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24.09.2025 15:46:48 |
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24.09.2025 17:11:52 |
Er ist rund 70 Meter hoch, hat einen Durchmesser von etwa 26 Metern und fasst rund 33.000 Kubikmeter Wasser: der Wärmespeicher der N-ERGIE am Kraftwerksstandort Nürnberg-Sandreuth. Seit seiner Inbetriebnahme Ende 2014 ist er zusammen mit zwei Elektroheizern nahezu täglich im Einsatz und wird mit Wärmeenergie be- bzw. entladen. QuelleSolche Speicher gibt es massenhaft in Deutschland - nix neu an dem Thema. Und ob man nun Sand, Steine oder Wasser nimmt ist erstmal relativ egal. Wasser hat aber letztlich doch viele Vorteile in der Praxis (nicht in der Theorie - ja ich weiß C und damit Q pro Volumen ist anders...).
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24.09.2025 17:18:42 |
Flensburg 900MWh und 90MW, 28000m3 usw usw Meine Meinung: Wird aufgrund der rasanten Weiterentwicklung von Batterien bald obsolet - Batterien sind vom Business Case absehbar deutlich profitabler (roundtrip efficiency >90%)
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24.09.2025 17:35:17 |
Zitat von belzig  Die derzeit billigste Stromerzeugungsart ist PV gefolgt von Onshore Windkraftwerken.[...] Dieser Satz wird durch Wiederholung nicht sinnvoller, weil die nackte ungezielte Erzeugung kaum jemandem hilft.
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24.09.2025 20:08:09 |
Wenn du ein Industriebetrieb bist und deine Hallendächer mit PV voll profitierst du direkt.
Wenn du einen PPA ( Power Purchase Agreements ) mit einem EE-Produzenten schließt, profitierst du indirekt von der preiswerten Erzeugung.
Wenn du als großer Industriebetrieb mit eigenem Mittelspannungsanschluss im selben Mittelspannungsbereich und im selben Netzgebiet bist wie der Erzeuger, ist sogar das Netz entlastet, weil der Strom lokal verbraucht wird und weniger weit transportiert werden muss.
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24.09.2025 21:26:41 |
Vorausgesetzt, Du bist flexibel genug für den Flatterstrom 😉😈
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25.09.2025 07:44:50 |
Universität von Utrecht - Simulation Europa könnte sich technisch machbar und ökonomisch machbar und zuverlässig zu 92,5 % aus erneuerbaren Energien mit Strom versorgen.Europäische Heimatenergie funktioniert. 100% Versorgung würde mit dem technischen und wirtschaftlichen Stand von heute die LCOE auf 9-13 Cent/kWh erhöhen was aber auch noch machbar erscheint (einige Länder haben bereits heute höhere Börsenstrompreise z.B. Polen oder Ungarn oder Bulgarien). Das würde der Wirtschaft in Europa sehr gut tun (erhöhte Wertschöpfung im Heimatmarkt) und die Versorgungssicherheit sehr stark erhöhen - byebye Putingaskrisen im Strommarkt, bybye hohe Strompreise wegen Meritorder - byebye Ölkrisen Diese Studie ist eine mathematische Optimierung. Es wurden also Millionen von Möglichkeiten vom Computer durchgerechnet mit mehr oder weniger PV, mehr oder weniger Windkraft, mehr oder weniger Netzausbau, mehr oder weniger Batteriespeicher, mehr oder weniger H2 Speicher usw. Details siehe hier |
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25.09.2025 08:08:20 |
