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Alte Heizung kaputt- Neue muss her-Total überfordert
Verfasser:
bart55
Zeit: 10.01.2026 10:27:23
0
3918599
Hallo,
Wir haben in unseren Haus seit 20 Jahren eine GasBrennwerttherme inklusive Warmwasserboiler. Der Warmwasserboiler ist total verkalt ( wir haben recht hartes Wasser) . Das Dreiwegeventil ist dauernd kaputt und der Abgasstrank ist schon leicht undicht und müsste auch erneuert werden. Eigentlich wollte ich wieder eine Gasbrennwerttherme mit Speicher aber das Gas wird laut Experten ab 2028 durch die CO2 Steuer extrem teurer. Alle raten mir davor ab. (wohnen in ÖSterreich)
Wir haben 150m2 Wohnfläche mit Typ 22 Heizkörper. Jahresgasverbrauch 12500kwh.
Was würdet ihr mir empfehlen? Alte Therme wieder richten lassen. Neue Therme einbauen. Luftwärmepumpe installieren?
Viele Möglichkeiten aber ich habe keine Ahnung was die beste ist.
Könnt ihr mir vielleicht helfen?

Verfasser:
Mark1234
Zeit: 10.01.2026 11:00:11
6
3918615
Frag den Heizungsbauer deines Vertrauens.

Der kann eher beantworten ob dein Haus für eine Wärmepumpe in Frage kommt oder nicht.

Das Gas in absehbarer Zeit unbezahlbar teuer wird, glaube ich nicht. Dafür hängen viel zu viele Menschen an Gasheizungen, die würden ja dann alle erfrieren oder verarmen. Das wird nicht passieren, weder in Deutschland noch in Österreich...

Verfasser:
DMS20
Zeit: 10.01.2026 11:34:46
4
3918635
Zitat von bart55 Beitrag anzeigen
Hallo,
Wir haben in unseren Haus seit 20 Jahren eine GasBrennwerttherme inklusive Warmwasserboiler. Der Warmwasserboiler ist total verkalt ( wir haben recht hartes Wasser) . Das Dreiwegeventil ist dauernd kaputt und der Abgasstrank ist schon leicht undicht und müsste auch erneuert werden.[...]
Hier gibt es viele Threads zu dem Thema des Umstiegs von Feuer auf WP.

Nimm dir ein paar Stunden Zeit und lies dir ein paar davon durch, bis Begriffe wie Auslegungstemperatur, Systemtemperaturen (Vorlauf-Temp, Rücklauf-Temp, Spreizung), Wärmequelle, Wärmesenke, Volumenstrom, Hydraulik usw) verinnerlicht sind.

Dann melde dich entweder mit konkreten Daten deines Gebäudes/Projektes hier noch'mal und/oder bei einem HB deines Vertrauens.

Ja, das Gas wird teurer werden in den nächsten Jahren in Abhängigkeit auch von der CO2-Steuer.
Wahrscheinlich werden bei abnehmender Kundenzahl auch die Grundgebühren steigen.
Am risikoreichsten aber sind die Putins&Trumps dieser Welt, die durch ihr Handeln in der Lage sind, die Energiepreise explodieren zu lassen.
Dann wird es wirklich extem teuer.

Untere dem Aspekt bekommen Heizungs-System-Entscheidungen ganz andere Prioritäten und Entscheidungskriterien.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 10.01.2026 13:11:57
2
3918688
Die aktuelle Kälteperiode nutzen um zu testen, wie weit du mit der Vorlauftemperatur runter kommst. Alle Heizkörper GANZ auf, 24/7 durchheizen, und die Heizkurve soweit senken, dass es grade angenehm warm wird. Dazu täglich den Gasverbrauch und die mittlere Außentemperatur aufschreiben.

