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08.07.2025 07:33:07 |
Hallo KP, wir stehen kurz vor der Beauftragung Wärmepumpe und ein paar Dinge sind uns noch nicht klar.Ich hoffe, Du erkennst mittlerweile, daß der Einbau einer WP zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur mit vielen Risiken für Dich verbunden ist, sondern wohl eher ein Schuß in den Ofen wird. Wenn irgend möglich verschiebe das Ganze um ein Jahr und mach vorher einige Dinge: 1. Was zu isolieren vorgesehen ist vor dem Winter erledigen 2. Wärmemesszähler einbauen (ganz wichtig!) 3. Thermischen Abgleich machen (das können Deine Ventile nicht) und dann 4. Nach Heizkurve heizen, nicht wieder mit HK-Thermostat 5. Bei richtiger Kälte auch mal 3 Wochen das ganze Haus heizen, auch wenn "oben" keiner wohnt (so siehst Du die erforderliche max. Heizlast) Diese Aufzählung ist sicher nicht vollständig. Noch eine Anmerkung zur Heizkurve: Selbst heize ich seit 1980 nur nach Heizkurve und bin damit sehr zufrieden. Ja, bei plötzlichem Wetterumschwung kommt das Haus - nicht die Heizkurve - nicht "hinterher". Das Mauerwerk muß sich ja auch anpassen. Aber dafür habt Ihr ja den Grundofen und im umgekehrten Fall zu öffnende Fenster im Haus :-) Und noch mal wie auch von anderen gesagt: Mach Dich mit dem Gedanken vertraut, daß eine WP - so sie denn einigermaßen rentabel arbeiten soll eine möglichst kleine VLT erfordert.Das habe ich persönlich auch erst (leider nach dem Einbau) realisieren müssen und es hat auch etwas Lehrgeld gekostet. Was ich etwas anders sehe ist die Beheizung der nicht genutzten Räume. Wenn die fremdvermietet werden sollen sind die ja wohl etwas abgetrennt vom beheizten Bereich. Die würde ich dann bei rund 10° halten. Bei neuen Häusern mit geschlossener thermischer Hülle mag das, was Paul - und in anderen Themen auch andere sagen richtig sein. Aber Ihr habt, wie die meisten, einen Altbau und da macht es schon einen Unterschied, ob ich z.b. die obere Etage nicht heize oder mitheize. Klar werden dann etwas höhere VLT benötigt im beheizten Bereich, aber ob das obere Geschoß 20 zu Null Grad hat oder 10 zu Null Grad macht schon ne Menge beim Wärmeverlust aus. Gruß Heinz
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08.07.2025 08:05:50 |
mitheizen wird er auf jeden Fall, würde mich auch wundern wenn die Temperatur auf 10°C runter gehen würde. Ich meine das auch nur im Zusammenhang mit der Aussage 16000kwh für eine Etage seien viele - es ist halt nicht nur eine Etage deswegen nicht so zu beurteilen. Was die Heizkosten angeht mag das anders sein. Da kann es schon gut sein, dass es günstiger ist unten ein paar Grad mehr im Vorlauf zu haben und oben nicht zu heizen - auch mit WP. Muss die Hydraulik aber mit machen. Und mann muss sich halt bewusst sein dass es oben nicht nach 30min warm ist wenn man die Heizkörper dann aufdreht...
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08.07.2025 09:13:30 |
Noch was zu den Handtuchheizkörpern im Bad:
Die werden zwar die Handtücher bei 35 °C VLT trocknen aber nicht den Raum auf die gewünscht Raumtemperatur bringen, wenn sonst keine Heizflächen im Bad vorhanden sind.
Also austauschen gegen Typ 33 Heizkörper so groß wie nötig (möglich).
Die Heizkörper sollten alle auch auf 40/35 oder noch weniger ausgelegt werden.
Grüße
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08.07.2025 11:33:49 |
Zitat von Hugo 123  Noch was zu den Handtuchheizkörpern im Bad:
Die werden zwar die Handtücher bei 35 °C VLT trocknen aber nicht den Raum auf die gewünscht Raumtemperatur bringen, wenn sonst keine Heizflächen im Bad vorhanden sind.
[...] hast du praktische Erfahrung? Mein 33er im Bad mit 32° VLT wird nicht ansatzweise warm. Wer dann noch Aussentemperaturgeführt eine geringere VLT hat, der kann sich das Teil auch in den Keller stellen.
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08.07.2025 12:49:28 |
Die meisten Handtuchheizkörper bieten die Möglichkeit zum Anschluss eines zusatzheizers. Wäre auch eine Lösung
Wir haben einen doppelrohrigen von kermi und mit den heizungsvorläufen (zwischen 31 und 43) werden sowohl die Handtücher trocken als auch der Raum warm. Ist aberr wirklich ein großer... Nur halt nicht 24 Grad sondern nur die 20 die bei uns überall sind. Aber es würde eh kein Sinn machen den Vorlauf höher zu fahren damit man nur im Bad auf 24 Grad kommt...
