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13.12.2025 12:06:42 |
Fahrt Ihr Eure WP bei längerer Abwesenheit in einem reduzierten Betrieb?
Wenn ja, was genau reduziert Ihr in Eurer Abwesenheit? Ich möchte einerseits das Haus nicht auskühlen lassen aber auf der anderen Seite nicht unnötig Strom zahlen, wenn niemand da ist.
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13.12.2025 12:17:08 |
Urlaub oder längere Zeit nicht bewohnt? HK oder FBH?
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13.12.2025 12:21:15 |
Tendenziell nein! Etwas reduzieren vielleicht, aber nicht zu sehr. Abwesenheit bedeutet zwar weniger Lüftungsverluste, aber eben auch weniger Energieeintrag durch Körperwärme und Aktivitäten wie kochen, backen etc. Warmwasser natürlich abstellen, klar. Man unterschätzt, wieviel Energie doch Wände und Böden speichern, bzw. eben nicht! Will sagen, wenn es nach einer Woche erstmal ausgekühlt ist, hast Du Freude bei der Rückkehr. Hab das mit der Gasheizung mal probiert. Letztlich kaum was gespart; bei Rückkehr durfte die erstmal „richtig powern“ (was eine WP dann im Zweifel nicht mal kann..). Wenn Du dann noch Pech hast, und bei Rückkehr ist draußen 2° und Schneeregen (und es handelt sich um eine LWWP) kommt richtig Freude auf.
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13.12.2025 12:36:49 |
Ja ich fahre meine modulierende LWP runter wenn ich mehrere Wochen nicht da bin. Das ganze Haus hat FBH und ist relativ neu. Meist auf 16 Grad Raumtemp und 30 Grad Wasser Temp. Vorteile: - nachweislich geringerer Stromverbrauch. Ersparnis >25% Nachteile: - Haus kühlt aus. Wenn ich zurück kommen will heize ich 3 Tage vorher, um Raumtemp von 20-21 Grad herzustellen. - Sämtliche Möbel und Sitzgelegenheiten sind ausgekühlt und werden auch nicht so schnell warm. Die Raumtemp ist zwar 21 Grad die Möbel sind aber kalt. Selbst nach 3 Tagen vorheizen. Der erste Tag auf der Couch ist nicht echt angenehm... - größtes Thema: Die WP taktet für eine modulierende überproportional stark. Ich habe am Tag bis zu 10 Takte a 35 - 45 Minuten bei 3 Grad Außentemperatur. WW habe ich an, da meine WP zum Abtauen WW verwendet (glaube ich jedenfalls) Ach ja - es ist eine Frischwasserstation verbaut, somit sind Legionellen eher kein Problem
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13.12.2025 13:14:57 |
Ich sage mal es kommt drauf an. Bei einem Haus mit hohen Wärmeverlust kannst es sparsamer sein die Temperatur um 1-2°C abzusenken. Bei einem gut gedämmten Haus kommt es auch darauf an wie lange ihr weg seid. Bedenke aber das gerade das Aufheizen mit Wärmepumpe ineffizienter sein kann. Außerdem verliert halt alles seine Temperatur so das es recht lange dauert bis alles wieder gewohnt warm wird. Ich persönlich senke generell nicht ab weil ich davon überzeugt bin das dies grundsätzlich nicht viel bringt. Jedoch würde ich nach längerer Abwesenheit die Warmwasserleitungen so lange spülen bis kein Warmwasser mehr da ist.
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13.12.2025 18:32:52 |
Zitat von kandetvara  - größtes Thema: Die WP taktet für eine modulierende überproportional stark. Ich habe am Tag bis zu 10 Takte a 35 - 45 Minuten bei 3 Grad Außentemperatur.[...] Vielleicht könntest du in deinen Abwesenheitszeiten noch zusätzlich mit Nachtabsenkung arbeiten, so dass die WP vornehmlich tagsüber arbeiten, dafür längere Takte.
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13.12.2025 18:40:17 |
Zitat von TSCH  Fahrt Ihr Eure WP bei längerer Abwesenheit in einem reduzierten Betrieb?