Dann weißt du
a) wie weit du mit der Vorlauftemperatur runterkommst, ob Wärmepumpe gut geht oder nicht.
b) in welchen Räumen die Heizkörper die Grenze dafür sind und evtl. durch größere oder Typ33 ersetzt werden sollten, um die Vorlauftemperatur weiter zu senken
c) Der Zusammenhang Gasverbrauch zu mittlerer Außentemperatur gibt weitere Anhaltspunkte zur Dimensionierung der neuen Heizung (wieviel kW).

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 10.01.2026 13:57:34
2
3918713
Zitat von bart55 Beitrag anzeigen
Hallo,
Wir haben in unseren Haus seit 20 Jahren eine GasBrennwerttherme inklusive Warmwasserboiler. Der Warmwasserboiler ist total verkalt ( wir haben recht hartes Wasser) . Das Dreiwegeventil ist dauernd kaputt und der Abgasstrank ist schon leicht undicht und müsste auch erneuert werden.[...]


Servus. Nun ja es ist ja eine rein subjektive Betrachtung was "das Beste" ist.
Es ist bis auf wenige Ausnahmefälle eine Wärmepumpe immer möglich, am Ende muss man schauen aufgrund der erfassten Daten welche Kosten zu erwarten sind an fix und variabel und was das persönliche Ziel ist. Meine Ziele waren:

1: Loskommen von fossilen Brennstoffen und chemischer Verbrennung
2: Im ersten Schuss des Austausches bin ich absolut zufrieden wenn die Verbrauchskosten pari sind mit der alten Gasheizung.

Aufgrund deiner wenigen Daten sehe ich da kein großes Hindernis.

Es ist absolut planbar das Gas teurer wird aus den genannten Gründen wie Abgaben und Erhöhung der Netzentgelte auf weniger Verbraucher, da muss man kein großer Stratege sein. Es wird auch nicht so sein das alle plötzlich ins Armenhaus müssen, aber vielleicht muss man mal seine Ausgaben mal etwas um priorisieren und nicht alle 2 Jahre das neueste iPhone > 1000€ haben und zwanzig mal im Jahr für 2 Tage nach Mallorca fliegen. Verglichen mit anderen Ausgaben die wir alle so billigend hinnehmen sind diese Kosten im Jahr nun echt nicht die riesige Diskussion wert. Schließe mich an,, höre dich um nach einem geeigneten Heizungsbauer welcher mit WP Erfahrung hat und lasse Ihn das einschätzen. Viel Erfolg für durch den Winter kommen, ich würde jetzt versuchen lassen mit Minimalaufwand das Ding noch zu beatmen bis Ende der Periode sofern vertretbar.

Verfasser:
PIDRegler
Zeit: 11.01.2026 08:36:04
1
3918999
Gas wird teurer, Strom aber auch. Wird sich so einpendeln, dass ähnliche Verbrauchskosten entstehen. WP hätte natürlich den Vorteil daß man Strom per PV selbst erzeugen kann und evtl sogar speichern. Nur halt im Winter nicht, wenn man heizen muss, da scheint wenig Sonne.
Also beißt sich oftmals die Katze in den Schwanz.

Wie ich da rangehe: Nach Alter vom Bewohner bzw hier Eigentümer.
Alles über 60: Gasheizung reparieren. Vom gesparten Invest Urlaub machen oder oder oder
Alles unter 40: Gas raus, WP rein. Und Haus wo geht ertüchtigen dh Dämmung verbessern.
Zw 40 und 60: ... geht so drum... Pauschal schwierig.

Viele Grüße
PIDRegler

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 11.01.2026 08:52:52
1
3919010
Zitat von PIDRegler Beitrag anzeigen
Gas wird teurer, Strom aber auch. Wird sich so einpendeln, dass ähnliche Verbrauchskosten entstehen. WP hätte natürlich den Vorteil daß man Strom per PV selbst erzeugen kann und evtl sogar speichern. Nur halt im Winter nicht, wenn man heizen muss, da scheint wenig Sonne.
Also beißt sich[...]


