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04.07.2025 00:56:49 |
Hallo zusammen, ich habe nun schon viele Stunden damit verbracht, die zahlreichen hilfreichen Threads hier im Forum zu lesen. Das hat mir in der Planung der Lüftung für meine ETW schon sehr geholfen! Da ich mir mit der Planung noch nicht sicher bin, wäre ich euch für eure Einschätzung sehr dankbar. Kurz zum Kontext: Die Wohnung hat knapp 70 m² und befindet sich in einem MFH aus den späten 1960ern, bisher leider ungedämmt und mit Nachtspeicher beheizt. Im Zuge einer geplanten umfangreichen Sanierung der Wohnung, habe ich nun vor, neben Klima-Splitgeräten (v.a. zum Heizen) auch eine KWL zu installieren. Ziel ist (1) Feuchteschutz zur Schimmelvermeidung im Winter und (2) Komfortsteigerung va. im Schlafzimmer (2 Personen). Außerdem will ich auf eine Dämmung der Außenhülle in der Zukunft vorbereitet sein. Einbauen möchte ich die Anlage in Eigenleistung mit Unterstützung meines Sanitär-Installateurs, der ohnehin vor Ort ist. Ins Auge gefasst habe ich die Meltem M-WRG-II P-M-FC. Diese soll im Wohnzimmer in einer Trockenbauwand verkleidet werden und die anderen Räume mit Lüftungsrohren angeschlossen werden. Ich habe meine erste grobe Planung mit dem Meltem Planungsservice durchgesprochen, demnach passt das soweit. In der Planung ist der Anschluss von Wohnzimmer, Schlafzimmer und des kleinen Büros mit 2x75mm Flexrohr in Serie vorgesehen. Abluft ebenfalls mit 2x75mm Flexrohr für Bad und Wohnküche. Ich habe mich nun aber auch hier im Forum weiter belesen und denke nun, dass der Anschluss der Räume nur mit Flexrohr suboptimal ist, vor allem hinsichtlich der Akustik (sowohl Telefonie, als auch Strömungsgeräusche). Meine Idee wäre es nun vom WRG direkt mit Adaptern auf 125mm Wickelfalz zu wechseln. Für Zu- und Abluft sehe ich jeweils einen 90cm/50mm Schalldämpfer direkt am Gerät vor. In einem abgekofferten Kanal über den Küchenschränken dann an den Wänden des WZ entlang zum Zuluftventil für das WZ. Vorher ein Y-Stück und mit der Zuluft durch das Bad, dort in der Abkofferung einen Telefonieschalldämpfer, weiter ins SZ, weiteres Y-Stück und Zuluftventil für SZ sowie Durchbruch ins Büro, dort weiteres Zuluftventil. Abluft im WZ parallel zur Zuluft geführt und direkt durch ins Bad; beim WRG direkt nach dem Schalldämpfer aber noch ein Y-Stück und Abluftventil für Küchenbereich. Zur zusätzlichen Reduzierung des Telefonieschalls erwäge ich Einschub-Telefonie-Schalldämpfer von Helios zu verwenden Meine Gedanken die mich dazu bewogen haben: - 125mm erlauben niedrigere Strömungsgeschwindigkeiten und sind somit im Schlafzimmer hoffentlich absolut leise auch bei 40-50 m³/h (-> bei 50 m³/h: ~1,15 m/s bei 125mm vs 2,3 m/s bei 2x75mm) - Die Leitungsführung erfordert mehrere 90 Grad Stücke. Das ist bei 75mm Flex und der Leitungslänge von ~13m schon problematisch, bei 125mm kein Problem(?). - Es ist mir statisch einfacher abzuschätzen zwei Löcher mit 125mm zu bohren als vier mit 75mm. Was meint ihr dazu? 1. Machen die 125er Rohre mit 125er Tellerventilen so Sinn, auch bei einer relativ kleinen Lüftungsanlage (max. 100m³/h)? 2. Wie ist der Telefonieschall zwischen Schlafzimmer und Büro zu bewerten? Ich habe hier schon statt eines T-Stückes ein Y-Stück geplant, sodass der Weg zwischen den Ventilen etwas weiter werden kann. Außerdem sollen die ETS bei beiden Ventilen eingeschoben werden. Reicht das aus? Wäre das mit 75er Flexrohren weniger problematisch? 3. Was fällt euch sonst auf, was übersehe ich bei dieser Planung? Da mir schon in vielen Threads die kompetenten Beiträge von @leitwolf geholfen haben, würde ich mich vor allem über deine Einschätzung sehr freuen. Vielen Dank vorab! Roman Berechnete ungefähre Volumen der Räume: WZ: 75 m³ SZ: 38 m³ Büro: 18 m³ Bad: 18 m³
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07.07.2025 22:34:18 |
Über eine Einschätzung, ob die Planung mit 125er Wickelfalz grundsätzlich sinnig ist, wäre ich wirklich dankbar! Kann vielleicht doch noch jemand dazu seine Gedanken teilen? Danke euch!