Zitat von HenningReich  Flensburg 900MWh und 90MW, 28000m3 usw usw Meine Meinung: Wird aufgrund der rasanten Weiterentwicklung von Batterien bald obsolet -[...] Obsolet? In Flensburg gibt es KWK und ein großes Fernwärmenetz. Und wenn die Stromerzeugung mit dem Kohlekraftwerk unsteter wird, dann wird man für die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung auch WärmeSpeicher benötigen die täglich ihren Speicherinhalt umsetzen können. Und so ein grosser Wasserbehälter hat zum einen eine höhere Lebensdauer als eine Batterie und bei einer Skalierung sollten die Kosten auch nicht unermesslich steigen. Die Stadtwerke schauen viel auf das was in Dänemark geschieht. Man ist halt dort auch nah dran an all den Windenergieanlagen. Und wenn das Kohlekraftwerk einst außer Betrieb ist dann muss ein Teil der Wärme für die Fernwärme effizient aus "Flatterstrom" ;-) erzeugt werden und das wird dann eine Kombi aus Grosswärmepumpe und "Tauchsieder". Das einzige " Problem" sind die Kosten für Anschlussnehmer. Eine kWh Wärme kostet 14 ct und ein 14kW Anschluss 750 EUR je Jahr. Mit einer WP lokal kann man es günstiger bekommen. Fernwärmenetze und WP sind also im Wettbewerb. Beste Grüße MIKA
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25.09.2025 09:54:22 |
Zitat von quote  https://austinvernon.substack.com/p/building-ultra-cheap-energy-storage
Was haltet ihr hiervon: [...] Wenn du deren "Markets We Want to Serve" anschaust, merkst du, dass das eher als Nischenprodukt gedacht ist. Ist auch verständlich bei 0,10$/kWh an Speicherkosten bei 40% Effizienz. Und die Kosten der Rückverstromung sind noch gar nicht enthalten. Sogar, wenn du den Strom für 0,01$/kWh bekommst bist du schnell bei über 0,17$/kWh. Dazu kommt, dass Kurzzeitspeicher den Markt für Tagesspeicherung günstiger (und effizienter) bedienen können. Hier wäre das eher was für Nahwärmenetze. Die Wärme würde 24/7 abgenommen werden und braucht auch nicht so hohe Temperaturen (also auch weniger Verlust). Und man braucht keine Rückverstromung. Dann bist du wahrscheinlich sogar bei weniger als 0,10$/kWh thermisch an Speicherkosten. Also vergleichbar zu einer WP mit COP=3. Dann aber noch Transportkosten und Verluste on top. Ist wahrscheinlich dann nicht viel anders als das was Fernwärme heute kostet. Aber im Grunde ist es die gleiche Idee, die auch viele in Deutschland verfolgen. Mit Sand, Wasser, Ton, etc. Z.B. https://www.deutschlandfunk.de/tolle-idee-zweites-leben-fuer-kohlekraftwerke-100.html |
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25.09.2025 10:06:49 |
Zitat von belzig  Insofern ist erneuerbare Industrie ein wesentlicher Standortfaktor, wenn man in Europa produzieren will/muss.
Die derzeit[...]
Ja, dem stimme ich zu 100% zu. Das Problem ist der Halbsatz "wenn man in Deutschland produzieren will/muss". Viele "müssen" das nämlich nicht, sondern immer mehr Produktion geht nach Osteuropa.
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25.09.2025 11:17:26 |
Zitat von Mark1234  Zitat von belzig  [...] Ja, dem stimme ich zu 100% zu. Das Problem ist der Halbsatz "wenn man in Deutschland produzieren will/muss". Viele "müssen" das nämlich nicht, sondern immer mehr Produktion geht nach Osteuropa. Ich hab aber nicht Deutschland, sondern Europa i.S.v. EU geschrieben, und der CO2 Zertifikatehandel gilt da überall. Länder wie Polen ohne EE und AKWs werden da ein ein mittelgroßes Problem bekommen, wenn die kostenlosen CO2 Zertifikate für die Industrie wirklich wegfallen.
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25.09.2025 11:28:55 |
Zitat von belzig  Zitat von Mark1234  [...] Ich hab aber nicht Deutschland, sondern Europa i.S.v. EU geschrieben, und der CO2 Zertifikatehandel gilt da überall.[...] Der Strompreis ist ja auch nur bedingt relevant, da man in Osteuropa teilweise höhere Strompreise hat und die Versorgung weniger zuverlässig ist. Letzteres kann bei komplexen Anlagen durchaus ein größeres Problem sein. Hauptgrund für den Umzug in den Osten sind vor allem die Arbeitskosten. Wie viele Bautrupps hierzulande sind mit Osteuropäern besetzt? Wenn wir diese Arbeit in Deutschland wollen, müssen wir auch diese Löhne bezahlen wollen. Wir müssen auch oft genug mit Osteuropäern konkurieren. Wenn Nearshoring für Kunden OK ist, ist es schwierig wenn die nur halb so viel kosten.