Wir sind über Weihnachten und Silvester ganze 3 Wochen abwesend. Ich werde bei unserer Abfahrt einen reduzierten Betrieb einstellen und aus der Ferne meine Raumthermometer beobachten. Wenn so ungefähr 17° / 18 ° gehalten werden, ist's gut. Wenn nicht, werde ich mit der Wärmepumpensoftware nachjustieren. Und einen Tag vor der Heimreise werde ich wieder die Wunschtemperatur einstellen. Damit habe ich auch im letzten Jahr ohne Komfortverlust schon sehr gut gelegen. Ist sehr, sehr praktisch, dass man heutzutage so etwas alles aus der Ferne machen kann.
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15.12.2025 12:45:10 |
Zitat von Manfred Bartsch  Ist sehr, sehr praktisch, dass man heutzutage so etwas alles aus der Ferne machen kann. Wie machst Du das? VPN ? maksimilian
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15.12.2025 12:52:27 |
Ich habe bei Abwesenheit ab 3 Wochen die Raumtemp.3-5 Kelvin abgesenkt. Bei 16 °C Raumtemp. mühte sich die Ein-Aus-WP aber dann auch mit 24 Stunden Dauerlauf, wieder Temperatur ins Haus (FBH) zu bekommen. Zusätzlich wurde der Kaminofen angefeuert, um dem großen Wohnzimmer wieder auf die Sprünge zu helfen. Seit meine knapp 25 KWp-PV im September in Betrieb ging, senke ich nicht mehr ab bei Abwesenheit, solange genug Strom vom Dach kommt (war den kompletten Oktober und bis Mitte November der Fall) . Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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15.12.2025 13:03:52 |
Zitat von maksimilian  Zitat von Manfred Bartsch  [...] Wie machst Du das? VPN ? maksimilian Je nach WP die Hersteller- App, die das typischerweise über die Hersteller- Cloud macht. Wenn man lokal autark sein möchte (z.B. via API, Modbus, P1P2 oder ähnlichen), dann via VPN (z.B. direkt über die Fritzbox, oder anderweitig, Tailscale etc.)
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15.12.2025 14:08:20 |
Zitat von maksimilian  Wie machst Du das? VPN ? maksimilian Meine Wärmepumpe erreiche ich ganz normal via Internet über die Fritzbox und das webbasierte Weishaupt WEM-Portal. Oder auch über deren Android-APP. Meine im Haus verteilten WLAN-INKBIRD-Thermometer erreiche ich ebenfalls ganz normal über deren eigene Android-APP. In der letzten Zeit klappte es zum Beispiel tadellos aus den Niederlanden oder aus Dänemark.
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15.12.2025 14:36:29 |
Danke für Deine Antwort, Manfred. Ich kenne für meine AIT LWAV leider keine Android- App, welche den remote Zugriff zur WP- Steuerung (Luxtronik 2.0) ermöglicht. Deshalb denke ich über die Einrichtung eines VPN nach.
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15.12.2025 14:39:08 |
Hast du eine Fritzbox? Ein Wireguard VPN plus Wireguard App auf dem Handy ist in 5 Minuten eingerichtet. Im Prinzip muss man mit der Wireguard App auf dem Handy bloß den QR Code aus der VPN Einrichtung in der fritzbox abscannen.
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15.12.2025 14:50:26 |
Danke, Melvil für Deinen interessanten Hinweis. FRITZ!Box und Android-Handy sind vorhanden. Ich werde zu Wireguard recherchieren, aber dazu nicht diesen Thread kapern wollen.
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18.12.2025 19:23:34 |
Ich hatte unsere WP bei einer 2-wöchigen Abwesenheit im November runtergefahren, um 3°. Ergebnis war starkes Takten, beim nächsten Mal werde ich sie nur nachts absenken, so dass sie hoffentlich nachts aus ist und tagsüber durchläuft.
