| | Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag | Zeit:
04.08.2025 08:47:10 |
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag | Zeit:
04.08.2025 09:27:54 |
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04.08.2025 14:35:18 |
Hab gerade ein bisschen rumrecherchiert, was aus Frau Reiches 20GW Gaskraftwerken wird und bin auf dieses Video vom Akkudoktor gestoßen. Das Thema ist wohl doch ein bisschen komplexer und das Video vom Dr. Schmitz zeigt recht schön, daß Kampagnien gegen die 20GW GasKW wohl genau so daneben liegen, wie die kritiklose Zustimmung zu den 20GW. Fakt schein zu sein, wenn es nicht eine deutliche Kertwende gibt, daß 2038 20 GW Leistung aus den Kohlekraftwerken fehlen werden. Aktuell ist das Gesetzeslage und es muß darauf reagiert werden. Einige EE-Verbände, behaupten jetzt, daß das ganze mit Flexibilisierung des Verbrauchs (Steuerbare Lasten, Akkus) abgefedert werden kann und der Rest mit mehr Biogas möglich wäre. Das ist aber wohl nur bis zu einer Dauer von 4 Tagen möglich, den Rest müßte man dann entweder aus dem Ausland beziehen oder über Gaskraftwerke abfedern. Habecks schon genehmigte 10GW GasKW wären ein erster Schritt, v.a. an ehemaligen AKW oder Braunkohlestandorten. Problematisch ist aber, daß die GasKW jetzt über Förderungen wirtschaftlich tragbar gemacht werden sollen, und viele Unternehmen einfach auf die Förderungen warten und kein wirklich "technologieoffener" Wettbewerb stattfindet. Interessant fand ich auch, daß wir bereits jetzt den CO2 Ausstoß im Stromversorgungsbereich ggü. 2016 auf die Hälfte gesenkt haben und es nicht unrealistisch ist, daß wir den Anteil der fossilen Kraftwerke durch Lastverschiebung und Akkus auf 20% senken könnten. D.h. mann könnte auch einige fossile KW einfach weiterlaufen lassen und die CO2 Einsparung eher in den Sektoren Wohnen und Verkehr, effizienter vorantreiben. Schauts euch das Video an, ist wirklich sehenswert.
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04.08.2025 16:19:14 |
Das einzige, was mich im Video gestört hat, die Aussage zur Förderung, dass wir nicht wissen, ob es nicht gegebenenfalls bessere günstigere Alternativen zur Gas-KW geben wird. Ja, aber Gas ist nunmal aktuell die Technologie, die wir haben. Das gleiche Argument wird auch gegen WPs angeführt. Blöd nur, dass wir JETZT mit den Technologien arbeiten müssen, die wir haben und nicht einfach abwarten können. Klar das Risiko der Sunk Costs ist bei Gas-KW größer als bei WP. Hilft aber nix, Risiken absichern hat immer Geld gekostet. Andererseits, den Idee mit dem Kapazitätsmarkt finde ich gut und wäre auch technologieoffen ;-) Da könnte man halt keine Förderung abkassieren. Und der Ansatz würde sich gut in das Framework mit den anderen Initiativen zu Bepreisung der Netzdienstleistungen einfügen. Was spricht denn dagegen mit 10GW der alten Regierung die kurzfristigen Probleme zu lösen und den Rest über Kapazitätsmarkt zu machen? Und das Risiko, dass es zukünftig es doch bessere Technologien geben könnte, könnte ja immer noch der Staat absichern. Die Anpsielung auf die Technologieoffenheit hätte er besser herausstreichen sollen. Da hätte man noch deutlicher machen können, dass die aktuelle Regierung zwar immer Technologieoffenheit von anderen gefordert hat, aber selber nicht daran interessiert ist, solange fossile Technologien bevorzugt werden. Wie war das, Wasser predigen und Wein trinken. Was mich aber am meisten an dieser neuen Förderung stört, ist wie diese finanziert werden soll (Klimafond). Heuchlirischer geht es kaum der fossilen Industrie Geld in den Rachen zu werfen.