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25.09.2025 11:33:29 |
Moin belzig, in Polen tut sich in den letzten Jahren ziemlich viel bzgl. EE-Strom, der Anteil liegt inzwischen bei über 30% der Last. Die installierte Leistung insbesondere von PV-Anlagen hat in den letzten Jahren pro Jahr um ca. 4 GWp zugenommen. Viele Grüße crink
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25.09.2025 11:48:24 |
Zitat von gnika7  Zitat von belzig  [...] Hauptgrund für den Umzug in den Osten sind vor allem die Arbeitskosten. Wie viele Bautrupps hierzulande sind mit Osteuropäern besetzt? Wenn wir diese Arbeit in Deutschland wollen, müssen wir auch diese Löhne bezahlen wollen..[...] Wo will man denn da anfangen? Ich kenne polnische Solo-Selbstständige, die jetzt wieder in die Heimat zurückkehren wollen, weil sie dort ein Haus haben und hier in München irrwitzige Mieten für ein 1-Zimmer-Loch zahlen müssen. Die haben auch keinen Bock mehr auf die Deutsche Bürokratie und daß der Generalunternehmer immer an ihren Rechnungen rummäkelt und sie ihrem Geld hinterherlaufen müssen. Gründe gibt es für Kleine und Große Unternehmen genügend um aus Deutschland weg zu gehen. Nur verlangen die Kameraden weiter ihre deutschen Preise, obwohl sie in Polen produzieren (Siehe Miele). Wenn man sich über deutsche Löhne beklagt, muß man auch was dafür tun, daß die Mieten niedriger werden.
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25.09.2025 11:58:26 |
Zitat von crink  Moin belzig, in Polen tut sich in den letzten Jahren ziemlich viel bzgl. EE-Strom, der Anteil liegt inzwischen bei über 30% der Last. Die installierte Leistung insbesondere von[...] Mit 6,23 GW installierte Leistung PV und 5,16 GW WKA sind sie aber in der https://app.electricitymaps.com/zone/PL/72h/hourly immer eher dunkelbraun (=hohe CO2 Emmission pro kWhelec). Das wird wohl noch ein paar Jahre dauern, daß die gelb oder grün werden. Auch mit AKWs, wenn die wirklich gebaut werden, wird das einige Jahrzehnte dauern.
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25.09.2025 12:50:51 |
Mir ist bis jetzt nie aufgefallen, dass auch US auf der Karte sind. Wenn man die so mit Afrika vergleicht...
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25.09.2025 13:03:58 |
Zitat von belzig  Die haben auch keinen Bock mehr auf die Deutsche Bürokratie und daß der Generalunternehmer immer an ihren Rechnungen rummäkelt und sie ihrem Geld hinterherlaufen müssen.[...] Aber nur weil man in Polen jetzt auch schon gut verdient... Die "neuen" Osteuropäer kommen auch nicht aus Polen, sondern eher Bulgarien, Albanien, etc. Zitat von belzig  Gründe gibt es für Kleine und Große Unternehmen genügend um aus Deutschland weg zu gehen. Nur verlangen die Kameraden weiter ihre deutschen Preise, obwohl sie in Polen produzieren (Siehe Miele). Klar verlangen sie die gleichen Preise. Warum auch nicht? Zitat von belzig  Wenn man sich über deutsche Löhne beklagt, muß man auch was dafür tun, daß die Mieten niedriger werden. Was soll Miele tun, um die Mieten in Deutschland zu senken? Die Lohnkosten sind ja kein neues Phänomen in Deutschland. Deren Auswirkungen wurden durch Euro gedämpft. Diese dämpfende Wirkung ist aber irgendwann vorbei... Das was woanders günstiger produziert werden kann, wird woanders produziert. Geht anderen entwickelten Wirtschaften nicht anders. Warum sollen wir eine Ausnahme sein? Eine Waschmaschiene ist nicht gerade Rocket Science. Die jetzige Entwicklung der "Deindustrialisierung" ist ganz normal. Nur wurde das bei uns durch Euro verzögert. Jetzt kann man darüber jammern, oder ein neues Geschäftsmodel suchen. Das Jammern hat noch nie geholfen. Wie gesagt, wir konkurrieren auch mit Osteuropäern. Wenn es nur der Preis wäre, wäre wir schon längst insolvent.
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25.09.2025 13:34:06 |
Die Lohnkosten sind so hoch, weil wir relativ hohe Lohnnebenkosten haben. Die Stundensätze sind ebenfalls nicht gerade niedrig. Letzten Endes können die Löhne aber auch nicht niedriger sein, weil das Leben in Deutschland nicht gerade billig ist. Mittlerweile sind sogar die Lebensmittelpreise hoch, von den Mieten ganz zu schweigen. DIe Leute haben im Wesentlichen die Wahl, aufs Land zu ziehen und 3 Stunden ihres Lebens im Auto zu verbringen, oder hohe MIeten zu zahlen. Früher gab es viel mehr Sozialwohnungen und v.a. auch Werkswohnungen. Von letzterem haben sich die Unternehmen verabschiedet, weil man sich aufs Kerngeschäft konzentieren muß. Allerdings war das Lohnkostenproblem in Deutschland bisher nicht so drängend, weil die Produktivität in Folge der vielen Industriearbeitsplätze relativ hoch war. Das ändert sich aber langsam, weil die Wasserköpfe durch Dokumentationspflichten und andere Bürokratiemonster, die Gesamtproduktivität der Unternehmen stark mindern, ohne irgendeinen Mehrwert zu bringen. Sorry für die große Hafenrrundfahrt.
