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03.12.2025 16:34:52 |
Einfamilienhaus in Niederösterreich, BJ 1960, 150 m² + Keller, keine Fassadendämmung. Spitzboden habe ich selbst mit 28 cm Mineralwolle gedämmt. Große Heizkörper (Typ 22/33). Heizung aktuell über alte Gas-Heizwerttherme (end of life...). Warmwasser über 120-L-Boiler. PV mit 9 kWp vorhanden, aber ohne Speicher. Bei kalten Tagen erreiche ich das Haus mit 50 °C Vorlauf gerade noch, im OG wird es aber knapp.Ich habe nächstes Jahr max. 10.000–20.000 € Budget und kann somit nur einzelne Maßnahmen umsetzen. Die Gastherme hält nur mehr diese Heizsaison. Welche Maßnahme macht technisch und finanziell am meisten Sinn – und in welcher Reihenfolge? Zur Auswahl stehen z. B.: - Austausch der alten Gastherme gegen eine moderne Brennwerttherme - Umstieg auf Luft- Wasser-Wärmepumpe (ohne weitere Dämmmaßnahmen) I- nstallation von Luft-Luft-Wärmepumpen (Klimaanlagen) zum Zuheizen/Kühlen - Fassadendämmung (wohl zu teuer) - Kauf eines PV-Speichers - Fenstertausch (ohne weitere Maßnahmen) Ich suche eine realistische Priorisierung für die nächsten ein bis zwei Jahre und Einschätzungen, was in meiner Situation kurzfristig am meisten bringt (Komfort, Energieverbrauch, Förderlogik, Zukunftssicherheit). Danke!
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03.12.2025 17:13:24 |
PV-Speicher ganz hinten anstellen. Was sind derzeit für Fenster und Haustür verbaut? Die priorisiert tauschen. Fassade auch nicht umsetzbar bei dem Budget. Wie viel Gas hast du bisher im Jahr gebraucht?
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03.12.2025 17:15:02 |
Das wichtigste für mich wäre, dass ich das Gebäude annähernd luftdicht bekomme. (Je nach Stand) Altbauten neigen zu Zugluft durch diverse Öffnungen und so lange das so ist, nutzt dir die beste Dämmung nichts. Ich kenne die Bedingungen in Österreich nicht und habe keine aktuellen Preise, aber ich würde den PV-Speicher streichen. Ggfs. brauchst du noch einen neuen Wechselrichter und richtig rechnen tut sich das vermutlich lange nicht. Dann schauen, dass du alle einfachen Maßnahmen ausschöpfst um nachzudämmen: Rollädenkästen, Kellerdecke usw. Wir heizen fast ausschließlich mit Klimaanlagen und das funktioniert bei uns. Allerdings mit Komforteinbußen.
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03.12.2025 19:29:42 |
Wenn die Gasheizung nur noch dieses Jahr hält (?), dann brauchst du eine neue Heizung. Ich würde eine LWWP kaufen und ggf. noch einen billigen Holzofen, damit du die WP etwas kleiner dimensionieren kannst, wenn dann die neuen Fenster kommen. Du kannst auch erstmal deinen örtlichen Glaser fragen, ob er dir die Scheiben tauschen kann, wenn die Rahmen noch OK sind. PV Speicher ganz hinten anstellen, sobald die WP, da ist bleibt für den eh nichts mehr über.
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03.12.2025 19:53:37 |
Zitat von belzig  und ggf. noch einen billigen Holzofen, Das könnte zum Boomerang werden, wenn der Schornie dann Sonderwünsche hat bezüglich geänderter Abgasführung. Lieber auf Verbrenner komplett verzichten, und langfristig Klimakisten im Obergeschoß einplanen. Die können auch im Winter zuheizen, und kosten nur den Bruchteil einer geförderten LWWP (zumindest in DE).