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08.07.2025 10:26:59 |
Zitat von roman21  Über eine Einschätzung, ob die Planung mit 125er Wickelfalz grundsätzlich sinnig ist, wäre ich wirklich dankbar! Kann vielleicht doch noch jemand dazu seine Gedanken teilen? Danke euch! Das ist keine Planung, sondern Machbarkeitsstudie ;) Bei der Planung soll Volumenstrom/Druckverlust und Lautstärke berechnet/angegeben/berücksichtigt werden. Es wird nicht an Wickelfalz scheitern, sondern entweder an der Lautstärke bzw. Volumenstrom des Gerätes. https://www.meltem.com/fileadmin/downloads/documents/Meltem%20PB_Schalldaemm%20U2%20M-WRG-II.pdfDaher ist egal, ob Du 125 oder 80 nimmst. Soll übrigens nicht abgeschätzt, sondern berechnet werden. Nachts kannst Du die Anlage mit 58m³/h bei 62-67dB nicht betreiben. Maximal vielleicht 40m³/h. Das reicht vielleicht gerade noch für SZ.
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08.07.2025 11:13:16 |
Die 100 m³/h sind für das kleine Gerät illusorisch. Vielleicht sind 60m³/h noch akustisch mit Schalldämpfern zu bewerkstelligen. Also DN100 Hauptleitung ist ausreichend. Danach kann man auf DN80 für einzelne Räume reduzieren. Mehr als 2 Räume und 2 Personen kann das Gerät aber ohnehin nicht versorgen, wenn es akustisch angenehm bleiben soll. Konkret: Küche und Bad AbluftSZ und Büro Zuluftein Geräteschalldämpfer DN100, danach auf 2x80 aufteilen und je ein Telefonieschalldämpfer (LRCB80 mit 600mm Länge). Vor den Ventilen wieder auf DN100 erweitern. Besser wäre aber ein Gerät mit dem zumindest 80 m³/h möglich wären.
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10.07.2025 00:17:31 |
Vielen Dank euch für eure wertvollen Antworten! Mir ist bewusst, dass es sich bei meiner "Machbarkeitsstudie" ;) um keine professionelle perfekte Planung handelt. Da eine professionelle, perfekte Lösung aber mein Budget leider übersteigen würde, habe ich versucht mich selbst ausreichend einzulesen. Ich hoffe mal noch, dass mir das ausreichend gut gelingt und ich eine praktikable Lösung finde. @BoomChocoPopp Mir ist leider nicht ganz klar, wie du auf die 62-67 dB kommst. Das verlinkte Dokument lese ich als Prüfung der Schalldämmung gegenüber Außengeräuschen und die 62-67 dB als Schallpegeldifferenz, also ist das doch quasi die Dämmwirkung. Das Gerät selbst erzeugt laut diesen Dokumenten [1] [2] 11-42 dB. Bei der geplanten U² Einbauvariante gibt das Passivhaus-Zertifikat für 50 m²/h 24,4 dB an. Das Gerätegeräusch sollte selbst bei mittlerer Stufe (~50m²/h) mit zwei zwischengeschalteten Schalldämpfern doch nach ~15 Metern Rohr dann wirklich sehr leise sein, oder nicht? @leitwolf Danke dir sehr für deinen Vorschlag! Dass die Anlage für die ganze Wohnung eigentlich zu klein ist, ist mir bewusst. Da sich im Schlafzimmer tagsüber niemand aufhält, müsste dieses nur nachts stärker