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Datenschutzhinweise

Auslegung Wärmepumpe bei zukünftiger Sanierung
Verfasser:
FJ4K
Zeit: 06.08.2025 20:21:34
0
3867925
Moin zusammen,

wir möchten unsere aktuelle Gasheizung gerne, solange die Förderung noch existiert, durch eine Luft-Wasserwärmepumpe ersetzen. Um den Fehler eines Taktmonsters des alten Heizungsbauers (die Wärmepumpe kommt von jemand anderem) nochmal zu begehen, würde ich gerne auf die Erfahrungen hier im Forum zurückgreifen, ob da Angebot in unserem speziellen Fall stimmig ist.

Kurzfassung: Altbau mit Anbau (1960 / 1996, 350 m², Gasverbrauch ~35 MWh), Heizlastberechnung 16 kW, Angebot Lambda EU15L. Frage: Gefahr der Überdimensionierung/Takten vor / nach Dämmung oder realistische Wahl?“

Ein paar Eckdaten zum Haus (Niedersachsen)
Altbau:
- 1960 erbaut, 170 m² Wohnfläche (gemäß Bauunterlagen)
- 30 cm Hohlmauer (17,5 cm Kalksandstein, Luftschicht (vermutlich geschlossen), 11,5 cm Verblendmauerwerk verputzt, mehr Infos finde ich dazu leider nicht).
- 1996 zusätzliche 11,5 cm Verklinkerung davor mit ~ 10 cm Belüftung dazwischen
- Keine weitere Wärmedämmung
- Fenster Zweifachverglasung (nicht Wärmeschutzverglasung)
- U-Wert Außenwand Wand schätze ich auf 1,2 W/(m²K)
- Boden teilweise Kellerdecke (U-Wert schätze ich 2), teilweise Dielenfußboden (U-Wert schätze ich 1)

Anbau:
- 1997 erbaut, 128 m² Wohnfläche (gemäß Bauunterlagen)
- 24,0 cm Porenbetonstein und Luftschicht (sollte belüftet sein) mit 11,5 cm Klinker.
- Keine weitere Wärmedämmung
- Fenster Zweifach Isolierglas
- U-Wert Außenwand schätze ich 0,45W/(m²K)

Dach:
- 1997 saniert und mit 16 cm Glaswolle gedämmt

Gesamtfläche:
- Aufgrund der vielen Dachschrägen ist zu beheizende Gesamtfläche des Gebäudes ~ 350 m².

Heizkörper
- Wohnzimmer OG und Kaminzimmer (beide im Anbau, Kamin kaum genutzt und gerade so noch die neue Genehmigung bekommen) haben beide Fußbodenerwärmung mittels RTL-Ventil. Wohnzimmer OG hat eine Galerie und eine große Fensterfront.
- Typ 22 in verschiedensten Größen

Seniorenwärmungsbedarf:
- Eine 89-jährige Seniorin, die 24 Grad im Wohnzimmer im Altbau benötigt

Aktuelles Heizsystem:
- Brennwerttherme aus 2003 (29KW)
- Vorlauftemperatur auf 55 Grad
- Aktuell liegt unser Gasverbrauch zwischen 30.000 und 40.000 kWh.
- 08.2024 bis 07.2025 war 36.000 kWh
- 08.2023 bis 07.2024 war 32.000 kWh
- 08.2022 bis 08.2023 (das war die Zeit wo ich den 11KW Jumper gezogen hatte, den der Heizungsbauer 2023 wieder hineingesteckt hat. Bei tiefen Temperaturen war es aber schon merklich etwas kälter in den Räumen) war 28.000 kWh

- In alten Unterlagen habe ich gesehen, dass der Verbrauch 2003 auch schonmal bei 45.000 kWh war.

