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22.07.2024 13:56:14 |
Hallo zusammen, ein Arbeitskollege und ich haben gestern in seinem Ferienhaus in Litauen eine Splitklimaanlage nach Anleitung montiert, die Leitungen evikuuiert und über Nacht geprüft das der Unterdruck gehalten wird. Nach einem positiven Ergebnis haben wir die Ventile geöffnet so das sich die Leitungen füllen. Die Anlage lief dann heute Mittag zum Test 2h und hat wunderbar gekühlt. Jetzt wollten wir sie heute Abend wieder starten und habe eine kaum vorhandene Kühlleistung festgestellt. Bei der Kontrolle der Außeneinheit ist dann aufgefallen, dass aus dem Ventil über das wir Evakuuiert haben(Serviceventil?), ein leichtes Zischen zu hören ist(das war heute Mittag zu 100% nicht der Fall). Das Ventil ist also warum auch immer nicht vollständig verschlossen. Bei einem leichten Druck auf den Stift ist dann mehr Gas ausgetreten. Die Abdeckkappe hatten wir nicht montiert Die Abdeckkappe ist jetzt wieder drauf aber die Anlage muss sicherlich neu befüllt werden. Ist das Ventil defekt oder wo liegt ggf. der Fehler? Danke und Grüße
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Verfasser: pB | Zeit:
22.07.2024 16:32:07 |
Diese Ventile sind nicht dafür ausgelegt, "perfekt" dicht zu sein; deshalb versschließt sie der Fachmann so bald als möglich mit der (konisch, dauerhaft) dichten Kappe.
Da darfst du jetzt absaugen, ggf. Reste entsorgen und neu nachfüllen.
Betrachte es als Lehrgeld.
(Und mach dir wenigstens ein wenig ein schlechtes Gewissen, wegen der Umwelt-Schweinerei....)
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Ja sicher, die meisten Ventile sind dicht, aber eben bei weitem nicht alle....
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22.07.2024 18:53:07 |
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Was heißt absaufen bzw. wie läuft das ab? Ich würde die Anlage jetzt mit der Vakuumpumpe evakuieren und dann mit einem r32 Kit neu befüllen. Ein Ventiltausch ist also nicht notwendig? VG und danke
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22.07.2024 20:03:34 |
Du scheinst nur sehr wenig Ahnung davon zu haben. Absaugen bedeuten nicht, mit der Vakuumpumpe das Zeug in die Umwelt zu blasen. Schau nach, ob die Klimaanlage über einen Pump down oder so verfügt, da wird das restliche Kältemittel im AG gesammelt. Problem: du weißt nicht, wie viel es ist. Normalerweise müsste man es mit einer Absaugstation in einen entsprechenden Druckbehälter abpumpen und dann wieder neu einwiegen. Dazu fehlt dir aber das Equipment. Das Ventil sollte auch getauscht werden. Ja, die müssen nicht zu 100% dicht sein, aber in 6h alles/vieles rausblasen, ist auch nicht der Sinn.
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22.07.2024 20:28:15 |
Der Profi überprüft auch nochmal, ob das Ventil dicht ist: ab 1:05:00 https://www.youtube.com/watch?v=JQkth-AM5CE
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22.07.2024 20:34:16 |
Unmittelbar nach dem öffnen des Kreislaufs zu den beiden Leitungen war das Serviceventil auch absolut dicht. Das wäre ganz sicher aufgefallen. Am Abend hat es dann aber richtig gezischt und es war keine Kühlleistung mehr vorhanden.
Ggf. Macht es Sinn das Gerät zu reklamieren. Eine Neubefüllung alleine löst ja das Problem nicht.
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22.07.2024 21:42:09 |
Probiere mal das zu reklamieren. Würde mich sehr interessieren ob der Hersteller da Garantie gibt. mfg godek
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22.07.2024 22:01:40 |
prüfen, ob sich das Schraderventil fester drehen lässt. ggf. hat es sich losgeruckelt. Ventilkerndreher besorgen. ggf. spart das den Ausbau und Umtausch. Der Händler könnte auch erstmal nach dem Installationsprotokoll fragen. Oder in Litauen vielleicht auch nicht.
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22.07.2024 23:28:07 |
doof das man da jetzt da sitzt, warten muss, nicht kühlen kann
Immer gut wenn man für alle vorhandenen Anlagen je eine Flasche Gas da hat.....