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09.07.2025 00:23:43 |
Hallo, das sind wieder superviele Tipps, wir checken alles der Reihe nach!!
-ok Ventile lieber konstant offen, außer eben oben, wenn das so mit einer WP und der Hydraulik überhaupt möglich ist
-vermieten, auch ein guter Tipp, die gesetzlichen Vorgaben...
-verschieben würden wir gerne, wenn wir die Therme noch über EINEN Winter kriegen, aber das sieht nicht gut aus. Wir versuchen soviel wie möglich von der Erledigungsliste. Danke für deine Erfahrungen. Ja, energetisch macht es schon Sinn, oben nichts hinauszuheizen, deswegen machen wir uns diese Gedanken. Denke, wir holen den genannten Ing. nochmal dazu, um die Berechnungen zu überprüfen
-Zusatzheizer am Handtuchheizkörper, davon sprach der HB auch
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09.07.2025 07:17:00 |
Hallo KP, und wie sähe es aus, wenn der Handwerker für den Fall der Fälle für den Winter ein gebrauchtes Ersatzgerät bereithält, was in wenigen Stunden wieder läuft? Es liegen ja noch viele Baustellen vor Dir und die wichtigste ist der thermische Abgleich. Da sehe ich auch die Empfehlung von Hugo, alle Heizkörper möglichst zu tauschen etwas kritisch. Möglichst groß sollte in dem Raum getauscht werden, der den größten Heizbedarf hat - und das muß nicht unbedingt der größte sein. Der thermische Abgleich mit den alten Heizkörpern würde das schnell zeigen - eine exakte raumweise Berechnung natürlich auch. Bei mir habe ich alles DIY gemacht. Da kann man für recht kleines Geld Fehler leicht korrigieren. Aus der Erfahrung wäre meine Empfehlung: Den Winter mit der alten Heizung überstehen, s.o.. Was an Dämmmaßnahmen geplant ist so schnell wie möglich umsetzen WMZ einbauen (möglichst bald) Bei dauerhaft kühlem Wetter, also nicht unbedingt Frost einen thermischen Abgleich vornehmen, das müßte grob auch mit alten HK-Ventilen gehen sofern auch am Rücklauf der HK ein Ventil sitzt. Die Thermostatköpfe eignen sich dafür eher nicht, denn die regeln ja nach Raumtemperatur und sind ohne Kopf voll auf. Ja, und wenn die bisherige Regelung das hergibt unbedingt versuchen, nach möglichst niedriger Heizkurve zu heizen. Ist ja leider nicht bekannt (oder hab ich was überlesen) ob die alte Heizung mit einem Puffer und separater Regelung arbeitet oder direkt in die HK geht. Das würde Dir zeigen, wie weit die VLT mit dem jetzigen System abzusenken ist und auch besser abschätzen lassen, wie weit Du mit besseren HK noch runterkommen kannst. Wie andere auch sagten: Pro Grad sind das rund 3 % Stromersparnis! Eine möglichst gut auf Deinen max. Heizbedarf ausgerichtete WP spart viel Geld im Betrieb und vermeidet viel Arbeit bei den Einstellungen (Takten) weil Du ja nicht immer volles Haus hast. Und ich bin mir ziemlich sicher, Du wirst einiges unter die 50° VLT bei NAT runterkommen wenn Du alles vernünftig umsetzt. Sollte es bei 50° bleiben würde bei mir auch Gas in die Überlegung mit einbezogen - Ausgang offen weil Preisentwicklung Strom und Gas offen, also Lotterie. Wo Du m.E. noch umdenken mußt ist das Heizen nach Heizkurve. Es funktioniert und Ihr werdet nicht frieren! Da ist man früher anders groß geworden (ich auch), also der Kessel heizt so um die 60° plus x und den Rest übernehmen die Thermostatköpfe an den HK (zu Hause noch ohne Thermostat) mit der Folge: wir haben immer eine angenehme Raumtemperatur. Und kleiner Nebeneffekt: man kann einen Raum auch mal auf die Schnelle aufheizen. Der kleine Nebeneffekt entfällt natürlich. Bei mir sieht das z.B. so aus: Wenn die Tochter sich anmeldet wird eine knappe Woche vorher die FBH aufgedreht, wenn sie abreist wieder voll zu. Daß bei dem Verhalten auch früher eine Menge Energie verschwendet wurde, darüber hat man nicht nachgedacht. Kessel und Rohre verlieren wesentlich mehr Hitze wenn sie mit 60° laufen statt zum B. mit 45°. Gruß Heinz
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09.07.2025 08:32:31 |
Zitat von kp1899  -Zusatzheizer am Handtuchheizkörper, davon sprach der HB auch ] Ist aber nicht die beste Lösung. Die wäre vernünftige Heizkörper benutzen. Da machen die Heizis immer einen riesen Aufriss draus das man doch spezielle Heizkörper im Bad nehmen sollte. Einer wollte mir mal erzählen das meine Frau doch bestimmt lieber den Typ 22 Badheizkörper für 1500€ will. Einfach einen normalen Typ 22 oder 33 rein und das Bad wird auch mit WP Temperaturen warm. Handtücher trocknen auch ohne das sie auf einer Hühnerleiter hängen.
