Wir haben im Jahr 2023 einen Altbau übernommen, Sommer 2024 eine LWWP einbauen lassen (mit Förderung), Typ Panasonic Aquarea R290 9KW Hydrosplit IG:WH-SDC0509L3E5 AG:WH-WDG09LE5
Mit der Luftwärmepumpe sind wir bislang nicht glücklich.Kurz: Sie ist
zu laut und bekommt das Haus
nicht ausreichend warm. Ziel der
Vorlauftemperatur wird ab etwa °2C AT nicht mehr erreicht. (z.B Ziel 40°C, Outlet 35°C)
Anzüge aus der Datenaufzeichnung der Aquarea Service
Cloud hänge ich an.
Auch ein paar Ansichten und Hörbeispiele unserer Anlage verlinke ich unten. (Es ist neben den Vaillants, Viessmanns, Buderus und Stiebel-Eltrons ganz klar die mit weitem Abstand lauteste Wärmepumpe im Viertel)
Welche sinnvollen Varianten zur Nachbesserung haben wir?- Austausch gegen T-Cap? Dann eventuell sicherheitshalber 12Kw? 16Kw T-CAP M wären laut Auslegung im Tool "Heizreport" eigentlich korrekt für den Wärmebedarf des Hauses als monovalente Heizung bis NAT -9, Den erforderlichen Volumenstrom einer solchen Anlage bekomme ich aber nicht durch unsere
Rohre / Heizkörper
- Kaskade mit einer zweiten Aquarea LT 9 KW, parallel installiert, Panasonic Kaskaden Manager, mit hydraulischer Weiche?
- Alle Heizkörper im Haus auf Typ 33 tauschen und die 9kW LWWP behalten? Die aktuellen Wärmeübeträgerflächen (überwiegend Heizkörper Typ 22 funktionieren mit derartig niedrigen VL
Temperaturen nicht ausreichend gut)
- Andere Ideen?
- Leider haben wir unsere Fördermöglichkeiten im Jahr 2024 bereits erschöpft. Wir müssten also einen Umbau in voller Höhe aus eigenen Mitteln stemmen. Das
Fachunternehmen welches die Anlage ausgelegt und verbaut hat haben wir bereits kontaktiert, es gab jedoch noch keinen Vorschlag zum Umgang mit dem Problem.
### Hintergrund ###
## Beobachtungen ##In der Heizsaison 24/25 waren wir bereits etwas enttäuscht von der Geräuschkulisse der Außeneinheit und dem doch deutlich weniger behaglichen Raumklima. Wir haben da noch viel an den Einstellungen optimiert (Hydraulik,
Heizkurve) und glaubten noch die richtige Konfiguration finden zu können. Bei uns war es in der Heizsaison 24/25 nur selten richtig kalt, bezogen auf die NAT von -9. Diese haben wir nur im Januar 2025 erreicht. Wir hatten in diesem Monat den Heizstab zugeschaltet, um für ein Familienfest mit viel Besuch für alle Gäste eine angenehme Klimatisierung vorzuhalten. Dies quittierte in einer Stromrechnung von über 1000€ für diesen einen Monat.
In der nun laufenden Heizsaison 26/26 ist die laute Geräuschkulisse der Außeneinheit erhalten geblieben, jedoch sind für uns nun mittlerweile durch eine Heishamon Platine deutlich mehr Parameter über Home Assistant einsehbar. So erkennen wir, dass die Lautstärke des Außengerätes dann nicht mehr akzeptabel ist, wenn der Verdichter auf mehr als 50Hz läuft. Bei aktuellen Außentemperaturen von 1°C läuft er bei konstant 72 Hz, wenn die Anlage nicht gerade abtaut, was circa einmal stündlich vorkommt und rund 10 Minuten dauert. Bei kälteren AT können auch 82 Hz konstant beobachtet werden. Der Sensor "Heat Power Produced" liegt bei etwa 8300 Watt, was plausibel zur Nennleistung in diesem Temperaturbereich passt. (Die 9KW Aquarea ist bei kalt-nassen Temperaturen ja eher ein 7KW Gerät)
Der
COP in Dezember / Januar lag bislang bei etwa 3,0 - gemessen an den äußeren Bedingungen ist das wirtschaftlich betrachtet eigentlich ganz okay. In der Übergangszeit steigt der COP natürlich deutlich an und wir können dann von einer besseren
Jahresarbeitszahl träumen.
## Gebäude ##Baujahr des Hauses: 1967, 220 qm, davon beheizt 167qm
Bewohnt durch 4 Personen, 2 Erwachsene und zwei Kinder
Sanierung
Fenster: 2002, zweifach Verglasung
großer offener Flur mit Wendeltreppe, welche Keller, EG und OG verbindet
Fassade mit 4cm Styropor isoliert, keine weiteren Hohlräume vorhanden
Ehemalig
Flachdach (1967) mit Walmdach (ca. 2000) überbaut.
Kellerdecke nicht gedämmt
## Heizsystem ##Heizung: Luft/
Wasserwärmepumpe (erzeugt kein
Brauchwasser)
Typ: Panasonic Aquarea (Splitgerät mit Außeneinheit und Hydraulikeinheit Innenliegend)
Außeneinheit: WH-WDG09LE5
Inneneinheit: WH-SDC0509L3E5
Standort Außeneinheit: Straßenseite des Hauses
Anzahl Heizkreisläufe: 1, ausschließlich Heizkörper, keine Fußbodenheizung
Kein
Pufferspeicher, jedoch 252 Liter Gefäß zur Volumenerweiterung in Reihe im Rücklauf des Heizkreises (für Abtauvoränge der Wärmepumpe gedacht)
Überströmungsventil verbaut
Mindestvolumenstrom für Heizwärmepumpe laut Datenblatt: 13 (l/min), Nennvolumenstrom für 9 Kw bei A7/W35 25,8 (l/min) - wir haben im Regelfall 22-24l/min. Volumenstrom also nah am Optimum.
Heizverhalten: Alle Heizkörper ohne ERR ausgestattet,
Hydraulischer Abgleich über Heimeier Eclipse Ventile,
Regelung über Heizkurve
Konfiguration der LWWP:
Heizstab (3KW: Dauerhaft deaktiviert)
Heizkurve
-10 Grad Außentemperatur / 44 Grad Vorlauf
15 Grad Außentemperatur / 29 Grad Vorlauf
Delta T für Heizbetrieb 5
KelvinModus
Pumpenfließrate: Delta T, Mx Drehzahl unbegrenzt 0xFE (Aquarea nutzt maximal 32l/min)
Verdichterstarts seit Installation: 6694
Betriebsdauer seit Installation: 7396 h
Keine
NachtabsenkungWir haben einen Wärmemengenzähler im Heizkreislauf, dieser scheint jedoch falsch eingebaut. Rücklauftemperatur ist im Mittel 2 Grad höher als durch Aquarea gemessen. Dadurch ist die Wärmemengenzählung falsch.
Brauchwassererzeugung mittels Panasonic DHW PAW-DHW270F (270 L)
Ehemals war eine Ölbrenntwertherme installiert, Die Vorbesitzer gaben an mit cira 2000 Liter Heizöl pro Jahr ausgekommen zu sein. (Ungenaue Messung mittels Pegelstab im Öltank, Werte daher unter Vorbehalt)
Aktuelles Hörbeispiel bei 71Hz VerdichterfrequenzHörbeispiel 2025Ganze Playlist mit Hörbeispielen