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03.12.2025 09:17:53 |
Moin zusammen, da ich mich spontan entschieden habe, den einen Tiefenerder an anderer Stelle zu setzen, ist nun der V4A-Runddraht paar Meter zu kurz. Sprich aus eurer Sicht etwas dagegen, die Drähte mit etwas Versatz zusammenzuschweißen? Elektroden wären allerdings nur V2A - Materialverträglichkeit? Schweißen lässt sich das Material recht gut, das habe ich schon ausprobiert. Die Verbindungsstelle würde im Boden unter meinem Anbau liegen und könnte zum Beispiel durch Schrumpfschlauch mit Innenkleber geschützt werden. Nass soll es an der Stelle nicht werden. Normen und Vorschriften interessieren an der Stelle nur am Rande. Mir geht es vorrangig um Physik und Chemie, ob es da Erfahrungen gibt.
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03.12.2025 10:45:27 |
Schweiß es mit etwa 5 cm Überlappung zusammen, danach mit Drahtbürste gut reinigen und mehrfach mit irgendeiner guten Rostschutzfarbe anstreichen. Eventuell noch einen Schrumpfschlauch drüber und fertig, es gibt auch Schraubverbinder in Edelstahl aber dazu hätrte ich im Erdreich eigentlich weniger Vertrauen als in eine gute Schweißverbindung.
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03.12.2025 12:02:35 |
Schweissen geht. Aber warum holst du dir nicht die richtige Elektrode? Rostschutzfarbe auf V4A ist Gebastel.
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03.12.2025 13:36:33 |
Auch wenn Du mit dafür geeigneten "Niro" Elektroden schweißt, hast Du im Randbereich Materialgefügeveränderungen welche dann rostanfällig sind und das wird durch eine Grundierung und eventuell Decklackschichte langfristig verhindert! Warum glaubst Du dass die EVUs bei einem Hausanschluss für den Banderder inzwischen einen 5 x 50 verzinkten bandstahl verlangen (aber selbst nur den 4 x 40 verlegen) denn er dünne ist nach 20 Jahren nur mehr eine Rostspur in der Künette. Da die Leitung zum nächsten KÜK bei einem Neuanschluss ja vom Anschlusswerber bezahlt werden muß und sofort in das Eigentum des Versorgers übergeht weiß man da warum!
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03.12.2025 16:19:12 |
Unabhängig vom verwendeten Material besteht ohne eine geeignete Nachbehandlung (Beizen und Passiviren) der verschweißten Bereiche immer die Gefahr von Korrosion in der Wärmeeinflusszone. Früher wurden Verbindungen im Erdreich häufig mit sogenannte Schutzbinden umwickelt. Ob diese Methode heute noch gängig ist, kann ich allerdings nicht sagen. Wobei ich die Schrumpfschlauch Lösung mit Kleber am besten finde. Korrosionsband |
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03.12.2025 17:40:57 |
Schweissen, reinigen, dann (ohne Rostschutz) Schrumpfschlauch mit Heißkleber drüber, Erder zuvor schon auf min 80° vorwärmen, dann Schrumpfschlauch aufschieben und ordentlich schrumpfen bis Heißkleber auf beiden Enden austritt und er Schrumpfschluch eine gleichmäßige Oberfläche ohne Wellen zeigt. Warmluftföns sind dafür im Aussenbereich meist nicht geeignet, besser Gasflamme (gelb brennend), zB.: Spenglerbrenner mit zugedrehter Luftbeimischung.
