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Datenschutzhinweise

Empfehlunge/Vorgehen bzgl. Schichtspeicher für FriWa
Verfasser:
ajokr
Zeit: 05.08.2025 13:54:02
0
3867497
Zitat von silverstonee Beitrag anzeigen
Ich möchte den Hygienespeicher hier in den Ring werfen. Funktioniert bei mir bestens.

Vorteil:
Höhere Effizienz der WP beim Ladevorgang, da kein Wärmetauscher dazwischen.


Sicher? Hat der nicht einen Wärmetauscher zwischen Heizkreislauf und Speicherinhalt, und einen weiteren zwischen Speicherinhalt und Trinkwasser?

Somit müsste der etwas teurer sein als ein einfacher WW-Speicher mit nur einem Wärmetauscher.

Verfasser:
silverstonee
Zeit: 05.08.2025 14:36:23
1
3867505
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von silverstonee Beitrag anzeigen
[...]


Sicher? Hat der nicht einen Wärmetauscher zwischen Heizkreislauf und Speicherinhalt, und einen weiteren zwischen Speicherinhalt und Trinkwasser?

Somit müsste der etwas teurer sein als ein einfacher WW-Speicher mit nur einem Wärmetauscher.


Nein, ist komplett mit Heizungswasser gefüllt.

Verfasser:
Musil
Zeit: 05.08.2025 15:13:13
0
3867516
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Die Frage Hygienespeicher vs. Frischwasserstation ist ja so alt wie dieses Forum hier, z.B. 2009 oder[...]


Hallo, dann erklär mal, kurz zusammengefaßt, die Vor- und Nachteile aus Deiner Sicht...

Ich kämpfe mich jetzt mal nicht durch die beiden Links - da es ja nicht mein Problem ist (ich hab einen schönen, großen, gut gedämmten Hygienespeicher mit Edelstahl Spirale im oberen Teil...;-).

Meine Glaskugel flüstert mir gerade: Deine "Fixierung" auf den Begriff "Schichtung" führt Dich da etwas ("permanent") in die etwas falsche Richtung - äh,...danke an meine Glaskugel (man sollte die halt mit Lob bei Laune halten!).

Gruß Musil

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 16:26:12
0
3867541
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Die Frage Hygienespeicher vs. Frischwasserstation ist ja so alt wie dieses Forum hier, z.B. 2009 oder[...]


1
Nach Einloggen oben auf "Planungssoftware und Tools" gehen.
2
Dann die blaue Box mit "Auqarea Luft-/Wasserwärmepumpen" auswählen.
3
Dann klappt unter den blauen Boxen ein Untermenu auf.
4
unter dem 2. blauen Menübalken ist der Hydraulik-Generatur die dritte graue Box von links...

Gruß - Eddi

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 16:27:26
0
3867542
Zitat von silverstonee Beitrag anzeigen
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
[...]


Nein, ist komplett mit Heizungswasser gefüllt.


Genau!

Gruß - Eddi

Verfasser:
Clastro
Zeit: 05.08.2025 16:31:39
0
3867545
Frischwasserstation (FWS)
Vorteile:
Volle Leistung bis zum letzten Tropfen
Bessere Steuerung der Entnahmetemperatur
Wartungsfreundlich (einfache externe Montage)
Höhere Energieeffizienz, besonders bei Solar- und Wärmepumpensystemen

Nachteile:
Technisch komplexer
Stromverbrauch durch Pumpe
Abhängigkeit von Pumpen (Ausfallrisiko)

Hygienespeicher
Vorteile:
Einfacher Aufbau, keine Elektronik
Wartungsfrei
Geringere Betriebskosten (kein Stromverbrauch außer Umwälzpumpe)

Nachteile:
Leistungsabnahme bei geringer Entladung
Verkalkung und Wartungsaufwand
Weniger Flexibilität bei Temperatursteuerung

Danke an meinen Freund ChatGPT für die Zusammenfassung, den sollte man auch mit Lob bei Laune halten.
Jeder unterliegt Fixierungsfehlern, insbesondere auch man selbst.

Verfasser:
Clastro
Zeit: 05.08.2025 16:34:30
0
3867547
Bei mir gibt es kein entsprechendes graues Feld im Panasonic Pro Club.
Dann bist du offenbar nicht als "Endkunde" registriert sondern als...?

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 16:38:45
0
3867551
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von silverstonee Beitrag anzeigen
[...]