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23.07.2024 16:24:33 |
Im KFZ Handel gibt es was für Auto Klimageräte Dichtet im Umlauf
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
06.08.2025 20:55:22 |
Bei mir besteht vielleicht ein ähnliches Problem. Es wurde ein Splittgerät installiert welches ich mechanisch selbst installiert habe. Die Anschlüsse & Inbetriebnahme hat dann ein Bekannter von mir mit Kälteschein durchgeführt. Nach ein paar Wochen Betrieb stellt sich nun doch Leistungsverlust ein und mein Bekannter ist aktuell nicht greifbar, da auf montage unterwegs...
Ich habe nun selbst mal alle Verbindungsstellen angesehen ob mir da was auffällt. Unter anderem auch das Scharderventil über welches Evakuiert wurde. Als ich dort die Abdeckkappe aufgeschraubt habe um das eigentlich Ventil sehen zu können hat es leicht gezischt. Ich vermute nun, dass dieses Ventil die Ursache ist. Oder ist sowas normal?
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06.08.2025 23:27:01 |
Die Kappe ist ja genau deshalb da drauf, weil ein Schraderventil nie 100% dicht ist. Dein toller Kumpel hat sich wohl bei der IB eine ordentliche Dichtheitsprobe gespart. Ergo jetzt nachholen, Restmenge absaugen, Anlage mit Stickstoff abdrücken, Leck suchen und beheben, evakuieren und neu befüllen. Da du dafür wohl nicht die Gerätschaften haben wirst -> Fachbetrieb.
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06.08.2025 23:33:51 |
man sagt mittlerweile das sich ein Leck das unter 500g im Jahr verliert mit Lecksuchspray, Seifenlauge,... nicht wirklich feststellen lässt
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07.08.2025 15:42:24 |
woher stammt denn diese sehr gewagte These?
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
07.08.2025 17:35:18 |
Wenn die Kappe dann ab ist, zischt am Ventil nichts mehr. Es muss also ein Druck sein der sich in dem Zwischenraum gebildet hat. Erlebt ihr das alltäglich, dass beim abschrauben dieser Kappe ein kleines zischen zu hören ist? Zugegeben bin ich jetzt schon verunsichert was in Ordnung ist und was nicht. Über verschiedene Forenbeiträge ( Internet im Allgemeinen) hinweg gibt es durchaus die Aussage, dass diese Ventile dicht sind. Nur eben nicht immer. Undichte Ventile müssen dann getauscht werden. Sofern diese regulär nicht 100% dicht sind, wären die doch prinzipiell total ungeeignet für einen Einsatz im Kältekreislauf? Die Kappe welche da dann noch oben drauf ist würde ich eher als Schutz vor Verschmutzung und versehentlichem betätigen der Ventiles verstehen. Das diese eine zweite Absperrung darstellt um die Ventile gar abzudichten fällt mir gerade noch schwer wirklich zu glauben. Zur Aussage kleine Lecks seien nicht zu detektieren… Tu ich mir auch schwer das so hinzunehmen. Das kann man doch so nicht lassen und muss es irgendwie ausfindig machen (können)? Das wäre ja dann auch mit beliebigen Drucktests nicht möglich…
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07.08.2025 17:49:20 |
Zitat von thaistatos  woher stammt denn diese sehr gewagte These? wurde glaub mal im Kälte-Treffpunkt diskutiert kurz nachgerechnet: 500g Verlust im Jahr sind ca. 1,5g am Tag ChatGPT sagt 1,5g haben ein Volumen von ca. 700ml (war zu faul es selber zu rechnen) Sind dann pro Minute ca. 0,5ml - man muss da schon sehr genau hinsehen bei Lecksuchsprays ... Heute werden ja oft elektronische "Schnüffler" verwendet Bei Großanlagen wird jedes Jahr abgepumpt, gewogen, wieder aufgefüllt Bei Kleinanlagen halt alle paar Jahre nachgefüllt
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07.08.2025 17:58:54 |
hier die Aussage zu einem (guten) Lecksuchspray: https://www.kaeltetechnik-shop.at/Lecksuchspray-BigBlu 20g/a.
elektr. Schnüffler sollten 3g/a schaffen.
bei 0,5 ccm /min braucht man auch nicht besonders genau hinschauen, wenn man 5-10 Minuten wartet. 0,5 ccm sind grob ein halber Spielzeugwürfel, das unterscheidet sich schon sehr deutlich von gar keinen Blasen.
Von daher halte ich die Aussage für Nonsens.
