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13.08.2025 15:21:32 |
Hallo, weiß jemand, ob die Außengeräte von Klimaanlagen unbedingt außen aufgestellt werden müssen? Oder geht es auch im halbwegs gut belüfteten Spitzgiebel im EFH?
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13.08.2025 15:29:08 |
Nein, das geht nicht. Zum einen wird der zu warm, zum anderen fehlt da der Luftaustausch. Die Geräte brauchen sehr viel Luft und auch unter nem halbwegs belüfteten Dach baust du damit einen thermischen Kurzschluss.
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13.08.2025 16:26:10 |
In folgend beigefügtem Bild ist zwar eine im Giebel eines Krüppelwalmdaches zu sehen, aber warum sollte das bei einem Satteldachgiebel nicht funktionieren? 🤔 Link zur Bildquelle 👉 https://remigbr.de/klimaanlage-in-offenburgIch werde übrigens die Außeneinheit unseres Klimagerätes im Spitzboden installieren. Der unbeheizte Dachraum ist mit 520mm dicker Mineralwolledämmung vom Wohnraum thermisch abgetrennt. |
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13.08.2025 16:53:37 |
Danke für beide (leicht widersprüchlichen;-)) Antworten. So wie in Deinem zweiten Bild sieht unser vollkommen ungenutzter Spitzboden auch aus (nur ohne 520mm (?!) Mineralwolle. Sind bei uns nur 200 mm). Meine Frage war natürlich aus der Sorge geboren, das es dort oben a) zu warm wird und die heiße Luft nur im Kreis gequirlt wird und b) im Sommer durch Sonneneinstrahlung viel zu warm ist, um die Anlage überhaupt zu sinnvoll betreiben. Gibt es dafür evtl. Zu- und Abluftschläuche? Nur, wo die anschließen? Wetterfeste aber luftdurchlässige Öffnungen in die Dachhaut zu schaffen dürfte schwierig (und teuer) werden. Höchsten eine ca. 400x400mm Öffnung in einer Giebelwand für die Warmluftabführung könnte ich mir vorstellen.
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13.08.2025 17:01:29 |
und deine Sorgen sind vollkommen berechtigt, denn auch die Luft ist faul und sucht sich den einfachsten Weg, der ist in diesem Fall einmal ums Gerät rum und auf der anderen Seite wieder rein, und nicht raus durch die Dachziegel und auf der anderen Seite frische Luft durch die Ziegel saugen. Du heizt also den Dachboden weiter und weiter auf, zusätzlich zu dem was die Sonneneinstrahlung ihn aufheizt. Die Anlage mag da schon eine Weile arbeiten, aber eben mit absolut miesem Wirkungsgrad weil die zu erbringende Temperaturdifferenz kräftig ansteigt. Und gut für die Haltbarkeit ist es genausowenig. Der offene Krüppelwalm ist da immer noch etwas anders, da dort eher noch die Luft was ins freie zirkulieren kann. Per Schlauch nach draussen? Schau dir die Größe des Ventilators an, der Schlauch muss noch größer sein, um nicht wieder zusätzlichen Widerstand zu bieten. Da kannst du auch einfach die Giebelwände raus kloppen (auch wenn dir dadurch dann die Firstpfette auf den Kopf fällt, wenn es eine gibt, womit wir wieder beim Thema Statik bei solchen Aktionen wären). Aber selbst dann wäre es da oben aufgrund der hohen Temperaturen noch nicht optimal, aber ggf. akzeptabel.
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13.08.2025 20:09:26 |
Die Bedenkeneinwände kommen soweit ich nachvollziehen kann von Personen die selbst solch eine Anlage nicht betreiben! Bei uns funktioniert z.b. ein 5 kW Luft- Wasser-Wärmepumpenmonoblock seit Heizperiode 2019/2020 im Innenraum platziert auch zum Kühlen einwandfrei, obwohl nur die Abluft dieser Maschine in einem Schlauch mit 560 mm Innendurchmesser nach draußen geführt wird. Die Luft strömt ausschließlich über Ritzen und Fugen von außen in den Raum nach. Die Abluftöffnung im Außengerät (Abmessungen BxTxH: 500x260x438 mm) unserer Midea PortaSplit das im Dachspitz montiert werden soll ist sogar noch kleiner. 👈 Link!