Das mag für das Absolutniveau stimmen, aber alle Indikatoren deuten darauf das das Gap aber kleiner wird, was eindeutig das Pendel zu WP laufen lässt. Ich liege aktuell bei Gas 10 Cent zu Strom 27 Cent und habe gestern mal bei Check 24 geschaut, beim nächsten Wechsel werde ich die 25 Cent hinbekommen. Außerdem spare ich mir ca. 200€ Grundgebühr für den Gaszähler, denn den Stromanschluss habe ich sowieso. Dann kommen noch ca. 100 € Ersparnis vom Schornsteinfeger hinzu was ca 300€ pro Jahr sind. Wenn ich das auf den Strompreis umlege und noch dazu rechne das eine Gasheizung im besten Fall ein eta von 0,9 über den Winter hat komme ich locker auf einen Preisfaktor 2. Das schafft meine WP sogar bei den Verhältnissen hier noch.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 11.01.2026 12:01:33
2
3919137
Zitat von PIDRegler Beitrag anzeigen
Alles über 60: Gasheizung reparieren. Vom gesparten Invest Urlaub machen oder oder oder

Auch wenn die Gasheizung schon 20 oder 30 Jahre alt ist? Dass Bewohner 80 oder 90 werden ist jetzt ja auch nicht so selten, dann wäre die Heizung 50 oder 60... Ob sie so lange hält?

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 22.01.2026 23:01:01
0
3924333
Die Wärmepumpe erfordert auch oft größere Umbauten, die bei Vielen mit 60 deutlich weniger aufregend sind als mit 70.
Und in hohem Alter da zu sitzen, jedes Jahr tausende Euro für Öl oder Gas zu bezahlen, und jeden Winter zu beten, dass die alte Heizung noch durchhält, ist auch Alles Andere als schön.

Dazu kommt, dass die aktuell hohen möglichen Förderungen nicht auf ewig so bleiben werden. Auch wenn sie sicher derzeit etwas preistreibend sind, ist es wahrscheinlich schlau, sie zu nutzen.

Verfasser:
Wunsen
Zeit: 22.01.2026 23:38:42
0
3924342
Zitat von bart55 Beitrag anzeigen
Hallo,
Wir haben in unseren Haus seit 20 Jahren eine GasBrennwerttherme inklusive Warmwasserboiler. Der Warmwasserboiler ist total verkalt ( wir haben recht hartes Wasser) . Das Dreiwegeventil ist dauernd kaputt und der Abgasstrank ist schon leicht undicht und müsste auch erneuert werden.[...]

Ich sehe gerade, dass Ihr in Österreich seid. Da kenne ich mich weder mit den Energiepreisentwicklungen aus, noch mit den Fördermöglichkeiten, noch mit etwaigen gesetzlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Heizungstausch.
Das Alles wirkt sich natürlich auf die Wirtschaftlichkeit aus.

Für eine erste Kalkulation würde ich davon ausgehen, dass Ihr mit einer Luftwärmepumpe um die 3000kWh Strom verbrauchen würdet, mit Erdwärmepumpe vielleicht nur 2000kWh. Kommt u.A. darauf an, wie gut die Betriebsbedingungen in Eurem Haus sind - also vor Allem die erforderlichen Vorlauftemperaturen und Außentemperaturen.

Mit einer neuen Gasheizung könntet Ihr sicher auch etwassparen, aber mehr als 10% vermute ich nicht, da ihr ja auch jetzt schon einen Brennwertkessel habt.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 22.01.2026 23:47:24
1
3924343
Hallo,

diskutiert ruhig weiter, den TE interessiert es offenbar nicht mehr, sonst hätte er vielleicht mal geantwortet.