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04.08.2025 17:06:15 |
Der AHA-Effekt stellte sich bei mir ein, wie er gesagt hat. Es sei vermutlich vernünftiger, den Strommarkt mit 20% fossiler Energie zu belassen und sich auf Verkehr und Wohnen zu konzentrieren. Das würde einfach vieles leichter machen: Man könnte die SteinkohleKW im Süden weiter laufen lassen, da gibts die Infra schon und man braucht keine teuren neuen Gaspipelines zu ehemaligen AKW Standorten zu legen um dort GasKW 2 Wochen im Jahr zu befeuern. Seit Fracking und LNG hat Gas ja kaum Vorteile ggü. Steinkohle, außer daß man sie spontaner Regeln kann. Daß das Überbauen der Biogasanlagen wohl an den Trafokapazitäten auf dem Lande scheitern wird, ist mir auch ein bisschen fadenscheinig. Wenn man sich dadurch 20 Mrd € für GasKW einsparen kann, sollten die Trafos machbar sein, zumal man die vermutlich auch noch für den PV Ausbau braucht.
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04.08.2025 17:29:57 |
Zitat von belzig  Der AHA-Effekt stellte sich bei mir ein, wie er gesagt hat. Es sei vermutlich vernünftiger, den Strommarkt mit 20% fossiler Energie zu belassen und sich auf Verkehr und Wohnen zu konzentrieren. Ja, die berühmte 20/80 Regel ;-) Andererseits verschweigt er, dass der Verkehr- und Wärmesektor zusätzlichen Strom zur Dekarbonisierung benötigen. (Ja sie bieten auch Flexibilisierungspotential, aber nicht für 3 Wochen). Mir sind schon bei einigen seiner Videos immer wieder Punkte aufgefallen, bei denen ich gedacht habe, hat er jetzt das übersehen, oder hat er den Punkt einfach unter den Tisch fallen lassen, um seine Argumentation bzw. sein Narrativ stärker erscheinen zu lassen? Aber bekanntlich verursachen die letzten 20% 80% der Kosten. Also durchaus sinnvoll das Argument. Anyway..., Kapazitätsmarkt scheint mir der sinnvollere Ansatz zu sein. Und durch zunehmende Dekarbonisierung anderer Sektoren hat man erstmal auch Puffer für Gaskraftwerke. Allein bei Umbau von 100.000 Gasheizungen auf WP werden ca. 2.000GWh an Gas frei, also 2GW(el.) (bei 50% WG) an Leistung für 3 Wochen der Dunkelflaute, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Und dieses Jahr werden wir um die 300.000 WPs schaffen. Also 6GW(el.) an Gas für 3 Wochen in der Dunkelflaute. Bzw. wir brauchen 1 Million WPs um so viel Gas frei zu machen, das für den Betrieb 20GW Gas-KW ca. 3 Wochen der Dunkelflaute reicht. Das heißt aber auch, bei mehr als 1 Millionen WPs als Ersatz für Gasheizung fangen wir an insgesamt Gas zu sparen und unsere Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren. Und eine Million WPs sind sicherlich schneller eingebaut als die 20GW Gas-KW bei dem Deutschlandtempo gebaut sind ;-)
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04.08.2025 17:54:34 |
Pareto-Prinzip ist das eine, aber die Möglichkeit in anderen Sektoren einfacher CO2 einzusparen lässt sich nicht von der Hand weisen. Ein E-Auto braucht um die 16 kWh auf 100km Ein Diesel Auto zwischen 5-9l Diesel ~ 50-90 kWh Energie. D.h. wenn man die im Schnitt 7 l Diesel nimmt und daraus Strom macht, können 2 E-Autos damit rumfahren. Wenn ich im Stromsektor die letzen 20 % CO2 mit H2 betriebenen GasKW ersetzen will, tu ich mich da deutlich schwerer. Insofern hat der DOC da schon einen Punkt, wenn man die letzten 20% im Stromsektor "technologieoffen" auch mit fossiler Energie abdeckt. Steinkohle und ggf. auch Öl lässt sich deutlich einfacher transportieren und lagern als Erdgas, man hat ein diversifiziertere Lieferantenstruktur und man hat die Kraftwerke schon da.
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11.08.2025 18:56:48 |
Wirtschaftsministerin Reiche stellt die Einspeisevergütung für PV in Frage Und kündigt weitere Auflagen an. https://www.augsburger-allgemeine.de/110580116so z.B. - keine Anschlußverpflichtung für PV Anlagen unter 10KW für VNBs - PV Anlagen nur noch mit Speicher und fernsteuerbar Altmeier²
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11.08.2025 21:02:07 |
Naheliegend wären folgende Lösungen: a.) Dezentrale Speicher im Netz, und Speicher @home verbieten. Die Speicher im Netz kann der Versorger bewirtschaften. Und z. Bsp im Winter Windstrom speichern.