Angebot des Heizungsbauers:
- Lambda EU15L (auch wenn die Lambdas ein teurer sind, strahlt mein ITler-Herz bei der offenen Dokumentation und den vorhandenen Schnittstellen, weswegen wir eine Lambda - Dimensionierung wäre zu definieren - bevorzugen würden).
- Hydraulikschema gemäß Lambda 112_00 mit 300L Pufferspeicher als Stich
- 300L Warmwasserpufferspeicher
- Tausch von 6 Heizkörpern durch Typ 33

Anbindung der Wärmepumpe:
Da das Haus sehr weit vorne auf dem Grundstück steht und quasi die gesamte Breite einnimmt (nur noch Einfahrt für Auto bleibt), muss die Wärmepumpe hinter das Haus, während der Keller vorne im Haus ist. Dadurch ergibt sich eine Anbindungslänge von 15 m im Erdreich (1 m tief) + 3 m im Keller. Heizungsbauer schlägt hier die Verwendung eines Wärmepumpenrohrs / Fernwärmerohr vor. Den Leistungsverlust von ca. 150W müssen wir leider in Kauf nehmen und ist alternativlos.

Heizlastberechnung:
Ich habe meine Annahmen in heiz.report eingefügt und erhalte eine Heizlast von 16,31 kW. heiz.report empfiehlt eine Leistung der Wärmepumpe von 15,13kW, mit Bivalenzpunkt von -7 °C und NAT -9.7 °C.

Nutze ich den Heizlastrechner, basierend auf dem Verbrauch vom Bundesverband Wärmepumpe, komme ich auf folgende Werte:
- 08.2023 - 08.2024: 18,5 kW
- 08.2022 - 08.2023: 14,9 kW

Meine Heizlastberechnung sieht also plausibel aus.

F1: Meine laienhafte Annahme wäre jetzt, dass das Angebot vom Heizungsbauer realistisch ist, oder?

Hier der Graph mit der EU15L


-----

Jetzt ist es aber natürlich so, dass wir mittelfristig das Haus weiter energetisch sanieren wollen / sollten.

Einerseits, muss man sich nichts vormachen, ist absehbar, dass die Seniorin irgendwann nicht mehr da sein wird, wodurch der gesamte Altbau im EG komplett saniert wird inkl. neuer Fußbodenheizung etc. Das kann aber 1 Jahr oder auch 10 Jahre sein. Eine innere Sanierung ist ihr hier aber aktuell nicht zumutbar.

Eine weitere, einfachere Dämmungsmaßnahme wäre, den 10 cm Luftspalt mit Einblasdämmung zu versehen.
Annahme: U-Wert Altbau nach Dämmung 0.3 (Best-Case)
Heizlast: 12.8kW

Die EU15L würde dann so aussehen und wäre Monovalent


Bei 6 Grad wäre hier die minimale Leistung der Wärmepumpe über dem Bedarf des Hauses. Je wärmer es wird, desto schneller ist der 300L Puffer wieder aufgeheizt, desto kürzer wird die Laufzeit des Kompressors. Zewotherm sagt auf Rückfrage, dass der Kompressor mindestens 30min laufen sollte.

Annahme:
- 13 Grad
- Leistung WP: 5,8 kW
- Heizlast Haus: 1,68 kW
- Pufferspeicher: 5K Hub wären 2 kWh
- Laufzeit bis Puffer wieder aufgeheizt wurde: 2 kWh / (5,8 kW - 1,68 kW) = 29 Minuten
- Gleichzeitig pausiert die im Anschluss natürlich auch wieder für knapp eine Stunde, da die Energie im Puffer ausreicht.

Meine Fragen:
F2: Ist das überhaupt problematisch oder ist das hier eher ein theoretisches Problem? F3: Die Angst vorm Takten einer Wärmepumpe hält sich ja auch hier im Forum hartnäckig
F4: Der Heizungsbauer meinte, das bekäme man in den Griff. Stimmt das?
F5: Macht man sich in der Praxis darüber so konkret Gedanken? Ich kenne das aus meiner Branche, wo manche Dinge heißer gekocht werden als sie sind.

