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Grabenkollektor für EFH, Bj. 1990
Verfasser:
GK 2024
Zeit: 11.06.2025 20:45:47
0
3852287
Der Stand der Planung hat sich grundsätzlich nicht mehr geändert.
Ursprünglicher Plan war RGK am 03.08.2024. Dieser Termin wurde auf den 02.08.2025 verschoben nachdem feststand, dass unsere Tochter mit Schwiegersohn in unseren Garten ein Haus bauen wollen.

Aktuell warten wir auf die Filigrandecke, dann wird weiter gebaut. Daher habe ich mittlerweile so meine Bedenken, dass der Termin zu halten ist. Erst muss der Kran hinterm Haus weg, dann wird der RGK installiert. Der Ball liegt momentan bei unserer Tochter bzw. unserem Schwiegersohn.

Mittlerweile denke ich eher an den 06.09.2025 für die RGK-Verlegung.

Woher hattest Du Deinen "Verlegemeister"? Bisher habe ich noch keinen. Aktuell werden ich, unser Sohn, unser Schwiegersohn und unser Nachbar den RGK verlegen. Ein erfahrener Baggerfahrer ist natürlich auch vor Ort.

Aber ein Helfer mit Erfahrung und/oder ein Verlegemeister wären schon erwünscht. Wegen oben genannter Terminunsicherheit habe ich bisher noch niemanden gefragt.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 11.06.2025 20:52:39
0
3852290
Hier ist die aktuelle Version:


RGK Version 2025

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 11.06.2025 20:56:01
0
3852292
Bin gerade dabei den bisherigen Tankraum zu fliesen. Dann noch mal malern und der "neue" Heizraum ist fertig für die Installation der WP.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 11.06.2025 22:30:31
0
3852313
Kurzes Update zu unserer BWP:

Seit Installation am 06.03.2025 haben wir bisher einen durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 kWh pro Tag, davon 730 Stunden Wärmepumpe und 14 Stunden Heizstab.

Der Strom kommt bisher zu 100% von unserer PV-Anlage. Geheizt wird im Automatikbetrieb mit Aufheizung auf 50°C.

Bisher hat sich der Heizstab fünfmal für je 1 Stunde und einmal für 5 Stunden dazugeschaltet. Unser Sohn duscht manchmal endlos und wenn dann noch jemand anderer duscht, dann ist der Speicher bei 37°C und die BWP schaltet den Heizstab dazu.

Nachdem die Heizung ausgebaut ist merkt man schon deutlich, dass die Temperatur im Heizungskeller sinkt wenn die Pumpe an ist. Solange die ÖZH noch aktiv war gab es fast keinen Temperaturabfall. Jetzt sinkt die Temperatur um ca. 4°C - 6°C. Nach Ausschalten der BWP wird die vorherige Temperatur nach ca. 15 Minuten wieder erreicht.

Ansonsten merken wir keinen Unterschied bei der Entnahme von Brauchwasser. Es kommt fast sofort warm und die Hebelstellung beim Duschen ist in etwa genau so wie vorher.

Bisher habe ich die Entscheidung noch nicht bereut.

Verfasser:
tepee
Zeit: 13.06.2025 11:54:03
0
3852553
@GK 2024:
Ich habe den RGK über den RGK-Shop planen lassen und von dort auch den „Verlegemeister“ :)

Bin nur mobil online und kann deine Planung nur eingeschränkt anschauen. Aber wenn die hier erfahrenen RGK-Profis ihren Segen geben, dann passt es bestimmt.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 09.07.2025 19:25:55
0
3859290
Hallo,
falls du noch einen RGK vorsiehst, würde ich bei einem beabsichtigten Pool den Kollektor anders planen.

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=eZVlTWHFMhjmPUU6IgU0

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 13.07.2025 15:15:41
0
3860083
Jetzt habe ich noch eine Frage zur Verlegung/Inbetriebnahme des RGK.

Wie handhabt man das üblicherweise mit der Dichtheitsprüfung und der Solebefüllung?

1. Dichtheitsprüfung sofort nach der Verlegung aber vor dem Befüllen des Grabens?
2. Oder ist das Risiko so gering, dass man die Dichtsheitsprüfung üblicherweise erst nach dem Befüllen des Grabens macht?

