Guten Tag zusammen,
zum
Heizwert von Laub:
Ich habe vor ca. 15 Jahren den Heizwert verschiedener Laubsorten im Kaloriemeter untersuchen lassen.
Im Labor der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg.
Im Ergebnis entsprachen die gewichtsbezogenen Heizwerte (kWh/kg) ziemlich exakt jenen des Holzes des Ursprungsbaumes.
Laub wird in Städten (nicht im Wald) jeden Herbst in Massen entsorgt.
Ich habe mir damals - für einen Test - eine Presse für Briketts gebaut. Außendurchmesser durch einen Alu-CO2-Sprudler-Zylinder. Inneres Brikett-Loch mit 16m PG-Schutzrohr. Die Presskraft kam durch eine Gewindestange zustande.
Das Laub habe ich vor dem Pressen gehäckselt und eingeweicht. Dem Einweichwasser habe ich versucht durch Mehlzugabe eine Stärke-Komponente zu verpassen, für die Bindung.
Schwierigkeiten:
- Die frisch ausgepressten Briketts zerfielen sehr leicht wieder. Habe sie dann sehr vorsichtig in Zeitungspapier eingewickelt, als äußere Schutzschicht.
- Der Trocknungsprozess an normaler
Luft war sehr lang. Es kam auch zu Schimmel.
- Die fertig getrockneten Briketts waren extrem Leicht. Also keine hohe Dichte erreicht.
- Hoher Arbeitsaufwand für das Ergebnis (jedenfalls in meinem Testaufbau - was ok ist)
- Der
Energiebedarf für die Herstellung müsste der Nutzenegie der Briketts mal gegenüber gestellt werde.
Brannten sie? Ja, mit keiner Flamme und nicht lange (weil keine Dichte).
Mein Fazit:
Das A&O ist die Presskraft. Die war bei mir viel zu gering.
Das Thema hat Potential.
Die Schwierigkeiten mit Dichte und Bindung müssen gelöst werden. Ich kann mir vorstellen das beides gleichzeitig mit der höheren Presskraft einer proffessionellen Presse zu lösen ist.
Ich habe einen Artikel gelesen, dass die Stadt HH ihr Laub zu Pellets presst.
Würde mich freuen wenn jemand Erfahrungen teilen kann zu dem Thema "Bindung".
Grüße an alle neugiriegen Weltentdecker.
LeSamariter