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27.07.2025 10:18:20 |
Hallo,
ich habe im Laufe der Jahre bei Renovierungsarbeiten die bestehenden Buderus Flachheizkörper durch größere (Fläche oder Anzahl der Platten) von Kermi X2 ersetzt, schon damals mit dem Ziel, durch größere Dimensionierung fit für die Umstellung von Öl auf Wärmepumpe zu werden (FBH geht leider nicht). Mir war nicht bewusst, dass die Kermi X2 Technik, also die serielle statt parallele Durchströmung, nachteilig für den Betrieb mit Wärmepumpe sein könnte - diese Meinung habe ich aus unterschiedlichen Beiträgen gelesen. Zumindest die von Kermi beworbenen Vorteile - schnelleres Aufheizen - sind im angestrebten Betrieb mit dauernd laufender LWWP nicht relevant.
Ist für die angestrebte niedrige VLT und geringe Spreizung die serielle oder parallele Durchströmung von 2 oder 3 lagigen HK nun dennoch prinzipiell vor- oder nachteilhaft?
Pro: - gefühlt mehr Strahlungswärme bei den niedrigen VLT
Contra: - höherer Volumentrom für gleiche Wärmeleistungsabgabe notwendig (?) - effektiv kleinere Heizfläche (?)
Bei dem Kompaktheizkörper mit seitlichem Anschluss wird durch weglassen des X2-Propfens am Rücklaufventil wohl ein normal parallel durchflossener HK. Davon habe ich Typ 21, 22 und 33 (VL soll oben, RL unten auf der gegenüberliegenden Seite angeschlossen werden).
Beim Ventilheizkörper gibt es diese Möglichkeit anscheinend nicht... davon habe ich auch 3 Stück (Typ 21, 22, 33). Fehlkauf?
Was würdet ihr empfehlen?
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27.07.2025 12:06:46 |
Die Idee hinter der seriellen Durchströmung ist, dass die hintere Platte nicht so sehr die Wand aufheizt. Was beim Heizkörper zählt ist, welche Leistung er bei welcher VL Temp./ Volumenstrom abgibt.
Ich habe diverse Kermi X2 Typ 22 in verschiedenen Abmessungen, welche beim Wärmepumpenbetrieb ausreichen. Wenn ich weiter mit der VT-Temp. runter will, muss ich die ggf. gegen Typ 33 tauschen.
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27.07.2025 12:37:37 |
Ausschlaggebend ist doch ob mit dem jeweiligen Heizkörper genügend Wärmeenergie in dem Bereich in dem der installiert ist eingebracht wird. Bei uns z.b. sind "normale" Typ 22 Ventilheizkörper völlig ausreichend um in den Räumen (Schlafzimmer, Ankleideraum, usw.) mit maximal +35,x°C Vorlauftemperatur betrieben werden zu müssen, dass faktisch auch bei einer mehrtägigen Kältephase mit Stundenweise bis zu -20°C Außenlufttemperatur (zuletzt in Februar 2021 hier gewesen) die thermische Behaglichkeit auf akzeptablem Niveau gehalten werden kann. Das klappte auch obwohl die genannten Heizkörper per Hahnblöcken mit komplett geöffnetem Bypass an Vor- und Rücklauf des jeweiligen Etagenheizkreisverteilers angebunden sind.
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27.07.2025 13:04:10 |
Zitat von lowenergy  Ausschlaggebend ist doch ob mit dem jeweiligen Heizkörper genügend Wärmeenergie in dem Bereich in dem der installiert ist eingebracht wird.
Bei uns z.b. sind "normale" Typ 22 Ventilheizkörper völlig ausreichend um in den Räumen (Schlafzimmer, Ankleideraum, usw.) mit maximal +35,x°C[...] "Ausschlaggebend ist doch ob mit dem jeweiligen Heizkörper genügend Wärmeenergie in dem Bereich in dem der installiert ist eingebracht wird." Richtig.
