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07.12.2025 00:21:20 |
Zitat von karstenhq2011  Ich wollt noch kurz etwas zum "Wärme Aufholen nach Zwangspause" schreiben. Im Gegensatz zur Mehrheit sehe ich das immer noch als sinnvoll (umgesetzt) an, aber liegt wohl auch daran, dass es bei mir ohne Zicken läuft. Da hast du andere Erfahrungen gemacht als ich oder andere hier. Wäre ja schön wenn das Verfahren zumindest bei manchen sinnvoll funktioniert. Sonst wäre ja noch weniger nachvollziehbar, warum man sich in einem Konzern wie Bosch zu so einer Regelung entschließt. Warum ich es nicht für sinnvoll halte: Die Energie, die dem System durch eine Abtauung entzogen wird, ist nicht so groß. Laut nrgtotal reden wir hier thermisch von 300-400 Wh für eine normale Abtauung und ~1 kWh für eine Superabtauung. Das in z.B. der nächsten Stunde nachzuholen wären ~400 W, also linear gerechnet 6% Modulation bei meiner 7er ODU oder ~1 kW =~ 15%. Es gibt aber keinen Grund bei einem zuvor z.B. auf 50% eingeschwungenen System auf nahe Volllast zu gehen. 5-10% mehr reichen und über ein paar Stunden ist es ausgeglichen. Das Gebäude ist ohnehin viel träger. Zitat von karstenhq2011  Und wenn wie auf dem Bild hier https://ibb.co/DHKWmrYv das Limit bei 70% liegt, dann wird's schwierig mit Aufholen. Das alleinige Erreichen der Sollvorlauftemperatur ist noch kein Aufholen @BrickTop87. Was man aber bei dem Bild sehr schön sieht ist, dass die 70% selbst unter den widrigen Umständen ausreichen würden, weil die VLT sukzessive höher wird. Als ich den Silent Mode deaktiviert habe, geht dagegen die Überhöhung los. Darauf folgt ab 3 Uhr der mir völlig unlogisch erscheinende Unterschwinger. Offensichtlich reichen zu diesem Zeitpunkt ja ca. 50-60%, um die VLT stationär zu halten. Trotzdem wird die Modulation immer weiter zurückgefahren bis auf 30%. Und dann startet die nächste Aufholaktion. In der Zeit von 2 Uhr bis 5 Uhr geht viel Potential verloren, das über den restlichen Tag einen ausgeglichenen Betrieb hätte sicherstellen können. Mittlerweile kommt mir das nicht mehr vor wie ein schlecht gemachter PI- Regler. Das sieht eher aus wie ein Zweipunktregler aus der Steinzeit. Bei VL Ist < Soll - 1 K starte aufsteigende Rampe der Modulation. Bei Ist > Soll + 2 K starte absteigende Rampe. Fahre die Rampe durch, koste es was es wolle. So sah es aus, als es Mitte November langsam kälter wurde: Vor allem der unterste Graph der Modulation zeigt dieses hin und her über die Tage sehr schön. Effizient ist das sicher nicht. Zitat von karstenhq2011  Mich würde zu dem Bild oben von BrickTop87 noch interessieren, ob die Heizleistung der Anlage geringer ist als sie sein sollte. Schafft die womöglich gar keine 7kW bei 100% Kompressorleistung, aus welchen Gründen auch immer? So ein Leistungstest wäre gut. Würde mich ehrlich gesagt auch interessieren. Aber mangels unabhängigem WMZ schwierig nachzuweisen. Ich habe aber ein Diagramm in Vorbereitung, das eine ganz gute Einordnung ermöglicht. Mein Hauptkritikpunkt bleibt die Volatilität der Regelung. Integral über den Tag passt es schon zum Energiebedarf. Aber dann doch lieber mit 70% konstant statt diesem ständigen hin und her. Zitat von karstenhq2011  Anderes Thema: Meines Wissens beinhalten Eco+, Eco, Komfort und Legionellen bereits unterschiedliche Leistungslimits. Meine Beobachtung ist die: Die verschiedenen Modi sind einfach nur jeweils ein Set aus Start- und Stopptemperatur und Sollspreizung TC1-TW1. In der Default-Bedatung entsprechen sie sinngemäß der Benennung. Aber keiner der Modi hat ein Leistungslimit. Alle regeln einfach auf die jeweilige Sollspreizung. Bei meinem WW-Speicher SH290 führt die relativ hohe WT-Fläche dazu, dass selbst bei nur 6 K Sollspreizung (=Minimum) fast die volle Leistung der 7er ODU abgerufen wird. Dabei ist sie deutlich ineffizienter als in der Teillast. Deswegen mache ich den Trick mit dem Silent Mode, abhängig von der Außentemperatur. Im Sommer ist es mir ja völlig egal, ob die WW-Bereitung etwas länger dauert.