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18.12.2025 20:15:57 |
Zitat von MiauHa  Ergebnis war starkes Takten, ... Was konkret heißt starkes Takten? Ein Takten erwarte ich für meine 3-wöchige Abwesenheit bei den derzeitigen Außentemperaturen auch. Weil ich auch tagsüber den abgesenkten Nachtbetrieb eingestellt haben werde, um auf etwa 18° Raumtemperatur zu kommen. Und das bedeutet zurzeit 60 Minuten von mir festgelegte Taktpause, 30 - 40 Minuten Laufzeit, 60 Minuten Taktpause usw. Ich weiß, dass das Takten in diesem Forum extrem verpönt ist. Ob es allerdings in auffälliger Anzahl zu einem vorzeitigen Ableben der Geräte führt, wird man wohl erst in 10 Jahren oder später sagen können, wenn eine ausreichende Anzahl von heutzutage noch jungen Geräten in die Jahre gekommen sein wird. Bis dahin gilt für mich eher der Satz, wenn eine Wärmepumpe das nicht aushält, hätte sie nicht Wärmepumpe werden dürfen. Und ja, auch das Absenken ist verpönt. Es gibt aber nun mal Situationen, da braucht man keine 22°, es soll aber auch nicht völlig auskühlen.
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19.12.2025 08:50:03 |
Mit starkem Takten meine ich über 50 Takte am Tag. Das möchte ich für die Zukunft vermeiden... Da lief irgendwas schief, möglicherweise das Zusammenspiel von blossomic und WP. Kann sein, dass die gegeneinander gearbeitet haben.
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19.12.2025 09:12:06 |
Betrachte folgende Analogie. Das Haus ist eine gefüllte Badewanne mit Loch. Der Wasserspiegel entspricht der Temperatur, der Zufluss ist die Heizung. Die Wassermenge, die pro Zeiteinheit durch das Loch entweicht ist davon abhängig, wie hoch der Wasserspiegel ist. Angenommen du senkst den Wasserspiegel ab dann sparst du nur die Differenz zwischen den Abflüssen bei hohem und niedrigen Wasserstand. U d das macht nur Sinn wenn die Zeit sehr lang im Vergleich zur Abkühl- und Aufheizzeit ist. Die Wassermenge zwischen den beiden Wasserständen sparst du nicht ein. Hier verschiebst du nur die Zeit in der du füllst. Und bedenke die Badewanne hat viel Inhalt. Die ein Haus hat eine große Masse. Bei gut gedämmten Häusern ist das Einsparpotential gering. Bei schlecht gedämmten Häusern ist es wichtig, dass die Außenwânde in den Raumecken nicht so weit abkühlen, dass Schimmelgefahr besteht. Wenn man mehr als 1 Woche fort ist und 2 Tage vor Urlaubsende wieder zum Normalbetrieb zurückkehrt, dann macht man mit der Absenkung nichts falsch. Der Einspareffekt ist aber auch eher sehr klein ( wenige EUR) Beste Grüße MIKA
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19.12.2025 14:29:55 |
Und die Warmwasserleitungen und den Plattenwärmetauscher machst du natürlich vor Abreise ganz leer, damit sich da auch keine Legionellen bilden?
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19.12.2025 18:04:48 |
Ich schalte das WW ab 3 Tage Abwesenheit aus. Die Heizung auch. Hier stelle ich direkt die Erzeuger Temperatur also die Solltemperatur an der Wärmepumpe auf ca. 22 Grad Vorlauf. Damit erreiche ich 16-19 Grad im Haus. Bei Außentemperatur über durchschnittlich 15 Grad. ( April bis Oktober) mache ich die Heizung komplett stromlos bei Abwesenheit über 3 bis 4 Tage. Von Mai bis September ist sie immer ganz aus weil der Sonneneintrag durch die Fenster ausreicht. Ich kenne das Abschalten gut wegen des Wintergarten den ich habe. Im Winter ist er in der Woche auch immer komplett aus und wird nur am Wochenende beheizt. Dann geht er Freitag früh an und ist mittags warm. Das Haus ( ca. KFW60 Standart) braucht da länger zu aufheizen. Dennoch spart es ab ca. 4 Tage hier abzusenken bzw abzuschalten. Im Grunde muss es jeder selber ausprobieren. Jedes Haus und jeder Bewohner hat ein anderes Empfinden. Grüße
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20.12.2025 12:16:14 |
Zitat von belzig  Zitat von kandetvara  [...] Und die Warmwasserleitungen und den Plattenwärmetauscher machst du natürlich vor Abreise ganz leer, damit sich da auch keine Legionellen bilden? Was für ne Frage. Nein mache ich natürlich nicht. Und klar bilden sich Legionellen in den Warmwasserleitungen und auch in den Kaltwasserleitungen, wenn das Haus mehrere Woche leer steht. Entleerst Du da jedes mal die Leitungen??? Ziemlich realitätsfern würde ich sagen. Ich halte nur eine Frischwasserstation für die bessere Alternative als einen 300 Liter WW Speicher der mehrere Wochen so vor sich her dümpelt....