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27.07.2025 16:08:03 |
Zur Ermittlung der notwendigen Größe der Heizkörper habe ich eine raumweise Wärmebedarfsberechnung auf ubakus.de gemacht und für VLT 45°C / 35°C RLT (bei -10° NAT) ausgelegt. Die Wärmeleistung bei verschiedenen Temperarturen habe ich aus Tabellen für Flachheizkörper, teilweise auch von heizwertrechner.de und dem Onlinetool von Kermi, wobei auch verschiedene Spreizungen berechnet werden können. Wo ich bisher unterversorgt bin, habe ich ich größere bzw. zusätzliche Heizkörper besorgt. Das sollte also grob passen. Jetzt geht es darum, das optimale daraus herauszuholen. Bisher habe ich auch bei den schon angeschlossenen Kermi X2 Flachheizkörpern keinen Stopfen verbaut, da meine HK bisher unten angschlossen waren. Laut Kermi Montageanleitung kann der Stopfen dann auch gar nicht verwendet werden, eine Minderleistung von bis zu 11% bringt diese Anschlussart. Da die Thermostatventile eh getauscht werden müssen, möchte ich den VL nun oben anschliessen - im RL unten auf der gegnüberliegenden Seite müssten dann die Stopfen rein - WENN der X2 Effekt erzielt werden soll. Meine Bedenken gehen in die Richtung, dass bei serieller Durschströmung dannn theoretisch ein höherer Volumenstrom notwendig ist - was allein schon durch meine unterdimensionierte Rohre problematisch ist. Und dass so höhere Spreizung erzielt wird, was für fossile Brennwert-Heizungen wohl gut aber bei der Wärmepumpe nicht gut ist. Also: Stopfen rein - oder drausen lassen?
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27.07.2025 16:10:17 |
Zitat von Nobert_Dutz  Wenn ich weiter mit der VT-Temp. runter will, muss ich die ggf. gegen Typ 33 tauschen[...] Das habe ich bei ein paar Räumen gemacht ... allerdings ist mir ein Rätsel, wie die X2 technik bei dreilagigen funktionieren soll - mit nur einem Stopfen ....
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27.07.2025 16:24:34 |
Zitat von monkhouse  Zitat von Nobert_Dutz  [...] Das habe ich bei ein paar Räumen gemacht ... allerdings ist mir ein Rätsel, wie die X2 technik bei dreilagigen funktionieren soll - mit nur einem Stopfen .... Dazu kann ich leider nichts sagen. Ich hab seinerzeit die VL Temp abgesenkt und bekam mit den Kermi X2 Typ 22 die Räume warm. Mit oder ohne Stopfen hat mich nicht interessiert.
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05.08.2025 07:28:00 |
Nach einem Gespräch mit einem Kermi-Mitarbeiter folgende Erkentniss: - Wenn beim Kompaktheizkörper der VL oben angeschlossen wird und der Stopfens weggelassen würde, wird nur die vorderste Platte durchströmt - Also die schlechteste Lösung - XTherm=serielles Durchströmung ist (angeblich) immer von vorteil, auch bei sehr niedrigeren Temperaturen - Wenn parallele Durchströmung gewünscht, müssen VL und RL unten (und ohne Stopfen) angeschlossen werden Beim Ventilheizkörper gibt es keine Möglichkeit zum Umbau auf parallele Durchströmung, das ist durch interne Leitbleche nicht möglich. Ob die serielle Durchströmung theoretisch und praktisch besser als die sonst übliche parallele ist, ist für mich leider immer noch nicht klar.
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05.08.2025 08:16:47 |
Für unsere Typ 22 Ventilheizkörper würde ich behaupten, dass beide Platten parallel vom Heizwasser durchströmt werden. Der Vorlauf steigt vom Hahnblock durch das Röhrchen nach oben und strömt dort durch den voreinstellbaren Ventileinsatz in die Kugel an der beide Platten angebunden sind. Der Rücklauf beider Platten wird ebenfalls über eine Kugel angebunden direkt zurück an den Hahnblock geführt. |
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05.08.2025 08:23:59 |
Sind deine 45 grad vl schon das Ende?? Damit fülle ich meine Badewanne… Ich würde ja eher tiefer gehen und ggf. quertauschen. Es geht sicher noch auf 40 grad runter gehen…
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05.08.2025 17:47:04 |
Bei uns funktioniert sogar mit nur maximal +35,x°C im Vorlauf der parallel durchströmten Platten wenn's draußen mehrere Tage hintereinander richtig kalt ist. Wir hatten das bei uns hier zuletzt real im Februar 2021 mit Stundenweise bis zu -20°C Außenlufttemperatur.
