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02.12.2025 17:02:43 |
An alle Ölbrenner-Insider: Ich warte und repariere meinen Ölheizungsbrenner seit vielen Jahren und habe so ziemlich jeden möglichen Defekt schon erlebt und behoben, aber nun gibt es einen Effekt, für den ich keine Erklärung finde: Bei einer Routine- Abgasmessung zeigten sich zu hohe CO und CO2 und zu geringe O2-Werte, also wurde etwas mehr Zuluft gegeben, so dass die Werte wieder optimal wurden. Etwas später ergab dann eine Kontrollmessung erneut den o.a. Effekt, aber da der Brenner ohnehin nahe seiner Maximalleistung arbeiten soll, war dann die Zuluft auf 100% und die Verbrennung immer noch etwas zu "fett". Das Nächste war also eine Kontrolle aller Zuluftwege (raumunabhängiges System) auf mögliche Verstopfungen, aber Alles OK. Sogar ganz ohne Ansaugschlauch ändert sich kaum 'was an den Messwerten. Die einzig verbleibende Option war also die Reduktion des Pumpendrucks, um die Verbrennung wieder zu optimieren. So läuft die Heizung also mit guten Werten, ist aber bereits jetzt bei Temperaturen um die 0 Grad fast am Limit, d.h. wenn's richtig Winter wird, genügt die Leistung vermutlich nicht mehr für das Haus. Nun stellt sich die Frage, wie ein Gebläse an Leistung verlieren kann. Einen Lagerschaden am Motor hatte ich auch schon mal, das ist unüberhörbar. Der aktuelle Motor ist aber erst halb so alt wie der mit dem Lagerschaden, und er klingt völlig normal. Außerdem sitzen Gebläse und Ölpumpe ja auf der Achse des gleichen Motors, d.h. eine Drehzahlminderung würde sich auch messbar auf den Pumpendruck auswirken, was aber nicht der Fall ist. Was ich noch nicht messen konnte, war der Gegendruck im Abgasweg, aber das Brennergeräusch am Ende des Abgasrohres auf dem Dach hört sich ebenfalls ganz normal an. Hat Jemand noch eine Idee, wieso dem Brenner "die Luft ausgeht"?
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02.12.2025 17:09:43 |
Wer sagt dass dem Brenner die Luft ausgeht? Vielleicht bekommt er zu viel Öl. Öldüse richtig? Trotzdem nochmal ne neue einbauen, evtl. Produktionsfehler? Düsenstock dicht? Gebläse ist sauber und nicht versifft?
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02.12.2025 17:21:32 |
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02.12.2025 17:28:50 |
Düse ist neu, stimmt, einen Versuch mit der Alten wär's wert, auch wenn die zeitliche Korrelation nicht so ganz passt. Gebläse ist sauber.
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02.12.2025 17:44:53 |
Also nicht nach Auftreten der Probleme getauscht?
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02.12.2025 17:55:26 |
Zitat von Sockenralf  Also nicht nach Auftreten der Probleme getauscht? Nein, aber vor der Messung durch den Schorni, als Alles noch OK war
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02.12.2025 17:58:47 |
Wird auch immer die Pressung gemessen?
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02.12.2025 18:15:28 |
Zitat von KSchmid*  Wird auch immer die Pressung gemessen? Nein, leider nur der Unterdruck in der Saugleitung
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02.12.2025 18:52:15 |
Seitdem ich mal bei ebay ein entsprechendes Manometer ersteigerte und jetzt genau einstellen kann bekomme ich wesentlich bessere Einstellung, z.B. sichtbar an kein Ruß an der Stauscheibe und im Kessel
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02.12.2025 18:55:06 |
Luftansaugweg, Luftklappe und Gebläserad kontrollieren und reineigen. Gerade im Lüfterrad setzt sich gerne Dreck ab. Am besten das Lüfterrad demontieren und mit warmem Wasser und einer Bürste reinigen. Ev. sitzt in der Ansaugung noch eine Schalldämmatte, die sich ev. löst und den Ansaugweg bei Betrieb verschließt. Sinnvoll ist, hier mitzuteilen um was für einen Brenner es sich handelt. Hersteller und Typ. Peter
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02.12.2025 19:32:55 |
Zitat von epicuro  Luftansaugweg, Luftklappe und Gebläserad kontrollieren und reineigen. Gerade im Lüfterrad setzt sich gerne Dreck ab. Am besten das Lüfterrad demontieren und mit warmem Wasser und einer Bürste reinigen. Ev. sitzt in der Ansaugung noch eine Schalldämmatte, die sich ev. löst und den Ansaugweg[...] Ansaugwege und Gebläse sind kontrolliert (siehe Eingangspost) Es handelt sich um einen Herrmann Blaubrenner HL60
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02.12.2025 19:52:46 |
Hast Du mal den Kondensator des Gebläses gemessen? Die geben in letzter Zeit öfter mal den Geist auf. Und 50- 100 U/min fehlende Drehzahl merkt man am Pumpendruck nicht, aber am Gebläsedruck. Peter
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02.12.2025 21:35:24 |
Zitat von epicuro  Hast Du mal den Kondensator des Gebläses gemessen? Die geben in letzter Zeit öfter mal den Geist auf. Und 50- 100 U/min fehlende Drehzahl merkt man am Pumpendruck nicht, aber am Gebläsedruck. Peter Das ist bereits der zweite Motor in dem Brenner, und beim Tausch des Motors habe ich bewusst den Kondensator nicht am Motor belassen, wo er großer Wärmebelastung ausgesetzt ist, sondern am "Chassis" des Brenners befestigt. Er ist jetzt 8 Jahre alt, aber eine Messung kann sicher nicht schaden.
