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11.12.2025 20:10:14 |
Wir haben seit 2009 eine Tecalor THZ Wärmepumpe. Im Zuge einer geplanten Erneuerung beschäftige ich mich jetzt intensiver mit der Steuerung und kann mir nicht alles erklären. Die THZ WP ist ein an/aus Gerät ohne Modulation. Im Haus haben wir Fußbodenheizung auf zwei Etagen mir einem Heizkreis. Bisher haben wir mit ERR immer zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Um zu wissen, ob wir damit zurecht kommen, wenn die neue WP ohne Puffer direkt an den Heizkreis angebunden ist, habe ich alle ERR entfernt. Nach einigem Probieren haben wir einen halbwegs guten Zustand erreicht, basteln aber noch kräftig an der Heizkurve (und an den Ventilen) herum. Trotzdem verstehe ich nicht ganz, wie die Steuerung arbeitet. Die THZ arbeitet ohne Raumfühler (Möglichkeit wäre vorhanden, ist aber nicht angelegt). Lediglich ein Außenfühler ist vorhanden und natürlich im Gerät Vor- und Rücklauffühler. Kann ich ohne ERR (und WP auf Vollgas) überhaupt zu einer guten Einstellung kommen ohne mindesten einen Raumtemperaturfühler? Wann schaltet die Steuerung die WP Heizung ein bzw. wieder aus? Auch habe ich das Gefühl, dass die (leider vorhandene) Heizkreispumpe nicht ständig läuft. Wie wird die gesteuert? Danke für alle Antworten.
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12.12.2025 08:26:54 |
Zitat von Torrost  Wir haben seit 2009 eine Tecalor THZ Wärmepumpe. Im Zuge einer geplanten Erneuerung beschäftige ich mich jetzt intensiver mit der Steuerung und kann mir nicht alles erklären. Die THZ WP ist ein an/aus Gerät ohne Modulation. Im Haus haben wir Fußbodenheizung auf zwei Etagen mir einem[...] Die Wärmepmpe wird mittels der Spreizung gesteuert: Die WP versucht eine bestimmte Differenz zwischen Vor/ Rücklauf zu halten. Wenn das Gebäude weniger Wärme abnimmt, dann steigt die Rücklauftemperatur und die Spreizung sinkt. Die Wärmepumpe kann dann die Durchflussmenge reduzieren, um die Spreizung wieder zu erhöhen.
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12.12.2025 08:48:25 |
Alle ERR auf und Thermostate nach Möglichkeit weg ist der richtige Weg. Das setzt aber voraus, dass ein hydraulischer oder besser ein thermischer Abgleich erfolgt ist. Dabei wird jeder HK gecheckt und und entweder komplett geöffnet oder auf eine bestimmten Wert gedrosselt. Du findest hier im Forum einige gute Beträge dazu.
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12.12.2025 08:59:04 |
ich widespreche einfach mal Norbert. Ob die 16 Jahre alte wp die Spreizung fahren konnte mit einer starren HKP und starrem Verdichter ? Die Alten On/ Off wp wurden in der Regel RL gesteuert selten auch Vorlauf. Stell dir das so vor DIe Wp gibt 10 KW bei 0 Grad ab. Deine Hyraulik bestimmt den Volumenstrom. Die Witterrungsgeführte Steuerrung sagt einfach zum Bsp. Bitte schalte bei -1 bei 30 Grad RL die Wp ab. Nach einer eistellbaren Zeit läuft die Heizkreispumpe immer mal wider an und prüft das RL Wasser daraus erkennt sie ob das Haus warm genug ist. Zb RL hat mittlerweile 26 Grad dann läuft wp wider an bis zb 30 erreicht sind. Die Differenz zw ein und Ausschaltpunkt ist die Hysterese die auch einstellbar ist. Verstanden ? Gutefrage
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12.12.2025 10:11:23 |
Zitat von gutefrage  ich widespreche einfach mal Norbert. Ob die 16 Jahre alte wp die Spreizung fahren konnte mit einer starren HKP und starrem Verdichter ?
Die Alten On/ Off wp wurden in der Regel RL gesteuert selten auch Vorlauf. Stell dir das so vor DIe Wp gibt 10 KW bei 0 Grad ab. Deine Hyraulik[...] Das ist das selbe Prinzip in Grün aber als Zweipunktregler.
