Hallo
HaustechnikDialog User,
bisher war ich stiller (unregistrierter) Mitleser und habe mich über das Wissen hier im Forum gefreut und viel daraus ziehen können.
Nun komme ich allerdings leider nicht weiter und hoffe, dass ihr mir ggf. weiterhelfen könntet.
Das Haus und die WP:
Geheizt und WW wird in unserem Haus (Neubau mit ca 140qm in KfW40 Bauweise) mit einer Buderus WLW186i mit 5kW Außeneinheit und T180 Inneneinheit (mit 16l Pufferchen). Die Heizung wurde Anfang Dezember in Betrieb genommen und hat die neuesten Software Stände (Außeneinheit: 9.15.0, Inneneinheit: 12.11.1). (Das in die Inneneinheit integrierbare 17l Ausdehnungsgefäß ist verbaut.)
Im ganzen Haus liegt Fußbodenheizung und es gibt keine ERR.
Das Setup:
Die
Heizkurve ist Außentemperatur geführt eingestellt mit 30°C VL bei -15°C (eine tiefere VL Temp als 30°C ist nicht wählbar). (Das Haus ist noch nicht bezogen und der Fußbodenbelag noch nicht verlegt, daher evtl auch die gute Wärmeübertragung von FBH auf Raumtemp.)
Trotz der geringen Heizkurve ist es im Haus zu warm (24-25°C Raumtemperatur bei 21°C Soll Raumtemperatur).
Der Volumenstrom von PC0 bei 100% liegt bei >1900l/h. Die Filter im Rücklauf sind sauber und auch der
Magnet ist sauber. Der Volumenstrom bei PC1 liegt bei etwa 940l/h und somit über den im Datenblatt geforderten 900l/h für den Abtaubetrieb.
Das Problem:
Um die
Temperatur im Haus zu reduzieren, habe ich zwei Dinge alternativ ausprobiert, welche beide zwar die Raumtemperatur senken aber zu Problemen beim Abtau Vorgang führen:
- Raumtemperatur Offset auf -2K/-3K eingestellt
- Raumthermostat RC100 im "Führungsraum" installiert und den Raumeinfluss aktiviert (2-3K).
Sobald ich dies jedoch mache, kommt vorwiegen Nachts/früh Morgens der Fehler 5140 (Einfriergefahr im Kondensator im Abtaubetrieb). Dieser Fehler kommt immer mehrfach bis in der Folge nach dreimaligem 5140, der Alarm 5141 kommt und die WP auf den Heizstab wechselt..
In den Details der diversen 5140 Störungsmeldungen steht das 3-Wege-Ventil immer auf Heizen (VR4 immer auf Kühlen, da Abtauung) und folgende Temperaturen werden geloggt (min - max aus den verschiedenen Störungs Details):
TC3 – Verflüssiger Temperatur: 19°C – 21°C
TC1 – Vorlauf Primär: 20°C – 22°C
TC0 - Rücklauf: 22°C - 24°C
Heizung Sollwert: 23°C – 26°C
Das Erhöhen des PC1 Volumenstroms auf ~1100l/h hat keine Abhilfe geschafft, auch mit diesem höheren Volumenstrom kommt es weiterhin gelegentlich zu dem beschriebenen Fehler. Der Heizkreis wurde auch bereits gespült und entlüftet.
Meine Vermutungen und Fragen:
- Welcher Wert verursacht die Störungsmeldung? TC3 < 21°C über x Sekunden?
- Weshalb nutzt die Wärmepumpe nicht die
Energie aus dem Warmwasser Speicher zum Abtauen wenn die Temperatur/Energie im Heizkreis zu gering ist? Wie ist hier der Grenzwert für TC0/TC1/Soll-VL?
- Wie sind generell die Grenzwerte / Bedingungen für die Auswahl des
Energiespeichers (Heiz/WW) für die Abtauvorgänge?
- Wird zur Berechnung eventuell die Temperatur aus der Heizkurve und nicht die wirkliche Vorlauf/Soll-Vorlauf benutzt, womit ich mir erklären könnte weshalb der Temperatureinfluss/Offset das Problem verursacht, da es dadurch zu falschen Berechnungen kommt oder liegt es rein an der geringen VL Temp, dass wir uns hier im Grenzbereich bewegen?
- Für eine Nacht habe ich testweise den Volumenstrom reduziert (auf ~750l/h). Hier konnte ich beobachten, dass der Fehler 5140 nur einmalig (und nicht dreimal hintereinander) Nachts kam. Vmtl wurde daraufhin der WW Speicher zum Abtauen genutzt. Daher hatte ich die Überlegung, ob es sein könnte, dass bei einem PC1 Volumenstrom (>900l/h) zwischen den abbrechenden Abtauvorgänge die Grenztemperatur(?) an Fühler XX(?) wieder so ansteigt, dass die WP wieder auf den Heizkreis als Energielieferant setzt? (Anstatt auf WW zu wechseln?)
- Sollte der Volumenstrom noch höher (>>1100l/h) während den Abtauvorgängen sein?
- Hat jemand andere Ideen woran es liegen könnte / Lösungsansätze?
Vielen Dank im Voraus für Tipps, Ideen oder helfende Informationen !