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19.07.2025 19:26:21 |
Nach meiner nun 40-jährigen Erfahrung mit Wärmepumpen beherrschen Luft- Wasser-WPs den Markt. Erdwärmepumpen füllen dagegen nur eine Marktnische von <10%. Das liegt daran, dass die Erschließung der Wärmequelle (Tiefenbohrung, RGK oder Grundwasser) teurer als die WP allein ist. Die Entwicklung der RGKs in den letzten Jahren zeigt, dass mit Internetunterstützung ein großer Fortschritt erzielt wurde, der zu spezialisierten Firmengründungen geführt hat (Nicijan&Andere). Für das Grundwasser (GW) als Wärmequelle möchte ich eine gleichartige Entwicklung anstoßen. Denn mit GW- Temperaturen von >10° sind einfach größere COPs erreichbar als mit RGKs, weil ein Wärmetauscher Wasser/Kältemittel effektiver ist als die WT-Kette für Erdreich/Sole/Kältemittel. Unsere 2 Brunnen habe ich 2005 noch ganz konventionell mit Spiralbohrer und Plunscher gebohrt. Inzwischen sind die Erdbautechniken fortgeschritten und das Abteufen von 2 Brunnen kann heute schneller und kostengünstiger erfolgen. Auf youtube gibt es dazu jede Menge Videos und ich werde meine Webseite waermebrunnen.de damit erweitern, wo die eingesehen werden können. Aktuell installiere ich zwei neue GW-WPs mit Invertersteuerung, die für unsere Heizung (VLTs in [30°-40°]) COPs von >~6 erreichen werden. Mit der invertergesteuerten Brunnenpumpe und den 2 HE-WPs sind das dann immer noch JAZ von ~5,5.
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19.07.2025 20:28:16 |
Technisch mag das gut funktionieren. aber wenn man in einem Wasserschuzgebiet wohnt, hat man eher schlechte Karten. Insbesondere die Zone III ist da gerne mal großzügig um die Brunnenbereiche herum festgelegt worden.
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19.07.2025 21:04:41 |
Und natürlich das leidige Problem mit der Wasserqualität was die möglichen Standort massiv einschränkt. Aber wo die Rahmenbedingungen passen ist die GW-WP unschlagbar.
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19.07.2025 21:05:21 |
Habe ich auch schon darüber nachgedacht aber zu viel unbekannte variablen. Das Wasser muss die Qualität haben. Der Brunnen und der Schluckbrunn müssen die Kapazität bringen. Die Brunnen sollten nicht Versand usw. Der Grundwasserspiegel sollte auch bei langer Trockenheit noch ausreichend sein. Dieses alles kann man vorher nicht alles gut abschätzen. Bleibe erst Mal bei Luft WP mit 4.5 JAZ Mfg
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19.07.2025 21:06:08 |
Wir liegen in Wasserschutzzone 3 und die zwei Brunnen wurden ohne Probleme genehmigt. Ein Kollege wohnt noch näher am Wasserwerk und bekam auch eine Genehmigung. Unser Wasserwerk fördert aus größerer Tiefe als das erste GW-Stockwerk. Da muß der BWP einfach einheitliche Richtlinien in Berlin durchsetzen.
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19.07.2025 21:12:24 |
<Die Brunnen sollten nicht versanden usw.> das Problem hat mein Kollege im Ort. Er muß alle paar Jahre den Schluckbrunnen mit unserer Vibratorpumpe entsanden. Diese Pumpen kosten 35€ und halten lange, wenn sie nur zum Entsanden genutzt werden. Alle 5 Jahre mach ich das auch mit unserem Schluckbrunnen. Aber da kommt inzwischen kaum noch was hoch. Nach 20 Jahren ist der Schluff weg und der Sandfilter bleibt frei.
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19.07.2025 21:20:13 |
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19.07.2025 21:46:29 |
Zitat von renemichl1  Bleibe erst Mal bei Luft WP mit 4.5 JAZ[...] Das ist das "Hauptproblem". Je besser die JAZen der WPs werden, desto kleiner wird der absolute Unterschied bei Stromverbrauch. Das heißt, der normale Homo Economicus greift zwangsweise zu LWWP. Andere relevante Faktoren spielen nun mal eher selten eine Rolle, so ungefähr bei jedem zehnten.