Sicher? Hat der nicht einen Wärmetauscher zwischen Heizkreislauf und Speicherinhalt, und einen weiteren zwischen Speicherinhalt und Trinkwasser?

Somit müsste der etwas teurer sein als ein einfacher WW-Speicher mit nur einem Wärmetauscher.


der reine - also "monofunktionale" - Hygienespeicher braucht die Schlange vom Wärmeerzeuger nicht, das baruchen nur die multifunkionalen Kombispeicher, weil es dort nicht egal ist, wo man die Heizungswärme hinschiebt.

Insofern ist der Hygienespeicher ein Stahlzylinder mit nur 1 Schlange für die Durchlauferhitzung des TW drin und es braucht nur den Thermofühlerstutzen, der etwas unterhalb des WW-Schlangenaustritts liegen sollte und eben oben 1 Rohrstutzen sowie unten 1 für den VL/RL vom Wärmeerzeuger. Schau mal hier die Zeichnungen und Darstellungen.

Gruß - Eddi

Verfasser:
Clastro
Zeit: 05.08.2025 16:40:06
0
3867552
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
[...]

ich hab einen schönen, großen, gut gedämmten Hygienespeicher mit Edelstahl Spirale im oberen


Was hast du denn für einen wenn ich fragen darf?
Wie groß? Mit welcher Temperatur fährst du den? Wie viele Personen im Haushalt?

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 19:07:42
1
3867626
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Frischwasserstation (FWS)
Vorteile:
....
Hygienespeicher
Vorteile:
[...]


Hab selbst einen WP-tauglichen Hygienespeicher seit 3 Jahren. Der hat 300 L, was für 2- 3 Personen reicht. Vielduscher sollten 400 L nehmen.

Nun zu dem, was die KI so eingesammelt hat:

Frischwasserstation
Vorteile:
Volle Leistung bis zum letzten Tropfen

Volle Ausschöpfung der eingespeicherten Wärme auf ihrem Einspeicherniveau = Temperatur oben im Vergleich zu unten im Speicher nur insoweit, wie die Schichtung erhalten bleibt. Dazu eine detailliertere Betrachtung weiter unten.
Bessere Steuerung der Entnahmetemperatur
theoretisch und prinzip-bedingt: ja. Aber: Die Einstellung der Entnahmetemperatur an der FriWa ist nur lokal möglich über ein Einstellrad (S. 21 der hier verlinkten Produktseite mit der Bedienanleitung). Da läuft keiner in den heizraum und regelt nach.
Viel wichtiger: sowohl FriWa als auch Hygienespeicher wurden erdacht, um vom Wärmeerzeuger produzierte Wärme auf möglichst niedrigem Niveau vorzuhalten (und eben nicht auf 55 - 60°C wie im WW-Speicher). Vorteile: wegen Durchlauferhitzung des TW dann keine Verkeimung, weniger Isolierverluste, da Differenz zw. Raumtemp. des Kellerraums 19°C und Speicherinnerem deutlich geringer, gerade bei WPs erheblich weniger Strom zum Laden des Speichers nötig, weil der COP umso schlechter wird, je höher die WP den VL fahren muss. Man lädt diese Speicher also in einem Kompromiss aus möglichst niedirger Speichertemperatur bei Ladeende und zeitlichem Abstand für das erneute Speicherladen. WPs laden mit einer VLT von +7°C über der IST-Speichertemperatur d.h. sie fährt eine Art VLT-Rampe. Die Einstellung der Entnahmetemperatur an der FriWa ist lokal möglich über ein Einstellrad (S. 21 der hier verlinkten Produktseite mit der Bedienanleitung).
Fazit: bei WPs nur ein theoretsicher Vorteil.

Wartungsfreundlich (einfache externe Montage)
Das ist Unfug. Warum? Der Hygienespeicher hat gar keine Extra-Unit zur Nutzbarmachung des Speicherwärme. Da ist eine wartungsfreie TW-Schlange drin und sonst nix.
Höhere Energieeffizienz, besonders bei Solar- und Wärmepumpensystemen
bei WP-Systemen: sicherlich nicht. Beide Systeme werden auf gleichem Speicherniveau gefahren. Bei Solarthermie: ja, aber mit gravierenden Nachteilen.

