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Datenschutzhinweise

Hausumbau OG mit FBH
Verfasser:
Schneidiii
Zeit: 07.08.2025 16:15:26
0
3868195
Hallo vom Niederrhein,

Ich plane den Umbau eines Altbau in ein zwei Familien Haus.
Derzeit hat das Gebäude 125m² Wohnfläche, davon 80 im EG.
Beheizt wird derzeit mit Erdgas.
Die Preise welche teilweise für eine Umrüstung auf eine WP aufgerufen werden, finde ich unverschämt. "Für die ist es nicht so teuer, sie bekommen es gefördert" . Meine Meinung, gibt der Staat was dazu, ändern sich sofort die Preise.

Nun zu meinem Vorhaben. Die Heizung ist fällig, deswegen schwanke ich noch zwischen einer WP und eine Hybridgeschichte.

Im OG soll eine neue Wohneinheit entstehen. Der Dachstuhl kommt neu und durch den Einbau von Gauben sind zukünftig ca. 52m² zu erwarten.
Hier möchte ich jedoch mit einer FBH heizen. Allerdings ein trockenbau System auf der holzbalkendecke, gipsfaserplatten drauf und Bodenbelag.

Im EG sind normale Heizkörper.
Somit wären unterschiedliche Vorlauftemperaturen.

Ist sie FBH im og sinnvoll? Ist hybrid Sinnvoll? Was für Alternativen hat man?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 07.08.2025 16:26:42
1
3868197
Welche Temperaturen sind denn aktuell da oben?
Selbst bei gut gedämmtem Dach ist die Dämmung irgendwann "durch", und es wird unerträglich heiß. Das wäre der ideale Einsatz einer Klimaanlage, die auch im Winter heizen kann. Und nebenbei entfeuchtet sie die Raumluft, was eine FBH nicht kann.
In der warmen Sommerluft steckt nämlich jede Menge Wasser, das beim Runterkühlen kondensieren will.

Außerdem sparst du die Fußbodenarbeiten, und Klima kostet je kW nur rund ein Viertel der WP ohne FBH-Kreise.

Verfasser:
Paule1964
Zeit: 07.08.2025 16:47:48
0
3868200
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Welche Temperaturen sind denn aktuell da oben?
Selbst bei gut gedämmtem Dach ist die Dämmung irgendwann "durch", und es wird unerträglich heiß. Das wäre der ideale Einsatz einer Klimaanlage, die auch im Winter heizen kann. Und nebenbei entfeuchtet sie die Raumluft, was eine FBH nicht[...]


Ja
Wenn man das OG vermieten will,kann man unbedingt zur LLWP(Klima) raten und WW mit DLE oder einfachem Elektroboiler fürs OG
Wenn man vermieten will im OG braucht es eh einen 2.Stromzähler,dann alles LLWP etc auf OG-Zähler,das gibt dann null Stress bei der Abrechnung und auch Null Stress mit Hydraulik und null Stress mit dem Mieter,weil der kann im Winter seine Wunschtemperatur selber einstellen und im Sommer auch(kühlen)

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.08.2025 17:01:44
1
3868202
Zitat von Schneidiii Beitrag anzeigen
Ist sie FBH im og sinnvoll? Ist hybrid Sinnvoll? Was für Alternativen hat man? [...]

FBH ist (immer) sinnvoll. Hybrid im Allgemeinen nicht, da unnötig teuer. Dann lieber für ein System sich entscheiden.

Alternativen?
1. Splitklimas, die auch heizen können. Allerdings sind diese weniger komfortabel als eine FBH. Vorteil, die können kühlen. Dann brauchst du aber noch Warmwasser. DLE wäre eine Option könnte aber unnötige Folgekosten bei Elektrik verursachen. Da es wohl dann 1-2 Personenhaushalt wäre, wäre das auch wohl am wirtschafltichsten für den Mieter. Wenn man das selber (irgendwann) nutzen will, sollte man es genauer durchdenken. Im ZFH ist die Abrechnung nicht wirklich ein Problem.

2. Keine Alternative, aber Ergänzung. Bei einer WP auch in Dachschrägen Wandheizung installieren. Diese sind eh verschwendeter Platz aber sind perfekt um darüber zu kühlen. Gerade im DG wichtig. Mit Wandheizung kann auch die FBH dann etwas sparsamer ausfallen.

Zitat von Schneidiii Beitrag anzeigen

Im EG sind normale Heizkörper.
Somit wären unterschiedliche Vorlauftemperaturen.

Natürlich nicht das Gelbe vom Ei. Was wäre da langfristig der Plan? Wenn in den nächsten 30 Jahren da nix passiert, kann man auch im OG bei Heizkörpern bleiben. Aber vielleicht fräst man sich im EG doch in den nächsten 10 Jahren eine FBH ein.

Was die WP-Preise angeht. Da hilft es nur weiter Angebote einzuholen. Die Preisunterschiede bei gleicher Leistung sind teilweise riesig. Kommt aber natürlich auch auf den Arbeitsaufwand bei dir an. Manche werden wohl rechnen, dass du die FBH machst, die anderen planen es selber. Das heißt, du musst schon genau erklären, was der HB am Ende selber machen soll.