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21.07.2025 13:12:27 |
Grundwasser WP hat zwar den besten COP aber der Teufel liegt im Hinterhalt! Abgesehen von der Wasserechtlichen Seite kommen einige wichtige Dinge dabei zum Tragen! 1.) Grundsätzliche Eignung des Grundwasser, kein Fe und kein Mn sowie nicht zu hoher Leitwert! 2.) Wie ist die Geologie vor Ort und wie Tief ist der Grundwasserleiter und welche Schichten liegen darauf, bei uns gibt es in 11 m Tiefe eine wunderbare Kiesschichte mit gut geeigneten Wasser, aber in 5 m Tiefe ist eine etwa 1 m starke Schwemmsandschichte, diese schaffst Du mit so einem Billigsbohrgerät nicht (Das Loch macht sofort wieder zu). 3.) ist der geologische Aufbau auch für einen leistungsfähigen Schluckbrunnen langfristig geeignet ? 4.) Wie sieht es mit Sand im Wasser aus, dieser wirkt wie ein Sandstrahlgerät und kann den PWT innerhalb von 2 bis 3 Jahren durchschleifen = Totalschaden WP! 5.) Eine genaue Abstimmung der Brunnenpumpenleistung ist mitentscheidend für einen guten COP, denn es gibt nur sehr wenig Auswahl und selbst mit einem FU ist die Leistung derselben nur sehr eingeschränkt regelbar. 6.) eine Grundwasser WP sollte als ON/OFF Kiste ausgeführt werden, denn die Brunnenpumpe benötigt immer dieselbe Leistung egal ob eine Inverterkiste jetzt auf 30% oder 100% läuft! Wie schon einige weiter oben angemerkt haben sind die "Nebenkosten" bei einer Grundwasserwärmepumpe um einiges höher als bei einer LWWP, wenn man dies auf den COP umrechnet kann man leicht um 2 Punkte weniger haben und ist auf die Lebensdauer derselben noch immer hochweise!
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21.07.2025 14:31:24 |
Zitat von Hannes/esbg  6.) eine Grundwasser WP sollte als ON/OFF Kiste ausgeführt werden, denn die Brunnenpumpe benötigt immer dieselbe Leistung egal ob eine Inverterkiste jetzt auf 30% oder 100% läuft![...] Hat mich gerade interessiert, weil ich eine modulierende Gartenpumpe habe. Offensichtlich gibt es laut kurzer Googe-Suche auch Inverter-Brunnenpumpen (auch für Tiefbrunnen).
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21.07.2025 15:25:41 |
ad 4: wenn die Filterzone einen Tag lang mit einer Vibratorpumpe bearbeitet wird, ist der Feinsand weitgehend nach oben gefördert. Die V- Pumpe erzeugt 100Hz-Wellen im Sediment und löst damit den Feinsand.
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21.07.2025 22:56:25 |
Es gibt Schichten wo der Sand ewig mitkommt, soviel kannst gar nicht klarpumpen, da muß man dann eventuell einen Zyklonfilter vorsetzen UND einen Feinfilter (großes Wartungsproblem)!!! @ Gnika7 Natürlich kann man über FU die Brunnenpumpe in ihrer Leistung in gewissen Grenzen variieren, aber man sollte sich da nicht allzugroße Hoffnungen machen, denn man kann maximal zwischen 22 Hz und 60 Hz fahren, drunter nicht denn das vertragen die Pumpen nicht lange und die Energieeinsparungen dabei halten sich auch in sehr engen Grenzen! Ganz allgemein gesagt, "keep it simple and stupid"! Eine ON / OFF WP mit gut ausgelegter Brunnenpumpe ist einfacher, preiswerter und im Störungsafll (zu Weihnachten) von fast jedem Klempner wieder in Gang zu bringen, die schöne Inverterkiste hingegen kaum!!