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12.12.2025 11:53:45 |
Danke an alle. Zum hydr. Abgleich habe ich hier einen Faden aufgemacht: [url=https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3904162/[/url] Mit den alten, verschmutzten Einstellröhrchen und der groben Einteilung ist der Abgleich kaum sinnvoll durchführbar. Die meisten HKs sind vermutlich mehr als notwendig geöffnet und jetzt versuche ich, mittels Heizkurvenakrobatik den therm. Abgleich. Ich schaue mir die Anleitung zur Heizung und ihr Verhalten noch einmal mit diesen Hinweisen von Euch an. Den Anteil der Temperaturerfassung des Vorlaufs (0-100%) zur Regelung kann ich einstellen (0, 30, 50, 80 oder 100%). Steht auf 30%. Hysterese auf 6° K.
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12.12.2025 22:30:16 |
Hallo Torrost Wie hast Du denn die letzten 16 Jahre die Anlage betrieben ??? Du hast bisher über ER die Heizkörper auf und zu gemacht und die WP ist mittels einer Heizkurveneinstellung halt im "Taktbetrieb" gelaufen, ist Dir das nie aufgefallen dass die Kiste ja ständig nur relativ kurz gelaufen ist ??? Jetzt möchtest Du eine neue WP anschaffen und diese ist natürlich eine Leistungsgeregelte (Invertermaschine), richtigerweise hast Du vorab bereits die ER deaktiviert (alle Ventile voll AUF). Nun mußt Du schauen wie Du in den beheizten Räumen eine gewünschte Raumtemperatur hinkriegst, da sämtliche Schaugläser und Durchflussanzeiger nicht mehr gut zu erkennen sind (Schmutzanlagerungen) kannst Du es mit einem Infrarotthermometer mittels Messung der VL und RL Temperatur des jeweiligen Heizkreises) versuchen. Am besten an das jeweilige Rohr ein schwarzes Klebeband anbringen, erstens hat man dann immer dieselbe Messstelle und zweitens sind damit die Messwerte untereinander vergleichbar, denn diese Infrarotthermometer zeigen auf verschiedenen Untergründen auch unterschiedliche Temperaturen an (Unterschiedliche Emissionsfaktoren)
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13.12.2025 09:14:55 |
Zitat von Hannes/esbg  Hallo Torrost ist Dir das nie aufgefallen dass die Kiste ja ständig nur relativ kurz gelaufen ist ???[...] Klar ist mir das aufgefallen. Aber erstens hatte ich 2009 noch nicht sehr viel Ahnung von Wärmepumpen und zweitens war ich immer froh, wenn die Kiste wieder ausgegangen ist, denn dann verbrauchte sie nicht so viel Strom. Wie anders soll denn eine An/Aus Kiste laufen? Da ist ja kein riesen Speicher angeschlossen, nur die Fußbodenheizung mit ihren etwa 150 l.
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13.12.2025 10:02:04 |
Moin Torrost, Du könntest ja mal deinen Estrisch gegen Rechnen ob du 6 Tonnen oder 8 Tonnen im Haus hast. Die Wärmekapazität setzte dann mal um in das Heizwasservolumen. Jetzt haben dir schon so viele geschrieben. Versuche es zu verstehen.
