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16.11.2025 15:39:48 |
Hallo Forumsgemeinde, ich arbeite mich nun nach un nach in das thema Flächenheizungen und Wärmepumpe ein. Wir haben ja im Frühjahr bereits den RGK (400 m) verlegt und werden somit eine Wärmepumpe auf Basis Geothermie einbauen lassen. Da stellt sich eigentlich nur die frage, welcher Hersteller dort aktuell zu empfehlen wäre? Ich habe immer ein Auge auf die NIbe S1256 geworfen, nur sind Installateure im näheren Umfeld entweder rar bzw. antworten nicht einmal auf meine Kontaktgesuche. Selbst über Nibe direkt ist keine Kommunikation aufzubauen. Insgesamt schreckt mich das dann doch schon etwas ab. In userem ersten Haus hatten wir 2 Gasbrennwertthermen von Buderus. Die liefen die 23 Jahre eigentlich bis auf eine defekte Umwälzpumpe absolut störungsfrei und ich war sehr mit denen zufrieden. Es gibt ja doch so einige Produzenten von Geothermiewärmepumpen. Vissmann, Wolf, Daikin, Buderus, Vaillant usw. Weiter versuche ich auch das Thema FBH, Wandheizung, Deckenheizung oder Betonkernaktivierung zu beackern. Da stehe ich aber noch relativ jungfräulich da. Empfohlen wurde uns bisher immer FBH mit Zusatzheizkörpern in den Bädern. Leider ist meine Frau kein wirklicher Fan von FBH und würde lieber eine Deckenheizung installieren lassen. Auch in den Thema Gebäudekühlung, die Nibe könnte das ja passiv und aktiv, sind wir nicht weiter. Hier wurden uns mehrfach Multisplittanlagen empfohlen. Alles andere wäre Unsinn. Unsere Heizlast wird ziemlich genau 5KW betragen. Vielleicht komme ich ja mit Eurer Unterstützung zu einer guten Wahl. Schönen Sonntag noch. Grüße
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16.11.2025 18:05:07 |
Zitat von HerrRossi70  In userem ersten Haus hatten wir 2 Gasbrennwertthermen von Buderus. Die liefen die 23 Jahre eigentlich bis auf eine defekte Umwälzpumpe absolut störungsfrei und ich war sehr mit denen zufrieden.
buderus, bosch, junkers sind alles hersteller die auf langjährige erfahrungen mit wp zurückgreifen (technisch ivt gibt es schon sehr lange) ich bin mit meiner junkers erdwärmepumpe seit 15 jahren sehr zufrieden, ist halt nur kein effizienzmonster, aber eine echte jaz incl. ww von 4,1 ist für mich ok. ist ja von der entwicklung her auch schon >20 jahre alt. Zitat von HerrRossi70  Weiter versuche ich auch das Thema FBH, Wandheizung, Deckenheizung oder Betonkernaktivierung zu beackern. Da stehe ich aber noch relativ jungfräulich da. Empfohlen wurde uns bisher immer FBH mit Zusatzheizkörpern in den Bädern. Leider ist meine Frau kein wirklicher Fan von FBH und würde lieber eine Deckenheizung installieren lassen. wärme steigt nur mal nach oben, also eine deckenheizung als alleinige heizquelle halte ich für sehr schwierig, grade im bad wo eher die höchsten temp im haus sind. Zitat von HerrRossi70  Auch in den Thema Gebäudekühlung, die Nibe könnte das ja passiv und aktiv, sind wir nicht weiter.
kühlung ist mit betonkernaktivierung bei vielen leuten zur vollsten zufriedenheit im einsatz. wobei ich der überzeugung bin, die beste kühlung ist eine automatische verschattung.
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16.11.2025 19:41:15 |
Zitat von hbrockmann  wärme steigt nur mal nach oben, also eine deckenheizung als alleinige heizquelle halte ich für sehr schwierig, grade im bad wo eher die höchsten temp im haus sind
Und das ist weiterhin Blödsinn. Deckenheizung heizt (wie auch andere Flächenheizungen, z.B. Fußbodenheizung) vor allem über Strahlungswärme, und das funktioniert mit ähnlichen (niedrigen) VL-Temperaturen wie andere Flächenheizungen auch. Zudem ist mit Deckenheizung im Sommer die Kühlung effizient möglich, hier spielt dann tatsächlich Konvektion eine Rolle. @HerrRossi70: Wir installieren gerade eine Deckenheizung in Eigenleistung (ok, verputzen darf der Maler). Hier darf man allerdings den Aufwand nicht unterschätzen: Überkopfarbeit, Zuleitungen müssen durch Wände hindurch, manchmal ist ein Sturz im Weg, Elektronik/Lampen müssen berücksichtigt werden. Das ist in Eigenleistung anstrengend, und wenn man es professionell machen lässt teuer. Andererseits sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen: Man hat dann ein Flächenheizungssystem, das nicht "zugestellt" werden kann (wie bei Fußboden- oder Wandheizung), und die Kühlung im Sommer ist effektiv möglich. Hier gilt dann auch noch mehr als beim Heizen: Je mehr Deckenfläche belegt ist, desto besser, weil dann die Taupunktproblematik geringer ist. Mit einer RGK-WP ist eine zusätzliche Kühlanlage daher Unsinn, was will man noch mit zusätzlichen Multisplit-Geräten. Also wenn, dann RGK-WP + Deckenheizung mit Kühlfunktion. Zur Betonkernaktivierung: Habt ihr massive Betondecken? Das dachten wir bei uns zuerst, dann stellte es sich heraus, dass es Kaiserdecken sind (Betonträger mit Hohlblocksteinen). Da geht eine Betonkernaktivierung nicht wirklich.