belüftet werden. Im Wohnzimmer ist es genau andersrum. Da ich aus Platz- und Lärm-Gründen keine größere Anlage einbauen kann/will, habe ich überlegt steuerbare Klappen vor dem WZ und SZ Ventil einzubauen und so zwischen Nacht- und Tag-Betrieb umschalten zu können. Damit könnte ich nachts 40-60 m²/h in Büro und SZ lüften und tags die gleiche Menge in Büro und WZ. Sicher einfach realisierbar mit Home-Assistant. Und immer noch nicht perfekt, klar. Aber doch besser als nur Büro und SZ anzuschließen, oder? Oder haben diese Klappen andere (akustische) Nachteile? Bei einem 80er Rohr mit 40 m²/h komme ich auf 2,2 m/s Strömungsgeschw. Bei 100 mm sind es 1,4 m/s - macht das bzgl. Strömungsrauschen im SZ nicht doch einen Unterschied und 100er wäre vorzuziehen? Bzgl. deines Vorschlags: Verstehe ich es richtig auch für Abluft Geräteschalldämpfer + 2 Telefonieschalldämpfer einzuplanen? Hast du sonst einen Vorschlag für ein Gerät, das ähnliche Maße hat, nicht viel teurer ist, und die höheren Volumen schafft? Ich tue mich da schwer und mir scheint die Meltem eigentlich schon ein guter Kompromiss zu sein. [1] Meltem WRG-II Broschüre[2] Meltem WRG-II Passivhaus Zertifikat |
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14.07.2025 11:40:26 |
Wenn das Wohnzimmer zum Flur hin offen ist, kannst du auf die Klappen verzichten, da das WZ im Raumluftverbund bzw. im Überströmbereich liegt. Mein Vorschlag zielt darauf ab, die Zuluft nur im SZ und im Büro einzubringen und in der Küche und Bad Abluft. Ein 80er Rohr sollte nicht mehr als 35 m³/h fördern. D. h. für das Schlafzimmer wären für 2 Personen eigentlich 2 x 80mm oder 1x100 notwendig. Da das Meltem aber vielleicht nur 60m³/h akustisch akzeptabel liefern kann (abhängig von deiner Akzeptanz), wären im SZ ohnehin nur 35m³/h möglich und im Büro 25m³/h. Mehr Luftleistung bedeutet auch größere Abmessungen. Wenn du nicht mehr Platz zur Verfügung hast, dann bleib bei Meltem.
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14.07.2025 22:07:50 |
Okay, ich verstehe, danke dir sehr! Bleibt noch die Frage nach den Telefonieschalldämpfern für die Abluft. Hatte ich dich da richtig verstanden, dass die zusätzlich zum Geräteschalldämpfer nötig sind um Geräusche aus dem Bad/WC nicht unschön zum Esstisch (also ins WZ) zu tunneln? Nach einigem Lesen ist mir auch zu den Schalldämpfern noch nicht gänzlich klar, was ich beachten muss. Als Geräteschalldämpfer würde ich einen zylindrischen mit 50mm Isoliermantel nehmen. Als Telefonieschalldämpfer hattest du mir einen rechteckigen genannt. Ist der besser geeignet als ein zylindrischer mit 25mm Dämmung, oder ist das eher eine Frage der kompakten Bauform? Um den Körperschall zu entkoppeln habe ich gesehen, dass Segeltuchverbinder genutzt werden können. Sollte ich das hier bei Zu- und Abluft direkt nach dem Gerät ebenfalls vorsehen?