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09.07.2025 23:28:48 |
Hallo, wir haben jetzt erstmal Temine mit dem HB und dem Ing.büro. Vllt können wir das mit dem nächsten Winter auch noch umsetzen, mal sehen. Bisher haben wir meines Wissens keinen Puffer. Wir sehen zu, dass wir die VLT runter bekommen und nach Heizkurve heizen, das geht. Ich werde berichten, wie das Ganze ausgeht. Grüße!
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10.07.2025 07:11:17 |
Zitat von kp1899  [...] Was die Nicht-Vollnutzung betrifft, klar, das scheint für Wärmepumpen problematisch zu sein. Aber was macht man denn da nun? Muss man wirklich dann ein ganzes Haus heizen, wenn man nur 1 oder 2 Zimmer braucht? [...] Imho ja. Mit der Teilbeheizung sparst du nicht viel, denn Dach, Fenster, Fassade etc. bist du schon angegangen. Ein Haus ist eine Einheit, nicht eine lose Ansammlung von einander unabhängiger Räume.
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10.07.2025 09:59:23 |
Zitat von Fritzli  Zitat von kp1899  [...] Imho ja. Mit der Teilbeheizung sparst du nicht viel, denn Dach, Fenster, Fassade etc. bist du schon angegangen. Ein Haus ist eine Einheit, nicht eine lose Ansammlung von einander unabhängiger Räume. Kommt halt drauf an, wie gut die Dämmwirkung der Innenwände und Decken im Verhältnis zur Außenhülle ist. Bei 8 cm Einblasdämmung ist Teilbeheizung schon einen Versuch wert, bei Neubauten mit doppelt so viel Dämmung eher nicht. In meinem ISFP wurden mir 55000 kWh Jahresverbrauch für Vollbeheizung unterstellt, ich habe mit Teilbeheizung nur ein Viertel davon. Dann ist es aber von Etage zu Etage auch jeweils 5° bis 10°C kälter (gemessen, nicht berechnet). Mit Danbasic kannst du Teilbeheizung und dafür notwendige HK-Größen vorab selber ermitteln.
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10.07.2025 10:01:49 |
Wo wohnt das Haus? Ich empfehle nochmals dringend den WP Doc.
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10.07.2025 17:40:56 |
Zitat von ajokr  Zitat von Fritzli  [...] Kommt halt drauf an, wie gut die Dämmwirkung der Innenwände und Decken im Verhältnis zur Außenhülle ist. Bei 8 cm Einblasdämmung ist Teilbeheizung schon einen Versuch wert, bei Neubauten mit doppelt so viel Dämmung eher nicht. In meinem ISFP wurden mir 55000 kWh[...] Da dürfte er bei einem u-Wert von ca. 0.5 oder weniger landen, das ist nicht so schlecht. Du darfst nicht einen berechneten Wert mit einem effektiven vergleichen.
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10.07.2025 22:48:48 |
Zitat von ajokr  Zitat von Fritzli  [...] Kommt halt drauf an, wie gut die Dämmwirkung der Innenwände und Decken im Verhältnis zur Außenhülle ist. Bei 8 cm Einblasdämmung ist Teilbeheizung schon einen Versuch wert, bei Neubauten mit doppelt so viel Dämmung eher nicht. In meinem ISFP wurden mir 55000 kWh[...] Mit der Gastherme machen wir die Teilbeheizung schon länger. Wenn ich die 5 Tage zum Aufheizen oden nicht mitzähle - danach benötigen wir knapp das Doppelte an kwh, wenn wir beide Stockwerke heizen statt nur unten. Oben sind es ungeheizt 12 Grad, soviel zieht durch die Decke.
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10.07.2025 22:49:32 |
Zitat von A Min  Wo wohnt das Haus? Ich empfehle nochmals dringend den WP Doc. Hamburg. Wie kontaktiert man ihn?
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10.07.2025 23:04:04 |
www.waermepumpendoktor.com
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