----

Natürlich habe ich auch eine EU13L verglichen.

Ohne Dämmung (Bivalenzpunkt -4 °C)


Mit Dämmung (Bivalenzpunkt -8 °C)


In der Übergangszeit sieht es aber nicht ganz anders aus. Hier wäre die Leistung der Wärmepumpe ab 7 Grad oberhalb der Heizlast des Hauses.

---

F6: Gibt es weitere Dinge zu Beachten (Spreizung, Volumenstrom bei HK + RTL FBH, ...)
F7: Was wäre in der aktuellen Situation der schlauste Schritt?

Einerseits drängt die Zeit etwas, weil aktuell unklar ist, wie lange die aktuelle Regierung die Heizungsförderung noch beibehält, wodurch die Zeit ggf. knapp wird einen kompletten Sanierungsfahrplan zu erstellen und das Haus vor Einbau der Wärmepumpe zu dämmen, andererseits will man auch keine überdimensionierte Wärmepumpe haben, wenn man sich erst entscheidet in 2-3 Jahren zu dämmen.

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 06.08.2025 23:53:45
0
3867974
Habe noch vergessen zu erwähnen, dass wir knapp 14kWp (9kWp Süd auf Steildach, 5kWp auf West / Ost) Photovoltaik mit 8KWh Akku haben. Der Akku könnte ein Takten in der Übergangszeit also gut abfedern.

Verfasser:
Cloude
Zeit: 07.08.2025 00:31:56
2
3867977
Zitat von FJ4K Beitrag anzeigen
Habe noch vergessen zu erwähnen, dass wir knapp 14kWp (9kWp Süd auf Steildach, 5kWp auf West / Ost) Photovoltaik mit 8KWh Akku haben. Der Akku könnte ein Takten in der Übergangszeit also gut abfedern.


Wie kann denn ein Akku das Takten der WP verhindern?

Wichtig wäre die hydraulik zu kennen, was passt durch die Rohre? Gibt da WP die nicht so anspruchsvoll sind, weis nicht wie die Lamda da ist, wäre mir mittlerweile wichtiger wie die maximale Leistung. Untere Modulationsgrenze beachten.



Gruß cloude

Verfasser:
A Min
Zeit: 07.08.2025 07:29:55
1
3867998
Meines Wissens können einmal zugesagte Förderungen nicht einfach so wieder gestrichen werden. Also hat man 2 (mit Verlängerung evtl. mehr) Jahre Zeit für die Umsetzung. Zumindest bei der Förderung der WP von der KfW ist das so.

55 Grad Vorlauf ist schon was viel. Da sollte man auch ansetzen. Mit viel FBH ist Takten wohl nicht so das große Problem (sehe das an einer WP mit 5kW Mindestleistung in einem 200qm Haus von 1992).

Verfasser:
ajokr
Zeit: 07.08.2025 07:46:50
1
3868006
Zitat von A Min Beitrag anzeigen
Meines Wissens können einmal zugesagte Förderungen nicht einfach so wieder gestrichen werden. Also hat man 2 (mit Verlängerung evtl. mehr) Jahre Zeit für die Umsetzung. Zumindest bei der Förderung der WP von der KfW ist das so.



Aktuell sind es 36 Monate ab Zusage. Also am besten jetzt den Vertrag machen, und weiterplanen. Es muß nicht das gleiche Gerät auf der Rechnung stehen wie im Angebot, nur teurer darf es nicht werden.

Die Einblasdämmung würde ich auf jeden Fall empfehlen, günstiger geht keine andere Fassadendämmung. Und wenn noch ein Winter Zeit ist, jetzt dämmen und mit einem WMZ den genauen Verbrauch an Frosttagen protokollieren. Das ist genauer als über den Jahresverbrauch +/- Schornsteinverlust.