Nachteile:
Technisch komplexer

Ja, klar: ein im Beispielfall 11 x 13 x55 cm langer verlöteter Plattenwärmetauscher (S.8), ein Regler, eine Pumpe und ein elektr. Ventil und zahlreiche Sensoren (Temperatur, Durchfluss sind verbaut.
Stromverbrauch durch Pumpe
...und Regler. Maximalstrom: 80 W. Die ganze Mimik springt bei jedem WW-Anfordern an und geht wieder aus, sobald der Hahn geschlossen wird d.h. viele Starts und Stops. Hat der hygienespeicher bauartbedingt nicht.
Abhängigkeit von Pumpen (Ausfallrisiko)
....und den Sensoren und dem Regler.

Hygienespeicher
Vorteile:
Einfacher Aufbau, keine Elektronik

stimmt.
Wartungsfrei
wie ich oben schon schrieb ...
Geringere Betriebskosten (kein Stromverbrauch außer Umwälzpumpe)
der Hygienespeicher hat keine Umwälzpumpe. Gemeint ist die im Innengerät der WP. Da hat man aber sowieso, weil sonst weder Heizung noch Wärmespeichern für WW funktionieren.

Nachteile:
Leistungsabnahme bei geringer Entladung

Habe ich definitiv nicht beobachten können. Erst wenn mein Speicher sich erheblich abgekühlt hat, ist das merkbar. Und bei meinem Speicher in dem Fall frühestens erst dann, wenn etwa 10 L entnommen wurden. Das ist nämlich eine Frage der Länge der Schlange: die sollte so lang wie eben möglich sein: bei mir sind es etwa 37 m.
Verkalkung und Wartungsaufwand
Verkalkung? Dass ich nicht lache. 1.: Verkalkung ist immer an der heißesten Stelle. Das Ausmaß an verkalken hängt von der Temperatur dieser Stelle ab (je höher, desto mehr) und vom Härtegrad des Trinkwassers (je höher, desto mehr). Betreibt man die Speicher unterhalb 50°, hat man bei wenig Verkalkungsneigung.
Bedeutet für FriWa und Hygienespeicher:
aussen am Wärmeübertrager d.h. Außenseite der Schlange bzw. im FriWa-PWT auf der Heizwasserseite: null Verkalkung, da Heizwasser, das heutzutage sowieso mit Enthärtungspatrone ins System gefüllt wird. Ohne die Patrone würde Kalk aus nachgefülltem Wasser am PWT deer WP ausfallen, denn da ist es am wärmsten.
innen am Wärmeübertrager d.h. Innenseite der Schlange bzw. im FriWa-PWT auf der Trinkwasserseite: gleiche Temperaturen d..h. geliche Verkalkung. Bleibt man mit den Sopeicher so bei 43 - 47°C Ladetemepratur: zu vernachlässigendes Verkalkungsrisiko. ABER: die Schlange ist eine Edelstahlwesllschlange mit 27 cmm Durchmesser, der FriWa-PWT hat wasserdurchströmte Zwischenräume zwischen den Platten mit ~2 mm. Mit verkalken bei hartem Wasser gehen die starren Kanäle viel schneller zu als eine 27mm Schlange, die - weil Wellrohr - sich bei jedem WW-Zapfen leicht bewegt und dabei lösen sich dünne Kalkschichten ab und werden rausgespült (hier im Forum nachlesbar).
Weniger Flexibilität bei Temperatursteuerung
s.o. - in der Praxis wir die relevante Temperatur sowieso immer am Einhebelmischer oder Duschthermostaten eingestellt.

Nun zur Frage der "Vollen Leistung bis zum letzten Tropfen":

der PWT der FriWa lebt vom Durchflus des Speicherwassers, das von der Pumpe erzeugt wird. Ist das ein kleines Pümplein oder eine respektable Leistungspumpe?

Im Beispiel ist auf Seite 24 der bedienanleitung die Pumpenkennlinie angegeben: 2,8 m³/h schafft sie bei einer Förderhöhe von 3m. Das ist alles, aber kein Pümplein. Manche WP- Heizkreispumpe kann weniger und in WPs sind starke Pumpen verbaut.

Nehmen wir einen Durchfluss von 10 L/min (typ. Duschbedarf) = 600 L/h und schauen in die Tabelle unten auf S. 23 der Anleitung: bei Puffertemperatur von 41°C und WW-Temp. von 39°C bei 13°C TW-Temperatur schafft der PWT 1120 L/h an WW = fast 20L/min.