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07.08.2025 18:52:07 |
Zitat von Atlas80  Wenn die Kappe dann ab ist, zischt am Ventil nichts mehr. was ein Wunder, das Ventil ist ja auch nicht offen, sondern nur nicht richtig dicht. Das heisst jetzt nicht das da 500g/min durch rauschen. Ohne Kappe kann sich dann logischerweise kein Druck aufbauen. Zitat von Atlas80  Es muss also ein Druck sein der sich in dem Zwischenraum gebildet hat. Erlebt ihr das alltäglich, dass beim abschrauben dieser Kappe ein kleines zischen zu hören ist? soll ich mich nochmal wiederholen, und dir nochmal schreiben das Schrader-Ventile nicht 100% dicht sind, und daher da eine Kappe drauf kommt? Zitat von Atlas80  Zugegeben bin ich jetzt schon verunsichert was in Ordnung ist und was nicht. Über verschiedene Forenbeiträge ( Internet im Allgemeinen) hinweg gibt es durchaus die Aussage, dass diese Ventile dicht sind. Nur eben nicht immer. Undichte Ventile müssen dann getauscht werden. Sofern diese regulär nicht 100% dicht sind, wären die doch prinzipiell total ungeeignet für einen Einsatz im Kältekreislauf? Ja, wenn das Ventil nach dem Abnehmen vom Schlauch zischt, dann muss es getauscht werden, denn dann ist es völlig hinüber. Passiert dann meist wenn man es zu weit reingedrückt hat. Das hat aber nichts damit zu tun das die Dinger nicht dicht sind, sondern nur das man sie bei großen Leckagen austauscht. Zitat von Atlas80  Die Kappe welche da dann noch oben drauf ist würde ich eher als Schutz vor Verschmutzung und versehentlichem betätigen der Ventiles verstehen. Als was du sie ansiehst ist der Kappe egal, und ändert nichts an ihrer Funktion als Dichtelement. Zitat von Atlas80  Das diese eine zweite Absperrung darstellt um die Ventile gar abzudichten fällt mir gerade noch schwer wirklich zu glauben. das... ist dein Problem. Nicht das der Kappe. Die behält damit trotzdem ihre Funktion. Und das sie diese erfüllt hat hast du ja nunmal selbst erfahren, denn es hat sich durch die Undichtigkeiten des Schraders ein nennenswerter Druck zwischen Schrader und Kappe aufgebaut, den du dann beim Abschrauben als Zischen hast entweichen hören. Hätte die Kappe nicht gedichtet, dann wäre da kein Zischen gewesen. Zitat von Atlas80  Zur Aussage kleine Lecks seien nicht zu detektieren… Tu ich mir auch schwer das so hinzunehmen. Das kann man doch so nicht lassen und muss es irgendwie ausfindig machen (können)? Das wäre ja dann auch mit beliebigen Drucktests nicht möglich… Die Aussage trifft man halt, wenn man keinen Bock auf Lecksuche hat und lieber am Nachfüllen seine Kohle macht. Eine ordentliche Anlage ist dicht und braucht Jahrzehntelang nicht nachgefüllt werden, außer es meint jemand ständig den Druck prüfen zu müssen.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
07.08.2025 19:33:30 |
Danke für Eure Rückmeldungen.
@Gnampf Den technischen Inhalt deiner Rückmeldungen mal ausgenommen, gibt es einen Grund wieso du so "von oben herrab" schreibst?
Meine eigentliche Frage hast du nicht beantwortet, aber ich schreibe diese für dich gerne nochmal:
Erlebt ihr das alltäglich, dass beim abschrauben dieser Kappe ein kleines zischen zu hören ist?
Ein Ja oder Nein sollte als Antwort reichen.
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07.08.2025 20:56:58 |
Wenn ein kleiner Anteil der Schraderventile eine mehr oder minder minimale Undichtigkeit aufweist, gibt es kein ja oder nein als Antwort. Bestell dir Lecksucher oder einen günstigen elektr. Lecksucher und such nach dem Leck. Ist einer der vier Bördelanschlüsse ölig? Es kann sein, dass das Schraderventil undicht ist und die Kappe geradeso fest drauf war, dass sich noch überdruck gebildet hat, aber trotzdem etwas entwichen ist. Du kannst auch die Kappe wieder fest/richtig montieren und prüfen, ob sich noch Blasen bilden. Im einfachsten Fall Wasser/Spüli 50:50. Wenn die Kappe nur eine Staubschutzkappe wäre, würde sie wohl aus Kunststoff zu einem Bruchteil des Preises sein und es gäbe keine Anzugsvorschriften für die Metallkappe.