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16.11.2025 21:35:00 |
Zitat von Variatio  Und das ist weiterhin Blödsinn. bei betonkernaktivierung als alleiniger heizung gehen 30-50% der heizwärme "nach oben".. das kann man für effizient halten, sollte man aber nicht..
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17.11.2025 05:26:53 |
Das Vorurteil gegen Deckenheizungen ist genauso falsch wie gegen Fußbodenheuzungen, wenn alles vernünftig dimensioniert wird. Grad im Bad ist doch FBH super und da die meisten Menschen dort gerne erhöhte Temperaturen haben, ist es ggfs. sinnvoll dort beides zu kombinieren. Der Fußboden wird dann nicht sonderlich warm (aber ist eben auch nicht eiskalt). Ansonsten muss man eben rechnen, ob man mit DH hin kommt. Die Sonne heizt ja auch nicht am besten, wenn sie möglichst tief steht.
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17.11.2025 06:18:16 |
Die FBH in einem aktuellen KFW55 (oder besser) Haus, die nach flow30 ausgelegt wurde, arbeitet mit VLT <30grad. Das merkt man nicht, der FB wird nicht „warm“. Technisch hat eine Deckenheizung sicherlich ihre Vorteile (wurden ja alle schon genannt), ob sie sich kostenseitig ggü einer FBH, ergänzt um Split-AC (Entfeuchtung!) im DG rechnet, sei dahingestellt.
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17.11.2025 06:53:15 |
Vielen Dank für Eure Antworten. Leider kann ich hier irgendwie nicht zitieren. Habe es jetzt mit 3 verschiedenen Browsern probiert. Ich versuche einmal so auf Eure Eingaben zu Antorten. Wir haben einen massive Betondecke mit 22 cm innenliegend und 18 cm außenstehend über dem EG liegen. Keine deckengleichen Unterzüge oder ähnliches. Die wäre frei zur Nutzung Lüftungsanlage und oder Betonkernaktivierung. Oberhalb der Decke liegt noch ein Staffelgeschoss. Das bedeutet, ein Teil der Decke über EG liegt so zu sagen im freien und die Master Hälfte ist dann der Boden im OG/DG. Daher macht ja eigentlich die Deckenheizung so oder so keinen Sinn. Das habe ich irgendwie bisher noch nicht bedacht. Wie sähe es da mit einer Betonkernaktivierung aus? In dem inneren Teil des OG würde die BKA dann ja auch sofort als FBH und zur Kühlung dienen. Kühlung im Bereich des Pultdaches müsst Mann dann einmal im Trockenbaus schauen, sollte aber ähnlich funktionieren oder? Eine automatische Verschattung auf Basis von Lamellen außen bekommen wir auf jeden Fall. Von dem Flow30 Prinzip habe ich auch schon gelesen. In die Richtung versuchen wir auch zu gehen. Am meisten umtreibt mich momentan allerdings die Suche nach einem InstalVielen Dank für Eure Antworten. Leider kann ich hier irgendwie nicht zitieren. Habe es jetzt mit drei verschiedenen Browsern probiert. Ich versuche einmal, so auf Eure Eingaben zu antworten. Wir haben eine massive Betondecke mit 22 cm innenliegend und 18 cm außenstehend über dem EG liegen. Keine deckengleichen Unterzüge oder Ähnliches. Die wäre frei zur Nutzung für Lüftungsanlage und/ oder Betonkernaktivierung. Oberhalb der Decke liegt noch ein Staffelgeschoss. Das bedeutet, ein Teil der Decke über EG liegt sozusagen im Freien und die andere Hälfte ist dann der Boden im OG/DG. Daher macht ja eigentlich die Deckenheizung so oder so keinen Sinn. Das habe ich irgendwie bisher noch nicht bedacht. Wie sähe es da mit einer Betonkernaktivierung aus? Im inneren Teil des OG würde die BKA dann ja auch sofort als FBH und zur Kühlung dienen. Die Die Kühlung im Bereich des Pultdaches muss man dann einmal im Trockenbau schauen, sollte aber ähnlich funktionieren, oder? Eine automatische Verschattung auf Basis von Lamellen außen bekommen wir auf jeden Fall. Von dem Flow30 Prinzip habe ich auch schon gelesen. In die Richtung versuchen wir auch zu gehen. Am meisten umtreibt mich momentan allerdings die Suche nach einem Installateur. Nibe scheint da schon etwas kompliziert bei uns in der Region zu sein, bzw. Muss ich ja irgendwie auch mehrere Angebote auf ähnlichen bis gleichen Grundlagen einholen. Daher suche ich halt auch nach Alternativprodukten.
