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Datenschutzhinweise

Experte: Größte Baukrise seit Jahrzehnten
Verfasser:
Redaktion HTD
Zeit: 22.01.2026 00:00:00
1
3923863
Bau- und Immobilienfachmann Klaus-Peter Stöppler: „Unser Land steckt weit über eine Konjunkturdelle hinaus in einer strukturellen Krise. Ein Ende ist 2026 nicht absehbar.“


Verfasser:
GreenWorld
Zeit: 22.01.2026 00:50:14
2
3923869
Kann nicht stimmen, laut Merz hatten wir doch den „Herbst der Reformen“!

Verfasser:
Ruediger1931
Zeit: 22.01.2026 05:54:30
3
3923875
Der Bürokratieabbau und vereinfachte Bauverfahren sind nur ein winziges Problem des ganzen.
Insgesamt sind die Kosten für neuen Wohnraum extrem gestiegen und der Ruf nach niedrigen Mieten wird lauter.

Hier passen. Zwei Sachen nicht zusammen.
Der Mindestlohn steigt aber die Mieten sollen runter.
Die Personalkosten steigen und Fachkräfte fehlen aber die Mieten sollen runter.
Es wird ignoriert das Wohnraum sich lohnen muss für einen Investor.
Die Banken dürfen 8-14% Rendite machen mit dreckigen Geschäften im Ausland.
Aber als Vermieter darf man nicht verdienen...?

Ich mache viel mit einem Ing.Büro zusammen.
Vor 10 Jahren hat ein 4er Wohnblock ca 600.000€ gekostet.
Heute kostet er 1,3 Mio
Vor zehn Jahren hat ein Standart EFH 260.000 gekostet jetzt kostet das gleiche Haus. 420.000

Keiner wird Wohnraum schaffen wollen wenn man dann nur 8,50€ Miete nehmen darf.
Bei uns sind die Mietpreise aktuell bei ca. 13€ kalt.
Kann sich kaum eine Familie leisten die 2 Kinder hat und dadurch ca 100m2 braucht.

Ich habe gerade einen Fliesenleger beantragt für 75m2 Bodenfliese verlegen 7400€ netto ohne Material ! Vor zehn Jahren waren es 4000€.

Trotzdem ermutige ich zum Kauf/Bau.
Denn die Lage wird so bleiben.
Und die 500.000€ jetzt für ein EFH sind in 10 Jahren bereinigt gut bezahlbar.

Ein bisschen Mut muss man haben.
Meine Eltern haben 1980 einen Kredit über 10 Jahre abgeschlossen mit 12,2% Zinsen für 240.000 DM. Die zahlen immer noch die letzten 15.000 € ab.

Ermutigt eure Kinder was Handwerkliches zu erlernen.

Grüße

Verfasser:
Reggae
Zeit: 22.01.2026 10:33:25
4
3923989
Ob das ein Experte ist oder war, kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Meiner Meinung eher nicht.
Es gibt neben allem auch den Trend zur Flucht aufs Land.
Aber Solange die Konservativen regieren wird das nichts mit Fortschritt

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 22.01.2026 11:57:27
6
3924048
umfrangreiches, vielschichtiges Thema...

Das fängt im Bau ja an. Bis da x Pläne, Berechnungen, Bauanträge erstellt sind, sind monate vergangen.
Dann gehts an den Bauantrag mit ungewissem Ausgang. Wenn die Behörden dann noch extrem lange für Genehmigungen benötigen, ist für einen Häuslesbauer, für einen Projektierer, keinerlei Planungs und vor allem Kalkulationssicherheit möglich.

Mag sein, dass es Mechanismen gibt um sich Kreditzinsen zu sichern. Die kosten aber auch :-)
Und wenn dann umgeplant werden muss, wenn neue Vorschriften dazukommen, kostet alles auf einmal nochmals mehr...

Wenn es dann an die Umsetzung des Projektes geht, und man an die falschen Handwerker kommt, darf man sich hinsichtlich Gewährleistung, erstmal jahrelang vor den Gerichten rumplagen.

Und selbst wenn man gute Handwerker findet - kann man diese mit keinem Geld der Welt dazu bewegen, mehr zu arbeiten. Die Abzüge machen es dem kleinen Mitarbeiter einfach zu unattraktiv.