Und wenn schon PV fördern, dann z. Bsp Fassaden PV: Es gibt jede Menge Industriefassaden wo man PV montieren kann. Die Zeiten wo PV im Winter kaum Erträge brachte sind vorbei & Gruss delta97
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11.08.2025 21:35:12 |
Das mit dem Entfall der Anschlussverpflichtung kann Sinn machen, wenn man es richtig aus balanciert.
Speicher müssen halt netzdienlich eingesetzt werden, dann sind sie gut.
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11.08.2025 21:56:07 |
Der Entfall der Anschlußverpflichtung ist nur eine ministeriale Hilfestellung für lahmar*chige VNBs, die heute immer noch 3 Monate und länger für die IBN einer PV-Anlage brauchen.
Man sieht welchen beruflichen HIntergrund die Ministerin hat. Die Kleineinspeiser sind die Bösewichte, die VNBs die Opfer, denen man jetzt das Leben wieder leichter machen muß.
Das letztere jahrzehntelang den Ausbau und die Modernisierung der Verteilnetze verpennt haben, ist sekundär.
Sinnvoll wären wirklich Deltas Quartierspeicher, aber daß die kommen ist nahezu ausgeschlossen.
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12.08.2025 07:17:09 |
Zitat von belzig  Sinnvoll wären wirklich Deltas Quartierspeicher, aber daß die kommen ist nahezu ausgeschlossen. [...] Kommt darauf an, wie das Quartier bewirtschaftet wird. Wenn der Quartiersbetreiber den Anschluss betreibt, hat er einen Anreiz einen Speicher zu installieren. Nur sind solche Quartiere eine seltene Ausnahme.
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12.08.2025 07:31:17 |
Zitat von belzig  - keine Anschlußverpflichtung für PV Anlagen unter 10KW für VNBs Das ist der Todesstoss für private PV. Kann ich mir gut vorstellen das das ein Ziel für Reiche ist. Altmaier 2.0
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12.08.2025 10:11:52 |
Warum sollte es? Schon jetzt ist die Hauptmotivation die Eigennutzung.
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12.08.2025 10:17:01 |
Die gibt es dann aber auch nicht wenn du sie gar nicht in Betrieb nehmen darfst. Insel aufbauen wäre dann die einzige Lösung.
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12.08.2025 13:01:25 |
Zitat von totto  Warum sollte es? Schon jetzt ist die Hauptmotivation die Eigennutzung. Weil das die Wirtschaftlichkeit einer PV sixh ändert. Auf 20 Jahre kann das 400€/kWp bei einer 10kWp Anlage ausmachen. Das heißt dann wenn es mit Vergütung bei 1300€/kWp rentabel ist, muss es ohne Vergütung bei 1000€/kWp liegen. Außerdem, aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre es keine gute Idee diesen überschüssigen Strom bei reinen EV-Anlagen nicht zu verwerten. Insbesondere in der Winterzeit oder zur Erzeugung von H2. Sinnvoller wäre es Anreize für netzdienlichen Betrieb zu schaffen. Das heißt, z.B. variable Vergütung und/oder variable Netzentgelte, etc. Oder wie hier in der Gegend, ein Bäcker, der Strom für seine Bäckerei (mit H2-Erzeugung) von anderen im gleichen Niederspannungsnetz abkauft. Diese dürfen aktuell wegen Überlastung des Trafos gar keine PV machen. Wenn der Bäcker aber gleich sein H2 erzeugt ist es Win-Win-Win für alle. Die PV-Betreiber bekommen Geld für ihren Strom, der Bäcker bekommt den Strom günstiger als aus dem Netz, der VNB lastet sein Niederspannungsnetz besser aus und muss dazu nicht mal den Trafo wechseln. Stichpunkt dazu wären Energiegemeinschaften. Deshalb statt die PV wieder mit neuen Baustellen kaputt zu machen, sollte Reiche erstmal endlich die Richtlinie zu Energiegemeinschaften umsetzen. Sogar Österreich hat es schon umgesetzt. Und Reiche macht wieder unsinnige neue Themen auf, statt endlich mal die bestehenden abzuschliessen und damit bereits einige Probleme zu lösen.
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12.08.2025 13:20:16 |
Bisher sind das imo Alles nur Mutmaßungen auf Basis von Medienberichten oder Interview-Fragmenten, oder liege ich da falsch? Auf dieser Basis kann man nicht ernsthaft kritisieren.