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03.12.2025 20:18:05 |
Zitat von Kaspressknedl  [b]Einfamilienhaus in Niederösterreich, BJ 1960, 150 m² + Keller, keine Fassadendämmung. Spitzboden habe ich selbst mit 28 cm Mineralwolle gedämmt. Große Heizkörper (Typ 22/33). Heizung aktuell über alte Gas-Heizwerttherme (end of life...). Warmwasser über 120-L-Boiler. PV mit 9 kWp vorhanden, aber[...] Die Frage, die Du Dir selber beantworten musst, ist nach wie langer Zeit Du wieder Geld für weitere Maßnahmen hast. Gerade wenn Deine Heizung nicht mehr lange lebt, wirst Du dafür jetzt Geld ausgeben müssen oder eben in naher Zukunft. Ein Wärmepumpe macht selbst wenn Du das Geld hättest nur Sinn, wenn sie in ihrer Leistung an den mittelfristig geplanten Dämmstandard angepasst ist. Wenn sich die Nachdämmung über etliche Jahre ziehen, dann hättest du ggf. zu Anfang eine nicht ausreichende und am Ende eine überdimensionierte WP. Ich würde deshalb wie die Vorgänger geschrieben haben, die Maßnahme priorisieren, die das beste Preis-Dämmverhältnis hat. Also einfach mal für die verschiedenen Optionen ausrechen was es etwas kosten würde und wieviel Du sparst und danach entscheiden. Früher haben die PV-Verkäufer allen mir bekannten gesagt "eine PV-Anlage mit Speicher rechnet sich" und ich musste allen klar machen, dass sich eine Anlage ohne Speicher noch mehr rechnet. Inzwischen sind die Speicher günstiger geworden, so dass man gerade bei Neuinstallation gut einen Speicher dazunehmen kann. Bei Bestandsanlage wird es dann schon eine Rechenaufgabe, die richtige Konfiguration zu finden, die in ihrer Rendite Festgeldanlagen schlägt - zumindest in D.
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03.12.2025 20:19:00 |
Ich kenn die Förderlandschaft in Österreich nicht, aber die WPen werden in Österreich sicher billiger als bei uns sein. DIe Gastherme ist ja noch kein Brennwerter insofern, kann er ja den Kaminkehrer ja fragen, ob er an den alten Schornstein einen Holzofen ohne Umrüstungen anschließen kann. Wenn nicht, dann nicht, aber meistens geht das problemlos. Der Kaminkehrer will ja auch mit WP noch ein Geschäft machen. Neuerdings sind die bei uns sehr kundenorientiert.
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03.12.2025 22:00:29 |
Hallo, " Heizung aktuell über alte Gas-Heizwerttherme (end of life...). " Wer sagt das? Wenn die noch einige wenige Jahre macht, dann Geld für Dämmung / Fenster / Türen / etc. ansparen... Und dann umsetzen. Immer (!) genügend Geld für Tausch auf BWT ( Brennwerttherme) liegen haben - im Fall: "WENN". Also: 1. Versuchen mit der vorhandenen Therme durchzukommen. 2. Im "schnellen" Fall von "WENN" auf BWT umsteigen (relativ kostengünstig halt). 3. Geld ansammeln 4. Dämmung 5. WP Oder: 3. WP jetzt und 4. nichts an der Dämmung die nächsten 10...15 Jahre verbessern UND 6. Niedrige Effizienz / höhere Stromkosten für die WP. In Kosten kann man das kaum sauber gegeneinander rechnen. 7. Kauf und Installation der PV war wahrscheinlich etwas voreilig - wäre bei Dämmung und Wärmeerzeuger bestimmt besser aufgehoben gewesen - aber vorbei dieses Thema. ...8.... 50°C VLT bei LWWP ist halt auch schon sehr grenzwertig (und PV hilft da gar nichts - im Winter kaum Sonne und dann 50°C VLT). 😇 Disclaimer: Erstellt mit KI meiner Glaskugel - sorry! Gruß Musil
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04.12.2025 01:26:10 |
Immer erst aus dem Zelt ein Haus machen, und dann die Heizung passend dimensionieren. Sei froh, dass Du in Österreich wohnst, in GEG-Deutschland könntest Du mit deinem Budget deine Bude nicht halten.
