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13.11.2025 00:30:38 |
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag | Zeit:
13.11.2025 06:24:45 |
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13.11.2025 10:56:54 |
Zitat von Manfred Bartsch  Hat jemand von euch Erfahrung mit solch einer Konstellation? Besteht mit solch einem Gutachten eine Chance, dass die sog. Untere Naturschutzbehörde (im Kreis Storman/ Bad Oldesloe/ Schleswig-Holstein) eine Fällgenehmigung erteilen wird?[...] Hmm, ich habe den Thread erst jetzt gesehen... Ja, ich habe Erfahrungen mit solchen Vorgängen: Es gibt ziemlich häufig den Wunsch alte und große Bäume auf Privatgrundstücken loszuwerden. Die Gründe sind meistens - auch von Nachbarn - Laub oder eben seit einigen Jahren Photovoltaik. Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 2m in einem Meter Höhe gemessen gelten als ortsbildprägende Bäume und dürfen (außerhalb eines Waldes) erst einmal grundsätzlich nicht gefällt werden, denn das wäre ein nicht zulässiger Eingriff in Natur in Landschaft (§ 14 Absatz 1 Nr. 9 LNastSchG SH). Die UNB des Kreises kann aber durchaus den Eingriff (samt angeordneter Ersatzmaßnahmen) genehmigen, wenn der Eingriff nicht vermieden werden kann. Die UNB muss also eine ermessensfehlerfreie Abwägung zwischen deinen finanziellen Interessen und dem Erhalt des Baumes ausführen. Im Falle deines kerngesunden Baumes kann ich mir kaum vorstellen, dass die Abwägung zugunsten einer Dach-Photovoltaikanalge ausgehen würde. Jedenfalls sind mir in meinem Umfeld keine derartigen Entscheidungen bekannt. Und das ist gut so. Allerdings laufen mir auch immer wieder Fälle über den Weg, in denen Menschen einfach auf alle Regeln scheißen. Entweder wird der Baum vergiftet, bis er eine Gefahr darstellt. Oder er wird einfach (mittels eines skrupellosen Baum"pflegers") illegal gefällt, denn die Strafe - sofern denn Anzeige erstattet wurde - fällt i.d.R. homöopahisch aus... Besser freilich wäre es zu verstehen, welch ein Schatz dort in dienem Garten steht, welche immense Artenvielfalt in diesem alten einheimischen Baum herrscht und welche Ökosystemdienstleistungen dieser Baum - auch für dich - leistet.
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13.11.2025 12:50:39 |
Zitat von Berufsskeptiker  Zitat von Manfred Bartsch  [...] Warum wollen Sie eine PV zum Einsatz bringen? Um die Umwelt zu schonen? Um mit dem Strom eine Klimaanlage zu betreiben, weil Ihnen in der prallen Sonne im Sommer zu heiß wird? Mit mehr Leuten wie Ihnen wäre der Planet schon längst tot. Besser die Klimaanlage mit gutem Braunkohle Strom betreiben, wo ganze Wälder für abgeholzt wurden. Vom Grundwasser mal nicht gesprochen;)
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13.11.2025 13:24:02 |
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13.11.2025 13:33:46 |
Was die PV angeht - gibts denn keine Alternativen Standorte, die in Frage kommen könnten? Gerade für den Winter wäre eine Fassaden oder auch Zaun-PV deutlich im Vorteil Je nach Verschattung kann der Einsatz von Bi-facialen Modulen (also beidseitig) Sinn machen. Je nach Größe liefert sie aber auch ausreichend im Sommer für den reinen Klimaanlagenbetrieb. Ontop dann noch was aufs Garagendach, oder auf die vom Bau abgewandte Dachseite, auf die Gartenhütte, PV auf den Wintergarten/Überdachung etc... Was den Baum angeht, musst du dir überlegen ob und was du machst. Wenn du weist wie hoch die Strafe ausfällt, kannst du entscheiden.
