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06.08.2025 12:12:21 |
Wir müssen unsere über 30 Jahre alte Ölheizung erneuern und haben bereits viel im Internet recherchiert sowie auch mit einigen Fachleuten gesprochen. Mittlerweile sind wir total verunsichert, für welche Anlage wir uns entscheiden sollen. Eine reine Wärmepumpe erscheint uns zu unsicher, was die Heizleistung betrifft. Eine Alternative zur WP wäre eine Hybridlösung aus Ölheizung und Wärmepumpe. Alles hat natürlich Vor- und Nachteile. Aktuell tendieren wir zu einer Pelletanlage, haben aber leider niemand im Bekanntenkreis, den wir dazu fragen könnten. Es wäre supernett, wenn uns jemand hier im Forum die u.a. Fragen beantworten könnte und/oder uns gute Ratschläge geben könnte. Die Eckdaten für unser Haus sind wie folgt: • Wohnfläche: ca. 150 m² • Baujahr: 1970 in massiver Bauweise voll unterkellert • Keine Fassadendämmung, doppelt verglaste Holzfenster • Keine Fußbodenheizung, sondern Heizkörper teilweise als Radiator (Rippenheizkörper) und teilweise als Kompaktheizkörper. Unsere Fragen zur Pelletanlage sind: • Welcher Hersteller ist zu empfehlen? • Was genau ist an der Anlage von uns als Eigentümer selbst regelmäßig durchzuführen und wie oft? Wieviel Zeit ist dafür aufwenden? • Wie oft kommt muss ein Fachmann ins Haus kommen und was macht dieser noch außer der jährlichen Wartung? • Lohnt sich ein Frischwassermodul oder tut es auch ein normaler Warmwasserspeicher? • Lohnt sich die Installation einer Warmwasser-Wärmepumpe (Kosten/Nutzen-Verhältnis)? Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe. Michael und Heike
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06.08.2025 12:46:39 |
Hallo, verratet uns doch erstmal den Energieverbrauch der Hütte im Schnitt der letzten drei Jahre, damit man eine Ahnung hat, in welcher Größe wir uns hier bewegen. Denn eine reine Wärmepumpe kann in dem Fall echt eine gute Lösung sein. Wie ist aktuelle die höchste Vorlauftemperatur im Winter? Ich persönlich baue Pelleter nur in Objekte mit Trinkwasserhygieneanforderung oder Schlösser (=riesig und zugig). Die sind nämlich teuer und betreuungsintensiv. FriWa oder Speicher sind Fragen der Vorliebe, beides geht. BrauchwasserWP bedeutet, dass die Anlage für die reine WW-Bereitung nur selten anspringen muss, vor allem wenn sie die Abwärme des Pelleters nutzen kann, außerdem ist meines Wissens Fördervoraussetzung für Pellet, dass man PV/therm.Solar oder eben BrauchwasserWP nutzt. VG, Katrin
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06.08.2025 13:14:21 |
Bei Fossilen Heizungen, bitte immer die gesamten Kosten in Erfahrung bringen. Bei Pellets hast du ja zu den Verbrauchskosten immer noch: - regelmässige Wartung- Schornsteinfegerbesuche ohne Ende (2x Jahr Kehren, alle 3-4 Jahre Beschau) Bei so ner Wartung sind schnell 300-400€ weg. Der Schorni kostet pro Kehren 40-50€, die Beschau inzwischen 100-150€. Da fällt einem schnell auf, dass eine WP durchaus günstiger im Betrieb ist. Auch im Bestand - wenn man gewisse Parameter einhält. Vornweg ne WP Lösung vom HB inkl. klassischem WW Speicher liegt bedingt durch die Förderung derzeit in einem Bereich von 30-40.000€. Davon geht die jew. Förderung dann weg. Was eine Pelletslösung inkl. Pelletssilo zum Vergleich usw. kostet - keine Ahnung. Hybridlösungen sollte man im EFH Bereich komplett bleiben lassen. Die Unterhaltskosten für zwei Systeme sind einfach zu teuer. In MFH Bereich kann es aufgrund von hohen WW Anforderungen Sinn machen. Aber nicht im EFH Bereich. Für die richtige Dimensionierung der Heizung ist es aber unabdingbar erstmal Daten zu ermitteln: - von welchem Verbrauch gehen wir bisher aus? - gibt es eine raumweise Heizlastberechnung? - sind energetische Sanierungen geplant (Neue Fenster...) - wenn ja - sollte man das idealerweise vorher machen - Ist bekannt welcher Durchfluss durch die aktuellen Heizkörper möglich ist? Die raumweise HL Berechnung ermöglicht es, die größe der passenden Heizkörper zu ermitteln. Das sollte man bei einer Heizungserneuerung immer berücksichtigen, damit man mit niedrigeren VL Temperaturen arbeiten kann, und auch die Durchflüsse optimiert werden.