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25.09.2025 14:52:54 |
Zitat: Das ändert sich aber langsam, weil die Wasserköpfe durch Dokumentationspflichten und andere Bürokratiemonster, die Gesamtproduktivität der Unternehmen stark mindern, ohne irgendeinen Mehrwert zu bringen. Das ist eines der aktuellen Hauptprobleme in unserer Nation...
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25.09.2025 15:04:00 |
Zitat von belzig  Die Lohnkosten sind so hoch, weil wir relativ hohe Lohnnebenkosten haben.[...] Schweiz hat auch hohe Lohnkosten und hohes Preisniveau. Trotzdem funktioniert es. Zitat von belzig  weil die Wasserköpfe durch Dokumentationspflichten und andere Bürokratiemonster, die Gesamtproduktivität der Unternehmen stark mindern, ohne irgendeinen Mehrwert zu bringen. Jaein... Diese Pflichten gibt es auch woanders. Nur haben wir hier die Digitalisierung verschlafen. Auch die schlimmste Bürokratie wird dann erträglich. Indien ist bestes Beispiel dafür. Die Bürokratie ist nicht besser geworden, aber durch Digitalisierung an manchen Stellen haben die es geschafft diese zu verstecken. Bürokratie ist (leider) der Schmierstoff eines modernen Staates. Die Digitalisierung sorgt dafür, dass dieser auch flüssig bleibt.
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25.09.2025 15:32:12 |
Zitat von MIKA.HH  Zitat von HenningReich  [...] Obsolet? In Flensburg gibt es KWK und ein großes Fernwärmenetz. Und wenn die Stromerzeugung mit dem Kohlekraftwerk unsteter wird, dann wird man für die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung auch WärmeSpeicher benötigen die täglich ihren Speicherinhalt umsetzen können. Und so ein[...] Elektrodenkessel ist die Technologie von gestern in Flensburg. Als nächstes kommt - Überraschung - Wärmepumpe für Fernwärme. Das Bessere ist des Guten Feind. In Flensburg werden die Wärme aus dem Flensburger Fördewasser und Strom aus erneuerbarer Energie in einem mehrstufigen Prozess gewonnen. Um das Fernwärmewasser von 60 auf 95 °C zu erwärmen, wird eine elektrische Leistung von ca. 21 Megawatt benötigt. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien, sodass die Wärmeerzeugung komplett CO₂-neutral erfolgt.
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25.09.2025 16:07:40 |
<Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien, sodass die Wärmeerzeugung komplett CO₂-neutral erfolgt.> Das hatte ich schon 2005 mit unserer ersten GW-WP und nuklearen Wärmestrom von EnBW, ohne Flatterstrom, erreicht.
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25.09.2025 16:24:22 |
Moin belzig, richtig, in Polen gibt es halt immer noch eine Menge Kohlekraftwerke, die auch fleißig genutzt werden. Laut Energy-Charts liegt die installierte Leistung bei PV=17,7 GWp und Wind=10,3 GWp. Interessant ist die Visualisierung von Zubau/Abbau: Seit 2019 verschiebt sich da einiges: Kohlekraftwerke werden stillgelegt und Gaskraftwerke, WKA und insbesondere PV werden zugebaut. Dauert halt ein bisschen, von 90% Kohlestrom (2015) auf dieses Jahr etwas mehr als 50% runter zu kommen. Es gibt noch weitere Länder in Europa, die hierzulande relativ unbemerkt in den letzten Jahren die EE-Anteile stark gesteigert haben - entweder grenzen diese, wie Polen, an Russland oder sie liegen im Süden Europas. Viele Grüße crink
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25.09.2025 17:06:01 |
Zitat von wpibex  Das hatte ich schon 2005 mit unserer ersten GW-WP und nuklearen Wärmestrom von EnBW, ohne Flatterstrom, erreicht.
Das heißt nukular. NU-KU-LAR
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25.09.2025 18:31:52 |
Aktuell haben wir in der CH noch 3GW Atomstrom im Netz, davon ist 1 GW zwecks Revision im Nicht nuklearen Teil bis Jan2026 stillgelegt. Ansonsten beziehen wir auch noch Strom aus F. Und da möchte ich nicht ausschliessen, dass dies auch Atomstrom sein könnte & Gruss delta97 electricitymaps.com/zone/CH/72h/hourly |