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16.07.2025 16:23:42 |
Zitat von roman21  @BoomChocoPopp Mir ist leider nicht ganz klar, wie du auf die 62-67 dB kommst. Das verlinkte Dokument lese ich als Prüfung der Schalldämmung gegenüber Außengeräuschen und die 62-67 dB als Schallpegeldifferenz, also ist das doch quasi die Dämmwirkung. Das Gerät selbst erzeugt laut diesen Dokumenten [1] [2] 11-42 dB. Bei der geplanten U² Einbauvariante gibt das Passivhaus-Zertifikat für 50 m²/h 24,4 dB an. Das Gerätegeräusch sollte selbst bei mittlerer Stufe (~50m²/h) mit zwei zwischengeschalteten Schalldämpfern doch nach ~15 Metern Rohr dann wirklich sehr leise sein, oder nicht? Mein Fehler, war zu voreilig. - Schalldämpfung im Wickelfalz ist kaum gegeben -> SD https://www.schweizer-fn.de/akustik/schalldaempfung/schalldaempfung.php#daempfung_kanal_rund- Wenn Du an die 24,4dB glaubst, dann brauchst Du gar keine SD. Prüfaufbau ist trotzdem Realitätsfern, daher sind 31-32dB bei 50m³/h Idealwerte. Geräte sollten auch lose gemessen werden, zzgl. Schallintensität im Kanal, dann kann man direkt vergleichen. - Jedes größere Gerät wird leiser sein, z.B. Maico 120 kann 80m³/h, was deinen Anforderungen gerecht wäre. Gerätelärm kannst Du wie folgt minimieren: - Schwingend aufhängen - Gehäuse maximal beschweren - >10cm Dämmmaterial ums Gerät aufbringen - Wand maximal schwer aufbauen- Ein Luftkanal verursacht Druckverlust und Strömungsgeräusche - Druckverlust verursacht höhere Drehzahl am Lüfter -> wird lauter, vor allem überproportional in den Luftkanälen -> berechnen kannst du selber https://druckverlust.online/- Wann Strömungsgeräusche anfangen und ob die störend wirken kannst selber berechnen und entscheiden -> https://www.schweizer-fn.de/akustik/schallpegelaenderung/schallpegel.php#stroemung_luft- Geräteschalldämpfer sollen Frequenzen der Lüfter unter 250Hz filtern. Wellenlänge bei 63Hz ist 5,5m lang. Deswegen sind Rohr-SD schlecht geeignet und Pichler hat USD entwickelt. - SD: je länger und dicker die Dämmpackung, desto besser. Die Dämpfung kannst Du bei Lindab oder Pichler anschauen, die geben Messdaten an. -Luftverteilung wird in deinem Fall nicht einfach sein. Musst gut überlegen. Ich habe DTQA- Zuluftventil für ähnlichen Fall genommen. Es gibt keine bessere Alternative in deinem Fall und hat gute Einfügungsdämpfung <250Hz Eine App mit Frequenzen ist hilfreich, um Umgebungsgeräusche zu verstehen. Zum Nachlesen: https://cdn.trox.de/ae634e2f40203c73/010e91584471/01fachartikel_grundlagen_der_schalltechnik.pdfhttps://www.schweizer-fn.de/akustik/schallpegelaenderung/schallpegel.php |
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17.07.2025 09:29:53 |
@BoomChocoPopp Vielen Dank für deinen Beitrag, die Hinweise und Verweise sind sehr hilfreich! - Dass die angegebenen dB Werte des Geräts in der Praxis nicht halten, dachte ich mir schon. Ich war aber schon davon ausgegangen, dass die Größenordnung zumindest realistisch ist. - Ich weiß leider nicht welche Maico du mit der 120 meinst? Ich habe mir aber einige Geräte angesehen, die etwas stärker sind als die von mir gewählte Meltem; leider sind sie alle (logischerweise) größer und teurer, was sowohl meinen Einbaubereich als auch das Budget sprengt. Ziel wäre daher mit 60m² hinzukommen und dies akustisch akzeptabel zu gestalten. Plus kurzes Intensivlüften mit mehr "Lärm", wenn nötig. - Die Zusammenhänge Volumenstrom/Strömungsgeschwindigkeit/Druckverslust/Strömungsgeräusche habe ich grundsätzlich verstanden. Die verlinkten Tools sind top! Meiner Rechnung nach sollte ich bei 60m³/h Gesamtvolumenstrom auf ca. 30 Pa Druckverlust kommen (16 Pa Rohr + 