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06.08.2025 13:49:23 |
Zitat von Ragnar2025  Eine reine Wärmepumpe erscheint uns zu unsicher, was die Heizleistung betrifft Warum? Hast du auch Angst das der Kühlschrank nicht kalt wird? Oder die Klima im Auto?
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06.08.2025 14:01:37 |
Zitat von Mastermind1  Bei Fossilen Heizungen, bitte immer die gesamten Kosten in Erfahrung bringen. Bei Pellets hast du ja zu den Verbrauchskosten immer noch: - regelmässige Wartung- Schornsteinfegerbesuche ohne Ende (2x Jahr Kehren, alle 3-4 Jahre Beschau) Bei so ner Wartung sind[...] Was genau ist an einem Pelletkessel fossil? Wartung ist bei allen Wärmeerzeugern mit Ausnahme der elektr. Widerstandsheizung gleich wichtig. Auch eine vernachlässigte Wärmepumpe kann relativ zügig das Zeitliche segnen. Schornsteinfegerbesuche sind in der Regel abhängig von der Nutzung. Bei Kombianlagen mit Solarthermie oder Wärmepumpe ist der Durchsatz an Brennstoff geringer. Nach Gespräch mit dem BSF kann evtl. eine Reduzierung der Kehrbesuche erreicht werden. In meiner Region sind bei alleiniger Pelletanlage 4x p.a. die Regel.
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06.08.2025 14:22:09 |
Wir betreiben einen Pelletkessel. Wartung: Alle drei Jahre durch Fachmann; einmal jährlich Reinigung durch Nutzer Schornsteinfeger: 1x jährlich; Beschau hat bei uns nur 1x nach dem Einbau stattgefunden Speicher: 780 Liter mit Edelstahlwendel für Brauchwasser; während der Sommermonate springt der Kessel 1x wöchentlich an (3 Erwachsene die täglich 1x duschen)
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06.08.2025 14:24:35 |
Gute Pelletkessel gibt es einige. Tendenziell würde ich zu Brennwertern, ggfs. mit E-Filter neigen. In der Vergangenheit haben wir Guntamatic eingesetzt, der älteste davon ist 19 Jahre alt. In dieser Zeit wurden die Kohlen des Startergebläse und der Stellantrieb des Klapprosts getauscht. Heute würde ich bei Ökofen, Windhager, Herz und KWB suchen - je nach dem, wie groß die Heizleistung ausfallen muss und welche anderen Themen in die Planung hineinspielen. In Verbindung mit der WP wäre eine gute Kommunikation zwischen den Wärmeerzeugern wichtig, z.B. Modbus-Anbindung, die nicht nur Werte ausgibt, sondern auch Regeln und Steuern zuläßt (bis hin zur kompletten Hausautomation). Arbeiten beim Betrieb: -Aschekasten leeren (je nach Betriebsstunden etwa zwischen 1x alle 3 Monate im Sommer und ca. alle 2 Wochen im Kernwinter) - regelmässige Inaugenscheinnahme- was man bei jeder Anlage tun sollte: Anlage mal hin und wieder ansehen, auf Auffälligkeiten prüfen, im Pelletlager nachprüfen, ob die Pellets nachrutschen oder Fremdkörper zu sehen sind -Warmwasserbereitung: Aus Hygienesicht ist eine Frischwasserstation empfehlenswert, damit kommt man auch mit Temperaturen von ca. 50-53 °C im Pufferspeicher aus. Trinkwasser aufzuheben und Legionellenprobleme zu riskieren ist nur bei großen Zapfmengen (kurzzeitiger Leistungsbedarf im Mehrfamilienhaus) überlegenswert. Warmwasserwärmepumpe: Eine Frage der Installations- und Stromkosten, des Platzangebots und der Lebenserwartung der Brauchwasserwärmepumpen. Pauschale Aussagen kaum möglich. Ein paar Anbieter scheinen die Verdichter zu quälen (hohe Temperaturen, für die der Verdichter lt. Hersteller nicht freigegeben ist), da ist eine Lebenserwartung von mehr als 10-12 Jahren unwahrscheinlich.