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20.12.2025 12:37:44 |
Ich finde es nur immer wieder lustig, wie überzeugt die FriWa-Kunden von ihren Geräten sind. Ich würde nach einem längeren Urlaub egal mit welchem WW-bereiter immer erstmal die Badewanne voll und alle Wasserhähne im Haus auf machen, egal welchen WW-Bereiter ich im Haus habe.
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20.12.2025 13:38:39 |
Zitat von belzig  Ich finde es nur immer wieder lustig, wie überzeugt die FriWa-Kunden von ihren Geräten sind. Ich würde nach einem längeren Urlaub egal mit welchem WW-bereiter immer erstmal die Badewanne voll und alle Wasserhähne im Haus auf machen, egal welchen WW-Bereiter ich im Haus habe. Ich finde es nur immer wieder lustig was generell für ein Hype um die Legionellen Thematik gemacht wird. Für Lungenkranke und Altersschwache mag das ja ein Problem sein, aber... Naja ist Off Topic - lassen wir es. Bei letzterem geb ich Dir gerne recht. Ich lass auch alle Entnahmestellen ein paar Minuten laufen, nachdem ich nach längerer Abwesenheit zurückkomme. Was mich wirklich bewegt hat, war das Austrocknen der Syphons in den Toiletten bei längerer Abwesenheit im Sommer. Das konnte ich aber durch zeitgesteuerte automatische Spülung einmal die Woche lösen... Aber auch das ist OT
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20.12.2025 13:44:00 |
Wird ja jetzt sb Weihnachten wohl deutlich kälter - aber auch sonniger. Wer weg fährt, kann ja mal einrn Testlauf machen 😉. Mit PV halt dann tagsüber ordentlich heizen, und schsuen wie weit das trägt…
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25.12.2025 13:38:27 |
Hier nun meine praktische Erfahrung. Wie weiter oben schon gesagt, befinde ich mich inzwischen am 6. Tag einer dreiwöchigen Abwesenheit. Die Absicht war, meine Weishaupt-Splitblock so weit zu reduzieren, dass um die 17° Raumtemperaturen erhalten bleiben. Es geht um ein kleines, 21 Jahre altes Einfamilienhaus mit 10 konventionellen Heizkörpern und (noch) keiner Photovoltaik auf dem Dach. Eingestellt wurden zunächst theoretische 16° Solltemperatur. Damit wurden auch nach 24 Stunden im wärmsten Raum 20° und im kältesten, wintergartenartigen Raum 19° noch nicht ausreichend unterschritten. Die theoretische Solltemperatur wurde auf 14° zurückgenommen. Folgendes entwickelte sich daraufhin. Zwischen 5° und 3° Außentemperaturen wurde eine Vorlauftemperatur von 26° verlangt. Vor diesem Hintergrund taktete die Anlage für ca. 24 Stunden. Jeweils um die 30 Minuten Laufzeit, 60 Minuten Sperrzeit. Die Raumtemperaturen waren bis dahin auf 19,5° Grad im wärmsten und 18° im kältesten Raum gesunken. Das Takten hörte ab 3° abwärts auf. Die Außentemperaturen fielen weiter bis auf minus 3°, die verlangte Vorlauftemperatur stieg auf 30°. Die Raumtemperaturen sanken weiter auf 18° im wärmsten und 16,5° im kältesten Raum. Sie sind seit nunmehr 24 Stunden weitgehend unverändert. Stattdessen hat sich die Leistungsanforderung der Wärmepumpe mit den von plus 5° auf minus 3° fallenden Außentemperaturen von 10 % auf maximal 33 % erhöht. Das bedeutet nach meiner Interpretation, die angestrebten Raumtemperaturen wurden erreicht und werden bei fallenden Außentemperaturen mit steigender Leistung der Wärmepumpe gehalten. Somit habe ich nun stets verschlagene Temperaturen im Haus. Ganz interessant, finde ich.
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