Werden nur 10 L/min gebraucht, moduliert der Regler über sein PWM-Signal die Pumpenleistung = Drehzahl runter, wodurch die Temperaturverhältnisse in etwa gleich bleiben. Das Speicherwasser fließt aus dem PWT dann mit 22°C in den Speicher zurück. Vergleicht man meine Beispiel-FriWa mit der des Sailerspeichers, finden sich dort fast identische Temperaturverhältnisse. Das nun Folgende ist damit direkt übertragbar.

Unter den beschriebenen Temperaturverhältnissen müssen vom PWT ins Trinkwassser 18 kW Wärme übertragen werden (Berechnung: (39°C - 13°C) x 1,1625 * 0,6 m³/h = 18 kW).

Damit ergibt sich ein Speicherwasser-seitiger Druchfluss von (Berechnung: 18 kW/(1,1625 x (41°C - 22°C)) = 820 L/h = ~ 14 L/min. Die FriWa hat 3/4" - Anschlüsse: d.h. es ist ein DN20 Cu-Rohr verbaut. In einem DN20 - Rohr muss das Wasser mit einer Geschwindigkeit von 74 cm/s durch das Rohr ins Speicherinnere zurückströmen.

Ob da eine astreine Schichtung erhalten bleibt oder im beachtlichen Maß Vermischung stattfindet? ...ich glaube, man darf bedründete Zweifel daran haben, dass die Schichtungssituation im Speicher bei diesen Strömungsverhältnissen unverändert bleibt, wie ajokr schon vermutete.

Zum Vergleich: der Hygienespeicher hat stehendes Wasser um die Schlange. Bei Entwahme an WW strömt das kalte TW in die Schlange von unten am Speicher ein und dort wird dort das Speicherwasser am stärksten und zuerst abkühlen. Da in der oberen Hälfte nur noch wenig Wärme übertragbar ist, weil das Warmwasser schon stark erwärmt wurde, gibt es oben kaum thermische Bewegung = Erhalt einer guten Schichtung. Die nutzbare Wärme wird also zuerst unten naus dem Speicher entnommen. Ist da nichts mehr, wandert die Schichtung langsam nach oben. Wesentlich weniger "Unruhe" im Speicher ggü. der FriWa-Situation.

Gruß - Eddi

PS: man sollte den heutigen KIs nicht blind vertrauen. Kritische Reflexion über die Behauptungen des KI-Algorithmus sind mehr als angebracht. Da hilft in diesem Anwendungsfall nur gesunder Menschenverstand mit ein wenig Kenntnis der naturwisssenschaftlichen Zusammenhänge.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 19:11:55
0
3867628
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Bei mir gibt es kein entsprechendes graues Feld im Panasonic Pro Club.
Dann bist du offenbar nicht als "Endkunde" registriert sondern als...?


Vermutlich - ist irre lange her. Da ich ja hier im Forum als fachlich Beratender tätig bin, hatte ich das so angegeben. Vermutlich habe damit mehr Rechte bekommen. Wenn Du irgendwas für Dein Projekt aus dem Pro Club brauchst: schreibs mir einfach im Direktkontakt und anklicken meiner Namens über dem Post von mir und dann "E-Mail senden".

Ich antworte dann.

Gruß - Eddi

Verfasser:
passra
Zeit: 05.08.2025 19:17:59
0
3867630

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 05.08.2025 19:27:28
0
3867635
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
[...]


Was hast du denn für einen wenn ich fragen darf?
Wie groß? Mit welcher Temperatur fährst du den? Wie viele Personen im Haushalt?


Bei mir (300 L) sind 5,6 m² Edelstahlwellrohrschlange 1 1/4" mit 25 L Volumen verbaut.

Im 400 L Hygienespeicher (Killus, OEM) sind 6 m³ Oberfläche mit gleicher Wellrohrschlange 1 1/4" und 27 L Volumen verbaut.

Bei den Hygienespeichern muss man darauf achten, dass möglichst langes Rohr mit große Oberfläche verbaut ist. Idealerweise fängt die Schlange ganz unten im Speicher an und endet oben nach vielen Wendeln. Das funktioniert optimal nur mit monofunktionalen Speichern.