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07.12.2025 06:43:01 |
Hallo BrickTop87, ist der Temperatursensor im WW-Speicher in der Tauchhülse unterhalb des VL Anschluss gesteckt? Ich hatte auch das Problem, dass die Wärmepumpe meinte immer bis 100% hochlaufen zu müssen für WW. Bei mir lag es daran, dass der Temperatursensor vom HB in die Tauchhülse oberhalb des VL gesteckt wurde.
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07.12.2025 09:14:11 |
Zitat von karstenhq2011  Anderes Thema: Meines Wissens beinhalten Eco+, Eco, Komfort und Legionellen bereits unterschiedliche Leistungslimits. Es gibt Unterschiede in der unteren Modulationsgrenze. Das hatte ich hier im Sommer analysiert. Wenn der Speicher schon bei kleinem Ladedelta sehr viel Leistung hat bringt das aber nichts. Dann bestimmt der die Leistung. Da ist dann die Strategie von BrickTop87 mit dem Silent Mode schon richtig. Wobei man mit neuerer SW auf IDU/BC400 das Ladedelta anscheinend auch kleiner als 6 K bekommt.
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07.12.2025 09:41:44 |
Zitat von ch2k  Zitat von karstenhq2011  [...] Es gibt Unterschiede in der unteren Modulationsgrenze. Das hatte ich hier im Sommer analysiert. Wenn der Speicher schon bei kleinem Ladedelta sehr viel Leistung hat bringt das aber nichts. Dann bestimmt der die Leistung. Da ist dann die Strategie von BrickTop87 mit dem Silent Mode schon[...] Moin, Ladedelta mit neuester Software bis auf 4K absenkbar. Sven.
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07.12.2025 10:11:09 |
Funktioniert das bei dir? Mit der neuen Software und eingestellten Delta von 4K fährt meine Wärmepumpe trotzdem mit 6k Delta.
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07.12.2025 10:56:37 |
Zitat von BrickTop87  Mittlerweile kommt mir das nicht mehr vor wie ein schlecht gemachter PI- Regler. Das sieht eher aus wie ein Zweipunktregler aus der Steinzeit. Bei VL Ist < Soll - 1 K starte aufsteigende Rampe der Modulation. Bei Ist > Soll + 2 K starte absteigende Rampe. Fahre die Rampe durch, koste es was es wolle.[...] Moin BrickTop97, jup, das ist keine lineare PI- Regelung. Das kann ja auch nicht funktionieren, wenn ein Glied im Regelkreis nicht linear (stetig) ist - hier mindestens die Leistungsansteuerung des Kompressors. Da bleibt nur die 2- oder Mehrpunktregelung. Für mich sieht es aber so aus, als würde nicht direkt auf die Abweichung VT zu Soll geschaut, sondern so, als würde ein gleitender Mittelwert der Abweichung gebildet, also ein Tiefpass 1. Ordnung verwendet, der als Integrator eine sprunghafte Änderung der Abweichung nicht durchlässt, sondern erst mal "integriert", bis ein Schwellwert erreicht wird. Hier mal eine 3-Stunden-Periode von gestern Abend bei recht milden Temperaturen (~6°) voon meiner 7er: Man sieht die ersten 2,5 h bei relativ konstanter, sehr niedriger Last (Das Wohnzimmer war wg. Holzofen weg geschaltet :)), sehr schön die 2-Punkt-Regelung. Wg. der schnellen Reaktion der VLT und der darauf recht langsamen Reaktion kommen ich auf die Idee der Tiefpassfilterung. In der letzten halben Stunde fiel die Temperatur im WZ wieder, so dass die ERR-Ventile wieder öffneten und so Durchfluss und Leistungsbedarf stieg. Aus meiner Sicht hat Bosch-TT da ein Kennfeld von Kompressorarbeitspunkten hinterlegt. Und das Hystereseband der 2-P-Regelung wird jeweils auf den aktuellen Arbeitspunkt angewendet. Bei höheren Lasten wirken Änderungen um 50 oder 100 W Leistungsaufnahme natürlich "feiner geregelt". Just my 2 Pence ...