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09.08.2025 11:04:58 |
Zitat von lowenergy  Für unsere Typ 22 Ventilheizkörper würde ich behaupten, dass beide Platten parallel vom Heizwasser durchströmt werden. [...] Wenn der Ventilheizkörper von Kermi ist und die X2 Technologie hat, ist intern ein Leitblech geschweisst, das die Funktion des Stopfens beim Kompaktheizkörper übernimmt. Der Ventilheizkörper hat ja nur eine Anschlussmöglichkeit, der Kompaktheizkörper nicht - deshalb muss da der Stopfen an der richtigen Stelle und mit richtiger Orientierung rein - WENN der Vorlauf oben angeschlossen wird.
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09.08.2025 11:59:24 |
Zitat von SebDob  Sind deine 45 grad vl schon das Ende?? Das ist die angestrebte maximale VL- Temperatur - NAT ist bei mir -10°C ... die wird aber äußerst selten und nur kurzzeitig erreicht. Den großteil der Heizperiode hoffe ich mit geringeren VLT fahren zu können.
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09.08.2025 12:16:55 |
Zitat von monkhouse  Pro: - gefühlt mehr Strahlungswärme bei den niedrigen VLT[...]
Vergiß Strahlungswärme, bei den für Wärmepumpen typischen niedrigen VLTs spielt Strahlungswärme kaum noch eine Rolle. Zitat von monkhouse  Ist für die angestrebte niedrige VLT und geringe Spreizung die serielle oder parallele Durchströmung von 2 oder 3 lagigen HK nun dennoch prinzipiell vor- oder nachteilhaft?[...]
Aus dem Bauch heraus würde ich sofort sagen: ja. Denn mit parallel durchströmtem Heizkörper gehst Du auf eine doppelt so große Fläche rein, mit Deiner VLT. Aber jetzt ist es, wie es ist, und - wieder aus dem Bauch heraus - wird das kein so riesiger Unterschied sein, zu den parallel durchströmten HKs.
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09.08.2025 14:23:16 |
Zitat von PeterAlles  Zitat von monkhouse  [...] Vergiß Strahlungswärme, bei den für Wärmepumpen typischen niedrigen VLTs spielt Strahlungswärme kaum noch eine Rolle. Zitat von monkhouse  [...] Aus dem Bauch heraus würde ich sofort sagen: ja. Denn mit parallel durchströmtem Heizkörper gehst Du auf eine doppelt so große Fläche rein, mit Deiner VLT. Aber jetzt ist es, wie es ist, und - wieder aus dem Bauch heraus - wird das kein so riesiger Unterschied sein,[...] Habe ich richtig verstanden, dass Du aus dem Bauch raus parallel als Vorteil siehst? Bei den Ventilheizkörpern habe ich keinen Einfluß mehr - Nochmaliger Austausch ist mir zu teuer. Ein Typ 22 und ein Typ 33 Kompaktheizkörper könnte ich - wie bisher - reitend (VL + RL unten wechselseitig, kein Stopfen) anschliessen ... dann gibt`s keinen X2 Effekt - aber ich befürchte einen noch viel schlechteren Wirkungsgrad, da das Wasser dann ja nur durch Thermik in die Rippen des Flachheizkörpers strömt - was bei relativ hohen Volumenströmen und niedrigen Vorlauftemperaturen bei Wärmepumpenbetrieb vermutlich kaum noch der Fall wäre... Verstehe auch nicht, warum das überhaupt mal so angeschlossen wurde
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