Gruß - Eddi

Verfasser:
Gnampf
Zeit: 05.08.2025 20:27:55
1
3867664
FriWa mit Schichtenspeicher aus der Praxis:
FriStar3WP an Juratherm JPSL 500 mit Schichtplatte und 2 Schichtladerohren.
Abgriff Fristar oben am "Entlüfteranschluss", Rückführung ganz unten durch beide Anschlüsse.
WP umschaltbar zwischen den oberen beiden und den unteren beiden Anschlüssen, um entweder nur die Hälfte über der Schichtladeplatte zu beladen, oder den ganzen Puffer durchzuladen.
Temperatursensoren auf 4 höhen von unten bis oben verteilt.
Schichtung funktioniert, man sieht wie beim Zapfen der Speicher unten abkühlt und mit längerer Zapfung dann langsam irgendwann den nächsten Sensor erreicht. Oben wirds erst kalt, wenn die Tonne wirklich leer ist. Oder wenn sie ihre Wärme durch die Dämmung verloren hat. Keine "Neuschichtung" im Ruhezustand, da eben nichts durchmischt wird.

Warum das ganze? Teilvermietetes 2-Familien-Haus mit stark wechselnder Personenzahl, möglich sind locker 6 Bewohner, meist sind es eher 2,5, dazu Bedarfszirkulation.
Bei einem klassischen EFH hätte ich mir den ganzen Hokuspokus sowas von geschenkt und einfach zum klassischen Edelstahl-Warmwasserspeicher gegriffen, ohne FriWa, ohne Hygienespeicher, etc.

Verfasser:
Musil
Zeit: 06.08.2025 01:37:46
0
3867732
Hallo,

ich antworte jetzt mal nicht auf jeden Beitrag indem ich angesprochen wurde - also kein Zitat, etc.

Aber mal als Laie - Sorry (!):

1. Habe ich wohl mit meinem Beitrag über Hygienespeicher nach zu denken, in ein Bienennest "gestochen" - besser wohl ein Hornissennest...;-).

2. Für mich ist eine Frischwasserstation ein künstlich angebautes Teil, um den gleichen Effekt zu erzielen, wie mit einem einfachen Bottich mit langer Edelstahl WW Wendel (Hygienespeicher eben). Dann halt, ohne zusätzliche Pumpe / Fühler / Regelung.

3. Die Frischwasser kann die WW Temperatur einstellen - aber egal - bei der etwas höheren WW Temperatur aus dem Hygienespeicher wird dann halt an den Amarturen etwas Kaltwasser zugemischt. Im Bottich für die Frischwasser muss ja auch ein entsprechend höhere Temperatur vorgehalten werden, damit die Frischwasser das runter regeln kann (ich sehe da keinen Vorteil der Frischwasser Lösung).

Mal ganz naiv / blond geschrieben: Die Frischwasser braucht die gleiche Temperatur, wie der Hygienespeicher im Speicher (wenn man normal duscht, usw.) - wo ist da ein Effizienzgewinn?

3. Gilt für ein EFH ohne sinnloser Zirku

4. Mit Zirku....???

5. Im größeren MFH sieht es dann noch ganz anders aus.

Gruß Musil

PS: Doch noch eine Reaktion auf eine "Anfrage" an mich: Ich bin da nicht representativ (sorry - also nur von meiner Glaskugel hier beigetragen (als "freundliche" Anregung / Idee!!!) - und "erfolgreich" die Diskussion hier entfacht...;-), da ich mit Gas BWT heize und genügend ST am Dach habe - das geht alles in einen ca. 1000 l Speicher (für 2...4 Personen). Unten ist die ST Wendel, die WW Wendel geht durch den gesamten Speicher (von unten bis oben) und in der Mitte speist die BWT bei Bedarf (in der kalten Jahreszeit, wenn ST mal nicht so viel bringt) ein.

Wenn ich mal auf WP umsteige, dann überlege ich mir das neu - für mich.

Gruß Musil

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 06.08.2025 05:58:57
1
3867737
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
Bei mir gibt es kein entsprechendes graues Feld im Panasonic Pro Club.
Dann bist du offenbar nicht als "Endkunde" registriert sondern als...?
Schau bitte im A-Club (das A steht weder für Anfänger noch für Amateur) auf der folgend verlinkten Seite.

👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Warmwasserbereitung#Puffer_mit_Frischwasserstation

Verfasser:
Clastro
Zeit: 06.08.2025 08:36:41
0
3867767
Danke für die zahlreichen und teils sehr umfangreichen Beiträge. Es sind ein paar Argumente genannt worden, aber im Allgemeinen sind hier doch alle sehr eingeschossen auf die "eigene" Lösung. Das kann ja jeder für sich selbst mal versuchen zu überprüfen.