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13.08.2025 20:25:01 |
Die Frage war aber ob man die einfach in den Spitzboden bauen kann. Da ist für Antwort ganz klar Nein
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13.08.2025 20:30:20 |
Der TS hat geschrieben er kann sich eine Öffnung in Größe 400 × 400 mm vorstellen um die erwärmte Luft aus dem Dachraum abzuführen. Why not?
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14.08.2025 05:06:07 |
Zusammengefasst also, einfach im Spitzgiebel aufstellen, meint Ihr, geht nicht, da dort zu wenig Luftbewegung sein wird, um die anfallende Wärme fortzubringen. Nachvollziehbar. Aber mit Abluftschlauch in passender Größe durchaus denkbar. Z.B., alle Tecalor THZ laufen so mit Zu- und Abluftschlauch. Nur, da sind die Ventilatoren auch genau dafür ausgelegt, was mich zu meiner nächsten Frage führt: sind Euch Klimageräte bekannt, die dafür gebaut wurden, den leicht erhöhten Strömungswiderstand eines Abluftschlauches zu überwinden?
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14.08.2025 09:36:51 |
Nein. Die Aussengeräte heissen so weil die dafür gemacht sind aussen zu stehen. Und selbst wenn muss du diese Löcher erst mal ins Dach bekommen. Und so auslegen das es dir bei Regen oder Sturm nicht den Dachboden unter Wasser setzt.
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14.08.2025 10:53:30 |
Bei einer Innenaufstellung muß man sich auch um die Kondensatableitung Gedanken machen. In der warmen Luft ist einiges an Feuchtigkeit enthalten, und die wird vom Außengerät einfach unten abgelassen. Im Spitzboden eher nicht gewollt.
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14.08.2025 10:58:26 |
Zitat von Torrost  Zusammengefasst also, einfach im Spitzgiebel aufstellen, meint Ihr, geht nicht, da dort zu wenig Luftbewegung sein wird, um die anfallende Wärme fortzubringen. Nachvollziehbar. Aber mit Abluftschlauch in passender Größe durchaus denkbar. Z.B., alle Tecalor THZ laufen so mit Zu- und Abluftschlauch.[...] Schau nach der Luft Leistung deines präferierten Gerätes. Dann kommst allein drauf
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14.08.2025 11:02:05 |
Kondensat am Außengerät bei Kühlung? Eher nicht. Kondensat eher beim Heizen, weil die Luft abgekühlt wird. Ein Teil läuft flüssig raus, ein Teil wird über die Luft abtransportiert. Es gab auch schon Bilder mit verschimmelten Holzkanälen, weil die den ganzen Winter über feucht sind.
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14.08.2025 11:16:16 |
Zitat von lowenergy  Die Bedenkeneinwände kommen soweit ich nachvollziehen kann von Personen die selbst solch eine Anlage nicht betreiben! ] Nicht _im_ Spitzboden. Aber Single Split frei auf dem Dach und ungünstig unter einem Carport. Dazu eine 7er Jeisha auf der Garage. Du hast eine 5er in einen kleinen Anbau gestellt. Mit grossen Schläuchen. Es funktioniert. Aber eine Single Split ist andere Hardware. Unter dem Spitzdach ist was anderes als dein Anbau
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14.08.2025 11:19:28 |
Zitat von thaistatos  Kondensat am Außengerät bei Kühlung? Eher nicht.
Soweit mir bekannt, wird das Kondensat von der Inneneinheit mit den Kälteleitungen nach außen geführt.