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04.12.2025 06:20:52 |
Zitat von Kaspressknedl  [b]Einfamilienhaus in Niederösterreich, BJ 1960, 150 m² + Keller, keine Fassadendämmung. Spitzboden habe ich selbst mit 28 cm Mineralwolle gedämmt. Große Heizkörper (Typ 22/33). Heizung aktuell über alte Gas-Heizwerttherme (end of life...). Warmwasser über 120-L-Boiler. PV mit 9 kWp vorhanden, aber[...] 1. 1-2 Marstek/ Growatt Zendure und Co AC gekoppelter Batteriespeicher mit je 2-2,5 kWh für 200 EUR/ kWh beschaffen. Shelly 3 EM in die Hausverteilung. Damit sorgst du für zusätzlichen Eigenstromverbrauch von ca 300-600 kWh/ Jahr. Das spart 100-200 EUR/ Jahr und die Speicher amortisieren sich nach 3-4 Jahren. WP beschaffen und Wärmeverteilung optimieren ( grosse HK, Wandheizung, FBH, Schritt für Schritt!) so dass du mit VLT max 45° bei NAT auskommst. Hier kontinuierlich verbessern! WW Speicher ersetzen, ggf PWT hinzufügen. Versorgung durch WP (-> WW von Frühjahr bis Herbst versorgt von PV,) Unteren Gebäudeabschluss ( Kellerdecke) dämmen. Fußkälte abstellen Drempel dämmen. Raumweise sanieren, die Schlechten zuerst! Aussenwand im Raum von Innen dämmen, Multipor oder Holzfaserdämmstoff 6cm, optional Wandheizung in Außenwand integrieren ( RTB + Thermostat Kombi) Fenster tauschen. Untersparrendämmung und Dampfsperre in Dachräumen. 200W/10l Lufttrockner / 400 W IR Panel für das Bad beschaffen. Das meiste funktioniert in Eigenleistung .. Viel Erfolg Beste Grüße MIKA
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04.12.2025 07:44:45 |
Zitat von Kaspressknedl  150 m² + Keller - Spitzboden habe ich selbst mit 28 cm Mineralwolle gedämmt - Große Heizkörper (Typ 22/33). Bei kalten Tagen erreiche ich das Haus mit 50 °C Vorlauf gerade noch, im OG wird es aber knapp. max. 10.000–20.000 € Budget- Die Gastherme hält nur mehr diese Heizsaison. Das ist doch alles nur Blabla.
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04.12.2025 10:17:28 |
@Kaspressknedl, Man bräuchte folgende Angaben, damt man mal was zu Heizlast von deinem Haus sagen kann. Normaußentemperatur NAT Gasverbrauch Wenn WW mit Gas gemacht wird, wieviel Personen und Bäder sind im Haus? VLT bei 0° Ist eine Nachtabsenkung eingestellt?
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04.12.2025 22:27:45 |
Hallo, dem "niederen" Österreicher hat es ja erst mal die Sprache hier verschlagen... Als "oberer" Österreicher hätte ich da, mal nach nachlesen, folgende Kommentare: 1. Budget eventuell (??!) nächstes (!!) Jahr 10.000 bis 20.000 € - bei einer typischen uralt Hütte. Ja - da muss man mal in AT durchs Wein - oder besser noch, durchs Waldviertel - fahren....um das zu realisieren. 2. Mal IR-Thermometer und Maler Kreppband kaufen (locker drin im Budget - eventuell auch noch dieses Jahr) - Mein bester Tip hier wohl ?? 3. Mal nach den thermischen Schwachstellen im Haus suchen und da die "niedrig hängenden Früchte" "ernten" - Fenster, Türen, Wärmebrücken... 4. Das dann kostengünstig "sanieren", wenn man da etwas (oder mehr) detektiert - können schnell mal 10.000 € weg sein. 5. 10.000 € als Reserve für einen Ersatz der (miselsüchtigen ?) Heizwerttherme --> dann (moderne) Brennwertherme. 6. Die maximal 20.000 € dann schon mal fast total ausgeplant. 7. Geld die nächsten 10 Jahre ansparen, für andere Maßnahmen - und dann hier wieder auftauchen. Sorry - Hütte aus 1960 im Waldviertel (sorry - Humor halt) mit 1960ziger Heizkörpern und max. 20.000 € im nächsten Jahr - eventuell mal.... (50°C VLT) .... da braucht man über WP, etc., überhaupt nicht nachzudenken. Aber halt eine total sinnlose PV am Dach investiert (Kleiner Seitenhieb halt von mir). Gruß Musil
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