Tja.... und wenn man dann mit Mietpreisbremse, Spekulationssteuer innerhalb von 10 Jahren hantiert - ist dem letzten MFH bauer die lust am Bauen vergangen.
Gepaart mit schlechten Mietern, die man lange rausklagen darf, und am Ende bleibt man auf den Kosten sitzen...

Was soll man dazu sagen.

Verfasser:
BeaWillWP
Zeit: 22.01.2026 19:55:46
0
3924268
Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
Ob das ein Experte ist oder war, kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Meiner Meinung eher nicht.
Es gibt neben allem auch den Trend zur Flucht aufs Land.
Aber Solange die Konservativen regieren wird das nichts mit Fortschritt


Naja, die Konservativen haben die aktuelle Lage eher nicht verursacht, dafür ist Fritze noch nicht lang genug Kanzler. Schon vergessen, wer die Vorgängerregierung gebildet hatte?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 22.01.2026 21:02:39
8
3924300
Zitat von BeaWillWP Beitrag anzeigen
Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
[...]


Naja, die Konservativen haben die aktuelle Lage eher nicht verursacht, dafür ist Fritze noch nicht lang genug Kanzler. Schon vergessen, wer die Vorgängerregierung gebildet hatte?


Das ist viel zu kurz gedacht. Es geht nicht darum was die eine Vorgängerregierung, sondern was DIE VIELEN VORGÄNGERREGIERUNGEN, falsch oder erst gar nicht angepackt haben.

In den guten , wirklich guten Zeiten, wurden notwendige richtungsweisende Veränderungen nicht angegangen... (Demografischer Wandel, Rentensystem generell (Beamte/Selbstständige/Arbeitneher), Infrastruktur, Abbau/Verkauf von Sozialwohnungen, Verpennte Digitialisierung, verpennter Abbau von Bürokratie, Abbau Bundeswehr, einseitige Förderung bestimmter "lieblingsbranchen", verpennter Umbau des Gesundheitssystem - PKV vs. GKV, verkorkste Migrationspolitik......)

Da waren viele viele Regierungen beteiligt.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 22.01.2026 21:41:22
2
3924310
Leute wir haben 2025 nur 509 TWh Strom produziert, mit hohem Anteil an erneuerbaren, besonders Solar verteilt sich da die Stromproduktion ungleich übers Jahr. Zum Vergleich 1990 waren es 550Twh und das viel gleichmäßiger über das Jahr verteilt.
2015 waren es 650TWh. Zusammen mit dem Fehlen des Russengas, was spätestens seit 2014 und der Krim Annexion keine Lösung mehr war, ist die Bau- und Wirtschaftskrise ganz einfach eine Energiekrise, ganz besonders, wenn die Konkurrenz aus China auf allen Ebenen (Kohle, Atom und Erneuerbaren) zubaut, billiges Öl aus Russland, Venezuela und Iran abnimmt. Das führt dazu, dass z.B. 70% des weltweiten Stahls in China produziert wird.

Da Deutschland weder willens radikal bei EE zuzubauen und auch noch funktionierende Kernkraftwerke abschaltet, seh ich da keine Besserung in den nächsten Jahren. Eigentlich optimiert Deutschland völlig an den falschen Schrauben, statt einfach den verfügbaren Strom zu ver-x-fachen durch Subventionen, durch Wind, PV und Kernkraft, wird stattdessen die Dämmung im Gebäudesektor und billig Technologie Wärmepumpe mit x Milliarden subventioniert und künstlich verteuert. Da könnte man selbst mit atomarem Strom und Fernwärme mehr für sein Geld herausholen und gleich noch die ganzen teuren Energieanforderungen an Neubauten im Gebäudesektor zusammen streichen. Und natürlich sollte es ein vereinfachtes einheitliches Baurecht gültig für ganz Deutschland geben.

