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23.01.2026 21:44:45 |
Hallo zusammen, ich möchte gerne in unserem Haus die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen im kommenden Sommer. Wir haben das Haus Baujahr 1926, 120m² Wohnfläche vor 4 Jahren gekauft, seitdem bin ich in Eigenregie am sanieren. Im Bestand ist aktuell noch ein Viessmann Vitola 200 18kw Heizkessel, der früher mit Heizkörpern lief. Inzwischen habe ich überall FBH verbaut und diese läuft mit einer Vorlauftemperatur zwischen 30-35°C zufriedenstellend und bringt unsere Räume auf 20-23°C auch in den kalten Tagen. An der Heizung selbst kann ich nicht viel einstellen, weshalb mir ein befreundeter SHKler empfohlen hat einen Mischer vor den Heizkreislauf zu setzen, an dem ich manuell die Vorlauftemperatur regle. Das funktioniert auch ganz gut, man muss nur manchmal wenn es kälter wird eben etwas nachregeln. Ich bin nun also erstmal an der Dimensionierung der Wärmepumpe. Über den Ölverbrauch kann ich es nicht bestimmen, da bei uns durch die Umbauten in den letzten Jahren nie eine wirkliche Konstante gegeben war. Also habe ich mir im Oktober einen Wärmemengenzähler in den Heizkreislauf eingebaut mit dem Ziel den Realverbrauch diese Heizperiode darzustellen. Heute habe ich dann Mal die bisherigen Daten zusammengestellt und in ein Koordinatensystem eingetragen, die Leistungskennlinie eintragen lassen und ich komme bei 7,08kw raus. Das ganze noch ohne Zuschlag von 15% für Wärmegewinne. Was mich etwas stutzig macht sind meine Verbrauchsdaten. Ich habe teilweise an warmen Tagen doppelt so viel Wärmeenergie verbraucht wie an kalten Tagen. Ein Bild zu meiner Auswertung sehr ihr hier: Kann das so stimmen? Und falls ja, sollte ich eher zur 7KW WP tendieren oder eher Richtung 9KW?
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23.01.2026 21:56:08 |
De Messdaten haben ein systematische Problem, wichtige Korrelationen mit den erforderlichen Temperaturverläufen der Aussen-, Raumtemperaturen über die Zeit ist nicht möglich. Ich würde den Analytischen weg über die Gebäude- und Hydraulikberechnungen empfehlen un in Kombination könnten wiederum die erfassten Meßdaten ihren Teil zur Beurteilung beitragen.
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23.01.2026 21:57:22 |
Das ist ja fast wie der Meme hier Wo hängt denn der Wärmemengenzähler genau, wirklich im vor und Rücklauf des Heizkreises vor dem Mischer?
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23.01.2026 22:19:29 |
Danke schonmal für eure Antworten. @Raubfisch, das Meme sieht tatsächlich fast aus wie meine Auswertung :) Und nein, der WMZ sitzt nach dem Mischer. Ich hab mir um ehrlich zu sein beim Einbau keine Gedanken darüber gemacht, ob er davor oder dahinter muss. Dann lass ich das ganze jetzt doch den Energieberater berechnen, ich hatte gehofft das kann ich umgehen...
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23.01.2026 22:22:03 |
Tatsächlich, ganz schön breite Streuung. Wie sieht's mit der Warmwasser Bereitung aus, wird die (richtigerweise) auch mit über den WMZ erfasst? Wenn ja dann könnte das die Messung insofern beeinflussen, daß an Tagen mit hohem WW Verbrauch ("Badetage"?) der tatsächliche Wärme Bedarf inkl Warmwasser "sichtbar" wird. Für die Heizlast wurde ja der Tagesverbrauch mit dem WMZ ermittelt... wurde für die Temperatur auch der Tageschnitt herangezogenen?...und wie wurde der ermittelt?