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03.12.2025 19:23:04 |
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps! Passende Elektroden hatten die örtlichen Baumärkte nicht im Sortiment. Genauer gesagt, wussten die gar nicht, dass es überhaupt Unterschiede beim Edelstahl gibt :-) Auf die die ich bekommen habe steht 308L - sind wohl die falschen, wie ich dachte. Hab jetzt etwas im Netz gesucht und paar Online-Shops gefunden die sowas anbieten. Würden die hier passen: Edelstahlelektroden Chosun NC-316L, 10er-Packung Zum Schweißen von Edelstahl mit sehr niedrigem Kohlenstoffgehalt (18% Cr-12%Ni-2%Mo)? Komme mit den ganzen Bezeichnungen selber nicht ganz klar, muss ich gestehen. Als Korrosionsschutz kann ich auch eine Gießharzmuffe drüber machen. Hab sogar noch eine da, die ich sonst wegschmeißen müsste. Muss sie nur finden, in den ganzen Kartons. 🙈
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03.12.2025 19:29:11 |
Zitat von winnman  Warmluftföns sind dafür im Aussenbereich meist nicht geeignet, besser Gasflamme (gelb brennend), zB.: Spenglerbrenner mit zugedrehter Luftbeimischung.] Brenner habe ich leider noch nicht, aber meine Heißluftpistole sollte es schaffen. Damit mache ich mir sogar Muffen an den 110er KG-Rohren. Die Stelle ist außerdem in meinem Anbau, wo ich gerade den Betonboden aufgebuddelt habe um eine Drainage zu machen. Also nicht ganz draußen. Muss nur schauen ob der Schrumpfschlauch den ich habe, genau die passende Größe hat, sonst nehme ich die Gìeßharzmuffe.
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03.12.2025 19:37:00 |
Moin, die alte Version mit der Fettbinde wurde bereits erwähnt, ich bin mit Densobinde alt geworden. Das zeugt liegt in bindiger Erde oder unter Wasser und die Kabel halten. Diese Matschbinden sind immer nur Provisorien über Nacht zum nächsten Tag. Aber manchmal haben wir die tatsächlich in Betrieb gefunden.... Monteur vermutlich krank geworden und dann halt die Fertigstellung vergessen, oder der Bautrupp war schneller. Schrupfen auf massiven Metall, wie oben beschrieben nur mit intensieven vorwärmen. Grüßle
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04.12.2025 08:41:47 |
Hallo V4A heißt halt nur Versuch V4A..... und sagt wenig über die Zusammensetzung aus. Werkstoffnummer wäre besser. Oder die internationale Bezeichnung AISI 316. Bei Edelstählen kommt es in der Schweißzone Bad (je nach Schweißzusatz) und Randbereich zu Chromkarbidbildung zwischen den Chromanteilen und den Kohlenstoffanteilen im Stahl. In diesen chromverarmten Zonen kann keine Passivschicht mehr ausgebildet werden und es kann zu Korrosion kommen. Deshalb werden, wenn geschweiß werden muss, im V4A Bereich entweder stabilisierte Edelstähle z.B. AISI 316 TI ((der klassische deutsche V4A 1.4571) - dort ist dann Titan Legierungsbestandteil des Grundstoffes. Weil Titan früher zur Titankarbidbildung neigt als Chrom und bis Chrom mit Kohlenstoff reagieren würde ist der Kohlenstoff schon an Titan gebunden. Oder mitllerweile verfügare Edelstähle mit sehr niedrigem Kohlenstoffgehalt verwendet AISI 316 L (L für Low Carbon). Werkstoffnummer 1.4404. Der hat von Haus aus so wenig Kohlenstoff, dass es nicht mehr zu Chromverarmten Zonen kommen kann. Und somit eine Passivschicht gebildet werden kann. In beiden Fällen wird jedoch gebeizt (um die Anlauffarben zu entfernen) und hinterher mit Wasser passiviert, damit das oberflächennahe Chrom zu einer Passivschicht ausgebildet werden kann. ciao Peter
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04.12.2025 17:50:10 |
Zitat von bricolaje  Normen und Vorschriften interessieren an der Stelle nur am Rande. Mir geht es vorrangig um Physik und Chemie, ob es da Erfahrungen gibt. Dass Normen etwas anderes als Erkenntnisse der Physik und Chemie wiederspiegeln, hat mir noch keiner der Autoren an einem konkreten Beispiel belegtt. Im Ausland, wo exothermische Verschweißungen aller möglichen Erderwerkstoffe alltäglich sind, würde man über deine Schweißmethode den Kopf schütteln. Wem die Verlängerung mittels zertifizierten Kreuzverbinder zu einfach ist, der darf auch wie von dir geplant schweißen. Die Isolierung eines blitzstromtragfähigen Verbinders ist allemal professioneller als die einer Schweißstelle, an der mit einer falschen Elektrode gebastelt wurde.