Verfasser:
bricolaje
Zeit: 22.01.2026 22:14:21
0
3924321
Alles kein Problem, die können einfach alle hierher kommen, denn hier wächst der Bausektor weiter. ;-)

Obwohl fast jeder eine eigene Immobilie hat (die meisten sogar mehrere) und obwohl es einen großen Leerstand in den Städten gibt, haben sich die Immobilienpreise in den letzten 3-4 Jahren mancherorts verdoppelt und es wird fleißig weiter gebaut.

Hier im Ort werden in diesem Winter zum Beispiel einige größere Wohnprojekte fertiggestellt, die in der C-Zeit abgebrochen wurden.

Auch die Zinsen spielen keinerlei Rolle, weil sehr selten finanziert wird - raret mal woher das Geld kommt und wo es dann im Umkehrschluss feht.

Das größte Problem ist der Fachkräftemangel, also auf geht's! ;-)

Verfasser:
bricolaje
Zeit: 22.01.2026 22:21:18
2
3924323
Zitat von Ruediger1931 Beitrag anzeigen
Meine Eltern haben 1980 einen Kredit über 10 Jahre abgeschlossen mit 12,2% Zinsen für 240.000 DM. Die zahlen immer noch die letzten 15.000 € ab.
[...]

Warum hat ihnen denn 45 Jahre lang keiner gesagt, dass sie zu einem niedrigeren Zinssatz umschulden können? ;-)

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 23.01.2026 10:37:14
1
3924477
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
umfrangreiches, vielschichtiges Thema...

Das fängt im Bau ja an. Bis da x Pläne, Berechnungen, Bauanträge erstellt sind, sind monate vergangen.
Dann gehts an den Bauantrag mit ungewissem Ausgang. Wenn die Behörden dann noch extrem lange für Genehmigungen benötigen, ist für einen[...]


An Deinen Aufzählungen wird doch superklar deutlich, dass das schon immer so war! Und wenn Du Kosten von damals mit heute vergleichst: Inflation rausrechnen und Lohnsteigerungen gegenrechnen!

Heute wird bei 3,5 - 4% Zins gejammert. Wir haben fast 7% bezahlt. Heute würde eine Welle der Entrüstung durch die Lande ziehen und alle schreien nach dem Staat. Diese Mutlosigkeit!

Warum warten Investoren seit 2020? Spekulation… auf Zinssenkung oder Bauprogramme, die man gern mitnähme.

Gruß Eddi

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 23.01.2026 10:48:24
2
3924484
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Leute wir haben 2025 nur 509 TWh Strom produziert, mit hohem Anteil an erneuerbaren, besonders Solar verteilt sich da die Stromproduktion ungleich übers Jahr. Zum Vergleich 1990 waren es 550Twh und das viel gleichmäßiger über das Jahr verteilt.
2015 waren es 650TWh. Zusammen mit dem Fehlen[...]


Was für ein grandioser Unsinn!

Mit Deiner Strategie verbrennen wir diese Erde und wir sind damit leider schon ziemlich weit voran gekommen.

Ich bin froh, von Gas auf WP umgestellt zu haben und habe seitdem Energiekosten fürs Heizen von 25%. Und dämmen würde ich meinen 60er Jahre-Altbau auch immer wieder!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 23.01.2026 11:17:20
0
3924500
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
[...]


An Deinen Aufzählungen wird doch superklar deutlich, dass das schon immer so war! Und wenn Du Kosten von damals mit heute vergleichst: Inflation rausrechnen und Lohnsteigerungen gegenrechnen!

Heute wird bei 3,5 - 4% Zins gejammert. Wir haben fast 7% bezahlt. Heute würde[...]


Deine Ausrufezeichen darfst du gerne behalten.

Es macht keinen Sinn einen Zinssatz aus den 80er/90ern heranzuziehen und mit Ende 2020er Jahren zu vergleichen. Wir haben auch schon mit 5% Zins finanziert und uns natürlich gefreut als es bei der ersten Verlängerung auf 1,5% runtergegangen ist, mit gleichzeitiger beibehaltung der Gesamtrate (=erhöhte Tilgung)

In den 80/90ern gabs es jahrelanges Wirtschaftswachstum in allen Bereichen inkl. deutlicher Lohnerhöhungen, die weit über die Inflation hinaus reichten.