Eventuell auch die WP ne Nummer kleiner und eine Klimatisierung/Zuheizung im Obergeschoß in Betracht ziehen. Das ist langfristig billiger als den Heizstab zu nutzen.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.08.2025 07:55:27
1
3868010
Da hat einer die Hausaufgaben gemacht 👍

Einblasdämmung wurde erwähnt, würde ich bei dem geschätzten U-Wert der Mauer machen. Erneuerung der Fenster im Altbau würde ich auch in Erwägung ziehen. Zusammen mit dem bereits sanierten Dach wärst du dann auch im Altbau auf einem akzeptablen Stand. Mit den Dämmmassnahmen sinkt auch die nötige VLT, 55 Grad sind schon etwas viel.

Ich würde zuerst die Dämmmassnahmen umsetzen, einen Winter messen und dann dimensionieren. Die bestehende Heizung scheint noch gut zu sein und Fördermittel dürfte es auch in Zukunft geben.

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 07.08.2025 08:16:38
1
3868019
Sehe ich auch so!! 55° VLT sind deutlich zu viel und jedes Grad kostet Geld, deshalb in deinem Fall erst Sanieren und dann passend die WP auswählen und mit passender Hydraulik einbauen.
Das größte Problem wird vermutlich die hohe Raumtemperatur der Seniorin werden ( kenne ich nur zu gut) , hier würde ich mit zusätzlicher Heizquelle arbeiten, irgendwann gibt es die Seniorin nicht mehr, dann ist die Heizfläche deutlich zu groß was sich mit WP nicht sooo gut regeln läßt.
Das man das Heizen mit WP komplett neu erlernen muss, sollte klar sein.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 07.08.2025 08:31:33
0
3868023
Bei der Heizlast sind mir viel zu viele Schätzungen drinnen ,warum wurde das nicht längst per WMZ gemessen?

Auch die energetischen Ertüchtigungen kann man darauf basierend hinzurechnen!

Die Lambda hat zwar eine tolle graphische Oberfläche und Schnittstellen, benutzt aber Hysterese als Regelparameter, das kann je nach Hydraulik mit geringer Wärmekapazität = Radiatoren schon mal richtig "doof" werden.

Zur Hydraulik wurde gar nichts geschrieben oder ermittelt?? Keine Hydraulikmatrix der Heizkörper durchgemessen?



Kein Summenmassenstrom gemessen bei passender hydraulischer Rangierung?

Dann ist mit das wichtigste noch zu tun, gerade wenn man ein Leistungsmonster wie ein große Lambda ins Haus holt.

Die Lambda Systemschemata kann man mit kleinen Umbauten akzeptieren, doch die genauen hydraulischen Verhältnisse des Leitungsnetzes müssen dafür zu 100 % im Vorfeld bekannt sein!

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth (Blaustern!)
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW
So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 07.08.2025 10:24:45
0
3868070
Danke euch schonmal für die Rückmeldungen!

Mit Akku war gemeint, dass wenn z.B. konstant 500W vom Dach kommen und die Wärmepumpe jede Stunde für 30min läuft mit 1KW, dann kann der Akku die 1KW über 30min liefern auch wenn nur 500W vom Dach kamen, weil die Energiemenge gleich ist (reines Beispiel zur Erklärung, natürlich braucht das Haus auch noch was etc.)

Kann man Einblasdämmung auch vor dem Austausch der Fenster machen? Eine Firma die mal hier war uns sich das angeschaut hatte meinte, wenn man die Fenster nachträglich tauschen würde, dann würde alles bei den Fenstern wieder rausrieseln. Ein Fenstertausch ist in der aktuellen Situation wegen der Seniorin nicht umsetzbar. Eine Einblasdämmung wäre aber gut umsetzbar. Wer ist der richtige Ansprechpartner wenn es darum geht Wärmebrücken etc. zu vermeiden, um z.B. Schimmel zu verhindern? Energieberater? Ein Sanierungsfahrplan wäre vermutlich sowieso sinnvoll oder?

