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15.01.2026 09:25:37 |
Moin zusammen, ich muss im Keller (Souterrain) meines Einfamilienhauses (Bj. 1973) einen defekten Heizkörper austauschen. Es handelt sich um einen unbewohnten Raum welcher aktuell nur als Lager genutzt wird. Eventuell möchte ich diesen Raum in ferner Zukunft als Kinderzimmer nutzen. Ich nutze eine Ölheizung mit ca. 70 °C Vorlauftemperatur, der Raum hat ca. 14 m², der aktuelle Heizkörper ist ca. 600 x 2300 mm groß, die Anschlüsse liegen beide rechts mit einem Abstand von ca. 500 mm zueinander, die Leitungen sind aus Stahl, mit einem Durchmesser von ca. 17 mm. Bild des HeizkörpersLaut meiner bisherigen Recherche benötige ich einen Austauschheizkörper mit ca. 1.800 - 2.000 w Leistung. Ich würde mir jetzt also einen Typ 22 Heizkörper mit entsprechender Leistung bestellen. Macht das soweit Sinn, oder würdet ihr mir etwas Anderes empfehlen? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir außerdem bei der Auswahl der benötigten Anschlüsse helfen könnt. Bei HD24 ist z.B. die Rede von "Montageset Austausch" und "Verschraubung Dgf." oder "Eck.", aber woher weiß man ob das an eine 17 mm Leitung passt? Die Montage übernehme ich zum Glück nicht selber, aber ich möchte möglichst alle benötigten Teile bereit liegen haben und nichts falsches bestellen. Beste Grüße, Tim
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15.01.2026 09:35:53 |
Moin. Also ich würde hier vielleicht mal weiter vorne anfangen: Du nutzt aktuell eine Ölheizung mit 70 Grad! Vorlauftemperatur? Also es ist ja nun absehbar das dies mittelfristig wohl nicht mehr sein wird und eine Modernisierung des Heizsystemes ansteht oder? Damit solltest du auch die Auslegung mit niedrigeren Vorlauftemperaturen machen. Was ich an deiner Stelle machen würde: Stell da einen einfachen Elektroheizkörper mit Thermostat rein solange das Ding nur als Lager dient und du nur sagen wir 15 Grad halten willst. Wenn dann das Thema neue Heizung und neue Randbedingungen bekannt sind dann würde ich den erst auslegen und setzen. Sicher Direktheizung ist jetzt nicht die effektivste Variante, aber ich denke eine Öler mit 70 Grad steht dem im Nix nach :-) Wie gesagt das würde ICH tun.
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15.01.2026 10:36:57 |
Danke für deine Einschätzung - die Ölheizung ist zwar nicht so alt wie das Haus, aber sie muss sicher irgendwann getauscht werden, das stimmt. Da sie aber problemlos funktioniert und auch die Heizkosten ok sind, ist aktuell kein Umbau geplant.
Ich habe fast im ganzen Haus noch die alten Heizkörper (siehe Foto im ersten Beitrag) und werde irgendwann mal alles "upgraden", aber aktuell möchte ich nur den einen Heizkörper austauschen.
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15.01.2026 10:54:16 |
Aah das Bild hatte ich erst gar nicht gesehen. Ich habe exakt den gleichen Heizkörper mit ca. genau der gleichen Anzahl der Lamellen im Führungsraum für den Raumtemperaturregler meiner Wärmepumpe: Wohnzimmer Eltern mit meine ich 20qm.
Exakt diesen Heizkörper fahre ich bei 0 Grad mit 41 Grad Vorlauf und 8K Spreizung und erreiche damit locker die Solltemperatur von 21 Grad und im Gegensatz wie bei dir ist der wie das früher war in eine Nische gemauert wo dann wahrscheinlich nur 15cm Wandstärke als Wärmebrücke nach außen sind.
Ist jetzt zwar eine andere Diskussion, aber ich würde mal schauen das ich von den 70 Grad runterkomme, wie oben beschrieben kommste bei 14qm da locker mit 40 Grad hin und wenn das in den anderen Räumen ähnliche bauliche Verhältnisse und Dimensionierungen sind sollte da ordentlich was zu holen sein. Ist das eine Konstant Kessel der eventuell eh unter die Austauschpflicht fällt?