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07.12.2025 10:57:02 |
Zitat von Markus571990  Funktioniert das bei dir? Mit der neuen Software und eingestellten Delta von 4K fährt meine Wärmepumpe trotzdem mit 6k Delta. Das Ladedelta was eingestellt wird, ist die Temperaturdifferenz zwischen VL-Fühler (TC1) und Speichertemperaturfühler unten (TW1). D.h. es ist nicht die Temperaturdifferenz VL zu RL
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07.12.2025 12:31:20 |
Zitat von MiLuRu  Zitat von Markus571990  [...] Das Ladedelta was eingestellt wird, ist die Temperaturdifferenz zwischen VL-Fühler (TC1) und Speichertemperaturfühler unten (TW1). D.h. es ist nicht die Temperaturdifferenz VL zu RL Ja, das ist mir bewusst. Trotzdem erreiche ich nie nur 4K Ladedelta. Es sind immer mindestens 6K
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07.12.2025 12:47:10 |
Zitat von Markus571990  Funktioniert das bei dir? Mit der neuen Software und eingestellten Delta von 4K fährt meine Wärmepumpe trotzdem mit 6k Delta. Hi, hab ich noch nicht ausprobiert, unter 6K werde ich nicht gehen, sonst dauert mir das aufheizen des Speichers zu lange. Für meine Frau und mich wären wohl auch 4K ausreichend, aber ich hab hier einen Teenager mit Faible für die Körperpflege wohnen....und bin froh "Ironie on" das der Speicher es zwischen den Duschvorgängen schafft wieder aufzuheizen "Ironie off". Sven
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07.12.2025 12:49:12 |
Zitat von Markus571990  Zitat von MiLuRu  [...] Ja, das ist mir bewusst. Trotzdem erreiche ich nie nur 4K Ladedelta. Es sind immer mindestens 6K In welchem WW Modus und mit wieviel % läuft der Kompressor dann? Falls die untere Modulationsgrenze des Kompressors die Minimalleistung limitiert, hat eine Verringerung des Ladedeltas keine Wirkung.