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06.08.2025 14:56:21 |
Zitat von macgyver73  Zitat von Mastermind1  [...] Was genau ist an einem Pelletkessel fossil? Wartung ist bei allen Wärmeerzeugern mit Ausnahme der elektr. Widerstandsheizung gleich wichtig. Auch eine vernachlässigte Wärmepumpe kann relativ zügig das Zeitliche segnen. Schornsteinfegerbesuche sind in der Regel[...] Mag richtig sein, dass man Fossil für ÖL + Gas ansieht. Für mich ist eine Pelletsheizung aber in einem normalen EFH keine Option. In größeren Häusern mit schlechter Dämmung (alte Bauernhäuser), hoher WW Bedarf, mag es eine Daseinsberechtigung haben. Ansonsten. Wenn man Pellets schön redet hinsichtlich Wartung. Kann man eine WP ebenfalls schön reden. Eine Luft-WP Wartung... Wärmetauscher sauber machen Regelmässig die Energiewerte mittels Wärmemengenzähler + Stromzähler im Blick behalten - Fertig. Was den Schornsteinfeger angeht, sollte man schon die DETAILS nennen. MODERNE rückstandsarme Pelletheizungen: Kehren2 - 4x jährliche Kehrung. Bei den meisten reicht aber ein 2 maliger Turnus aus. Also 2x 45€ (wäre der lokale Preis unseres Schornis) -> 90€ pro Jahr KEHRENFeuerstättenschauFeuerstättenschau 2x in 7 Jahren, d.h. nach 3-4Jahren. Die kostet wie gesagt (der lokale Preis unseres Schornis) 100-150€ verteilt auf 3 Jahre, wären grob 35-50€ pro JAHR für BESCHAUMessung:1x im Jahr eine Messung der Abgaswert/ VerbrennungPreis dafür geschätzt: 40-80€ - pro Jahr.Das ist die offizielle geschichte zum Schornsteinfeger. Was euer Schornsteinfeger anderst macht - ist nicht die Basis- eines fairen Hinweises. Ich sag mal so. Da die Schornsteinfeger zunehmend weniger Einnahmequellen haben, werden auch die bis dato ausgelasteten Schornsteinfeger Ihre Anzahl der Arbeiten an die offiziellen Gegebenheiten anpassen :-) Wenn ich nach Anzahl der Wartungen suche bei Pellets anlagen, liest man:Empfehlung: Jährlich Der Abstand zwischen den Wartungen sollte 16 Monate nicht überschreiten. Wer die inzwischen üblichen 5 Jahre Herstellergarantie erhalten will, muss das Spiel mitspielen. Kosten für so ne Wartung geschätzt 150€ (wenn nichts ist) - 300€ (wenn was im argen ist). Für mich sieht das so aus. Jährlich hat man mit einer Pelletslösung EHRLICHERWEISE Nebenkosten von 160€ - 200€ (ohne Wartung) eine jährliche Wartung würde nochmals mit grob 150-300€ dazukommen. bei nem 150qm Häuschen mit einem geschätzten Wärmebedarf von 20.000kWh. Könnte man bei einer Luft-WP mit einer JAZ 4,5, von einem Stromverbrauch von 4.444kWh ausgehen. Be 30 Cent -> 1.333€ pro Jahr an Heizkosten 20.000kWH mit Pellets benötigen etwa 4,2 Tonnen. 4,2 Tonnen lose Pellets mit Anlieferung kosten stand heute: 1.300€ D.h. bei ähnlichem Verbrauchspreis -wobei die 30Cent/kWh Strom teuer kalkuliert sind - liegen die Energiekosten auf dem selben Niveau. Wenn man die Nebenkosten bei Pellets ehrlicherweise berücksichtigt, wäre ich direkt bei einer WP. Wer da für ne Pelletsheizung ne Solarthermie ins Spiel bringt, sollte fairerweise bei einer WP Lösung ne PV Anlage ins Spiel bringen :-)
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06.08.2025 18:11:18 |
Klingt für mich nach einem Haus +/- im Ursprungszustand, wo man die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Irgendwann ist dann die Heizung EOL und es muss schnell Ersatz her. Keine guten Voraussetzungen...
