Zitat von
Anton35 
Wirkluch verlässlich sind Tiefenerder aus Edelstahl, die bis in Grundwassrr führende Schichten gehen.
Diese Aussage ist mir zu pauschal.
Ein lückenloser Schutz- bzw. mit
Blitzschutzsystem ein Blitzschutz-
Potentialausgleich ist wichtiger als eine möglichst niederimpedante Erdungsanlage und wenn es um die Ableitung transienter Blitzströme geht, sind normkonforme
Erder vom Typ B (Fundament- und Ringerder) mit flächiger Blitzstromeintragung Erdern vom Typ A gewöhnlich überlegen.
Zitat von
Anton35 
Wenn man vorsichtig ist, sollte man Polystyrol nicht über 70°C erwärmen (
Internetangabe).
Bei den stärksten zu erwartenden Blitzen (Blitzschutzklasse 1) beträgt die Erwärmung eines eines
Kupferleiters mit einem Querschnitt in Höhe von 50 qmm 22
Kelvin. Da dürfte nichts passieren.
Ableitungen oder einzelne Erdungsleiter aus 8 mm = 50 mm² Kupferdraht sind eher selten, 8 mm² St/tZn oder AlSiMg und 16 mm² Cu deutlich häufiger.
Medianblitze haben nach Siemens Blids in D um 25 kA, nach Aldis in A nur die Hälfte. Die Tabellen 2.5.1 und 5.2.2.1 im DEHN Blitzplaner basieren auf Table D.2 und D.3 von IEC 62305-1. Mit den Koeffizienten dieser Norm wird ein dort nicht aufgeführter 6 mm² Cu Funktionserdungsleiter von einem 50 kA-LEMP um 108 K erwärmt, womit bei 2 PV-Leitungen ein seltener Diirekttreffer eine Stromstärke von 150 kA bzw. eine Ladung von 5,625 MJ/Ω (meist auf 5,6 MJ/Ω gerundet) aufweisen müsste.
Zitat von
Jojo_ 
Wie würde man denn dann die Erdung einer PV-Anlage sinnvoll gestalten? Bei einem Neubau dämmt man heutzutage gerne die Bodenplatte von unten. Also wird ein Potentialausgleich in die Bodenplatte eingebaut und dazu nochmal unter der Bodenplatte ein Edelstahl-Band verlegt. Beides sollte man aber nicht für den Blitzschutz nutzen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ob du es richtig verstanden hast hängt davon ab ob der Prophet von dem du es hast blitzschutzkundig war oder normfern nur sein Bauchgefühl gepostet hat.
Mit einem Blitzschutzsystem ist ein Blitzschutzpotentialausgleich schon jahrzehntelang Pflicht bei dem ALLE Erder miteinander und der HES verbunden sind. Getrennte Erder sind auch ohne Blitzschutzsystem für Antennen- oder PV-Anlagen normwidrig und gefährlich. Dass solche Rezepte oft unter dem Motto "ich hole mir nicht den Blitz ins Haus" besonders in CB-Funk- und PV-Foren nachzulesen sind, macht sie nicht weniger gefährlich, damit erreicht man nur das Gegenteil der Absicht.
DIN VDE 0100-712 und das Beiblatt 5 der
DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3)
empfehlen eine Funktionserdung der Gestelle von PV-Generatoren an den für jedes Gebäude obligatorischen Schutzpotentialausgleich. Eine Verbindung an einen Separaterder ohne Verbindung zum Schutz- bzw. Blitzschutzpotentialausgleich ist niemals ein Potentialausgleich, gleichwohl glauben das elektrotechnische Laien in Unkenntnis von Normen und posaunen das in Foren aus.
Wer für schützenswerte Dachaufbauten wie insbesondere PV- und Antennenanlagen auch das objektiv geringe Risiko von Direkteinschlägen minimieren will, muss Geld in die Hand nehmen und die mit getrennten Fangeinrichtungen gegen Direkteinschläge wappnen. Wo aber allein die Dachvollbelegung überlegt war, scheitert das nachträglich daran, dass die nötigen Trennungsabstände nicht mehr oder nur noch mit viel aufwändigeren HVI-Systemen einzuhalten sind.