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07.12.2025 13:01:11 |
Moin zusammen, ich habe den Verdacht, dass mein Anlegefühler für die Vorlauftemperatur im Heizkreis defekt ist. Die Temperatur ist bei höheren Vorlauftemperaturen nicht mehr plausibel und entsprechend regelt die Wärmepumpe nicht sauber. Daher würde ich diesen gerne austauschen und bestmöglich anbringen (mit Wärmeleitpaste und Schelle). Der jetzige ist einfach nur unter die Rohrdämmung geschoben. Ich brauche euren Rat: Welchen Anlegefühler könnt ihr empfehlen und welche Kriterien muss der Ersatzfühler unbedingt erfüllen? Beste Grüße und vielen Dank
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07.12.2025 13:01:23 |
Ich hab die 10er Außeneinheit und nutze immer das Eco+ Programm. Bei Warmwasserbereitung läuft die WP bei mir immer mit mindestens 20% Modulation. Erst knapp vor erreichen der Zieltemperatur geht es auf 16% runter. Ich nutze eine Automation, um das Ladedelta in Abhängigkeit der Außentemperatur anzupassen. Oberhalb der Heizgrenze wären die Zeiteinbußen durch das geringe Delta ja egal. Ich hab das Update erst in der Heizperiode bekommen. Vielleicht lässt die Regelung das geringe Delta erst ab einer gewissen außentemperatur zu. Genau so wie meine WP bei unter 5 Grad mit mindestens 20% läuft, auch wenn das Vorlaufsoll überschritten ist.
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07.12.2025 13:22:56 |
Zitat von Markus571990  Ich hab die 10er Außeneinheit und nutze immer das Eco+ Programm. Bei Warmwasserbereitung läuft die WP bei mir immer mit mindestens 20% Modulation. Erst knapp vor erreichen der Zieltemperatur geht es auf 16% runter. Ich nutze eine Automation, um das Ladedelta in Abhängigkeit der[...] Unter 20 % in Eco+ geht es bei der 10er für WW auch nicht. In Eco ist die Grenze sogar höher. Wenn dein Speicher (hast du auch den T180?) mehr als 6 K Ladedelta braucht um die Leistung abzuführen ist klar dass du von der niedrigeren Einstellmöglichkeit nicht profitieren kannst. Das Update ist IMO eher damit insb. die kleinen WP nicht immer Vollgas für WW geben müssen. Die Grenze ist auch im Hochsommer nicht niedriger. Jedenfalls mit der SW von Anfang 2025.
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07.12.2025 13:33:02 |
Ich hab den SWDP300.2 von Bosch
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07.12.2025 21:42:09 |
Zitat von BrickTop87  Was man aber bei dem Bild sehr schön sieht ist, dass die 70% selbst unter den widrigen Umständen ausreichen würden, weil die VLT sukzessive höher wird. Als ich den Silent Mode deaktiviert habe, geht dagegen die Überhöhung los. Darauf folgt ab 3 Uhr der mir völlig unlogisch erscheinende
Nenene, die 70% reichen eben nicht aus oder ordne ich die Farben falsch zu? https://ibb.co/DHKWmrYv Dick grün ist der Zielwert, dick rot ist der aktuelle Wert? Von 15:15 Uhr bis 21:30 kämpft sich die Heizung mühsam an den Zielvorlauf von 30°C an. Wenn ich das Pi mal Daumen weiter denke, hätte sie vielleicht Mitternacht die Zielvorlauftemperatur erreicht. 9h und dabei noch keine einzige der mittlerweile 10 stattgefundenen Abtauungen aufgeholt. Erst nachdem das 70%-Limit aufgehoben wurde, geht die Vorlauftemperatur über den Zielwert, Wärme wird nachgeholt und dann sinkt auch wieder die Kompressorleistung. -> Ich würde sagen, dass interpretierst du falsch: Die 70% reichen in dieser Situation nicht aus. Was ich aber bei deiner Anlage als nicht normal sehe, ist der immer wieder auftretende Abfall der Kompressorleistung, wie auf dem Bild oben von 2 Uhr bis 5 Uhr oder auf der Grafik von heute (https://ibb.co/FbK2g9Xt). Sowas beobachte ich weder bei mir noch habe ich das schon an anderer Stelle hier im Thread sehen können. Meine letzten 4 Tage: https://ibb.co/RTwRZR6H Während der Heizphasen wechselt er maximal zwischen zwei Leistungsstufen (fließende Übergänge gibt es offenbar nicht), nach den Abtauungen ein kurzer Peak, sonst nix. Diese sehr niederfrequente Schwingung, die man bei dir sieht, gibt es schlicht nicht. Ich sehe auf deinem Bild, dass du offenbar mit zusätzlichen Steuersignalen von der PV-Anlage dem Regler Vorgaben mitgibst. Liegt hier vielleicht der Hund bezüglich der unerklärlichen Rückgänge der Kompressorleistung begraben? Zitat von BrickTop87  Würde mich ehrlich gesagt auch interessieren. Aber mangels unabhängigem WMZ schwierig nachzuweisen.