Ein paar Punkte möchte ich nicht unkommentiert lassen:

Wartung: Wenn mit der FriWa was nicht stimmt, kann man sie abbauen/austauschen, kann man mit den Rohrwendeln im Hygienespeicher nicht wirklich. Vielleicht nicht sehr relevant, aber trotzdem wahr.

Effizienz/verfügbare Speicherkapazität: 10L mit Wasser in Zieltemperatur + 3K im Puffer reichen bei der FriWa, um Wasser in Zieltemperatur bereitzustellen. Das kann ein Hygienespeicher einfach nicht, wohl sowohl was 10L wie auch 3K angeht.

Steuerbarkeit: Aus der FriWa kommt das Wasser in Zieltemperatur raus, selbst wenn der Speicher mit Übertemperatur gefahren würde - dafür müsste man beim Hygienespeicher nachmischen.

Interessanterweise kommen die Aussagen, dass Puffer für FriWas nicht schichten von denjenigen, die keine FriWa betreiben. Stichwort Fixierung, Abbau kognitiver Dissonanz usw.

Belastbare Studien (die über Einzelfälle hinausgehen) zu dem ganzen Thema habe ich leider noch nicht gefunden, aber vielleicht kennt da jemand was?

Ich bin mittlerweile eher daran interessiert, wie funktionierende Hygienespeicher aussehen, die mit Wärmepumpen betrieben werden. Volumen? Tauscherfläche? Vorlauftemperatur beim Beladen? Wie häufig wird beladen? Regelung der Beladung? Nutzungsprofil? Sonstige Erfahrungen?
Ich versuche zu ergründen, ob ein Hygienespeicher für mich eine Lösung ist, da er ja wie gesagt gewisse Vorteile hat.

Verfasser:
Clastro
Zeit: 06.08.2025 08:40:29
0
3867768
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Schau bitte im A-Club (das A steht weder für Anfänger noch für Amateur) auf der folgend verlinkten Seite.

👉[...]


Der Aquarea Club ist mir bekannt, da gibt es aber keine Hydraulikschemata vom Hersteller.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 06.08.2025 09:02:42
0
3867771
Ob eine Puffer (schnöder Topf) für eine Friwa leidlich schichtet, hängt von mehreren Faktoren ab:


Ladeleistung (Volumenstrom) der Ladepumpe.


Natürlich kann man da mit ganz tollen Speichern je nach Volumenstrom eine Durchquirlen verhindern, jedoch ist der dafür aufgerufene Mehrpreis oft exorbitant, rechnet sich also nie.

Qint-Essenz: Man gestatte der Ladepumpe einen moderaten Volumenstrom ,damit der Puffer gleichmäßig durchgeladen werden kann, ohne ihn komplett durchzuwirbeln.


Entladeleistung der Entlade-Pumpe


Wählt man hier eine (zu) hohe Pumpenenstellung, wird nicht nur vertikal entladen, sondern auch verwirbelt, darum wähle man mit bedacht die Größe der Friwa und nicht einfach nach dem Motto viel hilft viel eine möglichst große Friwa.

Letzere hat im Zweifelsfall nämlich dann weniger Schüttleistung, weil sie die hohe Temperatur, die im Puffer oben vorgehalten wird, über die Verwirbelung konterkariert.

Zirkulation:

Hat man WW-Zirkulation in Betrieb (selbst, wenn nur in geringem zeitlichen Maße) , merkt das die Friwa natürlich und schmeißt auch die Entladepumpe an, die dann trotz nur geringer Wärmeabnahme der Friwa (thermische Verluste des WW-Leitungsnetzes) den Puffer ordentlich durchquirlt. Und schon muss der wieder geladen werden, um am Fühler den Sollwert (Temperaturüberhöhung)zu erreichen.

Ich weiß schon,warum ich in diesem Leben weder einen Hygienepuffer noch eine Friwa anschaffen werde. :-)

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth (Blaustern!)
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW
So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4