Gruß
Heinz

Verfasser:
bart55
Zeit: 25.01.2026 09:01:20
0
3925292
Vielen, vielen Dank für eure wertvollen Vorschläge. In Österreich wurden ab diesem Jahr die Förderungen von ca. 75 % auf 30% reduziert. Überschlagsmäßig müsste ich für eine neue Wärmepumpe inclusive Einbau ca. 20.000 Euro bezahlen.
Gottseidank habe ich einen Spezialisten für Gasbrennwertgeräte gefunden der meine Therme für wenig Geld wieder gerichtet hat. Nach langer Überlegung habe ich beschlossen die Gastherme weiter zu betreiben. Die Kosten einer neuen Heizung sind mir einfach zu hoch.
Nochmals vielen Dank für eure Bemühungen mir zu helfen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 25.01.2026 10:41:08
2
3925325
Zitat von PIDRegler Beitrag anzeigen
.....

Wie ich da rangehe: Nach Alter vom Bewohner bzw hier Eigentümer.
Alles über 60: Gasheizung reparieren. Vom gesparten Invest Urlaub machen oder oder oder
Alles unter 40: Gas raus, WP rein. Und Haus wo geht ertüchtigen dh Dämmung verbessern.
Zw 40 und 60: ... geht so drum... Pauschal schwierig.

Viele Grüße
PIDRegler [...]

Richtig, nach Alter vom Bewohner bzw hier Eigentümer und Baujahr des Hauses.

Bin 80 geworden und habe letztes Jahr bei der Sanierung meiner 45 Jahre alten Heizung den Öltank noch einmal gefüllt (auf 6.000 Liter). Eine Sanierung des Hauses wäre nicht bezahlbar gewesen.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 25.01.2026 11:09:35
1
3925337
Kann hier nur OldBo beipflichten, ab einem gewissen Alter und ungewisser Zukunft des Objektes überwiegt realistischerweise der ökonomische Ansatz!

CO2 Bepreisung hin oder her, wenn die Ölinfrastruktur (Tank, Kessel, Brenner) in relativ jungen und gutem Zustand ist und es eine saubere Regeltechnik dazu gibt dann wird der Energieverbrauch in einem überschaubaren Ausmaß liegen und durch fiskalische Zwangsmassnahmen auch preislich nicht exorbitant ansteigen!

Diese Technik ist trotz aussterbenden Fachkräften überschaubar und bei Störungen normalerweise auch zwischen den Feiertagen (Weihnachtszeit) irgendwie zum laufen zu bringen!

Wenn man die superduper Hocheffizienzwärmepumpe hat und diese zu Weichnachten die Beine grätscht, dann hilft dir nur der massive Einsatz einiger Elektroheizlüfter, denn der WKD ist zu ndiesen Zeiten auch nicht am nächsten Tag vor Ort und ob dieser auch was erreichen kann steht auch eher in der Wunschliste als in der Realität!

Verfasser:
Loxodan
Zeit: 25.01.2026 11:35:06
0
3925358
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Kann hier nur OldBo beipflichten, ab einem gewissen Alter und ungewisser Zukunft des Objektes überwiegt realistischerweise der ökonomische Ansatz!

CO2 Bepreisung hin oder her, wenn die Ölinfrastruktur (Tank, Kessel, Brenner) in relativ jungen und gutem Zustand ist und es eine saubere[...]


Naja ob man bei einer 45 Jahre alten Heizung an dem beliebten statistisch irrelevanten Weihnachtsbeispiel der Kessel verreckt sofort Ersatz oder eine schnelle Alternative bekommt wage ich auch mal zu bezweifeln, aber dafür kenne ich die Teileversorgung von den alten Geräten zu wenig.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 25.01.2026 11:59:50
3
3925380
@ Loxodan!

Ich glaube Du hast meinen Beitrag entweder nicht gelesen oder nicht verstanden, kein Mensch befürwortet den weiterbetrieb eines "45Jahre alten Wärmeerzeugers"!

Aber so wie es mittels völlig idiotischer Förderungen in den letzten jahren passierte dass völlig intakte 5 Jahre alte Öl oder Gasheizsysteme rausgeschnitten wurden ist nicht nachvollziehbar und nur eine Geldvernichtung um Steuern und Abgaben zu generieren!

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