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15.01.2026 11:00:13 |
Zitat von Brotperson  Danke für deine Einschätzung - die Ölheizung ist zwar nicht so alt wie das Haus, aber sie muss sicher irgendwann getauscht werden, das stimmt. Da sie aber problemlos funktioniert und auch die Heizkosten ok sind, ist aktuell kein Umbau geplant.
Ich habe fast im ganzen Haus noch die[...] Ja, die ca. 2kW des jetzigen HK für Auslegung 70/55/20 habe ich auch gefunden. Da du die @Loxodan-Lösung für dich nicht für sinnvoll erachtest, würde ich an deiner Stelle dort wieder einen HKö 60*2300 montieren in der leistungsfähgsten Variante Typ33. Dann bist du auch für niedrigere VL-Temp gerüstet. Wenn es (dich) optisch nicht stört, könntest du ihn sogar nach links noch verlängern. Zum Anschließen kann ich nichts verlässliches schreiben. Das würde ich ohnehin konkret mit dem Lieferanten verabreden, denn dann ist der mit in der Verantwortung, wenn er dich falsch beraten hat.
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15.01.2026 11:12:51 |
Was ist denn am Heizkörper defekt? Eventuell kann man das auch reparieren oder abdichten.
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15.01.2026 11:34:02 |
Zitat von matsches  Was ist denn am Heizkörper defekt? Eventuell kann man das auch reparieren oder abdichten. Berechtigte Frage die auch erst stellen wollte aber dann gelassen habe. Meistens rosten die irgendwo durch. Man kann das schweißen oder löten, aber da braucht es jemand der das kann denn ruckzuck reisst dir das Zeug sofort weg wegen Thermospannungen. Lohnt meist nicht einen Spezialisten das machen zu lassen im Vergleich zu nem neuen, aber warten wir mal auf die Antwort.
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15.01.2026 11:34:26 |
Das lässt sich mit den Angaben nicht wirklich beantworten. Kann sein, dass du auch ohne HK schon 14°C halten kannst, allein durch die Abwärme der Ölheizung. Und 14°C wären evtl. auch ok. Der Heizkörper hat dann bislang nur unsinnigerweise die Nachbarräume und das Erdreich mitgeheizt. Oder es fällt ohne HK auch auf 5°C (wenns ganz kalt ist) weil die Außendämmung grottig ist. Für ne Nutzung als Kinderzimmer wirds noch schwieriger irgendwas vorherzusagen. 4 kalte Außenwände + kalter Boden und aus sonst 21°C Wohlfühltemperatur werden 23°C Raumtemperatur notwendig. Und von 15°C auf 23°C die Heizleistung hochrechnen klappt auch nicht weil je nach Dämmung von Außenwänden (-5°C), Boden (10°C), Nachbarräumen (12-17°C), Decke (21°C) die Wärmeflüsse sich radikal ändern. Ich bin da bei Loxodan: Erst mal ne Elektroheizung, allerdings plus Verbrauchsmessung. Temperatur eher an die untere unkritische Grenze. Der Thermostat sollte allerdings ne sehr geringe Hysterese haben. Das muss man sich vmtl. selbst hinbasteln. Für die ferne Nutzung als Kinderzimmer kann man so (elektrisch) auch die Heizlast ganz gut bestimmen. Dauert einige Tage bis der Raum auf Temperatur ist. Aber dann sollte bei konstanten und kalten Außentemperaturen (-5°C) die Leistung pro Tag relativ gleichmäßig sein. Boden/Erdreich ist eher zu kalt gegenüber nem permanent beheizten Raum, also noch etwas zusätzliche Reserve. Sind dann halt mal 500kWh an Strom. Aber bei geeigneter Durchführung und Bewertung hat man dann ein realistisches Ergebnis und vmtl. günstiger als irgendne (lausige) Berechnung.