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 13.07.2025 17:55:31
2
3860111
auch wenn das risiko bei sorgsamer verlegung extrem gering ist,
wenn es zeitlich möglich ist, würde ich immer eine prüfung vor der verfüllung machen.

wir haben bisher immer mit luftdruck geprüft..
da muss man dann halt auf halbwegs identische temp beim ablesen achten.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 13.07.2025 18:40:37
0
3860124
Vielen Dank für die Info.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 01.08.2025 19:12:57
2
3866548
Hab letzten Mittwoch die Rohre geholt und am Montag die Dichtheit geprüft. War vom Handling leichter als ich befürchtet hatte, da die 40-er Rohre ja sehr steif sind. Leider war das Prüf-Set nicht dicht. Daher habe ich am Dienstag das Prüf-Set selber abgedichtet und die Dichtheitsprüfung wiederholt. Ich habe die Prüfung mit einem Kompressor und Luft mit 3,5 bar gemacht. Der Druck war auch nach 3 Stunden noch bei 3,5 bar.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 16.09.2025 01:12:49
1
3877034
So, jetzt wird's ernst. Um den Boden auszutesten und weil ich etwas vorarbeiten wollte haben wir heute mit dem Aushub begonnen. Dabei haben wir nur die ersten beiden Abschnitte mit einer 60-er Schaufel ausgebaggert. Anschließend die beiden Rohre gerade eingelegt und mit der Schaufel mit ca. 60 cm Erde bedeckt. Parallel dazu hat mein Schwiegersohn die vier Kernbohrungen in unserer Kellerwand zum Heizraum durchgeführt.

Da wir erst um 18:00 Uhr anfingen haben wir bis 22:00 Uhr gearbeitet. Der Boden hält, die Tiefe von ca. 150 cm konnte eingehalten werden. Bei etwa 150 cm Tiefe kommt bei uns das Grundwasser. Also gebaggert bis das Kies-Lehm-Gemisch feucht wurde. Nun liegen die Rohre schön feucht in der Erde bzw. im Grundwasser.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Morgen werde ich die beiden Rohre ins Haus einführen und mit zwei Ringraumdichtungen befestigen. Anschließend schaufele ich den Rest wieder zu. Das dürften 10 - 12 m³ Lehm, Kies und Erde sein. Sehr unangenehm zu schaufeln, da vor allem der feuchte Lehm teilweise auf der Schaufel kleben bleibt.

Da wir hinter unserem Haus noch eine Baustelle haben müssen die Arbeiten gut koordiniert werden. Denn vor dem Aushub des Ringgrabens müssen wir noch Humus nach hinten transportieren und die Baustellenzufahrt rückbauen. Somit werden wir wohl bereits am Donnerstag mit der ganzen Baggerei beginnen, damit am Samstag pünktlich um 08:00 Uhr mit dem Aushub des Ringgrabens begonnen werden kann.

Bis Samstag war ich völlig ruhig aber mittlerweile bin ich schon etwas nervös. Die Spannung steigt.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 24.09.2025 20:01:07
0
3879051
Hallo ans Forum,

weiß jemand in welchem Abstand zu meinem RGK eine Grundwasserwärmepumpe installiert werden kann? Wie weit sollte der Saugbrunnen von meinen Kollektoren entfernt sein?

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 24.09.2025 20:11:43
0
3879060
da ein saugbrunnen ja im normalfall deutlich tiefer als dein kollektor liegen sollte, ist der abstand wohl eher nicht so relevant.

die wirklichen grundwasser führenden schichten sind ja eher in 10-50m tiefe..
da beeinflussen sie einen rgk praktisch gar nicht..

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 24.09.2025 20:44:25
0
3879077
Der Saugbrunnen liegt ca. 25 Meter hinter meinem hinteren Kollektor. Ich sehe das in etwa genau so wie Du. Die Anfrage kam vom Heizungsbauer meiner Tochter. Die hat heute die Wassertemperatur im Saugbrunnen (17°C) gemessen und sie soll die Temperatur noch mal messen, wenn ich meine Heizung in Betrieb genommen habe.

Meine Meinung hierzu möchte ich lieber nicht wiedergeben. Ich kenne den Heizungsbauer nicht und werde mir erst nach einem ersten Wort mit ihm eine Meinung über ihn bilden. Stand heute ist sie nicht die Beste.

Ich dachte nur es gibt hier auch einen empfohlenen Mindestabstand wie bei Saug- und Schluckbrunnen auf einem Grundstück bzw. wenn zwei Nachbarn jeweils eine Grundwasserwärmpumpe betreiben.