Gutefrage
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13.12.2025 11:52:00 |
Hallo Torrost, kann gut verstehen, daß Du bisher - wie wohl die meisten Heizungsbetreiber - der Meinung warst: es wird warm und ich kann es bezahlen. Gut, daß Du Dir jetzt vor einem Neukauf Gedanken machst. Die Hydraulik im Haus scheint ja zu stimmen wenn die alte Anlage damit klargekommn ist. Du kannst aber sicherheitshalber noch mal testen, was passiert, wenn die Umwälzpumpe mit voller Leistung arbeitet. Ich vermute, da wird noch eine Pumpe sein, an der Du keinen Durchfluß angezeigt bekommst. Aber Rauschen in den Leitungen und Verteilern sollte es nicht geben. Daß nur ein Außenfühler - hoffentlich möglichst Nordseite und nicht von der Sonne beschienen - zur Steuerung hertangezogen wird finde ich gut. Das Haus wird per Heizkurve beheizt. Die will natürlich gut und entsprechend Deinem Wärmegefühl angepasst sein. Bisher war die Heizkurve sicher so eingestellt: Sie liegt einige Grad über der eigentlich notwendigen Temperatur und die ERR regeln das passend runter. Eine unnötige Energieverschwendung. Die neuen WP modulieren entsprechend der Heizkurve. Problem ist aber, daß in vielen Fällen die WP zu groß gewählt wurde und vor allem im Frühjahr/Herbst sehr viel taktet. Ist bis zu einer gewissen Zahl kaum zu vermeiden, aber jeder Takt verbraucht unnötig Energie. Sinnvoll wäre es also, zur Vorbereitung auf die neue WP Wärmemesszähler einzubauen. ERR raus und den thermischen Abgleich (siehe unten SHK-Wissen) machen trägt auch dazu bei, das Haus - egal mit welcher Heizquelle - möglichst günstig zu beheizen. Dazu braucht es keinen Raumfühler. Damit würgst Du nur den Volumenstrom wieder ab. Sinnvoll ist es natürlich wenn man Räume, die nur sporadisch geheizt werden, runterregeln kann. Aber in allen anderen Räumen braucht es keine Raumregelung wenn der thermische Abgleich gemacht ist. Ob man das " Betonspeichern" von gutefrage haben will muß jeder selbst wissen. Das bedingt ja, daß man im Laufe des Tages unterschiedliche Temperaturen im Haus hat. Da verzichte ich gerne drauf. Ein gut isolierter Puffer, so er denn überhaupt nötig ist, kostet da auch nicht viel Effizienz. Gruß Heinz
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13.12.2025 13:24:20 |
gutefrage wollte sicher nur sagen, dass es tausende Liter Wasser braucht, um die Speicherkapazität des Estrichs zu erreichen und dass ein Puffer da gegen Takten der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist.
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13.12.2025 14:32:01 |
Wie schnell soll denn der Beton die Wärmemenge abtransportieren, damit der effektiv etwas gegen das Takten wirkt? Aber wir kommen etwas vom Thema weg. Natürlich hat die THZ bisher getaktet und sie tut es auch jetzt noch. Das nehme ich in Kauf. Was mich ärgert, ist, dass es mir nicht gelingt, eine gleichmäßige Wärme ins Haus zu bekommen. Die THZ hat eine Heizleistung von 4,2 kW. Unser EFH (100 qm) errechnet sich zu etwa 3,8 kW Heizwärmebedarf. Von daher passt das einigermaßen. Halt nur nicht in der Übergangszeit. Und weil es oben gefragt wurde: Außenfühler ist auf der Nordseite und die Heizkreispumpe ist tatsächlich eine alte Dreistufenpumpe ohne Durchflussanzeige etc. Steht momentan auf II, aber Rauschen tritt auch bei III nicht störend auf. Und zwischen THZ und Heizkreis ist leider eine hydraulische Weiche eingebaut worden. Aber von den gemessenen Zufluss- und Abflusstemperatur habe ich das "Gefühl", dass Stellung II der Pumpe passt.
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13.12.2025 14:34:57 |
A Min Danke ! So ist es.
Gutefrage
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23.12.2025 14:50:25 |
Hallo gutefrage, daß Betonestrich ein guter Speicher ist bezweifele ich ja nicht. Nur muß man dann auch mit den unterschiedlichem Temperaturen im Haus leben: Also speichern = Temperatur steigt über lt. Heizkurve eingestelltem "Wohlbefinden" und danach sinkt sie dann wieder auf das gewünschte Niveau. Das muß man so wollen, dann ist das okay. Ich mag das nicht. Gruß Heinz
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23.12.2025 19:27:06 |
Karker Rabau, 4 K Hysterese bei FBH ist doch ok. Deshalb schwingt die Raumluft nicht um 4 K. Wie arbeitet den deine FBH. Gutefrage
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23.12.2025 19:37:14 |
Hallo,
wir schweifen ab...nur ganz kurz: Meine läuft mit ca. 2° Differenz VL-RL. Da machen 2° mehr schon viel aus.
Gruß Heinz
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