Wenn ich das so lese wäre also das beste Vorgehen:
Mit Heizungsbauer sprechen, ob man ein Auftrag stellen kann für nächstes Jahr im Frühjahr und das Angebot bewusst größer auslegen (2 WE also bis 45.000), um die Förderung in der Tasche zu haben für 36 Monate (Risiko: Man ist an den Heizungsbauer gebunden, oder? Das heißt das kann später Mondpreise aufrufen, ohne das man eine Wahl hat?) dann vorm Winter Dämmen, über Winter mit WMZ genau die Heizlast bestimmen .

@Frank_Pantry
Danke für den Tipp. In deiner Tabelle sind Messwerte drin. Wie messe ich das korrekt. Gibt es da eine Anleitung? Der heiz.report wirft folgendes raus:


Ich ärgere mich auch, dass wir bisher keinen WMZ genutzt hatten, war mir so nicht bekannt. Ich habe vor 3 Jahren ein Magnetfeldsensor an den Gaszähler angebaut der die Rotation des Zählers misst und protokolliert. Leider etwas zu ungenau und mit Messfehlern um daraus die Heizlast zu bestimmen.

Die Summen sind:
55/45: 567l/h
55/40: 515l/h
50/40: 815l/h
45/35: 939l/h
40/30: 1039l/h

Fußbodenheizung (gilt das auch für Erwärmung per RTL Ventil, zumindest hatte ich RTL im Heizreport ausgewählt?)
7K Spreizung: 524l/h
5K Spreizung: 733l/

Bezüglich zu hohem Volumenstrom der Lambda: Meine Annahme war bisher, dass der Pufferspeicher im Stich das "zu viel Volumen" abpuffert, wie es hier im Video erklärt wird: https://youtu.be/RarAjYORHNE?si=KB0WlFr7M-Qdp3YX

Falls dem nicht der Fall ist, hast du weitere Dokumentation, warum das doof ist und wie man es machen sollte?

Verfasser:
ajokr
Zeit: 07.08.2025 10:35:52
0
3868079
Zu den Fenstern:
Kommt drauf an, wie die alten Fenster ausgebaut werden. Bei meinen Holzfenstern wurde einfach der alte Holzrahmen bündig abgesägt, und das neue Kunststofffenster mit breiterem Rahmen in die Öffnung gesetzt. Dann kann nichts rausrieseln, weil die Verankerung des alten Fensters im Buawerk verbelibt. Geht natürlich nicht so gut be alten Kunststofffensterrahmen.

Wenn der HB dir wohlgesonnen ist, wird er keine Mondpreise aufrufen. Schließlich möchte er ja auch noch später an der Wartung verdienen.

Der Sanierungsfahrplan nutz für die Heizungsförderung nix, nur für die Dämmungsförderung. Da muß man aber schauen, ob die Einblasdämmung mit der möglichen Dicke den BEG-Anforderungen entspricht. Ansonsten kosten iSFP und EB nur zusätzliches Geld.

Die Messungen kann nur der Wärmepumpendoktor machen, ohne die Rohre aufzutrennen. Das Meßbesteck ist für Einmalnutzung zu teuer.

Der Sensor im Gaszähler mißt natürlich nicht, wieviel Energie zum Schornstein raus bläst.

Der Puffer puffert zwar Volumenstromdifferenzen ab, aber auf Kosten der Vorlauftemperatur, die hinter dem Puffer dann geringer ist als von der WP erzeugt. Also verschenktes Geld. In diesem Video werden verschiedene Pufferanbindungsvarianten erläutert. Lambda soll da nicht die schlechteste Lösung haben.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 07.08.2025 10:49:26
1
3868089
Die Einblasdämmung sollte man mit FEnstern machen.
Ansonsten hast du trotzdem ne Baustelle, wenn du jetzt EInblasdämmung haben willst und später solls beim Fenstertausch nicht rausrieseln... da müsstest du jetzt die Aussenwand öffnen, eine Sperrplatte über den Fenstern einbauen, Wand wieder schließen. -> Und ob das generell ratsam ist?