Aber grundsätzlich kann man den Abstand wohl von den empfohlenen Abständen der einzelnen Gräben bzw. der erfasstem Erdflächen der Slinkys herleiten. Und das wären dann wohl 5 - 6 Meter. Und somit sind die 25 Meter mehr als ausreichend.

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 24.09.2025 21:01:34
1
3879089
Zitat von GK 2024 Beitrag anzeigen
Der Saugbrunnen liegt ca. 25 Meter hinter meinem hinteren Kollektor.

die beeinflussen sich genau 0,garnix..

und selbst wenn sie bei sich temp veränderungen misst, stammen die nicht von deinem rgk!

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 24.09.2025 21:13:59
0
3879093
Vielen Dank, das habe ich meiner Tochter auch gesagt.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 29.09.2025 00:30:16
2
3880585
Mit über einem Jahr Verzögerung haben wir nun den RG-Kollektor endlich installiert. Am Donnerstagabend haben wir die 4 Kernbohrungen in den Heizungsraum erstellt und die Teilstücke A, B und C bis hinters Haus gegraben. Dafür stand ein Minibagger zur Verfügung. Nach zwei Stunden war alles erledigt. Anschließend haben wir noch die beiden Rohre in den Heizungsraum geführt, in die geraden Teilstücke gelegt und die Bünde hinter der Garage abgelegt.

Am Freitag habe ich dann die geraden Teilabschnitte per Hand zugeschaufelt und die erste Anspannung hatte sich gelegt.

Eine Woche später kam um 07:30 etwas überraschend der Baggerfahrer, der eigentlich für Samstag geordert war. Ursprünglich wollte ich die komplette Verlegung am Samstag in einem Zug durchführen. Nach kurzer Diskussion ließ ich mich auf das Risiko ein, den Graben bereits am Freitag zu erstellen und die Rohre am Samstag zu verlegen. Um 12:15 Uhr war der Graben ausgehoben und sechs Fuhren Erde weggefahren, da der Platz für den Aushub nicht ausreichte. Der Baggerfahrer half mir dann noch beide Bünde in den Graben zu befördern.

Sofort habe ich den ersten Slinky verlegt. Das musste ich unbedingt testen und ging mir relativ einfach von der Hand. Meine in der Woche aufgestaute Anspannung wich einer totalen Ungeduld und ich wollte sofort mit der Verlegung beginnen. Darum rief ich meinen Nachbarn an, der mir für Samstag zugesagt hatte. Aber er konnte leider nicht kommen.

Da mittlerweile der halbe Graben mit bis zu 15 cm unter Wasser stand und auf halber Strecke ein 11 Meter langes, 60 cm schmales Stück einsturzgefährdet war, habe ich meinen Sohn geholt und wir haben mit der Verlegung begonnen. Meinen Plan beide Slinkys bis hinter das schmale Teilstück zu verlegen haben wir leider nicht geschafft. Um 20:00 Uhr wurde es dunkel und unsere Moral und Kräfte schwanden. Immerhin schafften wir zu zweit die Verlegung der ersten Rolle bis hinter die einsturzgefährdete Stelle und die Verlegung der ersten sieben Slinkys der zweiten Rolle.

In der Nacht stürzte Erde an verschiedenen Stellen ein. Ab 07:15 Uhr schaufelten wir zu zweit, ab 08:00 Uhr zu dritt und um 08:15 Uhr begannen wir zu viert den zweiten Kollektor zu verlegen. Das war natürlich etwas einfacher als zu zweit und so konnte ich den ersten Helfer um 14:00 Uhr und den zweiten Helfer um 15:00 Uhr in den wohlverdienten Feierabend entlassen. Die gerade Strecke bis zum Heizungsraum verlegte ich mit meinem Sohn. Um 16:00 Uhr waren nach weiteren Schaufelarbeiten beide Rohre im Keller.

Am Montag kam um 07:15 Uhr wieder der Baggerfahrer und verschloss den Graben. Um 10:30 Uhr war der Graben verschlossen und die sechs Fuhren Humus wieder zurück im Garten.

In der Folgewoche kam der Heizungsbauer und montierte bis Donnerstag 14:00 Uhr die Heizung. Nun warte ich auf die Abnahme durch den Hersteller.