Ansonsten, wenn du z.B. Nibe nimmst, da ist der Gerätpreis (LWP+Inneneinheit) bereits bei >17k€. Und dann noch der Rest. Aber teilweise sieht man Angebote Nibe für 35k€ und für gleiches Objekt eine deutlich günstigere Pana auch mit 35k€. Also auch darauf achten.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 07.08.2025 17:16:11
0
3868206
Ich würde dir auch eher zur Deckenheizung raten, welche sich gerade im Dachstuhl einfache realisieren lässt, als ene FBH (insbesondere bei Holzbalkendecken)
Da geht auch viel in Eigenleistung und ist ziemlich nah an deinem Trockenbausystem. Wir haben z.B. das System von Klimatop benutzt.

52m² sind aber auch nicht besonders viel, da könnte eine Multiplit-Klima oder zwei einzelne Klimageräte evt doch interessant sein.


Auch wenn Gas teurer wird, wäre zumindest zu überlegen ob man eine funtionierende Heizung wirklich rausreißen möchte (zumindest so lange sie noch eine vernünftige Restlebenszeit hat)

Verfasser:
Schneidiii
Zeit: 07.08.2025 18:03:48
0
3868215
Über die Thematik mit einem Klimagerät habe ich noch garnicht gedacht. Derzeit kommen im OG gerne mal 35 Grad zustande. Allerdings nur eine 12 er Dämmung und der spitzboden ganz ohne.
FBH im EG wäre irgendwann eine Alternative. Derzeit wohnt dort der Senior, bleibt auch so.
Der Vorteil wäre natürlich mit klima, dass ich den Innenausbau selber mache.
Das warm Wasser für das UG kommt Derzeit auch über einen DLE. Wäre wahrscheinlich die einfachste und günstigste Methode ?
Die jetzige Heizung ist BJ 85, konstant Temperatur und sehr anfällig. Da würde zumindest was neues her. Wäre ein pufferspeicher sinnvoll wenn man bspw. Einen brennwertkessel nimmt?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 07.08.2025 18:57:32
2
3868220
Zitat von Schneidiii Beitrag anzeigen


Die jetzige Heizung ist BJ 85, konstant Temperatur und sehr anfällig. Da würde zumindest was neues her. Wäre ein Pufferspeicher sinnvoll wenn man bspw. Einen brennwertkessel nimmt?


Ich würde da nicht mehr auf ein totes bzw angeschossenes Pferd setzen. Mit zwei WE bekommst du ne ganze Menge gefördert, auch die Klimakisten. Dann gleich Nägel mit Köpfe machen und WP im EG.
Mir ist es lieber, wenn die heimische SHK-Branche gefördert wird, damit sie sich mit der neuen Technik vertraut macht, bevor wir wie bei der PV-Branche das Feld kampflos den Chinesen überlassen und uns von denen genauso abhängig machen wie bis vor kurzem vom russischen Gas. Und das Fördergeld zahlt nicht der Staat, sondern die unbeirrbaren Gas- und Benzinkunden mit ihrer CO2-Abgabe.

Wo liegen denn aktuell die Vorlauftemperaturen? Pufferspeicher ist bei Brennwert genauso unnötig wie bei der WP. Wenn der HB drauf besteht, möglichst klein und im Rücklauf.

Verfasser:
Schneidiii
Zeit: 08.08.2025 06:22:55
0
3868280
Die aktuelle Vorlauftemp liegt bei 65 Grad.
Also zwei verschiedene Arten zu heizen ?Je Wohneinheit eine

Verfasser:
ajokr
Zeit: 08.08.2025 07:10:41
0
3868286
Zitat von Schneidiii Beitrag anzeigen
Die aktuelle Vorlauftemp liegt bei 65 Grad.
Also zwei verschiedene Arten zu heizen ?Je Wohneinheit eine


Mit 65°C wirst du bei einer Wärmepumpe nicht glücklich. Aber das heißt nicht, das es nicht auch mit weniger VLT ausreichend warm wird. Solange die Gasbüchse noch läuft, kannst du dich da ran tasten.

Verscheidene Heizungen für verschiedene Wohneinheiten sollten abrechnungstechnisch ideal sein. Und wenn eine mal ausfällt, tuts die zweite noch und verhindert bis zur Reparatur ein Auskühlen der Immobilie. Denn sowas passiert grundsätzlich Freitags nachmittags...

Verfasser:
gnika7
Zeit: 08.08.2025 12:28:01
0
3868376
Falls Interesse an Erdwärme besteht und man die Quelle (z.B. RGK) in Eigenregie erstellt, kann man für jede Wohnung eine kleine EWP nehmen. Dann ist die Abrechnung auch getrennt und die schlechtere Hydraulik im EG stört nicht. Es gibt verschiedene Hersteller, die so ein System (mehrere kleine EWPs an einer Quelle) anbieten. Weiterer Vorteil, die WW-Versorgung ist unproblematisch, da Leitungswege dann kurz ausfallen können.

Bei 52m² kann es natürlich schwierig werden einen Stellplat zu finden. Die Investkosten werden da auch höher sein. Dafür gibt es aber für jede WE Förderung. Am Ende hat man dann eine langlebige Heizung mit viel Komfort. Ob das einem die Mehrkosten Wert sind, muss man selbst entscheiden. Persönlich würde ich es hier so machen, wenn Abrechnung ein Thema wäre und ich RGK machen dürfte. Dabei wären die 2 kleinen EWP Geräte wahrscheinlich sogar günstiger als die LWP+Inneneinheit ;-)

Hier noch etwas Infos dazu
https://www.bba-online.de/heizung/dezentral-ist-effektiver/
Aber es gibt einige Hersteller, die sowas anbieten.

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