Das ist nicht ganz so schlimm, der interne Wärmemengenzähler scheint bei allen, die mit einem externen Zähler verglichen haben, recht genau zu arbeiten.
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08.12.2025 15:03:10 |
Zitat von karstenhq2011  Von 15:15 Uhr bis 21:30 kämpft sich die Heizung mühsam an den Zielvorlauf von 30°C an. Ja, dan dem Tag hat sie definitiv gekämpft. Wenn das wegen der äußeren Umstände und der Auslegung auf Punkt so ist, dann ist es ja auch okay. Langsam glaube ich auch, dass die Anzahl der Abtauungen unter diesen Umständen wohl normal ist. Die 70% hätten gerade so gereicht und wie du sagst wäre sie irgendwann schon beim Soll gelandet. In Ordnung fände ich auch, wenn sie sich nach dem Aufheben der Begrenzung mit hoher Leistung über Soll oder meinetwegen über Soll+1 K gearbeitet hätte, um dann in einen stationären Zustand mit z.B. 70-80% überzugehen. Zitat von karstenhq2011  Was ich aber bei deiner Anlage als nicht normal sehe, ist der immer wieder auftretende Abfall der Kompressorleistung, wie auf dem Bild oben von 2 Uhr bis 5 Uhr oder auf der Grafik von heute (https://ibb.co/FbK2g9Xt). Exakt das ist auch das Verhalten, welches mich stört. Spätestens wenn VL Ist unter Soll fällt, muss sie doch aufhören, die Leistung weiter zu reduzieren. Mir gibt es auf jeden Fall Hoffnung, dass es bei euch nicht so ist. Jetzt warte ich mal den Umbau auf den Puffer ab. Vielleicht hat Bosch ja einen Logikfehler beim Betrieb ohne Puffer. Zitat von karstenhq2011  Ich sehe auf deinem Bild, dass du offenbar mit zusätzlichen Steuersignalen von der PV-Anlage dem Regler Vorgaben mitgibst. Liegt hier vielleicht der Hund bezüglich der unerklärlichen Rückgänge der Kompressorleistung begraben? In den letzten Tagen hat die Erkennung PV-Überschuss fast nie zugeschlagen. Und an Tagen wo sicher keine Beeinflussung stattgefunden hat, war das Verhalten auch nicht anders. Zitat von karstenhq2011  Das ist nicht ganz so schlimm, der interne Wärmemengenzähler scheint bei allen, die mit einem externen Zähler verglichen haben, recht genau zu arbeiten. Das habe ich auch schon gesehen, bzw. in Erfahrung gebracht. Die Frage ist nur, ob der Wert noch verlässlich wäre, wenn das System an irgendeinem Punkt nicht in Ordnung wäre, jedoch die Steuerung davon nichts weiß. Hier habe ich mit den bisher verfügbaren Daten eine Einordnung versucht: Hellgrün gepunktet die aus nrgtotal abgeleitete Heizlast im Verhältnis zur mittleren Außentemperatur. Rot gepunktet die Heizlast aus den bisherigen Öl-Wochenverbräuchen. Die WP liegt ~15% niedriger, was ich für durchaus plausibel halte (keine Brennwerttechnik, aber so gut es ging optimiert). Bei der NAT komme ich auf 7,4 kW Heizlast und der Bivalenzpunkt ist bei ca. -9°C. Der Schnitt mit der min. Heizleistung ist bei ca. +10°C. Insgesamt würde ich sagen die Auslegung passt auf Basis der Datenblattwerte. Zusätzlich habe ich bei ~-0,5°C die maximal noch darstellbare Netto-Leistung unter Berücksichtigung der Abtauungen eingetragen (orangener waagrechter Strich). Ich habe dazu über mehrere Stunden mit mehreren Abtauungen und Betrieb nahe maximaler Modulation den Energieeintrag gemittelt. Unter diesen Umständen verliert die WP effektiv ~2 kW ihrer theoretischen Leistung. Folglich ist nicht mehr viel Luft übrig zwischen Heizlast und effektiver Maximalleistung. Deswegen hat sie sich in dem Szenario auch so schwer getan.