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12.08.2025 13:26:38 |
Warum nicht? War beim Heizungsgesetz auch kein Problem. Die CxU hat sich da nie davon aufhalten lassen. ;-)
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12.08.2025 13:56:59 |
Die Einspeisevergütung war im Wesentlichen eine Vereinfachung für alle Beteiligten. - Der VNB zahlt am 15 jeden Monats einen Abschlag - Der PV-Betreiber meldet einmal jährlich seine Einspeisung - Der VNB rechnet einmal jährlich die Vergütung ab. Das ganze funktioniert für Deutschland mittlerweile relativ bürokratiearm. Jetzt soll sich der Betreiber einer kleinen PV einen Vermarker suchen Die kümmern sich derzeit allerdings erst um Anlagen ab 100 kWp. Das heist entweder macht man Erzeugergemeinschaften oder man geht leer aus. Alternativ kann man sich noch einen Riesenspeicher in den Keller stellen oder sein Warmwasser direktelektrisch erhitzen. Zudem will man im Rahmen von AGNES den PV-Betreiber an den Netzkosten beteiligen, wie das funktionieren soll ist mir ein Rätsel, wenn man keine Einspeisevergütung mehr bekommt. Vernünftig wäre wohl, wenn man bis 2045 die Einspeisevergütung auf 0 ct/kWh abschmelzen lässt, und zusätzlich die Grundgebühr für den Stromanschluß an die Anschlußleistung koppelt. Dann kommt der Elektriker und baut dir 25A Zählervorsicherungen ein, meldet das beim VNB und du bekommst eine bestimmte Grundgebühr. Wenn du 35A Sicherungen brauchst, weil du eine WP und ein E-Auto hast, zahlst du eine höhere GG. Sparfüchse kriegen eine 20A. Daß die Neue Regelung mit Smartmeter und flexiblen Einspeise und Stromtarifen bie 2045 flächendeckend funktioniert, kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Da werden vermutlich eher noch Tageszeit-abhängige Tarife für E-Auto-Ladesäulen kommen (z.B. von 11-12.00 minus 10 Ct/kWh)
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12.08.2025 15:28:35 |
Zitat von belzig  Zudem will man im Rahmen von AGNES den PV-Betreiber an den Netzkosten beteiligen, wie das funktionieren soll ist mir ein Rätsel, wenn man keine Einspeisevergütung mehr bekommt.[...] Genau genommen will man die Umlegung der Netzkosten stärker vom Arbeitspreis abkoppeln und es so fairer gestalten. Es gibt daher bei AGNES einige Optionen, die dazu komplett ohne explizite Berücksichtigung einer ggfs. vorhandenen PV auskommen. Abrechnungsmodelle, die die PV irgendwie zur Korrektur der Netzentgelte zur fairerer Verteilung berücksichtigen sind wiederum nur Annäherungen um eine möglichst einfache Abrechnungsmethode zu haben ohne, dass man bei Anschlussnehmern ohne PV was ändern müsste. Da aber auch WPs und Wallboxen eine Rolle spielen, macht eine PV-basierte Korrektur wenig sind. Deshalb werden anderen rein Bezug-basierte Abrechnungsmodelle von Marktakteuren bevorzugt. Wenn doch eine PV-basierte Korrektur kommt, dann ist diese offensichtlich CxU und nicht durch die Sache getrieben.
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12.08.2025 18:29:35 |
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12.08.2025 18:37:53 |
Ein Wermutstropfen ist aber leider doch dabei :-/ Zitat: Die Ausnahme bilden Anlagen auf Einfamilienhäusern (EFH) mit einem Rückgang von 3 %.[...]Aus Sicht von Swissolar führte die bevorstehende Einführung des neuen Stromgesetzes und die damit verbundene Unsicherheit zu Zurückhaltung bei privaten Investoren. |
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12.08.2025 18:58:32 |
Das sehe ich jetzt nicht so dramatisch: EFH waren bis jetzt in der CH überproportional am PV Ausbau beteiligt, MFH und Industriegebäude unterproportional.
Der Hauptgrund für den PV Ausbau 2024 in der CH dürften die gestiegenen Strompreise gewesen sein & Gruss delta97
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12.08.2025 19:03:45 |
Die Relevanz des Wermutstropfen kann ich natürlich nicht einordnen. Schöner wäre es trotzdem, wenn es diesen gar nicht gäbe.
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13.08.2025 21:45:54 |
Die Anzahl verbaute PV EFH Anlagen in der CH war 2023 bereits hoch, also sind die minus 3% im 2024 nicht relevant. Relevant ist viel mehr der totale PV Zubau von 1800 MWp im 2024. Aktuell fehlt in der CH PV Leistung, also jede kWp PV zählt, wo auch immer & Gruss delta97
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