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14.08.2025 11:51:14 |
Nein, die allermeisten IG haben einen separaten Kondensatschlauch. Das andere gibt es evtl. Bei mobilen Anlagen mit getrennten Geräten.
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14.08.2025 13:28:40 |
Zitat von godek  ... eine Single Split ist andere Hardware. Unter dem Spitzdach ist was anderes als dein Anbau Das ist doch Schmarrn. Was soll bei meinem Anbau mit Satteldach denn bitte anders als im Dachspitz sein? Das Anbaudach ist ebenso wie das Dach des Hauses oberhalb der obersten Geschossdecke konstruiert.
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14.08.2025 13:32:22 |
Wie warm ist es denn gerade bei Sonnenschein und Luft im Schatten bei 35°C in dem Anbau?
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14.08.2025 13:45:58 |
Zitat von Torrost  ... mit Abluftschlauch in passender Größe durchaus denkbar. Z.B., alle Tecalor THZ laufen so mit Zu- und Abluftschlauch. Nur, da sind die Ventilatoren auch genau dafür ausgelegt, was mich zu meiner nächsten Frage führt: sind Euch Klimageräte bekannt, die dafür gebaut wurden, den leicht erhöhten Strömungswiderstand eines Abluftschlauches zu überwinden? Genau so siehts aus. Mindestens die Abluft muss ordentlich kanalisiert nach draußen geführt werden. Genügend Zuluft wird über Ritzen und Fugen in den Dachspitz von außen nachströmen falls Du das nicht luftdicht gemacht hast. Der bei uns genutzte 5 kW Luft- Wasser-Wärmepumpenmonoblock bläst im Heizbetrieb nach Herstellerangaben 43,3 und im Kühlmodus 57,1 Kubikmeter Luft pro Minute durch die dafür im Gehäuse vorhandene Öffnung mit 500 mm Durchmesser. Der von mir daran befestigte Schlauch mit 560 mm Innendurchmesser lenkt den Luftstrom direkt um 90° abgewickelt auf einer Länge von etwa 1,5 m nach draußen. An der Effizienz, die ich vom 1. Tag der Inbetriebnahme mit Strom- und Wärmemengenzähler ermittle, hat sich auch nach dem Umbau in den Innenraum nichts geändert. Obwohl das Gerät offiziell für einen Einsatz im Freien konzipiert ist funktioniert das drinnen einwandfrei.
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14.08.2025 14:34:13 |
Zitat von godek  Wie warm ist es denn gerade bei Sonnenschein und Luft im Schatten bei 35°C in dem Anbau? Aktuell, so gegen 14:30 Uhr, sind draußen +35,3 °C und drinnen im Aufstellraum tatsächlich glatt 6 Kelvin weniger. Leider ist aber oben im Spitzboden noch kein DS18B20 Sensor installiert und mir dieser Wert unbekannt.
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14.08.2025 17:46:57 |
Zitat von Torrost  Zusammengefasst also, einfach im Spitzgiebel aufstellen, meint Ihr, geht nicht, da dort zu wenig Luftbewegung sein wird, um die anfallende Wärme fortzubringen. Nachvollziehbar. Aber mit Abluftschlauch in passender Größe durchaus denkbar. Z.B., alle Tecalor THZ laufen so mit Zu- und Abluftschlauch.[...] Ja - und nein. Ja: geht so nicht. Nein: die im Foto gezeigte Mitsubishi-Klimanalage wird etwa 20 - 40 m³/min durch ihr Kondensiergitter hinten ziehen. Wenn man eine solche Anlage innen aufstellen möchte, bedarf es einer Bauweise wie lowenergy sie in seinem Post vom 13.08.2025 20:09:26 im Foto zeigt. Warum: durch den Schlauch entsteht zusätzlicher Staudruck - der Lüfter muss also stärker sein. Und es bedarf auch eines 2. Schlauches (nicht im Bild), der die Aussenluft von draussen ins Gerät führt. Machst Du das "irgendwie", bekommst Du grottige Arbeitszahlen. Abkucken kann man das an In-Door-WPs. Jetzt musst Du nur noch an den stärkeren Ventilator kommen... Gruß - Eddi
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14.08.2025 22:16:14 |
Warum soll die Ausseneinheit eigentlich in den Spitzboden?