IG Metall
1980 ca. 7%, 1981 ca. 4,9%, 1982 ca. 4,2%, 1983 ca 3,3%, usw...
1990 ca. 6%, 1991 ca. 6,7% usw...


Ja in den 80ern war die Inflation recht hoch. Reallohn Plus gab es aber trotzdem noch - gerade zu den Ende 80ern.
In den 90ern ist es besser geworden.

Die Reallohnerhöhungen (Lohnplus vs. Inflation) -der letzten Jahre- werden durch Mehrbelastung an anderen Stellen (Lohn,erhöhte Beitragsbemessungsgrenzen,Zusatzbeitrag, ....) vollständig aufgefressen.
Und Mehrarbeit(Überstunden) sind einfach wenig lukrativ. Man arbeitet dort ehrlicherweise für "andere".

Nun geht es genau in die andere Richtung.
Wirtschaftsstillstand/rückgang gepaart mit Stellenabbau.
Und gerade der Stellenabbau findet in den bisher gut bezahlenten Wirtschaftszweigen statt. Ohne Sicherheiten, ohne Perspektive investieren nur noch die die "Geld verräumen" müssen, wie man in Schwaben sagt.

Man könnte auch sagen, wir stehen am Wendepunkt der klassischen Denkweise "immer mehr Wirtschaftswachstum"... - das hat sich leider "ausgelaufen" und funktioniert nicht mehr.

Verfasser:
Akillo
Zeit: 23.01.2026 11:26:21
1
3924509
Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
Ob das ein Experte ist oder war, kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Meiner Meinung eher nicht.
Es gibt neben allem auch den Trend zur Flucht aufs Land.
Aber Solange die Konservativen regieren wird das nichts mit Fortschritt

Solange bitte, wer?, regiert???

Verfasser:
bricolaje
Zeit: 23.01.2026 12:43:43
2
3924563
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Was für ein grandioser Unsinn!

Mit Deiner Strategie verbrennen wir diese Erde und wir sind damit leider schon ziemlich weit voran gekommen.

Ich bin froh, von Gas auf WP umgestellt zu haben und habe seitdem Energiekosten fürs Heizen von 25%. Und dämmen würde[...]

Ja, wir werden alle verbrennen! Das Feuerinferno kann man schon aus dem Fenster sehen.
Zum Glück kann meine Heizung auch kühlen.
Deine Wärmepumpe hoffentlich auch? 😁

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 23.01.2026 12:54:00
3
3924565
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Was für ein grandioser Unsinn!

Mit Deiner Strategie verbrennen wir diese Erde und wir sind damit leider schon ziemlich weit voran gekommen.

Ich bin froh, von Gas auf WP umgestellt zu haben und habe seitdem Energiekosten fürs Heizen von 25%. Und dämmen würde[...]

Die Energiemenge, die die Menschheit zur Verfügung hat, wird exponentiell steigen. Allein schon durch PV allein wird das passieren. Weniger Strom auf der Welt gibt es nicht:

Deutschlands Stromproduktion - 15% im Vergleich zu 2019
China +30% seit 2019

und nun schau Dir mal die Bausektoren in beiden Ländern an, auch getrieben durch billigen Stahl.

Verfasser:
belzig
Zeit: 23.01.2026 18:44:15
1
3924736
DIe Baukrise in Deutschland hat mehrere Ursachen:

1) Seit den 90er Jahren sind fast 3 Millionen Sozialwohnungen weggefallen und in den normalen Wohnungsmarkt gekommen.
Das ist mit ein Grund weswegen die Mieten so stark gestiegen sind.

2) Wenn Menschen eine hohe Miete zahlen, können sie nichts auf die Seite legen um sich selbst irgendwann Wohneigentum anzuschaffen.

3) In den guten Lagen sind die Grundstückspreise in den letzten 20 Jahren um 100% gestiegen

4) Die von der Bau- und Baustoffwirtschaft sich selbst verordneten Normen, sind mittlerweile zum Selbstzweck geworden und haben oft nur den Zweck Bauen zu verteuern. Man denke z.B. an die Mindest-Steckdosenanzahl pro Raum und daß in Deutschland Betondecken zwischen 1-3 cm dicker sind als in Frankreich.