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08.12.2025 16:58:03 |
Heute war es ausreichend warm so dass der Warmwasserspeicher eigentlich mit 4K delta geladen werden sollte... Ladedelta |
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08.12.2025 17:30:19 |
Hab da gerade wieder ein Verhalten - da wollte ich mal in die Runde fragen ob das "normal" ist.
Da es gerade nicht so kalt ist war die Zeit mal gut zum testen, was ich sparen "könnte", wenn ich das Büro auf NiedrigtempHeizkörper wechsel.
Sprich ich hab 2 Kreise (FB und Heizkörper). Der FB läuft ~10° niedrieger als die Heizkörper. Die restlichen Heizkörper sind in den Schlafzimmern und vllt 1-2 Tage im Jahr an bei Minus 20° und mehr. Sonst dauer aus.
Jetzt zu meiner beobachtung: Der Mischer will 26° - Der Vorlauf macht aber 31° - Heizung läuft an und geht nach 30min wieder aus. Das Takten okay...das regel ich sonst ja via HA - aber warum macht der 5° mehr als ich bräuchte?! Hab kein Puffer oder ähnlich nur das standart ding was glaub ich in der WP ist 70L oder so.
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08.12.2025 23:27:14 |
Zitat von BrickTop87  Langsam glaube ich auch, dass die Anzahl der Abtauungen unter diesen Umständen wohl normal ist.
Ich vermute auch. Bei mir schrumpfen die Zeitabstände zwischen zwei Abtauungen teilweise auch auf 2h bei unveränderter Last, d.h. vermutlich hauptsächlich durch das Wetter bedingt. Bei dir entzieht die Anlage etwa die doppelte Wärmemenge der Luft, d.h. Richtung 1h pro Abtauung kann gut möglich sein. Die Frage ist doch: Ist das schlimm? Also ungeachtet dessen, dass die Pumpen lauter sind und du noch dieses Problem der Regelung hast, dass er die Kompressorleistung absurd weit zurück dreht, eher im Hinblick auf Verschleiß oder Effizienz. Dein Plot sieht sehr interessant aus (aber müsste die grüne Linie nicht ein bisschen steiler sein?), vielleicht bekommen wir noch ein paar kalte Tage und du kannst die Tagesarbeitszahl gegenüber der Außentemperatur auftragen. Sollte sich keine Delle bei leichten Plusgraden zeigen, dann ist alles halb so wild? Wo gibt es eigentlich die Rohdaten für die Graphen minimale/maximale Heizleistung? Die gelbe Markierung ist ganz schön weit weg von der maximalen Leistung, eieiei.