Gibt es einen harten Grund oder ist es nur mal wieder so das die Frau die Teile nicht sehen mag?
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15.08.2025 07:44:09 |
Vorteil die Außeneinheit der Midea PortaSplit bei uns in den Dachspitz umziehen zu lassen wäre, dass die mit dem 2m langen Schlauchpaket daran fix angebundene Inneneinheit der Maschine zentral im Flur des Dachgeschosses platziert werden könnte. Dort direkt beim ungenutzten Schornstein so montiert, dass die Luft in ~1,60 m Höhe ausgeblasen würde, wäre der Kühl- und Entfeuchtungseffekt in den restlichen Räumen optimaler wirkend. Zudem könnte das am Innengerät anfallende Kondensat auch simpel in einer durch den Schornstein geführten Leitung abgeleitet werden und würde dadurch auch der Betrieb jetzt zeitweise aktiver Kondensatpumpe obsolet. Aktuell habe ich das Schlauchpaket soweit wie möglich nach innen durchgeschoben, um die Inneneinheit möglichst weit zur Innentür des Aufstellraumes ziehen zu können und die in Richtung Flur ausblasend gestellt zu bekommen. Dadurch ist hinsichtlich der Klimatisierung in den anderen Räumen eine enorme Verbesserung wahrzunehmen. Unschön dabei aber, dass der Apparat mitten im Raum steht und Zugänglichkeit sowie Nutzbarkeit des Raumes doch arg einschränkt. Beispielsweise vergangene Nacht sind sämtliche Fenster geschlossen geblieben und die Maschine an auf dem Foto zu sehender Position im Entfeuchtungsmodus etwa gegen 7 Uhr aktiviert worden weil die Außentemperatur nur geringfügig niedriger als Innen war. Auf folgend beigefügtem Screenshot ist zu erkennen, dass die vom Shelly H&T Sensor im Schlafzimmer gemessene Luftfeuchtigkeit trotzdem relativ zeitnah zu sinken beginnt obwohl der Raum auf der anderen Seite des Hauses ist. Der leichte Temperaturanstieg den der Sensor im Dachgeschossflur gegen 6 Uhr erfasst hat dürfte durch den Wärmeenergieeintrag beim Duschen sowie durch die Nutzung von Föhn, Kaffeemaschine und Toaster resultieren. 🤔
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15.08.2025 10:02:58 |
Zitat von Eddi Lang  Abkucken kann man das an In-Door-WPs. Jetzt musst Du nur noch an den stärkeren Ventilator kommen... wie man es nicht machen sollte, oder wie grottig die Arbeitszahlen dann werden? ;-) Die innen aufgestellten Pumpen sind ja alles andere als Effizienzwunder, weil sie eben ein starker Kompromiss sind... so groß wie eigentlich nötig würde keiner die Löcher in der Wand akzeptieren.
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15.08.2025 19:06:33 |
Zitat von Eddi Lang  ... es bedarf auch eines 2. Schlauches (nicht im Bild), der die Aussenluft von draussen ins Gerät führt. Machst Du das "irgendwie", bekommst Du grottige Arbeitszahlen ... Bei unserer Anlage gibt's den 2. Schlauch nicht! Die Luft wird praktisch aus dem Raum direkt unkanalisiert in den Verdampfer gesaugt. Mit einer konsequenten JAZ >4,5 ist meiner Meinung nach kein grottiger Wert resultierend und dieser ebenso wie in den ersten 5 Jahren unverändert als die Maschine noch draußen ohne den Schlauch am Luftauslass im Freien arbeiten musste.
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