Man wird diesen Themen nur mit Eindampfen der krakenhaften Standards beikommen können, vorallem aber durch Schaffung von gefördertem Wohnraum und genossenschaftlichem Wohnen, wo die Sozialbindung nicht nach 25 Jahren ausläuft.

Ergänzend könnte man auch über eine konsequentere Bodenpolitik sprechen. Öffentliche Grundstücke sollten möglichst nur noch im Erbbaurecht vergeben werden. Grund und Boden ist nicht vermehrbar und neigt langfristig zur Wertsteigerung, weshalb reine Bodenpreisspekulation gesellschaftlich kaum Mehrwert schafft.

Modelle wie in Singapur zeigen, dass Wohneigentum auch ohne vollständige Privatisierung des Bodens möglich ist: Die Menschen besitzen ihre Wohnungen langfristig und vererbbar, während der Boden in öffentlicher Hand bleibt und spekulative Preissteigerungen begrenzt werden. Auch in Deutschland gibt es mit dem Erbbaurecht und kommunalen Vorkaufsrechten bereits Instrumente, die man konsequenter nutzen könnte.

Verfasser:
bricolaje
Zeit: 23.01.2026 19:05:29
1
3924749
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
DIe Baukrise in Deutschland hat mehrere Ursachen:

1) Seit den 90er Jahren sind fast 3 Millionen Sozialwohnungen weggefallen und in den normalen Wohnungsmarkt gekommen.
Das ist mit ein Grund weswegen die Mieten so stark gestiegen sind.

2) Wenn Menschen eine hohe Miete[...]

Das geht einwenig am Thema vorbei. Es geht um die Krise in der Baubranche, nicht um fehlenden Wohnraum.

Wenn die Mieten hoch sind, würden die Leute ja eher bauen. Wer gebaut hat, zahlt keine Miete.

Auf Erbbaugrundstücke würde ich auf keinen Fall bauen wollen, auch wenn ich voraussichtlich keine 100 Jahre mehr leben werde.

Es gibt nur einen einzigen Grund, weshalb es der Baubranche schlecht geht: das sind die Aussichten für Deutschland und dafür sind die Altparteienwähler selbst verantwortlich. Ihr schafft das! 😁

Verfasser:
zaungast7
Zeit: 23.01.2026 19:09:39
2
3924754
Meine Meinung Gründe:
- völlig überzogen technische Anforderung (GEG z.B)
jeder Nagel und jeder Pflasterstein muss ne Bauartzulassung haben....
dadurch absurde Baupreise
- Mietpreisbremse
- viel zu zähe Genehmigungsverfahren
- zaghafte Ausweisung von Bauland
dadurch nachlassendes Interesse von Inverstoren

aber jede Ökonomie verläuft Wellenartig, wir hatten jetzt vile Jahr Aufschwung, jetzt Rezersion, dann kommt wieder Aufschwung...

Verfasser:
belzig
Zeit: 23.01.2026 19:20:20
1
3924763
Wenn du zu hohe Mieten zahlts, kannst du nichts auf die Seite legen um die Anzahlung für ein Eigenheim zusammen zubekommen.

Heute kann nur bauen, wer reiche Eltern hat.
Die haben aber meist schon ein Haus und da stellt sich dann die Frage, ob man sich das überhaupt mit dem Neubau oder Kauf nochmal antun soll, wenn man später eh erbt.

Die die sich die falschen armen Eltern ausgesucht haben, können eigentlich nur versuchen reich zu heiraten.

Damit wären wir wieder im Bayern des 1900 Jahrhundert.
Wer sich nix daheiratet und nix derirbt, bleibt arm, bis er stribt.

Verfasser:
michaelschulz1981
Zeit: 27.01.2026 08:40:11
0
3926283
Gute Diskussion hier – die Baukrise zeigt sich ja überall: von explodierenden Materialpreisen bis zum totalen Fachkräftemangel. Vor allem die Kostenexplosion macht vielen Bauherren den Garaus.

Ein einfacher Wohnblock oder EFH kostet heute locker das Doppelte wie vor 15 Jahren.

Dazu kommen hohe Zinsen und Energiekosten, die Projekte erst gar nicht finanzierbar machen – Neubaugenehmigungen sind um bis zu 40% eingebrochen. Kein Wunder, dass Investoren abwinken!!!