Durch den Fenstertausch, der inzwischen wirklich schnell und fast staubfrei möglich ist, geht das ratz fatz. Am besten so terminieren, dass man mit der Seniorin einen Kaffee im Garten trinkt, während in Ihren Räumen zuerst das Fenster getauscht wird.

Und danach dann die Einblasdämmung.

Verfasser:
A Min
Zeit: 07.08.2025 10:56:44
0
3868093
Bei einem Puffer im Stich hat man entweder eine Vorlaufabsenkung, wenn Heizkreise mehr ziehen als die WP liefert, oder eine Rücklaufanhebung, wenn Heizkreise weniger abnehmen.

Beides nicht optimal, aber eventuell auf 1 oder 2 K begrenzbar, wenn die Volumenstöme halbwegs abgeglichen werden können. Jedenfalls besser als eine Parallel-Puffermischmaschine, die wie eine hydraulische Weiche angeschlossen ist.

Eine genaue Angleichung funktioniert in den wenigsten Fällen. Besser wäre natürlich ohne einen Parallelpuffer bzw. ganz ohne Puffer, wenn möglich. Das könnte der WP Dok aber alles im Vorfeld ermitteln und ggf. viel unnötig angebotenes teures Zeugs im verhindern.

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 07.08.2025 11:01:01
0
3868097
Herausforderung beim Fenstertausch sind die innen liegenden Rollädenkästen. In dem Zuge würden wir auch gerne auf elektrische Rolläden umbauen, was natürlich deutlich mehr Aufwand ist, da auch noch Elektrik etc. eingebaut werden muss. Man muss also Wände aufschlitzen für Stromkabel und hinterher muss also aufjedenfall auch gestrichen werden.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 07.08.2025 11:02:59
0
3868099
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
Die Einblasdämmung sollte man mit FEnstern machen.
Ansonsten hast du trotzdem ne Baustelle, wenn du jetzt EInblasdämmung haben willst und später solls beim Fenstertausch nicht rausrieseln... da müsstest du jetzt die Aussenwand öffnen, eine Sperrplatte über den Fenstern einbauen, Wand wieder[...]


Deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen zum Fenstertausch.
Aber wie sieht es eigentlich mit Rolladenkästen aus? Vorhanden? Gedämmt?
Bei mir wurden die beim Fenstertausch nicht angefasst. Dann kann also von oben nichts rieseln. Natürlich werde ich die bei Gelegenheit noch nachdämmen.

Verfasser:
Daikin_WP_2023
Zeit: 08.08.2025 07:36:18
1
3868288
Wenn man bei älteren Häusern über Sanierungsmaßnahmen nachdenkt, sollte man auch daran denken, dass oft die meiste Energie durch die unzureichende Luftdichtigkeit im Dach flöten geht. Gerade in den 80igern wurde gerne mal Isolierung im Dach verbaut, ohne entsprechende Luftdichtigkeit herzustellen, sprich Dampfbremse. Das würde ich in jedem Fall als erstes angehen bevor ich eine Wärmepumpe dimensioniere, da das Kosten-/ Nutzenverhältnis ein Vielfaches gegenüber einem Fenstertausch liegen dürfte.
Bei uns brachte das 20-25% Energieeinsparung.

Verfasser:
WG_Jena
Zeit: 10.08.2025 13:15:48
0
3868720
Zitat von FJ4K Beitrag anzeigen
Danke euch schonmal für die Rückmeldungen!

Die vom Heizreport berechneten Volumenströme passen perfekt zu einer Brennwerttherme, die eine niedrige Rücklauftemperatur zur Kondensation der Abgase benötigt. Im Gegensatz zur Überschrift (55/45) wurde mit einer Temperaturdifferenz von 20 K gerechnet.