Fazit:
Auch ohne praktische Vorkenntnisse kann man einen RG-Kollektor selbst verlegen wenn man sich im Vorfeld intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Zudem benötigt man einen guten Plan, etwas handwerkliches Geschick und Ausdauer. Nach vier bis fünf Slinkys hat man den Dreh raus. Die meiste Zeit brauchte ich um die Slinkys mit den Kabelbindern zu fixieren. Da wir hier entweder im Wasser oder im Matsch standen, wehrten sich die Kabelbinder mit aller Macht.

Vier Mann erwiesen sich als perfekt. Wobei die „Rohrroller“ einen gemütlichen Tag verbracht hätten, wären die Wände stabil geblieben, denn Schaufeln mussten alle. Ganz wichtig waren die gesprühten Markierungen für die Slinkyverlegung, die wir vor jedem Verlegeabschnitt an den Wänden anbrachten. Die erste Messung haben wir nach 200 Rohrmeter gemacht und ergab eine Abweichung von 2 Meter zum Verlegeplan. Nach 280 Rohrmeter waren wir wieder exakt auf Maß. Dies konnten wir allerdings nur überprüfen, da die Laufmeter auf unseren Rohren markiert waren.

Und jetzt hoffe ich darauf, dass der Heizungsbauer seinen Job richtig gemacht und ich die Heizlastberechnung und die Heizleistung richtig berechnet habe. Aufgrund der Hilfen und Infos, die man in diesem Forum erhält, habe ich aber keinerlei Bedenken. Der nächste Winter kann kommen.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 29.09.2025 00:58:43
1
3880587
Nachtrag zum Fazit:

Die Entscheidung den Aushub und die Verlegung auf zwei Tage zu verteilen hat sich im Nachhinein als optimal erwiesen. Da es sich um ein Bestandsgebäude mit angelegtem Garten handelt war der Grabenverlauf teilweise sehr eng und der Platzbedarf für den Aushub zu groß. Das Verfüllen des Graben hätte auch am Samstag erfolgen können. Aber der Montag war auch ok. So konnte das Projekt relativ stressfrei realisiert werden. Lediglich die Nacht von Freitag auf Samstag war für mich etwas unruhig, da ich nicht wusste wieviel Erde in den Graben einstürzen würde.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 11.11.2025 13:15:09
1
3895969
Letzte Woche wurde die Anlage in Betrieb genommen und aktuell beträgt die VL-Temperatur ca. 30°C. Im Wohnbereich sind die Temperaturen wie eh und je. Der Verbrauch beträgt bisher 500 kWh. Ist eben noch nicht Winter. Da bin ich sehr gespannt wie sich der Stromverbrauch bis März entwickelt.

Allerdings ist die Anlage noch nicht abgenommen und ich hatte auch noch keine Einweisung. Das soll diese Woche erfolgen. Jetzt muss ich nur noch die Sohle-Rohre im Heizraum dämmen und die Decke streichen.

PS: Die WP läuft leiser als die Umwälzpumpen und ist somit kaum zu hören.

Verfasser:
GK 2024
Zeit: 03.12.2025 10:29:46
1
3905108
Erstes Fazit nach knapp 4 Wochen.

Am Montag wurde die Anlage abgenommen und die bisherigen Daten ausgelesen.

Daten seit Inbetriebnahme am 05.11.2025:

Heizleistung: 2.357 kWh
Verbrauch: 357 kWh
COP: 6,6
Verbrauch/Std: 0,57 kWh
Soleeingang: 8°C
Soleausgang: 3,7°C

Maximale Leistung der WP (8,6 kWh) bei 4°C Außentemperatur: 10,3 kWh

Die WP ist seit Inbetriebnahme komplett durchgelaufen. Und hat dabei im Bereich zwischen ca. 400 und 1.800 Watt gearbeitet. Wobei die WP meistens zwischen 500 und 600 Watt arbeitete. Ich denke sie wird bis knapp unter 250 Watt regeln können.

Bei der Sole wollte ich auf Nummer Sicher gehen und habe mich für eine Sole entschieden, die bis -15°C geeignet ist. Der Monteur meinte es hätte auch eine Sole für -10°C gereicht. Damit wäre der COP besser.

Bisher lief die WP mit max. 1,5 kWh. Bin mal gespannt wie sich dies und der COP über den Winter bis zum Frühjahr entwickeln.

PS: Aktuell bei trübem Wetter und 1°C Außentemperatur läuft sie mit 900 Watt.

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