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15.01.2026 12:40:26 |
Zitat von Brotperson  ... muss im Keller (Souterrain) meines Einfamilienhauses (Bj. 1973) einen defekten Heizkörper austauschen. Es handelt sich um einen unbewohnten Raum welcher aktuell nur als Lager genutzt wird. Eventuell möchte ich diesen Raum in ferner Zukunft als Kinderzimmer[...] Wenn das evtl ein Kinderzimmer (dauerbewohnt) werden soll und es Souterrain liegt: - Radon-belastete Gegend? -> ggf. nachmessen - ist dort wirklich ein Raumklima zu erreichen, dass man einem Kind zumuten sollte? Raumluftqualität, Lüftungsmöglichkeiten oberhalb von Abgasen, Bodenstaub usw. - hinter dem jetzigen HKö sieht es nach einer feuchten, wenn nicht gar schimmeligen Fläche aus, ähnlich die Ecke zum Fußboden hin. Hast du 'mal die Heizlast des Raumes berechnet (z.B. Ubakus)? Alternativ, wenn der bestehende HKö noch ein paar Tage laufen könnte, könntest du ausprobieren, auf welche Temperatur der Raum mit dessen Leistung zu bringen ist, wenn er mindestens zwei Tage durchläuft mit VL-T 70°C, RL-T kannst du ja messen, dann ist die relevante Temperaturdiff am HK bekannt und die Heizleistung kann einigermaßen genau berechnet werden.
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15.01.2026 12:52:50 |
Der jetzige HK hat 2000W bei 70/55 °C Wenn der wirklich ausgetauscht werden muss (defekt), dann lass dir einen Typ 22 mit den jetzigen Maßen einbauen. Die Anschlüsse bringt der HB mit; der muss ohnehin umbauen, wenn du keinen Austauschheizkörper nimmst. Die anderen Vorschläge mit E-Heizung (ist halt aktuell modern) würde ich vergessen: Zu teuer und der HB müsste mehrfach kommen.Zum Ausbau des defekten HK und bei Umbau zum Kinderzimmer noch einmal
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15.01.2026 13:43:18 |
Hallo, sieht so aus wie bei mir. Nur meine Fenster sind weiß ;-) Drehfenster mit Gitter davor? Sieht mir nach 3/8" Zoll aus. Doof, das fehlende Ventil im Rücklauf. Das einfachste, Austauschheizkörper. Bei dem alten die Anschlüsse rausschrauben und in den neuen wieder rein. Neues Ventil im Vorlauf wird nicht das Problem sein. Kommt jetzt darauf an wie die Verschraubung im Rücklauf aussieht. Etwa so? https://www.emax-haustechnik.de/rohre-und-fittings/temperguss-gewindefitting-schwarz-winkelverschraubung-flach-dichtend-ohne-dichtung-ig-ag.html?gclid=CjwKCAiAvaLLBhBFEiwAYCNTf47N82UkqaoUjKGywe1H9LJ2zGtV8StNe8VUwkJq21Q8I2Fo7Fo0KhoCqBQQAvD_BwE&gad_campaignid=17414214477&gad_source=1 MfG uwe
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15.01.2026 14:28:29 |
Zitat von Wolf S  Der jetzige HK hat 2000W bei 70/55 °C Wenn der wirklich ausgetauscht werden muss (defekt), dann lass dir einen Typ 22 mit den jetzigen Maßen einbauen. Die Anschlüsse bringt der HB mit; der muss ohnehin umbauen, wenn du keinen Austauschheizkörper nimmst. Die anderen Vorschläge mit[...] Nee mit E Heizung meinte ich als Übergangslösung so einen klassischen kleinen Ölradiator den gefühlt 100% der Haushalte mindestens einen im Keller rumstehen haben. Aber dein Hinweis ist gut, sehe jetzt auch das im RL kein Absperrventil ist, damit musste eh ran und dann kannste den auch gleich machen, da stimme ich dir zu.
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15.01.2026 15:47:17 |
Ich würde einen Austausch Heizkörper nehmen. Der kostet jetzt keine 1000,-€ und damit hast du erst mal den Raum zumindest etwas warm und keinen Wasserverlust. Wenn es dann soweit ist, steht da bestimmt noch mehr an, z.b. Teppich/ Laminat, streichen, Fenstertausch,..... , vielleicht auch Heizungstausch auf WP. Dann hast du Verbrauchswerte und kannst den genau auslegen. Auf jeden Fall würde ich schrittweise versuchen die Vorlaufthemperatur zu senken um zu eruieren was ich überhaupt benötige und gleichzeitig noch Geld spare.