- Warum "muss" die Heizung getauscht werden? - Wieviel Öl wird im Durchschnitt verbraucht? - Welche VLT ist notwendig?
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06.08.2025 21:29:03 |
Zitat von godek  Warum? Hast du auch Angst das der Kühlschrank nicht kalt wird? Oder die Klima im Auto?
Ich bin zwar nicht der ursprünglich Fragende - aber ja, die Angst habe ich zugegeben
Ich bin schon Wochen im Hochsommer mit einem nicht billigen Auto ohne Klima gefahren weil der Hersteller sein SAP-System umgestellt hat..
Spass - aber generell:
Ich finde es total nervig das man sofort reagieren muss wenn was kaputt geht, es die komplette Planung für die nächsten Tage übern Haufen wirft
Ich will da umschalten können, dann wie gewohnt zur Arbeit gehen, später in Ruhe nachschauen
Wir haben hier auch mehr Autos als Fahrer...
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06.08.2025 22:35:34 |
Also sinnlose Angst. Die Wärmepumpe hat zur not einen heizstab. Das hatten die Verbrenner Heizungen nicht. Optional ein Ofen See auch ganz ohne Strom läuft oder llwp die eh immer mehr sinnvoll werden. Ich hätte hier AKW Backup genug llwp Leistung um das ganze Haus ungleichmäßig warm zu bekommen. Demnächst auch wieder einen kleinen Ofen. Die Gasheizung kommt bei nächster Gelegenheit weg, seit zwei Jahren ist die nur zur Messung durch den Schorni gelaufen
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06.08.2025 23:08:50 |
Zitat von godek  Also sinnlose Angst. Die Wärmepumpe hat zur not einen heizstab. Das hatten die Verbrenner Heizungen nicht.
genau dieses " die WP hat zur Not einen Heizstab" ist der größte Unsinn Was wird als erstes kaputt gehen? das Mainboard oder das Bedienteil Was nützt Dir dann der Heizstab? gar nichts Aber ja, ich habe hier auch eine LLLWP, sprich Klimaanlage, einen Holzofen, die Gastherme bleibt trotzdem erst mal bestehen, warum was funktionierendes wegwerfen? Ich werde die sogar im zukünftigen Winter wieder mehr benutzen - der Gaspreis ist billiger geworden, und man merkt bei einer HZK-Heizung schon die Infrarotstrahlung wenn man mal 55° VL fährt
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06.08.2025 23:48:22 |
Wie geschrieben. Hat die letzten zwei Jahre bloß Geld für den Schorni gekostet. Aber auch wenn die Gasheizung bleibt als Backup ist das nicht halb so unsinnig wie bei der kleinen Hütte jetzt neu Pellet Heizung einzubauen.
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07.08.2025 00:01:55 |
Ich finde das nicht so falsch Die WP heizt mir hier sehr günstig an ca. 330 Tagen die Hütte, kühlt sie sogar Sie macht das hervorragend, spart viel Geld ein Aber es gibt Tage da ist sie zu knapp Da sind auch die Heizkörper zu knapp Alles ändern können wir nicht Soll halt die Gasheizung an 25 - 35 Tagen heizen
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07.08.2025 00:35:26 |
Zitat von KR0815  Zitat von godek  [...] genau dieses " die WP hat zur Not einen Heizstab" ist der größte Unsinn Was wird als erstes kaputt gehen? das Mainboard oder das Bedienteil Was nützt Dir dann der Heizstab? gar nichts Aber ja, ich habe hier auch eine LLLWP, sprich Klimaanlage, einen[...] Wir haben beim Spazierengehen mal geschaut,wo überall schon mit WP geheizt wird und doch etwas überrascht festgestellt,dass rund 3/4 der WP-Häuser einen Kaminofen/Holzofen haben,vermutlich haben die auch Angst, dass die neue WP im Winter vielleicht doch nicht warm genug macht,oder die WP mit FBH eben extrem träge reagiert,wenn es einen raschen Kälteeinbruch gibt. Mit Kaminofen ist der WP-Vorteil,dass man keinen Schorni mehr ins Haus bekommt,schon mal weg. WP mit Kaminofen macht aber durchaus Sinn,als Backup,der macht auch ganz ohne Strom warm,wenn man genug Holz hat,aber WP und Gastherme und LLWP und Holzofen das ist dann doch kompletter Overkill