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09.12.2025 07:51:45 |
Zitat von karstenhq2011  Die Frage ist doch: Ist das schlimm? Also ungeachtet dessen, dass die Pumpen lauter sind und du noch dieses Problem der Regelung hast, dass er die Kompressorleistung absurd weit zurück dreht, eher im Hinblick auf Verschleiß oder Effizienz. Schlimm ist denk ich relativ. Wenn es mit der Hardware nicht besser geht, dann würde ich realistisch sagen: You get what you pay for. Sicher gibt es Wärmepumpen, die da bessere Voraussetzungen haben. Aber die aufgerufenen Preise dafür waren zumindest in meiner Region utopisch. Das Zurückdrehen der Kompressorleistung ist aber in den beobachteten Situationen einfach unnötig und so etwas stört mich dann schon. Seit es jetzt wieder milder ist, regelt sie wieder ganz nachvollziehbar. Nach Abtauung ein kurzer Überschwinger um ca. 1 K und danach Zurückfahren auf einen stationären Punkt mit Ist ~= Soll innerhalb sinnvoller Toleranzen. Zitat von karstenhq2011  Dein Plot sieht sehr interessant aus (aber müsste die grüne Linie nicht ein bisschen steiler sein?) Da sind einfach ein paar zu viele Punkte drin, das Auge wird davon überladen. Hier der Graph ohne die Punktewolke der Ölheizung. Den Fit habe ich für die Punkte <10°C gemacht. Aber es müssen schon noch mehr Daten bei niedrigeren Temperaturen rein, um die Aussagekraft zu erhöhen. Mal sehen was der Winter so bringt. Zitat von karstenhq2011  Wo gibt es eigentlich die Rohdaten für die Graphen minimale/maximale Heizleistung? Die gibt es in der Planungsunterlage, Kapitel 2.4.3.
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09.12.2025 19:25:43 |
Zitat von MiLuRu  Hallo BrickTop87, ist der Temperatursensor im WW-Speicher in der Tauchhülse unterhalb des VL Anschluss gesteckt? Ich hatte auch das Problem, dass die Wärmepumpe meinte immer bis 100% hochlaufen zu müssen für WW. Bei mir lag es daran, dass der Temperatursensor vom HB in die[...] Nachdem ich bis jetzt fleißig mitgelesen habe und schon viele wertvolle Hinweise zur Optimierung bekommen habe, möchte ich mich gerne an der Diskussion beteiligen und nochmals das Problem aufgreifen, dass auch meine Wärmepumpe (7kW ODU, TP70 IDU mit SH290 WW-Speicher) bei der WW-Bereitung immer mit 90-100% Kompressorleistung läuft, egal ob Eco oder Eco+. Ladedelta ist in beiden Fällen auf 6°C eingestellt. Bei mir ist der Speichertemperaturfühler wie ursprünglich auch bei MiLuRu in der oberen Position eingebaut. Nachdem ich testweise den Fühler in die untere Tauchhülse eingebaut habe ist die mittlere Leistung während der WW-Bereitung tatsächlich auf 50-60% zurück gegangen. Lt. Buderus ist die obere Hülse Standard und die untere für "Sonderanwendungen" gedacht, ohne dass diese aber näher spezifiziert sind. Daher die Frage an die Foristen mit einem SH290 WW-Speicher, in welche der beiden Tauchhülsen bei euch der Speichertemperaturfühler eingebaut ist.
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| | Zeit:
09.12.2025 20:02:14 |
Guten Abend, ich versuche die Bosch-WP meines Vaters aus der Ferne zu optimieren. Randbedingungen: EFH, BJ 1989, Ölverbrauch ca. 1.400-2.000 Liter/Jahr, Dachboden gedämmt, sonst keine Maßnahmen, Fenster 2-fach, PV-Anlage (12 kWp, 15,5 kWh Speicher) Verbaut seit April 2025: BOSCH AW 7 OR-S Baureihe CS6800i R290 BOSCH Inneneinheit Compress CS6800iAW 12 MB mit 70 Liter Puffer WW-Speicher mit 200 Liter Heizlastberechnung durch Ing.