Hallo zusammen,
ich hatte Euch gefragt, ob ihr bei einer Heizungsneuinstallation das WW über die
Luftwärmepumpe erzeugen würdet (via 3/2-Wegeventil), oder ein eigenes Gerät in Form einer
Brauchwasserwärmepumpe bevorzugen würdet. Hier kamen sehr gute Argumente dafür bzw. dagegen. (
Link)
Ich habe mich letztlich in Abwägung der Argumente gegen eine Brauchwasserwärmepumpe entschieden. Das Warme
Wasser muss bei uns zukünftig die Luftwärmepumpe bereit stellen.
Nebenbei wurde von Euch angemerkt, dass das Ergebnis der Heizlastrechnung für das Gebäude zu hoch sei. Die Eckdaten sind sanierter Altbau mit 130 qm Wohnfläche. Außenwanddämmung, 3-fach verglaste
Fenster, neue Haustür, Aufdachdämmung, ... im Prinzip die komplette Hülle neu. Eine Lüftungsanlage ist nicht verbaut. Wärmebedarf nach der Sanierung soll ungefähr bei 70 kWh/qm/a liegen.
Heizlastberechnung (mit Annahme Bad 24°C und Räume 22°C, Küche 20°C, Schlafzimmer 20°C) ergibt 7,2 kW. NAT liegt bei -14°C.
Ich habe aufgrund der Rückmeldungen meinen
Energieberater kontaktiert und nachgefragt, ob seine Heizlastrechnung nicht deutlich überschätzen würde. Tatsächlich hat er das zugegeben. Insbesondere die Annahme, dass im (unbeheizten) Treppenhaus 4°C einstellen würden, sei konservativ angenommen. Er hat eine 2.
Rechnung mit höheren Werten durchgeführt und hier ergeben sich 6,7 kW unter sonst gleichen Bedingungen.
Bei einem
Bivalenzpunkt von -7°C müsste die Wärmepumpe ungefähr 5,7 kW leisten, um den Wärmebedarf zu decken. Möglicherweise ist diese Leistung zu hoch angesetzt, denn sie berücksichtigt nicht, dass wir das Schlafzimmer selten heizen und hier auch keine 20°C wollen. Ausgewiesen ist der Raum mit 420 W
Heizleistung. Er bekommt eine ERR.
Die Warmwassererzeugung ist in der Heizleistung noch nicht dabei. Laut lowenergy (
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3848395) müsse man hierfür mit 0,1kW pro Person rechnen, womit sich 6,1 kW ergeben. Wenn wir die Heizleistung für das Schlafzimmer vergessen, dann ergeben sich wieder die ursprünglichen 5,7 kW.
Fünf, Sechs oder Sieben?
Unterm Strich kommen für unsere WP meiner Meinung nach nur 5-7kW in Frage. Da sich 5 und 7kW in der Wärmeabgabe auf niedrigster
Modulationsstufe meist sowieso nicht unterscheiden, würde ich hier eher
7kW nehmen, wenn es kein 6kW Gerät gibt. Was meint ihr?