6 Pa Geräte SD (USD 1m) + 1 Pa Telefonie SD (LRCB-100-500) + ~7 Pa Ventil (STQA)). Nach den Daten der Meltem sollte das bei 60 m³/h keine Reduktion des Volumenstroms bedeuten. Was es für die Lüfter-Drehzahl und somit die Lautstärke bedeutet, konnte ich aber nicht herausfinden. Was sagt die Erfahrung, sind 30 Pa akzeptabel in der Konfiguration? - Danke die für den Hinweis auf die USD! Die Dämmwerte sind sehr interessant. Leider sind die Teile auch deutlich teurer als einfache Rohrschalldämpfer. Da stelle ich mir die Frage, ob ich das brauche oder es auch mit niedrigerer Dämmleistung schon leise genug ist. Im Zweifel werde ich es testen müssen. - Mit Luftverteilung ist die Verteilung innerhalb eines Raumes gemeint? Was spricht für die genannten STQA? (ich habe keine DTQA gefunden, ich nehme an das war ein typo?) Im SZ und Büro wäre das für mich okay, fürs WZ fände ich es optisch nicht so ansprechend, falls ich dort doch eine Ventil verbaue. - Ist die Sache mit den SD bei Zuluft und Abluft gleich oder gibt es Unterschiede?
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| | Zeit:
17.07.2025 10:34:40 |
Mit Maico 120 ist vermutlich die Maico WS 120 trio gemeint. Platztechnisch aber eher ne herausforderung wenn man bei was vergleichbarem zur Meltem bleiben will. Und preislich ist das ja schon ne zentrale lösung die teurer ist. Schau dir die Maico WS75 an. Ist zwar "nur" bis 70m3h. Aber evtl. macht es Sinn, zwei der WS75 zu wählen und die auf jew. zwei Räume zu verteilen? https://www.maico-ventilatoren.com/produkte/g/luftungsgerate-g61071Flexibel Installierbar Feuchtigkeitsrückgewinnung möglich / Luftqualität optional preislich grob vergleichbar. Steuerungsmöglichkeiten evtl. interessant (am Gerät, per WLAN,)
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17.07.2025 15:10:21 |
Zitat von roman21  Was sagt die Erfahrung, sind 30 Pa akzeptabel in der Konfiguration?
Es ist doch die Frage, wie leise das System arbeiten soll. Wirklich leise wäre <25dB am Ventil. Das Gerät ist Konstant-Volumenstrom geregelt -> die Lüfterleistung steigt proportional zum Druckverlust. Wenn so leise wie möglich -> Druckverlust so niedrig wie möglich -> DN125 nehmen. Zitat von roman21  Mit Luftverteilung ist die Verteilung innerhalb eines Raumes gemeint? Was spricht für die genannten STQA? (ich habe keine DTQA gefunden, ich nehme an das war ein typo?) Im SZ und Büro wäre das für mich okay, fürs WZ fände ich es optisch nicht so ansprechend, falls ich dort doch eine Ventil verbaue. Hersteller: https://www.decinternational.com/de/dtqa.htmlDurch DN125 sollte Schutzabstand weniger ausgeprägt sein. Durch Einfügungsdämpfung des DTQA wäre USD theoretisch obsolet und es könnte Rohr-SD ausreichen. Mach Dir Gedanken über Strömungsbild (Wurfweite/Breite/Coanda Effekt), damit kein Zug entsteht, aber die wenige Luft trotzdem noch verteilt wird. Alternativer Vorschlag zu Zuluftverteilung. Kann praktisch nicht belegen, daher nur theoretische und logische Herangehensweise. -SZ im Bad abzweigen und mittig über den Schränken zum Fenster verteilen. -Ins AZ mittig "Zuluften". -Mit Lochabkleben, kannst die Strömung notfalls umlenken, falls zu Zugerscheinungen kommt -WZ, wie Leitwolf empfohlen hat, nicht anbinden - Es wird eher an Abluft scheitern -> Je nach Küchennutzung an Aktivkohle-Umluft nachdenken. Zitat von roman21  - Danke die für den Hinweis auf die USD! Die Dämmwerte sind sehr interessant. Leider sind die Teile auch deutlich teurer als einfache Rohrschalldämpfer. Da stelle ich mir die Frage, ob ich das brauche oder es auch mit niedrigerer Dämmleistung schon leise genug ist. Im Zweifel werde ich es testen müssen.