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07.08.2025 21:14:57 |
Zitat von Atlas80  @Gnampf Den technischen Inhalt deiner Rückmeldungen mal ausgenommen, gibt es einen Grund wieso du so "von oben herrab" schreibst? Gibt es einen Grund, dass du um Hilfe bittest, und bei Antworten dann unqualifiziert mit "das glaub ich nicht" antwortest? Manch einer braucht eben klare Worte damit er es versteht. Manch einer versteht es leider nichtmals mit klaren Worten, da kann man dann auch nichts mehr machen. Zitat von Atlas80  Meine eigentliche Frage hast du nicht beantwortet, aber ich schreibe diese für dich gerne nochmal:
Erlebt ihr das alltäglich, dass beim abschrauben dieser Kappe ein kleines zischen zu hören ist?
Ein Ja oder Nein sollte als Antwort reichen. Nein. Und, hat dir das jetzt geholfen die richtigen Schlüsse zu ziehen? Wohl kaum. Nein, ich erlebe das nicht täglich, da ich aus gutem Grund an die Kappen nur ran gehe wenn es sein muss, und das ist definitiv nicht täglich der Fall, sondern bei Installation der Anlage... wo ich die Kappe abschraube wenn das ganze System noch drucklos ist, oder bei Fehlern... wo dann meist das System ungewollt wieder drucklos ist. Warum sollte ich, gerade bei einer ollen Heimsplit, zwischendurch da dran gehen? Und jetzt weiter viel Spaß bei der Fehlersuche an den falschen Stellen.
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07.08.2025 22:38:14 |
Zitat von thaistatos  bei 0,5 ccm /min braucht man auch nicht besonders genau hinschauen, wenn man 5-10 Minuten wartet. 0,5 ccm sind grob ein halber Spielzeugwürfel, das unterscheidet sich schon sehr deutlich von gar keinen Blasen. Dein Link funktioniert nicht Ob man 0,5ccm wirklich sieht, ich kann es nicht sagen Würdest Du Dir zutrauen bei einer Anlage die diese Menge verliert zu sagen ich werde das Leck definitiv mit Lecksuchspray finden? Elektronische Schnüffler, schön und gut, aber wenn die zum EInsatz kommen ist die Anlage schon gefüllt, man kann versuchen nachzuziehen, falls es nicht hilft, evtl. Pump-down, oder das Gas ist weg
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08.08.2025 00:20:48 |
deswegen drückst du erstmal mit 50 Bar Stickstoff bei der typischen R32-Anlage ab, beobachtest sowohl den Druckverlust, als auch Abblubbern. Damit sind die groben Lecks schonmal definitiv weg. Nachdem das Kältemittel drin ist halt nochmal schnüffeln (und aufpassen das der Schnüffler nicht auf Reste des Lecksuchsprays reagiert), dann hast du auch die kleinen Lecks. Wenn sich das mit nachziehen nicht lösen lässt hat der Profi ja auch die Möglichkeit das Kältemittel abzusaugen, ohne das wirklich ein nennenswerter Verlust vorliegt. Und wenn du an eine leere Anlage kommst, und mit Stickstoff nichts findest, dann kommt halt Formiergas rein. Da spricht der Schnüffler dann auch drauf an.
Alles aber Sachen, die der Hobbybastler nicht leisten kann, weil er dafür Werkzeuge braucht die deutlich mehr als die Anlage kosten... Stickstofflasche, akkurate Monteurhilfe, Absauggerät mit Recyclingflasche, Waage, ordentlichen Schnüffler,...
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08.08.2025 00:21:29 |
Bei den üblichen Fehlerstellen wird man bei dieser Leckagerate und auch geringeren das auch mit Lecksuchspray finden. Die Anlage hier verliert wohl innerhalb von Wochen die Hälfte?? Ihres Inhalts. Man sollte daher erstmal an den Bördeln, dem Schraderventil und den Dichtkappen (ja, auch die dienen der Dichtigkeit) anfangen. Wenn unter einer Isolierung eine Leitung gebrochen ist, würde man mit Blasentest aber nur schwer zum Ziel kommen. AG würde ich vorerst ausschließen, es hat ja bis zur Inbetriebnahme wohl dicht gehalten. Daher auch der Hinweis, eigentlich einen Drucktest, idealerweise mit hohem Druck und Lecksucher, ggf. Ergänzt um Vakuumtest, vor der Inbetriebnahme zu machen.
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08.08.2025 09:24:16 |
big blu kann man hier bei Win auch in kleinen Mengen bestellen, sollte für die Lecksuche an wenigen Anlagen ausreichen: https://akkudoktor.net/t/nylog-blue-gunstige-sammelbestellung/12129 beim Drucktest auf dem Typenschild schauen, wieviel Druck zulässig ist, 50 bar könnten zu viel sein. Wenn man sich keine Stickstoffausrüstung kaufen will, gehen auch Heliumflaschen aus dem Baumarkt.
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