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 11.08.2025 20:08:51
0
3868982
Zitat von WG_Jena Beitrag anzeigen
Danke euch schonmal für die Rückmeldungen!

Die vom Heizreport berechneten Volumenströme passen perfekt zu einer Brennwerttherme, die eine niedrige Rücklauftemperatur zur Kondensation der Abgase benötigt. Im Gegensatz zur Überschrift (55/45) wurde mit einer[...]


Du meinst, dass der Heizreport die Volumenströme mit 20K Differenz rechnet, obwohl in der Überschrift was anderes steht? Kannst du dir erklären, warum? Schaut man sich die Graphen an, so rechnet dieser immer mit 20K Differenz bei NAT. Ist das richtig so? Ich finde keine Einstellung, um das zu beinflussen.

Verfasser:
Effizient
Zeit: 11.08.2025 20:46:31
1
3868989
Zitat von FJ4K Beitrag anzeigen
Habe noch vergessen zu erwähnen, dass wir knapp 14kWp (9kWp Süd auf Steildach, 5kWp auf West / Ost) Photovoltaik mit 8KWh Akku haben. Der Akku könnte ein Takten in der Übergangszeit also gut abfedern.



Akkus haben mit Takten NICHTS zu tun...

Deine 14kW Peak sind wenn es interessant wird zum Heizen vielleicht 2kW, dann braucht auch eine Lambda, selbst bei COP3 dennoch 5kW elektrisch Milchmädchenrechnung!
was bringt ein NICHT vollgeladener Akku von 8kW, bei 6kW nutzbar und einem Bedarf von 5kW elektrisch? genau 1h Betrieb bei einem Bedarf von 24h

Diese Rechnungen im Bestand unsaniert, was den Heizleistungebedarf betrifft sind wenig hilfreich, erst sanieren Heizlast reduzieren, dann nehmen was die PV bietet fertig, das ist KEIN perpetuum mobile, das 0 Euro Heizkosten verschenkt...

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 11.08.2025 21:31:16
0
3869006
Zitat von Effizient Beitrag anzeigen
Zitat von FJ4K Beitrag anzeigen
[...]



Akkus haben mit Takten NICHTS zu tun...

Deine 14kW Peak sind wenn es interessant wird zum Heizen vielleicht 2kW, dann braucht auch eine Lambda, selbst bei COP3 dennoch 5kW elektrisch Milchmädchenrechnung!
was bringt ein NICHT vollgeladener Akku von 8kW, bei[...]


Schon eine Meisterleistung jemanden bewusst so falsch zu verstehen. In welcher Übergangszeit lebst du denn wo du 5KW elektrisch brauchst?

Mir geht's hier um Temperaturen 10 Grad+, wo die Wärmepumpe taktet, was aber fast 40% der Zeit ist.

Ein Beispiel (!!) fürs Prinzip
Haus: 3 KW Wärme
Puffer: 1.7KWh bei 300L für 5K

Erhitzen des Puffers dauert mit 5KW Wärme (3 KW vom Haus) also knapp: 50 Minuten, wo die Wärmepumpe läuft. Der Puffer reicht dann 34 Minuten, bevor die Wärmepumpe wieder angehen muss.

Bei COP 4, sind das elektrisch 1.25KW die für 50 Minuten da sein müssen und für 34 Minuten nicht, also 1.25kWh für 84min, macht also eine Durchschnittsleistung von 0.9KW, die vom Dach kommen müssten, um den Peak von 1.25KW mit Akku abferdern zu können.

Natürlich löst ein Akku das Takten nicht, allerdings reduziert ein Akku die Stromkosten, da dieser die Energie vom Dach während der Taktpause speichert und später als Peak wieder bereitstellen kann.