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04.12.2025 23:45:11 |
Zitat von Peter 888  Hallo
V4A heißt halt nur Versuch V4A..... und sagt wenig über die Zusammensetzung aus. Werkstoffnummer wäre besser. Oder die internationale Bezeichnung AISI 316.
Bei Edelstählen kommt es in der Schweißzone Bad (je nach Schweißzusatz) und Randbereich zu[...] Danke für die ausführlichen Informationen! Der Runddraht ist original von Dehn. Ich denke, dass die Elektroden aus meinem Link passen werden. Werde sie die Tage mal bestellen. Korrosionsschutz dürfte an der Stelle kein Problem sein. Das bekomme ich hin. Jetzt habe ich genug Hinweise und Denkanstöße bekommen.
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04.12.2025 23:45:27 |
Zitat von Dipol  Zitat von bricolaje  [...] Dass Normen etwas anderes als Erkenntnisse der Physik und Chemie wiederspiegeln, hat mir noch keiner der Autoren an einem konkreten Beispiel belegtt. Mal davon abgesehen, dass ein großer Teil der Normungsarbeit durch Vertreter der Industrie erledigt wird (Stichwort: Interessenskinflikte), geht es bei den Normen nicht nur um die Erkenntnisse aus Physik, Chemie..., sondern auch um die praktische Umsetzung, damit draußen in der Praxis vergleichbare, reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden können, und das gewünschte Ziel erreicht wird. Es sind mehr Handlungsempfehlungen und Anweisungen, damit man auf des sicheren Seite ist. Die Normen schliessen aber nicht aus, dass andere Lösungen möglich sind. Das gewünschte/nötige Ziel auf andere Art und Weise zu erreichen ist meistens möglich, aber haftungstechnisch problematisch, weil man im Fall der Fälle alle Nachweise selber führen müsste.Ich kann in meinem Fall mit dem Risiko leben, weil es nur mein Haus betrifft, was eh nicht versichert ist. 🙈 Zitat von Dipol  Wem die Verlängerung mittels zertifizierten Kreuzverbinder zu einfach ist, der darf auch wie von dir geplant schweißen. Die Isolierung eines blitzstromtragfähigen Verbinders ist allemal professioneller als die einer Schweißstelle, an der mit einer falschen Elektrode gebastelt wurde. Tatsächlich sind mir die Kreuzverbinder ausgegangen, weil ich zusätzlich den metallischen Schornstein und eine Metallkonstruktion im UG erden musste, was vor paar Jahren, als ich mir die Teile zusammengestellt hatte, noch nicht ersichtlich war. Ich würde an dieser Stelle aber sowieso lieber schweißen, selbst wenn ich noch mehr Kreuzverbinder gehabt hätte, weil ich eine vollflächige Schweißnaht für haltbarer und belastbarer halte, als die paar Schrauben. Den Korrosionsschutz bekomme ich denk eurer Hilfe schon hin. Danke nochmal allerseits!Jetzt habe ich hier sogar einen Shop gefunden, wo ich die Binden bekomme, ohne sie in Deutschland bestellen zu müssen. Zitat von Dipol  Im Ausland, wo exothermische Verschweißungen aller möglichen Erderwerkstoffe alltäglich sind, würde man über deine Schweißmethode den Kopf schütteln. Ich bin auch im Ausland und hier schüttelt man auch den Kopf, zum Beispiel wenn ich nach V4A frage. Hier wird für Erdung noch verzinkt verwendet, wie in Deutschland vor einigen Jahrzehnten. 🤷♂️ Deswegen hatte ich übrigens geschrieben, dass mich die Normen nur am Rande interessieren - alles was ich in Sachen Strom mache, ist deutlich besser, als die hiesigen Standards. Hier wird sogar noch die klassische Nullung praktiziert und wenn man im Laden paar meter Kabel haben will, wird einem erstmal Zweiadrig gereicht... 🙈
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05.12.2025 06:07:21 |
Ich würde die "Schweißnaht" noch vergolden.🙄
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05.12.2025 07:14:15 |
sind nicht in BG die Erder noch aus Holz?
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05.12.2025 09:04:47 |
Zitat von WP_PV_ST  sind nicht in BG die Erder noch aus Holz? Aus Pappe, Holz ist zu teuer.
