Wir haben im Februar 2023 einen
Kaminofen im Studio Cottbus/Gallinchen gekauft.
Dem gingen einige erfolglose Besuche bei anderen lokalen Ofenbauern voraus, die alle wegen personeller Kapazitätsengpässe unsere Anfragen abgelehnt hatten.
Dann bei Hark war es "kein Problem". Diese Freude war wohl der Hauptgrund, warum wir uns so über den Tisch ziehen ließen und alle Vorsicht vernachlässigten.
So lief unser Verkaufsgespräch ab:
Wir wollten eine Lieferung mit Montage. Dies sei erst im Frühsommer 2024 möglich. Wenn wir es früher und preiswerter haben wollten, dann würde dies ein befreundeter Ofenbauer quasi als Subunternehmer erledigen.
Schwupps wurde aus dem
Werkvertrag mit Montage ein bloßer Kaufvertrag über einen Bausatz und alle baulichen Probleme gehen als Gefahr auf den Kunden über.
Natürlich wird man bei diesem Husarenstück in alle notwendigen Nettigkeiten gelullt. So etwa, dass der Subunternehmer alle technisch notwendigen Fragen klären wird. WIr haben darauf vertraut und uns über die tollen Festpreise gefreut.
Insbesondere haben wir auch vereinbart, dass der
Schornstein bereits im Sommer geliefert wird, damit der Wanddurchbruch und Schornsteinmontage vorab erfolgen kann und wir anschließend genug Zeit für die Nacharbeiten und das Vormauern einer nichtbrennbaren Wand hätten.
Von allemdem wusste der angebliche Subunternehmer nichts. Er wolle mit Fa. Hark und deren unzufriedenen Kunden nichts mehr zu tun haben. Wanddurchbruch, Schornsteinmontage und Aufstellung des Kaminofens würde - wenn überhaupt - nur in einem einzigen Termin erfolgen. Wir hätten die technischen Gegebenheiten zu klären und alle notwendigen Materialien dafür zu besorgen und bereitzustellen und wenn wir eine nichtbrennbare Wand vor unserer Außenwand aus Holz errichten wollen, sei das unser Problem und könnten wir noch immer nach Aufstellung des Ofens nachholen. Dass das aufwändig sei, sei nicht sein Problem.
Das war das erste Mal, dass wir von 40% Schadenersatz bei Vertragsrücktritt Kenntnis nahmen.
Natürlich hatten auch wir sämtliche Vertragsbedingungen erst nach Unterschrift mit der Aushändigung des Durchschlages erhalten - aber zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht mehr wahrgenommen.
Von einem derartig hohem Schadenersatz konnte man vorab nicht ausgehen.
Aber damit nicht genug, ergab es jetzt natürlich auch Sinn, warum der technische Erhebungsbogen so vorsätzlich falsch ausgefüllt wurde.
Unser Fokus lag auf dem Nachvollziehen der wirksamen Schornsteinhöhe. Wir waren nicht darauf vorbereitet, dass wir dies bereits bei Bestellung "des
Bauvertrages" bis ins Kleinste berechnen mussten. Auch sind uns die Höhen (Längen) der Schornsteinpakete nicht vertraut. Und wer kennt schon genau Dachüberstand und Firsthöhe ... ab wo eigentlich gerechnet? Ab Boden, ab Wanddurchbruch? Wo liegt der Wanddurchbruch eigentlich im Verhältnis zur Höhe des Kamins?
Während dessen wurden fluchs auch ein paar Kreuze beim Bodenaufbau gesetzt, die nicht der Bauausführung entsprechen. Alles nur, damit "die in Duisburg" keine dummen Fragen stellen. Der Kaminofen wiegt 275 Kg und damit weniger als die üblichen 300 Kg/m² Flächenbelastung, die jeder
Estrich tragen können muss, auch wenn eine Fußbodenheizung im Aufstellbereich langführt.
Na wenn Sie aber sichergehen wollen, prüft das sowieso der Subunternehmer nochmals.
Es gibt nur keinen Subunternehmer in der Kette. Das Wort ist grob falsch.
Somit gehen auch diese "Beratungsmißverständnisse" vorsätztlich zu unseren Lasten.
Mittlerweile haben wir Wanddurchbruch, Einbau der
Brandschutzmanschette und Errichtung der Vormauer aus Promasil und Montage/Aufstellung des Schornsteins in
Eigenleistung bewerkstelligt.
Nun warten wir nur noch auf den Kaminofen. Seit Feb 2023 steht dieser mit unverändert 5 Monaten Lieferzeit im
Internetauftritt der Fa. Hark.
Mittlerweile ist Dezember. Ach ja, da war ja noch ein circa-Vermerk auf dem Kaufvertrag. Mündlich sollte es Oktober spätestens November werden, aber schhriftlich wurde vorsorglich circa Dezember notiert - nur um sicherzugehen.
Das war dann der Moment, als wir im Internet die vielen Beschwerden über Monate des Lieferverzuges und die vielen Rechtsstreitigkeiten zur Kenntnis nahmen.
Bisher haben auch wir keine Antwort auf Anfragen erhalten - weder von unserem "Verkäufer" noch aus Durisburg. Die Hotline ist keiner Erwähnung wert.
Wir warten nicht so lange und werden bereits jetzt einen Anwalt einschalten. Dieser will auch Schritte gegen den Verkäufer einleiten. Was hier läuft, hat nichts mehr mit Dummenfang zu tun. Das ist ein Geschäftsmodell, das auch den Verkäufer in die Haftung bringt. Egal, wie nachteilig die AGB für den Käufer ausgerichtet sind.