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07.08.2025 06:50:13 |
Zitat von Ragnar2025  ... müssen unsere über 30 Jahre alte Ölheizung erneuern und haben bereits viel im Internet recherchiert sowie auch mit einigen Fachleuten gesprochen. Mittlerweile sind wir total verunsichert, für welche Anlage wir uns entscheiden sollen. Eine reine Wärmepumpe erscheint uns zu unsicher ... Lasst euch nicht durch die zum Teil haarsträubenden Behauptungen verunsichern. Gerade bei Einfamilienhäusern ist mit Wärmepumpentechnik preiswertes erzeugen von thermischer Energie möglich weil ein entsprechender Anteil aus der Umwelt entzogen werden kann. Viele der negativen Thesen zur Wärmepumpentechnik (ebenso wie zur E-Mobilität) sind bei genauerer Betrachtung nur Stammtischgesabbel. Eure Immobilie hat einen gewissen Heizleistungsbedarf bei der Norm-Außentemperatur (NAT) vor Ort. Die NAT könnt ihr euch z.b. auf folgend verlinkter Seite mit Eingabe der Plz anzeigen lassen. Dort ist zudem oben eine simple Erklärung stehend. 👉 https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.htmlSobald die reale Heizlast des Hauses bekannt ist kann überhaupt erst beziffert werden in welchem Umfang Maßnahmen zu ergreifen sind um das Haus für eine wirklich effiziente Betriebsweise von Wärmepumpentechnik herzurichten. Mittlerweile sind u. a. hier im Forum viele Berichte dazu vorhanden, dass Wärmepumpen auch bei Anlagen effizient funktioniert in denen ausschließlich Heizkörper installiert sind. Pauschale Annahmen, dass Wärmepumpe nicht funktioniert kommen praktisch generell von Personen die sich nicht mit der Thematik auseinandersetzen. Die Angst davor in der kalten Bude zu sitzen falls ein Stromausfall eintritt sollte bei mit Holzpellets, Erdgas oder Öl befeuerten Systemen identisch sein, denn die funktionieren ebenfalls ohne elektrische Energie nicht.
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07.08.2025 07:12:39 |
Zitat von Paule1964  Zitat von KR0815  [...] Wir haben beim Spazierengehen mal geschaut,wo überall schon mit WP geheizt wird und doch etwas überrascht festgestellt,dass rund 3/4 der WP-Häuser einen Kaminofen/Holzofen haben,vermutlich haben die auch Angst, dass die neue WP im Winter vielleicht doch nicht warm genug macht,oder die[...] Das ist arg kurz gedacht... Der OFEN ist da, da der Schornstein mit 100%iger Sicherheit bereits vor der WP da war. Eine Stilllegung kostet inzwischen sicher auch ne Gebühr des Schornis...
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07.08.2025 07:18:38 |
Zitat von Paule1964  […] Wir haben beim Spazierengehen mal geschaut,wo überall schon mit WP geheizt wird und doch etwas überrascht festgestellt,dass rund 3/4 der WP-Häuser einen Kaminofen/Holzofen haben,vermutlich haben die auch Angst, dass die neue WP im Winter vielleicht doch nicht warm genug macht,oder die WP mit FBH eben extrem träge reagiert,wenn es einen raschen Kälteeinbruch gibt.[...] Schon mal überlegt, dass der Kaminofen vielleicht bereits bestehend war? Ich sehe fast keine älteren Häuser ohne. Die Trägheit der FBH spielt kaum eine Rolle, denn das Gebäude reagiert ebenfalls träge. Es ist ja nicht so, dass die Temperatur über Nacht unerwartet sehr stark sinkt und das Gebäude ebenfalls dermassen auskühlt, sodass von der einen Stunde auf die andere stark geheizt werden müsste. Bei deinen Postings ist viel Unwissen und Angst enthalten.