Dann lass den Platz für SD da, messe die störende Frequenzen nach Inbetriebnahme und baue die nötigen SD später ein. SD kann man selber Maßgenau nachbauen. USD schwieriger, aber machbar =Blech, Winkel, Nieten, Schaustoff,... Rohr-SD 35mm = DN200 Außenrohr, 2x DN200->DN125-Adapter, Innen mit Basotect passender Dicke auskleiden (35mm). Notfalls zzgl. Gittermatte von Innen aufwickeln, damit beim reinigen Schaumstoff nicht beschädigt wird. Oder einfach ins überdimensionierte Rohr Schaummatten einschieben. Mit Aufwand beim Rohrreinigen -> Komplettabbau. Zitat von roman21  Ist die Sache mit den SD bei Zuluft und Abluft gleich oder gibt es Unterschiede? Schau den Aufbau genauer an. Meistens ist zwischen Abluft und Abluft-Lüfter der Kreuzstrom-WT, der den Schall etwas dämpft, zzgl. kann Abluftraum lauter sein. Ob da ein Geräte-SD gebraucht wird - Auslegungskriterium nach Wunschlautstärke. - TelefonieSD zw. Bad-Küche. Wenn Du im Bad nur 20-25m³/h einstellst, kannst Du DN125 innen mit Schaumstoff auf DN60-80 auskleiden - fertig ist der TSD. Dann aber an Abluftventilen filtern -> 2x in Küche. Gerätefilter ausbauen. Zwischen Büro-SZ - wenn gleichzeitig in beiden Zimmern kein Lärm entsteht - kein SD. Ansonsten zwischen Zimmern auch in den DN125 Schaumstoffplatten einschieben.
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17.07.2025 17:35:01 |
Die ganzen guten Tipps hier werden obsulet sein, wenn zu wenig Platz vorhanden ist. Einen SD selbst bauen zahlt sich bei den Preisen nicht aus und man riskiert eventuell eine schlechte Reinigbarkeit, Dichtheit, etc. Zu große Rohrdurchmesser bei den Schalldämpfern wirken sich negativ auf die Dämpfung aus. Also größer als DN100 macht beim geplanten Volumenstrom keinen Sinn, Rechteckschalldämpfer für die Zuluft beim Gerät nehmen, danach DN80 mit DN80 Rechteck-Schalldämpfern für Telefonieschall und DN100 Ventile. Mehr braucht es nicht. Wichtig ist noch das Ansaug und Fortluftgitter. Das muss mindestens DN125 sein.