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03.12.2025 06:21:10 |
Was für eine Leistung soll der Brenner haben? Die Luftklappen bei 100% einzustellen ist immer eine schlechte Wahl. Poste mal die benötigte Leistung und ich sende dir heute Abend die Grundeinstellung von dem Brenner. Auch bitte den Heizgaswiderstand vom Kessel. Es kann möglich sein, dass der Brenner umgebaut werden muss. Wie viel Schlitze hat das Mischsystem jetzt und welchen Durchmesser hat das Gebläserad? Wie hoch ist die Pressung jetzt?
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03.12.2025 06:55:35 |
Zitat von jospr  Wie viel Schlitze hat das Mischsystem jetzt Wieso Schlitze? Der Blaubrenner hat eine Luftdüse. Da gibt es keine Schlitze. Zitat von jospr  Wie hoch ist die Pressung jetzt? Auch hier , Pressung gibt es nicht, nur Rezirkulation. Peter
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03.12.2025 07:30:30 |
Zitat von epicuro  Zitat von jospr  [...] Wieso Schlitze? Der Blaubrenner hat eine Luftdüse. Da gibt es keine Schlitze. Zitat von jospr  [...] Auch hier , Pressung gibt es nicht, nur Rezirkulation. Peter Sorry, hatte den falschen Brennertyp auf dem Schirm. Das ist ja gar kein HL 60 E/F. Trotzdem weiß man nicht, welche Leistung der Brenner haben soll?
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03.12.2025 08:33:45 |
Die Tabelle für die Brennereinstellung habe ich natürlich selbst, und für die Maximalleistung von 20kW steht in dieser Tabelle eine Lufteinstellung von 100% bei 18bar Pumpendruck. Früher brauchte ich bei dem Pumpendruck weniger Luft um optimale Verbrennung zu erzielen, jetzt musste ich den Druck auf 14,5bar reduzieren, um mit 100% Luft die optimale Verbrennung zu haben, also nur noch 18kW Leistung. Das spricht übrigens gegen eine "Ausreißer-Düse", die mehr Öl durchlässt als 'drauf steht, denn die Leistung ist eindeutig geringer. Bleibt noch die Sache mit dem Motorkondensator, den ich mal auf Verdacht tauschen werde (ist billiger als ein Kapazitäts-messgerät).
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03.12.2025 08:52:15 |
Moin, Moin! Ich gehöre zwar nicht zur Ölbrenner-Fraktion, weil ich einen Gasgebläsebrenner habe, aber ich hatte mit meinem Kessel das gleiche Phänomen. Ursache: Das Sinterlageröl im Gebläsemotor war durch Alterung verharzt. Dadurch wurde der Rotor schwergängiger und langsamer und somit wurden Motor-Drehzahl, Verbrennungs-Luftmenge und Gebläseluftdruck nicht erreicht. Wahrscheinlich ist es ein Spaltmotor und deshalb: Motor demontieren, Sinterlager mit Aceton, oder Bremsenreiniger reinigen, nach Trocknung mit Sinterlager-Öl füllen und alles wieder zusammen bauen. Der im Voraus erwähnte Anlauf-Kondensator ist auch nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn er extern montiert ist: Durch Alterung und Wärmeeintrag verlieren Kondensatoren ihre Kapazität! Nach 8 Jahren ist dieser definitiv ein Kandidat dafür. Viel Spaß und Erfolg bei der Reparatur wünscht Schorse
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04.12.2025 13:39:42 |
ich habe noch Zweifel daran, dass eine Drehzahlminderung sich nur auf den Gebläsedruck, aber nicht auch deutlich auf den Öldruck auswirken würde, aber der neue Kondensator wird es ggf. zeigen.
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04.12.2025 19:57:11 |
Zitat von Frodo44  ich habe noch Zweifel daran, dass eine Drehzahlminderung sich nur auf den Gebläsedruck, aber nicht auch deutlich auf den Öldruck auswirken würde, aber der neue Kondensator wird es ggf. zeigen. Die Ölpumpe macht irgendetwas zwischen 25 - 40 ltr. die Stunde. Da ist es egal, ob 2800 oder 1800 U/Min, die behält den Druck bei, da 20 KW gerade einmal 2,0 ltr/h an Ölverbrauch ist. Der Druckregler in der Pumpe macht das schon. Peter
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09.12.2025 14:31:58 |
epicuro schrieb: "Die Ölpumpe macht irgendetwas zwischen 25 - 40 ltr. die Stunde. Da ist es egal, ob 2800 oder 1800 U/Min, die behält den Druck bei, da 20 KW gerade einmal 2,0 ltr/h an Ölverbrauch ist. Der Druckregler in der Pumpe macht das schon. Peter" Das sehe ich genauso, denn Drehzahlschwankungen wirken sich auf Gase empfindlicher aus, weil komprimierbar, als bei Flüssigkeiten, da diese nicht komprimierbar sind. Gerade bei Öl, wg. der Viskosität. Mein Favorit ist immer noch Gebläsemotor (verharzte Sinterlager), oder der Anlaufkondensator (Kapazitätsverlust)!
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