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15.11.2025 00:11:37 |
Solche Ideen entwickeln ältere Leute eigentlich nur wenn sie jungen die Last und Schmach abnehmen mögen, aber hier scheint ein erhebliches Missverhältnis zum Wert und Nutzen des Baumes gegenüber PV vorzuliegen. Ein Laubbaum, natürlicher Schattenspender auf Spdwest des Hause guter Platz, unbezahlbar gut, man wird ihn erst vermissen, wenn er weg ist.
der Form erhaltenede Kronenschnitt als Baumpflege ist in vielen Satzungen zulässig, prüfe_
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15.11.2025 05:49:38 |
Freu Dich an dem schönen Baum. PV ist nicht alles. So nach und nach könnte man evtl die Äste die übers Dach ragen rausnehmen. Dem Baum wird's nicht schaden.
Mfg PIDRegler
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20.11.2025 20:53:42 |
Ich möchte meiner Ankündigung, über den weiteren Verlauf zu berichten, Folge leisten und hiermit mitteilen, dass die Behörde einer Beseitigung des Baumes zugestimmt hat. Man hat sich dort mit der Entscheidung nicht leicht getan, in der Gesamtschau aber befunden, dass die Beeinträchtigungen, die von dem Baum ausgehen, letztendlich seine Beseitigung rechtfertigen. Somit wird dadurch nun auch der Weg zur Photovoltaik frei. Dass einzelne Beiträge in diesem Thread von der Forenadministration kassiert wurden, ist wohl ein Beleg dafür, dass solch ein Thema kontrovers hoch besetzt ist. Verwahren möchte ich mich gegen den Eindruck, dass ich ein Umweltfrevler sei. Mein eigener ökologischer Fußabdruck beschäftigt mich (73) seit Jahrzehnten. Und mit Steinen würde ich allein schon altersbedingt nicht werfen, wenn ich selber im Glashaus sitze. Möglicherweise hilft meine Erfahrung dem Einen oder Anderen und ermutigt dazu, es gegenüber dem Amt mit nachvollziehbaren Argumenten einfach zu versuchen. Denn das war die Ausgangsfrage meines Threads: wer hat Erfahrung mit einer solchen Konstellation, wie sie bei mir vorliegt.
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20.11.2025 21:12:50 |
Zitat von Manfred Bartsch  Ich möchte meiner Ankündigung, über den weiteren Verlauf zu berichten, Folge leisten und hiermit mitteilen, dass die Behörde einer Beseitigung des Baumes zugestimmt hat.
Man hat sich dort mit der Entscheidung nicht leicht getan, in der Gesamtschau aber befunden, dass die[...] Danke für die Rückmeldung! Wahrscheinlich dennoch schade um den Baum. Schon erwogen, den Stamm und große Äste stehen zu lassen als z.B. Grundstock für ein Baumhaus, Rankgrundlage für eine Rosenkomposition, Zentrum für eine Sitzgruppe o.ä.? Dann bliebe das CO2 noch über Jahr(zehnt)e gebunden und der Garten behielte ein einzigartiges Gestaltungselement.
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20.11.2025 21:30:26 |
@DMS20 ...
... danke für deinen prompten Kommentar!
DAS genau wird jetzt mit demjenigen Forstbetrieb besprochen werden, der uns die sogenannte Abtragung ausführen wird.
Und auch auf die Gefahr hin, dass mein jetziger Eintrag heftigen Widerspruch auslösen wird.
Ich lebe in einem Örtchen mit ca. 550 gemeldeten Seelen. Bei meinen seit 8 Jahren täglichen Ausfahrten per Fahrrad mit dem Hund fahre ich durch Bäume, Bäume, Bäume, Nadelwald aber inzwischen auch super aufgeforsteten Mischwald ohne Ende. Dass nun ein einzelnes Exemplar innerhalb einer Wohnbebauung weichen soll, ist natürlich schade, aber irgendwie auch nicht das Ende der Welt.
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20.11.2025 21:50:27 |
Zitat von Manfred Bartsch  ... Dass nun ein einzelnes Exemplar innerhalb einer Wohnbebauung weichen soll, ist natürlich schade, aber irgendwie auch nicht das Ende der Welt. Ja, das sehe ich auch so. Zumal man im eigenen Garten viele weitere Alternativen zur naturnahen Gestaltung hat durch Bevorzugung regionaler Pflanzen, "Bienenweiden", Rückzugsorte für Igel, Vögel, diverse Insekten, Multigrün"rasen", zurückhaltende Versiegelung, Geröllgartenvermeidung usw.
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