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19.07.2025 16:25:35 |
Erneut vielen Dank euch! Ich habe mir die Geräte von Maico nun nochmal im Detail angesehen und meine Planung überdacht. Sowohl die Maico WS 120 Trio als auch die Maico WS 160 Flat BET würden wohl noch in der Ecke im WZ mit Verkleidung und 500mm SDs Platz finden. Beide liegen preislich zwar deutlich über der Meltem; wenn sich damit aber die Wohnung deutlich besser und auch leiser belüften lässt, wäre es mir das wohl wert. Die 160 kostet ~250€ mehr als die 120, hat aber Bypassklappe und liefert 40m³/h mehr, bei ähnlichen Maßen. Damit wäre das dann meine Präferenz. Zwei kleinere Maico 75 sind keine Option, da ich nur an der einen Stelle in der Wohnung gut Kernbohrungen nach draußen bekomme. Mit der 120 oder 160 ließe sich dann doch auch eine Anbindung des WZ realisieren. Ich habe nochmal gerechnet, welche Volumen für eine gute Nennlüftung nötig wären. Ich leite da für meine typische Nutzung je 40 m³/h für WZ und SZ ab und 20 m³/h für Büro. WZ bekommt durch Überströmung aus SZ und Büro zusätzlich was ab, aber wenn ja mit größerer Anlage möglich würde ich hier dann trotzdem ein Ventil vorsehen. Somit kurz die überarbeitete Planung; Skizze ist anbei: Maico WS 160. ZUL: 2x125 in je Geräte-SD (LRCA-125-500), dann Hosenstück -> 140mm. Biegung mit Aluflex und weiter in Wickelfalz. Ventil in WZ, danach Reduzierung auf 125 und Verteilung auf 4x75 mit Maico SDV 125/6-75. 3x 75 Flexrohr in SZ, da 125mm Ventil; 1x 75 Flexrohr in Büro, da 100mm Ventil(?). ABL: 125 in Geräte-SD (LRCA-125-500), 2x 125mm Abluft-Ventil für Küche; dann Reduzierung auf 80mm Wickelfalz und LRCB-80-600 Telefonie-SD, weiter mit 80mm bis Bad, dort 125mm Ventil. Bei folgenden Überlegungen bin ich mir aber noch unsicher: - Die Maico WS 160 hat zwei Zuluft-Anschlüsse. Kann ich auch nur einen der beiden nutzen oder muss die Zuluft auf beide verteilt werden? Ich konnte dazu nichts in der Anleitung [4] finden. - Falls beide Zuluft-Anschlüsse genutzt werden müssen: Kann ich diese direkt beide in je einen Geräte-SD führen und danach mit einem Hosenstück von 2x125mm auf 140mm vereinen? Oder besser erst vereinen, dann 160mm Geräte-SD und Reduzierung auf 140? Für mehr als 140mm ist kein Platz in der Abkofferung über den Küchenschränken im WZ; sollte auch reichen. - @BoomChocoPopp: du schriebst "Jedes größere Gerät wird leiser sein". Trifft dies bei gleichem Volumenstrom auch auf die Maico 160 zu? Ich finde leider nur Schallleistungspegel in den Daten, die schlecht vergleichbar sind, da bei verschiedenen Betriebspunkten (84m³/h bei Maico 120 [1] vs 112 m³/h bei Maico 160 [2]). Ich denke mit SD bekommt man es im SZ schon leise genug hin. Eher Sorge macht mir, dass ich das Gerät im WZ in der geplanten Trockenbau-Konstruktion (mit Möglichkeit zur Öffnung) nicht leise genug gedämmt bekomme. Der Esstisch wird mit ~1 Meter Abstand daneben stehen. Gibt es irgendwo noch weitere Daten zum Schall bei anderen Betriebspunkten? Also meine zentrale Frage: Ist die 160 bei gleichem Output ähnlich/leiser der 120 oder lauter? - @BoomChocoPopp: du schreibst auch >10cm Dämmmaterial; reichen dafür einfache Dämm-matten oder was sollte man da wählen? Bin für jeden Tipp dankbar! Die Außenwände sind nicht energetisch gedämmt, d.h. hier muss man auch noch an die Belüftung der Vorkonstruktion selbst denken wegen Feuchte-/Schimmel-Schutz. - Reicht der LRCA-125-500 [3; S.20] als Geräte-SD für Zuluft und Abluft? Oder sollte man da etwas anderes wählen? Platz bleibt in der Länge nur für ~50-60cm. - Köperschall-Trennung würde ich mit gedämmtem Aluflex erreichen wollen. Reicht das? Und besser vor dem Geräte SD oder reicht danach? - Außenluft und Fortluft geht durch die Wand zum Balkon. Muss ich bei den ~100m³/h da mit mehr als leisem Rauschen rechnen oder wäre hier auch noch ein SD für Fortluft nötig? Innen werde ich dafür aber keinen Platz haben. @leitwolf: Würde für diese Rohre hier auch 125 reichen oder muss ich auf 160mm gehen? Wie rechne ich das? Auch hierzu finde ich bei Maico leider nichts. [1] Maico 120 Datenblatt[2] Maico 160 Datenblatt[3] Lindab LRCA (S.20)[4] Maico 160 Installations-Anleitung |