP in ein unsaniertes 1970er Haus eingebaut. AZ mit WW (FriWa) für die erste Saison 4,55. Läuft wie ein Traum. LWWP wäre halt deutlich einfacher/deutlich günstiger gewesen aber bin mega zufrieden. R32 ist übrigens ein A2L Kältemittel und R290 ein A3. Das ist schon ein deutlicher Unterschied. Meine Nibe hat noch R407C.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 11.07.2025 09:16:14
0
3859643
Zitat von Guglielmo Beitrag anzeigen
Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
[...]

Den Graben kann ich leider nicht beliebig lang machen, ich habe aktuell gut zugänglich eine Grabenlänge von 57m auf 3,6m Tiefe und 30cm Breite geplant, was nach Trenchplanner mit senkrechtem RGK für 10kW locker ausreicht, mit einem Wendegrabenkollektor aber zu kurz wird. ("ausreicht" heißt da aber wohl auch nur kurzfristig, weil die höhere Rohrdichte ja nur so lange Vorteile bringt, bis sich das umgebende Erdreich eingependelt hat)

Mehr als ein 5-Tonner wäre mir für den Garten zu unhandlich, und ob der 5-Tonner einen deutlich breiteren Löffel durch unseren Lehmboden bekommt kann ich schlecht abschätzen. Bei 80cm oder mehr Grabenbreite würde zumindest ein zweites Rohr Sinn machen. Und der Aushub wäre eine Katastrophe.

Oder ein zweiter paralleler Graben in 1,2m Abstand. Ist mehr Arbeit, aber Aushub und Baggergröße wären kein Problem.

Noch lieber wäre mir tiefer und zwei Wendegraben übereinander. Einen für den Spätherbst wenn die oberen Erdschichten noch warm sind, den Tieferen für den Kernwinter.

***********************
Was die Heizkörper angeht, für meine Heizkörper ergibt sich knapp 1kW Wärmeleistung bei 55°C Vorlauftemperatur. Ein vergleichbar großer Typ33 brächte 1,4kW ohne, und bis zu 2kW mit Lüftung. Wenn alle Heizkörper im Haus an sind wären das 9kW mit den aktuellen Heizkörpern, und 18kW mit neuen Heizkörpern und Lüftung im Boost-Modus.

Kurz: Die alten Dinger wurden damals so überdimensioniert geplant, dass ich sie wohl nur im Bad austauschen muss. Wenn die anderen nicht reichen, dann muss ich an der Dämmung arbeiten, sonst kommt auch eine 9kW WP schnell an ihre Grenzen. FBH wäre ein bisschen auch der Komfort-Gedanke.

*************************
Modulierende WP

Das besorgt mich ein bisschen. Bei LWP scheint das inzwischen selbstverständlich zu sein, ebenso wie R290 als Kältemittel. (Gut, noch brennbarer als R32 und Einbau in Innenräumen, wird daran liegen). Sind die SWP den LWP technisch ein paar Jahre hinterher weil weniger nachgefragt?

Aber ja, auf alle Fälle modulierend. Das ist ja der Antrieb hinter dem Ganzen. Eine WP die bei sehr niedrigen Aussentemperaturen nicht auch noch mit niedrigeren Eingangstemperaturen zu kämpfen hat, und deshalb einen größeren Zeitraum im Jahr ohne Takten auskommt, und eine größere Bandbreite von Wärmemengen abdecken kann. Also EG+1. Stock ohne Dämmung über EG+ 1.Stock mit Kellerdecken- und oberste Geschossdecke-Dämmung bis hin zu gedämmtem Haus mit DG und Wintergarten.

Die von Mastermind1 vorgeschlagende Daikin kann wohl von 0,85kW Heizleistung bis 9kW ohne Takten oder Heizstab. Faktor 10. Mit LWP kommen wir da nicht mal in die Nähe.

*****************
Dämmung macht mir gerade Kopfschmerzen. Dachüberstand zu gering, Dach schon recht alt, das ist mir ne Nummer zu groß für DIY. Aber wenn ich das machen lasse, und das Gerüst steht, dann wäre das eigentlich die Gelegenheit für eine Fassadendämmung, nur, dass dafür das Geld fehlt.
Aber die Fenster habe ich dicht. Leider das einzige, was ich bisher an Dämmung gemacht habe.
[...]


Hallo Guglielmo,

im ersten Beitrag steht:
Garten groß genug für RGK, sandarmer Lehmboden und nach eigener Erfahrung reicht ein 5t Bagger mit einem erfahrenen Fahrer aus. Es dauert etwas länger aber im Bestand sind große Bagger eher hinderlich.
Bei vorhandenen Boden erreicht man mit einem senkrechten Kollektor auf 3,5m Tiefe und 57m Länge leine 9KW Entzugsleistung. Bei Lehmboden erreicht man 8,2KW ohne Leitungsanbindung und wäre sehr knapp bemessen. Habe bereits einige senkrechte Kollektoren erstellt, nicht zu empfehlen wenn man den ersten Kollektor erstellt. In deinem Fall hat der Lehmboden einen Sandanteil, ist dann eventuell eingeschränkt in der Standsicherheit. Dies muss nicht sein aber wenn hier eine dünne Sandschicht im Boden vorhanden ist, kann es oben leicht einbrechen. Bedenke, Sicherheit ist oberstes Gebot.
Erstelle einen Plan vom Haus mit Garten und stelle diesen ein, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Man kann auch nicijan fragen, sein System ist für Bestandsbauten sehr gut geeignet da hier schräg ausgehoben wird.
Kann man aber auch mit dem RGK machen, dennoch muss man die Lagerung des Aushubs beachten.
Bei der Isolierung des Dachs von innen gibt es verschiedene Lösungen, die günstigere ist immer jene von innen aus zu führen. Die Zwischensparrendämmung erneuern, innen eine Holzfaserplatte anbringen ergibt oft bereits einen guten Wert.
Erstelle hier einen neuen Faden und stelle es im Bereich "Dämmung" ein.
Erfreulich für dich, die Heizkörper haben wohl genügend Leistung

Wolfgang

Verfasser:
stumi75
Zeit: 11.07.2025 11:41:57
0
3859681
Was ist denn die NAT?

Wenn die Norm-Außentemperatur -5 ist, dann holst Du den Invest eines RGK wohl eher nicht mehr herein im Vergleich zu einer LWWP...
Oder ist es da bei Dir recht nebelig im Winter?

Aktuelle Forenbeiträge
Wadscheina schrieb: Hallo zusammen, Nachdem die letzten zwei Jahre der hydraulische...
RaffTi schrieb: Liebes Forum, ich bin langsam etwas ratlos. Zur generellen...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
 
Website-Statistik