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22.07.2025 08:58:09 |
Losgelöst von allen Diskussionen zum Thema Effizienz möchte ich daran erinnern, dass das Grundwassersystem ein für das gesamte Ökosystem lebenswichtiges Biotop ist über das wir noch viel zu wenig wissen. Ich möchte stark anzweifeln das es sinnvoll ist in dieses System einzugreifen wenn es ähnlich gute Alternativen gibt. Neuere Untersuchungen haben aufgezeigt, dass z.B. bereits geringfügige Änderungen der Temperatur (hier Anstieg aufgrund Erderwärmung) gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem im Grundwasserleiter haben. Welchen Einfluss die mechanische Belastung auf die Klein- und Kleinstlebewesen hat ist nicht bekannt. Die Risiken einer Kontamination des Grundwassers durch den Eintrag von Schadstoffen kommen noch hinzu. Man muss nicht alles machen nur weil man es kann, um dann vielleicht 5 € daran zu verdienen. Just my 5 ct.
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22.07.2025 09:52:08 |
Zitat von Hildener  Just my 5 ct.[...] Erinnert mich an die "Umweltschützer" die gleichzeitig für und gegen Windkraft sind, oder die Spezialisten, die bei LuftWPs von einer Abkühlung der Atmosphäre ausgehen.... Meine Grundwasser WP entzieht 2K. Das ist sicher 2m weiter nicht mehr messbar, da, zumindest bei uns, das Grundwasser fließt.
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22.07.2025 10:22:26 |
Zitat von Klebii  Meine Grundwasser WP entzieht 2K. Das ist sicher 2m weiter nicht mehr messbar, da, zumindest bei[...] Außerdem tust du damit was gegen die Erwärmung des Grundwassers aufgrund der Klimaerwärmung und anderer menschlicher Einflüße, wie Erwärmung durch Gebäude, Abwasserleitungen, Stromtrassen, etc. ;-)
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22.07.2025 11:28:01 |
Als ich 2004 anfing zu bohren, hatte ich die Info aus dem Netz Grundwasser 8<T<12 Celsius. Gemessen hab ich dann T=13,8•. Ursache laut www: Aufheizung durch A-Kanäle, Versiegelung, Bebauung,… Also menschengemachter „ Klimawandel“ ;–{ Wenn ich jetzt das GW auf 9C abkühle, dann „heile“ ich die Klimakrankheit.
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22.07.2025 11:39:55 |
ad 5: nach vielen Experimenten habe ich jetzt eine 3-Fasenpumpe mit Inverter. Die wird beim Start mit 41 Hz betrieben und wenn die Leitungen voll sind, kann die Frequenz auf 30 Hz gesenkt werden. Mit 34. Hz verbraucht sie dann noch 150 Watt und kann je nach VLT mehr fördern.
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22.07.2025 11:51:25 |
Zitat von wpibex  Wenn ich jetzt das GW auf 9C abkühle, dann „heile“ ich die Klimakrankheit.[...] Du darfst nur nicht damit kühlen dann ;-)
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22.07.2025 13:48:51 |
wpibex. 40 Jahre Erfahrung mit Wärmepumpen. Alle Achtung. Deutsch ist auch meine Stärke nicht. Deshalb sage ich 3Phasen, also Drehstrom Grundwasserpumpen konnte man schon seit langer Zeit zw. 33 und 65 Herz Regeln. Mit einem Frequenzumrichter. Inverter sagt man zu den Geräten die heute die BLDC Motoren Steuern ( Antreiben) . Hast du denn alle WP Varianten verbaut in den 40 Jahren. Auch CO2 Sonden ?. Gutefrage
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17.01.2026 22:03:30 |
Hallo, welche energiesparenden Brunnenpumpen mit und ohne Frequenzumrichter habt ihr denn in Verwendung bzw. würdet ihr für eine (modulierende) Wasser/Wasser Wärmepumpe empfehlen? Konkret liegt bei mir die benötigte Förderhöhe inkl. Leitungsverlusten bei ca. 10m und 1,6 m3 pro Stunde. Danke & LG Martin
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29.01.2026 09:17:06 |
Ich hätte zumindest zwei Pumpenhersteller gefunden, die auch für Geothermie optimierte Brunnenpumpen anbieten: ZDS und GWE. Hat hier vielleicht jemand Erfahrung mit den Herstellern, vielleicht auch bei Nutzung mit Frequenzumrichter?
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29.01.2026 09:45:53 |
ad Alma: für -10 Meter GW-Spiegel und 1,6 m³/h kann ich die ZDS- Pumpe und einen AC10 Frequenzrichter empfehlen. Das läuft bei uns seit ~5 Jahren ohne Probleme. Aber die ZDS-Pumpe war fast so teuer, wie unsere WPs aus .cn.
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