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07.08.2025 08:38:23 |
Der Themenstarter ist wohl etwas erschreckt worden?? Meine Aussage zu der Anfrage GANZ KLAR WP!! als alleinige Wärmequelle. Beispiel von unserer Hütte: Bj. 1980 massiv, annähernd gleiche Bedingungen 95% HK 5% Temperierung über RL- geregelte FBH , Gesamtfläche 240qm davon 185qm beheizt, keine thermische Sanierung, kleine PV mit 5kWp vorab vorhanden, NAT -14,5°C Ölverbrauch bis Umbau 2200-2500L/a Stromverbrauch der letzten 3 Heizjahre für die WP 3600-4000kWh Es muss halt alles passen und der HB sollte gut gewählt oder über DIY nachgedacht werden.
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07.08.2025 23:53:58 |
Hallo an alle und Danke für die bisherigen Antworten. Leider hatten wir technische Probleme mit dem Internet, so dass wir erst jetzt wieder online sind. Wir melden uns morgen wieder und gehen dann auch auf die einzelnen Kommentare ein.
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08.08.2025 00:18:43 |
Zitat von Paule1964  WP und Gastherme und LLWP und Holzofen
das ist dann doch kompletter Overkill die Gastherme ist da weil sie eh schon da war die LLWP ist als Klimaanlage da, nicht zum Heizen, aber sie kann es der Holzofen ist für die Gemütlichkeit da, so ein Holzfeuer hat was so lebt man halt hier auf dem Land
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08.08.2025 19:22:28 |
Zitat von schoberh  Hallo, verratet uns doch erstmal den Energieverbrauch der Hütte im Schnitt der letzten drei Jahre, damit man eine Ahnung hat, in welcher Größe wir uns hier bewegen. Denn eine reine Wärmepumpe kann in dem Fall echt eine gute Lösung sein. Wie ist aktuelle die höchste[...] Danke für die Antwort! Der durchschnittliche Verbrauch war bisher um die 2000 Liter, allerdings wurden nicht alle Räume voll beheizt. Das könnte in Zukunft also mehr werden. Die höchste Vorlauftemperatur war ca. 60 Grad. Gegenüber einer Wärmepumpe sind wir skeptisch, da die Installation durch den halben Keller und die Kernbohrung in der Außenwand sehr aufwändig ist und viel kaputt ginge, wir fast alle Heizkörper tauschen müssten (was zusätzlich ca. 10.000 € kosten würde). Außerdem kennen wir den Fall, dass die Wärmepumpe im Winter nicht die nötge Temperatur erzeugen konnte und der Stromverbrauch enorm ist. Muss alles gut überlegt sein. Gruß Michael und Heike
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08.08.2025 19:32:40 |
Zitat von Mastermind1  Bei Fossilen Heizungen, bitte immer die gesamten Kosten in Erfahrung bringen. Bei Pellets hast du ja zu den Verbrauchskosten immer noch: - regelmässige Wartung- Schornsteinfegerbesuche ohne Ende (2x Jahr Kehren, alle 3-4 Jahre Beschau) Bei so ner Wartung sind[...] Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Bisher lag der Verbrauch bei ca. 2000 Liter, aber nicht alle Räume waren voll beheizt. Es gibt keine Heizlastberechnung. Uns wurde gesagt, dass das erst nach Auftragserteilung gemacht wird. Sanierungen sind vorerst nicht geplant. Der Durchfluss ist leider nicht bekannt. Allerdings wurde uns gesagt, dass wir fast alle Heizkörper austauschen müssten, wenn wir uns für eine Wärmepumpe entscheiden.
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08.08.2025 19:35:02 |
Zitat von godek  Zitat von Ragnar2025  [...] Warum? Hast du auch Angst das der Kühlschrank nicht kalt wird? Oder die Klima im Auto? Danke für die Antwort! Gegenüber einer Wärmepumpe sind wir skeptisch, da die Installation durch den halben Keller und die Kernbohrung in der Außenwand sehr aufwändig ist und viel kaputt ginge, wir fast alle Heizkörper tauschen müssten (was zusätzlich ca. 10.000 € kosten würde). Außerdem kennen wir den Fall, dass die Wärmepumpe im Winter nicht die nötge Temperatur erzeugen konnte und der Stromverbrauch enorm ist.
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08.08.2025 20:00:26 |
Angst ist ein ganz schlechter Ratgeber, das führt nicht zu guten Entscheidungen.
Sicher gibt es die Fälle wo es nicht funktioniert, aber das sind Ausnahmen. Wenn man es richtig macht, wird es mit der WP problemlos warm.
Wird der Heizkörpertausch beim Heizungstausch nicht gefördert?
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