Schaut euch mal die Entwicklung im Baupreislexikon an: Dort seht ihr konkret, wie sich Bauleistungen und Materialien (z. B. Beton, Stahl oder Fliesen) in den letzten Jahren um 30–70% verteuert haben.​

Ohne mehr Mut zum Bauen trotz Krise, wie Ruediger1931 sagt, und bessere Rahmenbedingungen bleibt das so. Wer jetzt zugreift, könnte in 10 Jahren lachen – aber nur mit Planungssicherheit!

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 27.01.2026 09:04:21
2
3926297
Energiekrise=Baukrise,

exponentielles Energiewachstum=billige Immobilien, siehe China!

Verfasser:
bricolaje
Zeit: 27.01.2026 10:35:55
1
3926354
Zitat von michaelschulz1981 Beitrag anzeigen
Gute Diskussion hier – die Baukrise zeigt sich ja überall: von explodierenden Materialpreisen bis zum totalen Fachkräftemangel. Vor allem die Kostenexplosion macht vielen Bauherren den Garaus.

Ein einfacher Wohnblock oder EFH kostet heute locker das Doppelte wie vor 15[...]

Ist ja normal, denn auch die Preise für Immobilien in guter Lage haben sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt.

In meinem Fall, in 16 Jahren sogar verdreifacht, war beim Verkauf aber kein Neubau mehr, also real gesehen mehr als verdreifacht.

Wenn man sich die Entwicklung der Geldmenge anschaut: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241829/umfrage/entwicklung-der-geldmenge-m3-in-der-euro-zone/, verwundert es nicht. Wäre dieses Geld auf dem Lohnzettel der Bürger gelandet, wäre auch alles andere viel teurer geworden.

Man hat es aber geschafft, den Überschuss abzuschöpfen und einige Wenige zu Multimilliardäre zu machen. 🤷‍♂️

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 27.01.2026 11:20:38
1
3926372
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Energiekrise=Baukrise,

exponentielles Energiewachstum=billige Immobilien, siehe China!



Die Aussage ist von vorne bis hinten falsch!
Würde es stimmen, müßte aktuell die Baubranche boomen, denn Erdöl ist so billig wie lange nicht mehr. Wir waren mal bei 120 US-Dollar pro Barrel, nur mal so zur Erinnerung.
Gleichzeitig müßten Einfamilienhäuser in Holzständerbauweise (ohne Keller) spottbillig sein, weil deutlich weniger Energie als beim Massivbau gebraucht wird. Sie sind es aber nicht, denn Kosten verursachen die gestiegenen Preise der Firmen bei moderaten Lohnsteigerungen der Angestellten.

China: Milliardenpleiten von Projektentwicklern, Gerüchte über leerstehende Häuser auf dem Land wie in den Städten seit Corona. Es werden in manchen Bereichen keine Statistiken mehr veröffentlicht. Das muss wohl einen Grund haben.
China ist kein Vergleich wert, weil es eine Diktatur ist.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 27.01.2026 11:37:17
2
3926384
Zitat von macgyver73 Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]



Die Aussage ist von vorne bis hinten falsch!
Würde es stimmen, müßte aktuell die Baubranche boomen, denn Erdöl ist so billig wie lange nicht mehr. Wir waren mal bei 120 US-Dollar pro Barrel, nur mal so zur Erinnerung.
Gleichzeitig müßten Einfamilienhäuser in[...]

Baustoffe werden halt kaum mit Erdöl hergestellt, sondern mit Gas oder Kohlebefeuerten Öfen bzw. mit Strom. Außerdem ist billiges Erdöl auch nicht schon seit Jahren vorhanden. Die Immobilienkrise in China ist eine Folge des Überangebots, was wiederum für eine hohe Bautätigkeit spricht. Auch sind die Immobilien wie gesagt jetzt günstig. So günstig, dass eine Marktbereinigung stattfindet. Dadurch werden Millionen zusätzlich sich ihr eigenes Wohneigentum leisten können. In Deutschland werden hingegen die, die Wohneigentum zum Vermieten haben immer reicher.

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