Verfasser:
WP Schlumpf
Zeit: 06.08.2025 09:22:49
0
3867777
Hallo Clastro,
ich betreibe jetzt seit ca 25 Jahren ein System Hygienespeicher , bisher in einen Ölkessel von Capito, und seit einigen Tagen jetzt einen Schichtenspeicher an einer WP.
Ich lade derzeit mit WP auf 47° und das Wasser kommt mit ca 45° am Hahn an. Laut WP-Daten liege ich so bei einer Arbeitszahl von ca 4,5.
Wenn dein Speicher die Richtige Wendel fürs Wasser hat gibt es auch keine Probleme mit der Schüttleistung und Temperatur. Beim Capitosystem sind die Wärmetauscher oben liegend. Ich habe den Ölkessel teilweise unter 60° gefahren und keiner mußte kalt duschen. Im normalfall konnte man bei 60° 3 mal Duschen und dann waren immer noch ca 40° im Kessel ( dieser hatte gesammt nur 420l ) ich denke das man hier maximal 250l fürs Warmwasser rechnen konnte. Sollche obenliegende Waserwärmetauscher sind eigentlich super weil unten nicht soviel auskühlt grad bei Öl o Gas.
Mein jetziger Puffer hat 1000l wegen 2ter Heizquelle ( Kachelofen ) ,und der hat bei 500l eine Trennplatte verbaut. Man sieht aber deutlich ( beim Probelauf ) das wenn die WP nicht genügend Wärme für die Heizung liefert das der WW Bereich auskühlt.
Aber du brauchst ja eigentlich nur eine Tonne mit WW Wendel und ich finde da ist wichtig das bei WP ,die Wendel lang genug ist und unten im Puffer beginnt dann hast du auch Schütttemperaturen nahe an der Ladetemperatur. Wie gesagt liege ich hier max 3-4° unter Puffertemperatur. Ich wüsst keinen Hygienespeicher der schon mal wegen defekten Wendel rausmusste, vermutlich kostet das nicht vielmehr als eine Friwa zu ersetzen. Und vor allem keine weitere Technik und Strom.
Beim Hygiene Speicher würde ich es nicht so schlimm sehen wenn die WP am Anfang die Schichtung stört weil dann der Temperaturunterschied vom Hochheizen geringer ist.
Deine WP muß halt auch die Leistung haben das sie Zeitgerecht nachheizt.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 06.08.2025 09:40:33
0
3867780
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von Clastro Beitrag anzeigen
[...]
Schau bitte im A-Club (das A steht weder für Anfänger noch für Amateur) auf der folgend verlinkten Seite.

👉[...]



Guter Artikel.

Unterm Strich haben sich beide Systeme in der Praxis absolut bewährt und ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Beide sind insbesondere mit der Erkenntnis, dass Legionellen durch die Desinfektionsprogramme hitzeresistenter geworden sind und mit jeder „Desinfektion“ resistenter werden, eine gerade für die WW-Bereitstellung mit WP sowohl energetisch als auch hygienisch überlegene Alternative zu den klassischen WW-„Fässern“, weil damit auch deutlich unter 50°C Speichertemperatur unbedenkliches WW zur Verfügung steht.

Während der Invest wegen des zusätzlichen Bauteils „FriWa“-Station fertig montiert um ~1.800 € höher ist und sie auch Strom zusätzlich verbraucht, ist der Hygienespeicher technisch weitaus weniger komplex und daher auch preiswerter, braucht für größere Schüttleistung aber mehr Speichervolumen als die FriWa und vor allem eine sehr großzügig ausgelegte Rohrschlange. Die Rohrschlange aus Edelstahl und der Edelstahl-PWT ersparen die Opferanode im Speicher. In Gegenden mit hartem Wasser ab 15°dH ist das Wellrohr im Speicher im Vergleich zum kompakten PWT der FriWa weitaus unempfindlicher gegen Kalk wegen Querschnitt und Selbstreinigungseffekt. Je höher der Wasserhärtewert in der eigenen Wohngegend ist, umso stärker wiegt das damit drastisch steigende Verkalkungsrisiko des PWT mit seinen engen Kanälen insbesondere bei höheren Speichertemperaturen z.B. infolge von PV-Heizstäben, einer Solarthermie oder einer dieses Risiko nicht Rechnung tragenden Einstellung der Speichersolltemperatur über ca. 45°C.

Am Ende muss jeder selbst entscheiden. Und ich empfehle immer, diese Entscheidung auf Basis von Fakten und nicht emotional zu treffen, wofür die jüngste Diskussion hier sehr gute Grundlage sein kann. Sonst kauft man möglicherweise 2x.