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15.01.2026 21:10:26 |
a) Die Ölheizung sollte nicht konstant mit 70Grad Vorlauf laufen. Sondern je nach Außentemperatur mit Heizkurze flexibel zB zwischen 40 und 70Grad.
b) Der Heizkörper muss nicht raus es sei denn er ist irgendwo kaputt. Reinigen und gut ist. Evtl streichen. Ein neuer ist nicht besser und auch nicht sparsamer.
Viele Grüße PIDRegler
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15.01.2026 22:25:41 |
Zitat von PIDRegler  a) Die Ölheizung sollte nicht konstant mit 70Grad Vorlauf laufen. Sondern je nach Außentemperatur mit Heizkurze flexibel zB zwischen 40 und 70Grad.
b) Der Heizkörper muss nicht raus es sei denn er ist irgendwo kaputt. Reinigen und gut ist. Evtl streichen. Ein neuer ist nicht[...] Naja nix für ungut, aber hast du auch mal hier den Verlauf gelesen? 1: Hat er doch genau im Eingangspost geschrieben das der HK defekt ist 2: Das Thema mit der Vorlauftemperatur wurde auch von mir bereits mehr als ausreichend thematisiert
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16.01.2026 00:16:46 |
Nix für ungut2 Er hat das Wort defekt genutzt, richtig. Es "riecht" aber danach daß der Topic Ersteller nicht wirklich weiss ob bzw was defekt ist... Ja, auch das mit der Vorlauftemperatur ist richtig. Nun, doppelt gemoppelt hält besser.... Viele Grüße PIDRegler
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16.01.2026 09:37:51 |
Zitat von PIDRegler  .... Es "riecht" aber danach daß der Topic Ersteller nicht wirklich weiss ob .. ist... Ja, auch das mit der Vorlauftemperatur ist richtig..... [...] Ich hinterfrage mal die Vorlauftemp. Gibt es tatsächlich keinen Mischer? Ist also Vorlauf immer 70°C? MfG uwe
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16.01.2026 10:05:03 |
Zitat von Wolf S  Der jetzige HK hat 2000W bei 70/55 °C Wenn der wirklich ausgetauscht werden muss (defekt), dann lass dir einen Typ 22 mit den jetzigen Maßen einbauen. Die Anschlüsse bringt der HB mit; der muss ohnehin umbauen, wenn du keinen Austauschheizkörper nimmst. Die anderen Vorschläge mit[...] Stimmt. Keine Absperrmöglichkeit im RL. Wenn man nicht im Heizungsraum / anderswo absperren kann, dann gleich nen neuen HK, Absperrventil im RL und HK-Ventil auch tauschen. Der gleich große Typ 22 hat sicher mehr Leistung als der bisherige. Und für Kinderzimmer wird man eh nochmal ran müssen. Zumindest wenn mal ne Wärmepumpe rein soll. Mit der vmtl. schlechten Bodenisolierung und ordentlichen Verlusten in annähernd konstant kühle Nachbarräume ist die Heizlast da annähernd von der Außentemperatur unabhängig. Wenn fürs restliche Haus z.B. ne Kennlinie von 35°C@+10°C nach 50°C@-10°C passt bräuchtest im Keller eher 43°C@+10°C nach 50°C@-10°C. Also Heizkörper ggf. deutlich größer als bei Normaußentemperatur (und wenns kalt ist abregeln) wenns effizient werden soll. Dafür sind die 3/8"-Leitungen aber vmtl. zu dünn. Heizgrenze muss auch deutlich rauf. Bei 18°C will das Kinderzimmer noch beheizt werden, im restlichen Haus ist aber schon keine Wärmeabnahme mehr. Damit brauchst dann definitiv nen Trenn-Puffer (mit Effizienzverlusten). Wird dir der Heizungsbauer mit Heizkörpern vmtl. eh vorgeben, aber der Puffer muss dann eher größer werden. Da musst dann wirklich genau hinschauen, was das sinnvollste ist (von Heizkosten inklusive Effizenzverlust fürs ganze Haus akzeptieren bis Boden komplett raus, Boden+Wände Isolieren, FBH, neue Rohre, neues Fenster) und möglichst die Daten auch realistisch messen. Ein großer Typ 33 kann funktionieren, als sicheres Investment würde ich es aber nicht bezeichnen.
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