Verfasser:
WG_Jena
Zeit: 14.08.2025 23:21:50
0
3869920
Zitat von FJ4K Beitrag anzeigen
Zitat von WG_Jena Beitrag anzeigen
[...]


Du meinst, dass der Heizreport die Volumenströme mit 20K Differenz rechnet, obwohl in der Überschrift was anderes steht? Kannst du dir erklären, warum? Schaut man sich die Graphen an, so rechnet dieser immer mit 20K Differenz bei NAT. Ist das richtig so? Ich finde keine Einstellung,[...]


Für den Heizreport gibt es eine Bearbeitungsversion, die für normale Nutzer nicht zugängig ist. Eine bei mir errechnete Variante hatte sogar eine Temperaturdifferenz von 22 K und einen Volumenstrom von 180 l/h. Nach meiner schlechten Bewertung im Bewertungsportal hat Heizreport mit mir Kontakt aufgenommen und mein Projekt so modifiziert, dass nur mit einer Vorlauftemperatur und größerem Volumenstrom gerechnet wird.

Am 21.03.2025 um 15:13 schrieb Marcel von Zons von Heizreport:
Hallo,

Die Angaben der Wärmepumpenhersteller von 5 K Spreizung beziehen sich immer auf den Wärmeerzeuger-Kreislauf. Wenn das Verteil- und Wärmeübergabesystem dieses auch leisten können wäre das ein Traum. Das ist aber in den meisten Fällen im Bestand nicht möglich. Die Physik gibt uns da ganz klare Grenzen.


Was die Idealen Betriebsbedingungen für Wärmepumpen sind ist mir vollkommen klar.

Die Berechnung sende ich im Anhang gerne mit 5 K Spreizung zu. Bitte dabei die vergrößerten Heizflächen beachten.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 15.08.2025 08:41:11
1
3869967
Mit welchem Volumenstrom und welcher Heizleistung hat er denn die 5K berechnet?

Wenn der Heizkreis tatsächlich mit 20K arbeitet, die WP aber mit 5K, geht ziemlich viel Heizenergie am Heizkreis vorbei durch Parallelpuffer oder Überströmventil.

Verfasser:
WG_Jena
Zeit: 16.08.2025 20:01:04
0
3870342
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Mit welchem Volumenstrom und welcher Heizleistung hat er denn die 5K berechnet?

Wenn der Heizkreis tatsächlich mit 20K arbeitet, die WP aber mit 5K, geht ziemlich viel Heizenergie am Heizkreis vorbei durch Parallelpuffer oder Überströmventil.


Die Heizenergie ist trotz der unterschiedlichen Volumenströme annähernd gleich, aber der Strombedarf steigt immens.
Die letzte Berechnung mit 8 K ergibt einen Volumenstrom von 518 l/h und liegt damit höher als der Mindestvolumenstrom von 440 l/h. Diese Mengen sollten auch die üblichen Heizkörperinstallationen schaffen können.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 17.08.2025 07:25:20
0
3870362
Zitat von WG_Jena Beitrag anzeigen
[
Die letzte Berechnung mit 8 K ergibt einen Volumenstrom von 518 l/h und liegt damit höher als der Mindestvolumenstrom von 440 l/h. Diese Mengen sollten auch die üblichen Heizkörperinstallationen schaffen können.



Dann kämen mit den zuvor angesetzten 20K Spreizung nur 200l/h Durchfluß zustande. Das erscheint mir doch seeehr konservativ angesetzt im heizreport.

Insofern bevorzuge ich doch eine Eigenberechnung, vorzugsweise mit Vergleichswerten vom vorhandenen Brennergerät bzw WMZ.

Verfasser:
FJ4K
Zeit: 03.09.2025 17:34:03
0
3874076
Hi zusammen,

inzwischen habe ich ein Foto von der Umwälzpumpe der Gasheizung. Könnt ihr basierend auf dem Foto abschätzen, welchen Volumenstrom die Gasheizung aktuell hat?


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