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23.01.2026 22:41:27 |
Warmwasser wird nicht erfasst. Außentemperatur wurde immer die aktuelle zum Zeitpunkt der Messung am Abend notiert. Ich Versuche das ganze jetzt nochmal mit den durchschnittlichen Daten abzubilden
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23.01.2026 23:16:47 |
du brauchst nicht die aktuelle, sondern eher die Tagesmitteltemperatur. Die aktuelle Temperatur kann gerade an sonnigen unbewölkten Tagen verdammt schwanken. Dazu sollten die Räume natürlich 24/7 gleich beheizt sein, ohne irgendwelche Nachtabsenkung, denn die wirft auch alles durcheinander.
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23.01.2026 23:21:03 |
Selbst mit der Tagesmitteltemperatur bleibt's bei der memewürdigen Auswertung. Ergebnis ist das gleiche |
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24.01.2026 05:51:03 |
Ein WMZ hat zwei Temp Messpunkte: VL und RL. Wo sitzen die Fühler?
Ist der WMZ neu oder gebraucht?
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24.01.2026 09:22:29 |
Zitat von Dicki  Warmwasser wird nicht erfasst. Außentemperatur wurde immer die aktuelle zum Zeitpunkt der Messung am Abend notiert. Ich Versuche das ganze jetzt nochmal mit den durchschnittlichen Daten abzubilden Sinnvoller wäre eine Messung am Morgen gewesen, dann ist die AT am tiefsten, und die nötige Heizleistung am höchsten. Abends hat die Sonne ihre Arbeit verrichtet, die AT ist dann über dem Tagesmittel und der Datenpunkt an der falschen Stelle. Unterm Strich würde es trotzdem auf eine 7kW-WP hinauslaufen. WW kommt noch hinzu, Wärmegewinne gehen ab, bleibt sich also gleich. Manche empfehlen eine Unterdimensionierung und Nutzung des Heizstabs, dann hast du aber bei Abtauwetter unterirdische Arbeitszahlen. Der EB wird dir irgendwas berechnen, vermutlich mit Vollbeheizung aller Räume und Bäder auf 24°C. Ob das eurem Nutzungsprofil entspricht, interessiert dabei leider nicht. Die WP sollte dann zukünftig ohne Mischer betrieben werden.
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24.01.2026 10:08:46 |
Ne Leute bei Massivhaus einfach den Tagesverbrauch und die Tagesdurchschnittstemperatur für die Heizlast ansetzen, und zwar wenn 24/7 durchgeheizt wird.
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01.02.2026 01:35:50 |
Du hast keine außentemperaturabhängige Vorlauftemperatur sondern regelst manuell, richtig? Und das wahrscheinlich stets mit starker Verzögerung wegen der trägen FBH. Dazu haben die Raumtemperaturen eine große Bandbreite. Da kann auch bei einer tageweisen Auswertung kaum etwas Vernünftiges herauskommen. Wahrscheinlich wären wochenweise Auswertungen ausnahmsweise hilfreicher. Zumindest bei stabiler Wetterlage ohne Sonne, so dass Du nicht immer wieder nachregulieren musst. Parallel dazu am Besten eine Heizlastberechnung, bei der Du im Übrigen Deine gewünschten Raumtemperaturen vorgeben kannst. 24°C im Bad ist kein Muss.
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01.02.2026 01:50:41 |
Zitat von Wunsen  Du hast keine außentemperaturabhängige Vorlauftemperatur sondern regelst manuell, richtig? Und das wahrscheinlich stets mit starker Verzögerung wegen der trägen FBH. Dazu haben die Raumtemperaturen eine große Bandbreite. Da kann auch bei einer tageweisen Auswertung kaum etwas[...] Schmarrn, einfach Tagesmessung 10x wiederholen und interpolieren.
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01.02.2026 07:46:00 |
Zitat von Raubfisch  Zitat von Wunsen  [...] Schmarrn, einfach Tagesmessung 10x wiederholen und interpolieren. Hat er doch schon gemacht - ohne Ergebnis
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01.02.2026 07:56:05 |
Dann auf 2 Tagesmittel erhöhen, das ist dann wie bei der Norm Aussentemperatur. Weiter über Messfehlernachdenken. Bei Glaspalast und hoher Masse ist viel möglich.
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