-Büro ergab 8kW Heizlast bei NAT -11°C (Berechnung des hydr. Abgleichs fand nicht statt) Home Assistant mit EMS-ESP inkl. Fernzugriff ist vorhanden Im Wohnbereich sind Speed-Comfort Lüfter verbaut Am Ausgang der Inneneinheit zum Heizkreis sind zusätzliche Dallas- Temperatursensoren für Vor- und Rücklauf zusätzlich verbaut (aktuell ohne Wärmeleitpads, dadurch vermutlich etwas ungenau). Diese zeigen ca. 3K Differenz zu den Vor- und Rücklauftemperaturen von EMS-ESP im Primärkreis an. Vermutlich liegt es einerseits daran, dass diese nur unter die Isolierung geschoben wurden und ohne Wärmepads angebracht wurden. Hydr. und thermischer Abgleich haben wir selbst im letzten Winter über die Rücklaufverschraubungen noch mit der Ölheizung gemacht. ERR sind offen. In drei Räumen sind seit einem Jahr ebenfalls Klimageräte verbaut, welche ggf. unterstützen können. Ich selbst habe seit Juni eine Vaillant Arotherm und versuche mich nun bei der Bosch und hoffe auf Unterstützung. Annahme: Volumenströme (Primär- und Heizkreis) sollten beide sollten idealerweise gleich sein. Spreizung Heizkreis und Primärkreis sollten gleich sein. Status: Aktuell habe ich den Pumpensolldruck auf 450 mbar gesetzt. Damit ergibt sich bei 5°C Außentemperatur im HK ein Volumenstrom von 1.050 L/h. Spreizung liegt im Heizkreis bei 2.25K. Spreizungsvorgabe im Primärkreis steht auf 3K (anpassen auf Spreizung vom Heizkreis?), Volumenstrom im Primärkreis ergibt sich damit von ebenfalls 1.050 L/h. Bei welcher Außentemperatur würdet Ihr den oben genannten Abgleich machen? Sollte Eurer Erfahrung nach die Spreizung im Heizkreis bei unterschiedlichen Außentemperaturen gleich bleiben (was ja wiederum die Vorgabe für die Spreizung im Primärkreis wäre)? Ist die Vorgehensweise prinzipiell so korrekt? Hilfreich (neben vielen Infos aus diesem Thread): https://bosch-buderus-wp.github.io/docs/optimierungen/Sorry für den langen Text und Danke im Voraus für Eure Hinweise und Vorschläge.
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09.12.2025 20:59:41 |
Zitat von Kolano  Guten Abend, ich versuche die Bosch-WP meines Vaters aus der Ferne zu optimieren. Randbedingungen: EFH, BJ 1989, Ölverbrauch ca. 1.400-2.000 Liter/Jahr, Dachboden gedämmt, sonst keine Maßnahmen, Fenster 2-fach, PV-Anlage (12 kWp, 15,5 kWh Speicher)[...] Klingt für mich schon optimiert. Sehe keine grundsätzlichen Probleme noch naheliegende Lösungen.
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| | Zeit:
09.12.2025 21:53:38 |
Zitat von BrickTop87  Seit es jetzt wieder milder ist, regelt sie wieder ganz nachvollziehbar. Nach Abtauung ein kurzer Überschwinger um ca. 1 K und danach Zurückfahren auf einen stationären Punkt mit Ist ~= Soll innerhalb sinnvoller Toleranzen. Irgendwie sieht das trotzdem total merkwürdig bei dir aus, oder? Es ist zwar ein bisschen weit herausgezoomt, aber mich wundert, dass die Änderungen der Kompressorleistung auf den untersten beiden Stufen 1 zu 1 unmittelbar auf der Vorlauftemperatur abgebildet werden. Ändert in den Momenten gleichzeitig die Pumpe ihre Drehzahl? Weil diese Sprünge scheint es bei Wechseln in den höheren Leistungsstufen nicht mehr zu geben.
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09.12.2025 23:58:43 |
Zitat von grubsol  Zitat von MiLuRu  [...] Nachdem ich bis jetzt fleißig mitgelesen habe und schon viele wertvolle Hinweise zur Optimierung bekommen habe, möchte ich mich gerne an der Diskussion beteiligen und nochmals das Problem aufgreifen, dass auch meine Wärmepumpe (7kW ODU, TP70 IDU mit SH290 WW-Speicher) bei der[...] und wie warm machst du das Warmwasser?
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