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09.07.2025 08:42:11 |
Guten Morgen liebes Forum, wir sind in der Planung für 2 Häuser, die auf einem Grundstück errichtet werden sollen. Da sie nur 6 Meter auseinander stehen, sollen sie eine gemeinsame Heizungs- und Elektroanlage bekommen. Haus 1: 7 Wohnungen mit ca. 640 qm2 Wfl, 5 davon als Ferienappartements, also nicht dauerhaft belegt. 2 davon mit Badewanne, Rest mit Duschen Haus 2: 4 Wohnungen mit ca. 300 qm2 Wfl, diese als Ferienappartements, also nicht dauerhaft belegt. 4x Dusche Heizung: Fubo m. WP, Klimageräte als Split PV so groß als möglich (ca. 40 KwP m. Speicher) Nun stellt sich die Frage der WW-Aufbereitung. Für mich stellt sich nun die Frage der WW-Aufbereitung. Zentral oder dezentral? Dezentral mit DLE oder Wohnungsstationen? Brauchwasserwärmepumpen? Oder ein gemischtes Konzept? Klar werden wir eine Planung machen lassen. Ich möchte hier auch kein fertiges Konzept, sondern einfach ein paar Für und Wider für das Eine oder Andere...... Vielen Dank dafür
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09.07.2025 09:41:56 |
Unregelmäßige Nutzung verbietet größere Speichervolumina. Damit sind wohnungsweise BWWP ungeeignet. BWWP könnten als Abluftlösung allerdings mit dem Lüftungskonzept verknüpft werden. 11 Stück DLE brauchen Anschlussleistung, die muss beim VNB erfragt werden und könnte zu hohen Baukostenzuschüssen oder gar Ablehnung führen. Eventuell wohnungsweise Frischwasserstationen mit zentralem Puffer vorsehen, welcher über die Heizungswärmepumpe beschickt wird. Da könnte die Schüttleistung auch für die Wannennutzung komfortabel sein, was bei DLE oder (kleineren) BWWP eher nicht der Fall ist. Ist aber bei gelegentlicher Nutzung nicht die preiswerteste Lösung.
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09.07.2025 09:59:36 |
Zitat von Tom222  Für mich stellt sich nun die Frage der WW-Aufbereitung. Zentral oder dezentral? Dezentral mit DLE oder Wohnungsstationen?[...] Ich bin ein Fan einer Kombilösung: Wohnungsstation mit DLE-Booster. Damit 1. läuft die WP mit niedrigereren Vorlauftemperaturen, auch für WW 2. kann man bei einer vorhandenen PV die Wärme auch für WW puffern 3. die Hygiene ist sichergestellt 4. DLEs müssen nur das Temperaturdelta zu WP liefern, was die benötigte Leistung reduziert und den Komfort erhöht. Diese müssen dann AFAIK auch keine 60°C mehr liefern, sondern nur die tatsächlich benötigte WW-Temperatur Solche Wohnungsstationen gibt es gleich mit dem FBH- Verteiler, etc. Die Wohnungsstationen sind natürlich teuerer als klassische Verrohrung. Dafür reduziert sich der Verrohrungsaufwand, da für WW keine Rohre und keine Zirkulationsleitung von der WP benötigt werden. Allerdings würde ich zwischen den Häusern sowieso einen fetten Installationsschacht vorsehen, sodass man bei Bedarf alles mögliche nachziehen kann. Grüße Nika
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09.07.2025 10:10:17 |
Nicht dauerhaft bewohnt? Prädestiniert für DLE! Bitte keine Wohnungsstationen, viel zu aufwendig. Wäre es dauerhaft bewohnt, würde ich mittlerweile wieder eine zentrale FriWa wählen - und ggf. die 60°C Regel etwas lockerer sehen. Wenn Wohnungsstation, dann zwingend als 4 Leiter Anlage. Auch dann, wenn zusätzlich DLE verwendet werden. Sonst bricht die Effizienz der heizung ein, da die VLT höher als nötig gewählt werden musss.
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09.07.2025 10:26:23 |
Wieso das? Mit Wohnungsstation reduziert sich ja gerade der Installationsaufwand. Zitat von GreenWorld  Wäre es dauerhaft bewohnt, würde ich mittlerweile wieder eine zentrale FriWa wählen - und ggf. die 60°C Regel etwas lockerer sehen. Hmmm... Bei vermieteten Objekten ist es Schluss mit Lockerheit. Mit einer Wohnungsstation/DLE kannst du das aber tatsächlich locker sehen. Zitat von GreenWorld  Wenn Wohnungsstation, dann zwingend als 4 Leiter Anlage. Auch dann, wenn zusätzlich DLE verwendet werden. Sonst bricht die Effizienz der heizung ein, da die VLT höher als nötig gewählt werden musss.
Das verstehe ich nicht. Gerade mit einem DLE kann die VLT (für WW) niedriger gewählt werden. Z.B. sodass ein 11kW DLE ausreicht. Das würde aber dann eine 4-Rohr Wohnungsstation benötigen. Dafür muss der DLE nur angemeldet und nicht genehmigt werden. Wenn man noch niedrigere VLT (z.B. bei 2-Rohr) hat, dann braucht man mehr Leistung (muss von NB genehmigt werden). Hier sind ein paar Infos Roth Hybrid-Wohnungsstation setzt neue Standards in Sachen KomfortPersönlich würde ich 2-Rohr nehmen, mit VLT unter 40°C fahren und das WW mit DLE (>11kW) boosten. Aber das kann man beliebig abstufen. Mit 4-Rohr, kann man die VLT für WW separat einstellen. Da würde ich mich nach der JAZ der WP in Abhängigkeit von der VLT richten. Hängt ja auch stark von NAT (und WP) ab. Die r290 WPs haben auch noch ganz gute Werte bei höheren VLTen.