Gruß - Eddi

Meine Frau und mich haben bei unserer Entscheidung die 14° dH desTrinkwassers mit dem Kalkrisiko, die Robustheit und Einfachheit des Aufbaus ohne weiteren Stromverbrauch zur Anschaffung eines Hygienespeichers bewogen, der für uns 2 nicht täglich duschende Personen mit seinen 300 L super passt: da in unserem Empfinden für Hand- und Gesichtswäsche Temperaturen ab 30°C ausreichen, wir laden alle 3 Tage nach. Und oh Wunder: mit etwas Spülmittel werden selbst hochwertige Gläser beim Handspülen astrein sauber, was ich vorher keinem geglaubt hätte.

Verfasser:
hoya.haustechnik
Zeit: 06.08.2025 09:47:01
0
3867782
Wie sieht das ganze aus, wenn eine Badewanne gefülltt werden soll und vielleicht gleichzeitig noch eine Dusche benutzt wird?

Verfasser:
Gnampf
Zeit: 06.08.2025 10:05:56
0
3867786
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Zirkulation:

Hat man WW-Zirkulation in Betrieb (selbst, wenn nur in geringem zeitlichen Maße) , merkt das die Friwa natürlich und schmeißt auch die Entladepumpe an, die dann trotz nur geringer Wärmeabnahme der Friwa (thermische Verluste des WW-Leitungsnetzes) den Puffer ordentlich durchquirlt. Und schon muss der wieder geladen werden, um am Fühler den Sollwert (Temperaturüberhöhung)zu erreichen.

Und das ist in der Pauschalität eben falsch, wie ich ja wenige Posts vorher schon berichtet habe. Zumindest die FriStar3WP reguliert sowohl die Pumpenleistung, als auch nochmal den Volumenstrom über ein Stellventil, um so bei wenig abgeforderter Leistung auch nur mit sehr geringem Volumenstrom aus dem Puffer zu entnehmen. Die Zirkulation rührt da im Puffer also nahezu nichts um.

Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Ich weiß schon,warum ich in diesem Leben weder einen Hygienepuffer noch eine Friwa anschaffen werde. :-)

tja, dann sammelt man halt auch keine Erfahrungen damit. Sich alles nur bei Dritten anschauen hilft halt nicht immer, vor allem wenn man ja eigentlich nur zu den großen Problemfällen gerufen wird.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 06.08.2025 11:06:46
0
3867807
Zitat Frank Pantry:

Letzere hat im Zweifelsfall nämlich dann weniger Schüttleistung, weil sie die hohe Temperatur, die im Puffer oben vorgehalten wird, über die Verwirbelung konterkariert.

Also für meine Wolf stimmt das absolut nicht: Die hat eine PWM-gesteuerte Pumpe die nur so viel aus dem Puffer holt wie gerade nötig ist. Wie schon weiter oben geschrieben habe ich anfangs öfter kontrolliert, was im Puffer passiert und da scheint nichts zu verwirbeln und lange und ausgiebig WW entnehmen kann man auch, da kühlt nichts nach kurzer Zeit ab.

Und auch das Kalkproblem hat die Wolf nicht, denn es wird vor dem WT ggf. Kaltwasser beigefügt, damit der WT primärseitig keine zu hohen Temperaturen erhält. Das ist bei mir z.B: wichtig weil im Winter der Kaminofen den WW-Puffer auf bis zu 70° hochheizt.

Für mich stellt sich das so dar:
Hygienespeicher, so wie Eddi ihn beschrieben hat und wohl auch selbst hat, ist bei WW-Bereitung ausschließlich mit der WP die erste Wahl weil weniger Technik

FRIWA sollte immer dann zum Einsatz kommen, wenn auch andere an der WW-Bereitung beteiligt sind, also Kaminofen oder ST . Die FRIWA verhindert in dem Fall Verbrühungen und Kalkausfall in großen Mengen.

Gruß
Heinz

Verfasser:
ajokr
Zeit: 06.08.2025 11:13:55
0
3867809
FRIWA sollte immer dann zum Einsatz kommen, wenn auch andere an der WW-Bereitung beteiligt sind, also Kaminofen oder ST . Die FRIWA verhindert in dem Fall Verbrühungen und Kalkausfall in großen Mengen.

Da spielt natürlich auch noch hinein, dass die ST einen Solekreislauf hat, der nicht mit dem Heizwasserkreislauf zusammen kommen darf. Da sind dann getrennte Wärmetauscher Sole->Puffer und Puffer->Trinkwasser nötig, wenn die WP direkt in den Puffer speist. Im monovalenten Betrieb der WP reicht ein Wärmetauscher. Dann hat die FriWa keinen wirklichen Vorteil vor dem Hygienespeicher.

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