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05.12.2025 13:05:25 |
Zitat von bricolaje  Tatsächlich sind mir die Kreuzverbinder ausgegangen, weil ich zusätzlich den metallischen Schornstein und eine Metallkonstruktion im UG erden musste, was vor paar Jahren, als ich mir die Teile zusammengestellt hatte, noch nicht ersichtlich war. Liefer-Engpässe nehmen zu und wenn Kreuzverbinder nirgends mehr nachzukaufen sind, muss man in einem Dritte-Welt-Land zwangsläufig schweißen. Zitat von bricolaje  TIch bin auch im Ausland und hier schüttelt man auch den Kopf, zum Beispiel wenn ich nach V4A frage. Hier wird für Erdung noch verzinkt verwendet, wie in Deutschland vor einigen Jahrzehnten. 🤷♂️ Bleibt zu hoffen, dass du wegen dem NIRO-Draht nicht ausgegrenzt wirst. Aber evtl. wird die drohende Ausgrenzung durch einen landestypischen Erdspieß aus St/tZn abgemildert? In welche Norm die pösen Industrievertreter usw. etwas hineingeschrieben haben, was der Physik und/oder der Chemie widerspricht, bleibt weiterhin offen.
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06.12.2025 08:42:29 |
Zitat von Dipol  Zitat von bricolaje  [...] Liefer-Engpässe nehmen zu und wenn Kreuzverbinder nirgends mehr nachzukaufen sind, muss man in einem Dritte-Welt-Land zwangsläufig schweißen. Bleibt zu hoffen, dass du wegen dem NIRO-Draht nicht ausgegrenzt wirst. Aber evtl. wird die drohende Ausgrenzung durch einen landestypischen Erdspieß aus St/tZn abgemildert? Wenn das Witze sein sollten, habe ich sie nicht verstanden, sorry! Wenn mich das beleidigen oder provozieren sollte, hat es nicht nicht funktioniert. Es haben sich schon zahlreiche Andere vor dir daran versucht - spar dir die Mühe, es ist aussichtslos! Zitat von Dipol  In welche Norm die pösen Industrievertreter usw. etwas hineingeschrieben haben, was der Physik und/oder der Chemie widerspricht, bleibt weiterhin offen. Ich habe nie behauptet, Normen würden der Physik/Chemie widersprechen. Die Aussage kommt von dir, vermutlich weil dir nichts besseres als Antwort auf meine ausführliche Erklärung eingefallen ist Wenn alle physikalische oder chemische Konstellationen in Normen erfasst worden wären, würde es keine ZiE mehr geben, denk mal drüber nach!
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06.12.2025 11:10:09 |
Zitat von bricolaje  Ich habe nie behauptet, Normen würden der Physik/Chemie widersprechen So oft wie in den Foren schon User ihre Normferne bekundet aber trotzdem behauptet haben, dass sie über eine bessere Physik als die in nie gelesenen Normen verfügen, lag der Interpretation nahe. Sorry, wenn ich mich geirrt habe. Zitat von bricolaje  Wenn das Witze sein sollten, habe ich sie nicht verstanden, sorry!Wenn mich das beleidigen oder provozieren sollte, hat es nicht nicht funktioniert. Es liegt mir total fern andere zu beleidigen. Aber ich gebe zu, dass ich "provozieren" wollte, ob der Erder aus St/tZn besteht, was man in Kombination mit einem Erdungsleiter aus V4A als wenig sinnvoll aber auch als schlechten Witz ansehen kann. Zitat von bricolaje  Wenn alle physikalische oder chemische Konstellationen in Normen erfasst worden wären, würde es keine ZiE mehr geben, denk mal drüber nach! Das ist ein Widerspruch gegen eine Behauptung, die weder ich noch sonst niemand aufgestellt hat. Kann es sein, dass über diese Erdungsanlage schon einmal diskutiert und dort Material und Länge des Erders nicht top secret gehalten wurde?
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06.12.2025 17:40:19 |
Nein, über die Erdungsanlage habe ich sonst noch nie diskutiert. Weder hier, noch in anderen Foren oder privat. Die Erderstäbe und die Klemmen dazu sind auch aus V4A, war hier aber nicht Gegenstand der Frage.
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