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09.07.2025 10:49:33 |
Ich sehe schon, ein schwieriges Thema..... Wir betreiben schon aktuell ein FeWo Haus mit 5 Einheiten. WW über DLE funktioniert mega. WW ist da, wenn es gebraucht wird. Legionellen kein Thema. Und wenn ein Wohnung mal mehrere Wochen leer steht, keine Kosten. Nachteil waren schon die Anschlusskosten des Netzbetreibers mit über 10.000 Euro für den Anschluss. Thema Baukostenzuschuss ist schon ein Thema! Wenn ich nun 9 der Einheiten mit DLE ausstatte, möchte ich natürlich zuerst die Kosten für den Anschluss erfragen. Frischwasserstationen habe ich in einem 6-Familienhaus in dauerhafter Vermietung. Das WW wird mit 35 Grad durch die WP erwärmt, der Rest macht je ein DLE mit 11Kw in den Wohnungen. Die Dinger kosten halt schon pro Wohnung 2.5-3.K, ok HK-Verteiler ist dann schon enthalten. Evtl. wäre eine Kombilösung sinnvoll. DLE in den FeWoen und 2x FriWa Stattion in den dauerhaft bewohnten Wohnungen. Bin natürlich auch mal gespannt, was der Planer vorschlägt.
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09.07.2025 11:58:14 |
Abrechnung mit DLE wird halt auch einfacher. Da nur der Stromzähler und Kaltwasser berechnet wird.
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09.07.2025 12:07:41 |
Abrechnung wird bei FeWos wurscht sein, das geht normal alles pauschal. Nacherhitzung mit DLE ist jedoch wohl kritisch, denn das kurzzeitige Erhitzen über 60 Grad ist kein Garant fürs Abtöten der Legionellen, die sich im 40 Grad warmen WP-Wasser erstmal fröhlich wochenlang vermehren können. DIe Hygieneanforderungen dürften so eher nicht erfüllt sein. Wenn der DLE dann noch niedriger gestellt wird sowieso nicht.
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09.07.2025 12:13:13 |
Zitat von Tom222  IFrischwasserstationen habe ich in einem 6-Familienhaus in dauerhafter Vermietung. Das WW wird mit 35 Grad durch die WP erwärmt, der Rest macht je ein DLE mit 11Kw in den Wohnungen. Die Dinger kosten halt schon pro Wohnung 2.5-3.K, ok HK-Verteiler ist dann schon enthalten.
Evtl. wäre eine Kombilösung sinnvoll. DLE in den FeWoen und 2x FriWa Stattion in den dauerhaft bewohnten Wohnungen.[...] Und wieso nicht eine Hybrid- Wohnungsstation mit DLE? Damit sparst du dir die Kosten für eigenen Heizungsverteiler und separaten DLE. Mit 11kW ist es auch weniger ein Problem mit NB. Der Installationsaufwand ist auch niedriger. Bei Abrechnung (in Miete) musst du quasi nur die Hezungskosten abrechnen.
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09.07.2025 12:28:30 |
Zitat von Gnampf  Abrechnung wird bei FeWos wurscht sein, das geht normal alles pauschal. Nacherhitzung mit DLE ist jedoch wohl kritisch, denn das kurzzeitige Erhitzen über 60 Grad ist kein Garant fürs Abtöten der Legionellen, die sich im 40 Grad warmen WP-Wasser erstmal fröhlich wochenlang vermehren können.[...] Ich kenne keine systematischen Untersuchungen über die Legionellenproblematik speziell in nicht durchgehend genutzten Objekten wie FeWo. Aus rein mikrobiologisch-praktischen Überlegungen ist zu befürchten, dass durch die langen Stillstandzeiten und das dadurch ermöglichte Erwärmen auch der KW-Leitungen auf Raumtemperatur, die im Sommerhalbjahr deutlich über 20°C liegen wird, sowohl in den KW- als auch in den WW-Leitungen es zur Vermehrung von "Getier" aller Art kommen wird. incl. etwaiger Legionellen. Deshalb: nach Bezug solcher Objekte erst'mal eine tüchtige Verdünnung/Austausch der abgestandenen Leitungsinhalte vornehmen durch Zapfen einer angemessenen Wassermenge. Sowohl KW als auch WW. Keim frei ist Leitungswasser ohnehin nie. So gesehen geht immer es um die Minderung der Keimkonzentration.
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11.07.2025 09:05:10 |
Zu beachten wäre natürlich auch die Legionellenprüfungspflicht, wenn man sich da zentral einen größeren WW-Speicher hinsetzen möchte. Ich würde es auch einfach halten, Durchlauferhitzer rein und gut ist. Insbesondere im Sommer dennoch für einen vernünftigen Wasseraustausch sorgen, auch wenn die Wohnungen leer stehen, dafür vielleicht ein paar Spülautomaten am Ende des Stranges setzen, kosten auch nicht die Welt.. Bezüglich der Anschlussleistung vom Energieversorger müsste dann eure Elektrofirma was zu sagen, da gibt es ja mglw. auch Gleichzeitigkeiten, die den Anschluss zwar auch deutlich vergrößern bei 11 WE, aber preislich vielleicht noch im Rahmen bleiben könnten. Oder man trennt die beiden Häuser elektrisch voneinander und betrachtet jedes für sich, sodass zumindest beide ihre eigene Zuleitung bekommen.
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