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17.11.2025 07:00:52 |
Zitat von joe115  Die FBH in einem aktuellen KFW55 (oder besser) Haus, die nach flow30 ausgelegt wurde, arbeitet mit VLT <30grad. Das merkt man nicht, der FB wird nicht „warm“. [...] Das ist auch einfach falsch. Ich habe aktuell VL von 27°C und das merkt man gerade im Bad, barfus bei Fliesen deutlich. Wenn ich bei milden Temperaturen nachts die WP ausschalte, ist der Boden morgens richtig kalt und später dann eben angenehm (VL ca. 25°C).
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17.11.2025 08:23:06 |
Zitat von Tiii  Das ist auch einfach falsch. Das ist doch keine Frage von "richtig" oder "falsch". Ich habe keine keine FBH im Bad und im Winter dort Fliesen mit 16 bis 17 °C. Das ist barfuß a...kalt. 26 °C - und das ist probiert nicht geraten - sind im Vergleich dazu warm. Selbst 20 °C (und kälter wäre ein Fußboden mit FBH in der Heizsaison nie) ist hier spürbar wärmer im Sinne von positiv. Wenn ich aber bei meinen Eltern bin ist deren FBH noch sehr viel wärmer. (Also gefühlt jenseits der 29 °C) Für manche Menschen - insbesondere wenn man das nicht gewohnt ist - unangenehm warm. DIESE Wärme sollte eine FBH heutzutage nicht mehr haben und doch wärmer als 17 °C.
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17.11.2025 08:41:19 |
Hallo, warum einfach wenn es auch kompliziert geht. Den Eindruck habe ich bei dieser Diskusssion. Für mein Haus habe ich 1980 ein raumweise Heizlastberechnung aufgrund der verbauten Materialien mit vorgegebenen Wunschtemperaturen in den einzelnen Räumen und dazu passend die Verlegeabstände der FBH rechnen lassen. Daraus ergab sich dann auch die Dicke der Isolierung zum Keller und zum nicht bewohnten OG. Das hat damals nebenbei mehr als 500 DM gekostet und für jeden Raum ein DIN A4 Blatt voller Zahlen geliefert. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Im ersten Winter habe ich die Heizkurve eingestellt, damals über 2 Drehknöpfe, einmal lineare Steigung der Heizkurve und eimal Verschiebung des Fußpunktes, das Ganze gesteuert über einen Außenfühler. Damit haben wir - ohne weiteres Gefummele an der Heizung - 40 Jahre gelebt, also in beheizten Räumen die Heizkreise voll auf, keine ERR, Raumthermostate o.ä.. Seit einigen Jahren macht das eine TA UVR 610 nach gleichem Muster. Ich verstehe nicht, warum bei einem Neubau nicht grundsätzlich nach diesem Muster vorgegangen wird, also von einem Ingenieurbüro diese Berechnungen machen zu lassen und danach zu bauen. Zumindest wenn man individuell baut, also nicht mit Bauträger o.ä.. Ja, das kostet erst mal Geld, aber das ist sicher sehr gut angelegt auf Dauer. Dann braucht man nicht mehr über Deckenheizung, Betonkernaktivierung, Wandheizung und was sonst noch diskutieren weil das nach der Berechnung ggf. als Ergebnis da steht, meist aber wohl völlig überflüssig ist. Gruß Heinz
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17.11.2025 08:57:08 |
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Ich kann doch meine Heizlast mit Wand-, Decken-, Fußbodenheizungen Radiatoren oder IR-Stromdirektheizungen abdecken, wenn ich das möchte. Wenn ich bei der Heizungsauslegung keine Vorgaben mache, bekomme ich in den meisten Fällen wohl eine FBH berechnet. Wenn ich die aber nun nicht will, aus welchen Gründen auch immer?!!
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17.11.2025 09:16:53 |
Hallo, Wenn ich die aber nun nicht will, aus welchen Gründen auch immer?!!dann gibt man das eben dem Berechner vor. Im Normalfall ist die FBH wohl - auch finanziell betrachtet - die sinnvolle Lösung und reicht beim Neubau nach heutigem Standard wohl in allen Fällen aus. Und wenn ich weiter oben die Angaben zu den Fußbodentemperaturen lese kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die Estrichtemperatur liegt im Sommer etwas unter der durchschnittlichen Raumtemperatur so um die 20°, evtl. auch mal etwas weniger. Sobald ich anheize muß ich auf min.22° gehen um im Raum einen Effekt zu spüren. Das ist also gefühlt wesentlich angenehmer als im Sommer. Aber bei - 10° habe ich auch nur rund 30°, da bekommt man eben keine dicken Füße. Wenn es dann Richtung 35 - 40° gehen müßte ist es sehr unangenehm und es ist wohl etwas falsch gelaufen, sprich gedämmt. Gruß Heinz
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