Hallo Zusammen,
ich arbeite an die Implementierung meiner Wärmepumpe in meinem Haus im schönen Schleswig-Holstein sehr nah an einem großen See (Wir haben hier einiges an Feuchtigkeit und Nebel). Wir sind dabei unsere Wärmpumpe auszulegen und haben uns für eine LG Therma V R290 eigentlich entschieden. Ich habe Schwierigkeiten mit der Auslegung der WP.
Folgende Daten zum Haus:
- Teils Baujahr aus 1966.
- Kernsaniert in 1986 und weitestgehend erweitert. (ca. 70% des Hauses war Erweiterung)
- Wohnfläche:205 m²
- Nur Heizkörper
-
Fenster weitesgehend auf neue 3 und 2-Fach verglasung.
- Geschossdeckendämmung könnte verbessert werden.
- Tür zum Speicher und Wand wir getauscht und gedämmt (Tür = Katastrophe!)
- Bis jetzt sind wir ca. bei 43° C VL bei -10 NAT gefahren (Wurde getestet)
- Gasverbrauch war bis jetzt ca. 22.500 kwh (Über Jahre herabgesetzt)
- Das Haus wurde auf der etwas kühleren Seite gefahren. Die Dame des Hauses würde es schon hier und da etwas wärmer haben wollen.
- Das Haus hat vor ca. 6 Jahren einen neuen Heizofen mit Speicherstein kommen. Die Leistung liegt zwischen 4-11 kw und braucht ca. 2 Std. um auf fahrt zu bekommen..
- Die raumweise
Heizlastberechnung liegt bei 12,3 kw
- Die Heizlastberechnung nach Verbrauch ist 6,7 kw.
- Heisswasser lief über die
Gasheizung und ist im Verbrauch drin.
Grundsätzlich soll das Haus durch die Wärmepumpe abgedeckt werden und das Warmwasser machen.
Plan:
* LG Therma V R290 9 kw (UB40 Version) oder 12 kw (UB60 Version)
* Heizkörper und Verrohrung will ich später mit aktive Heizkörper und neue vernünftig ausgelegte Rohr ersetzen (Jaga, Daikin oder ähnlich) und die VL
Temperatur kräftig zu senken und aktives
Energie Mgnt zu betreiben. So soll auch ein hoher
Wasserdurchlauf gesichert werden.
* Heisswasser über ein Hygienespeicher und abgedeckt durch die Wärmepumpe.
* Der Holzofen soll in Spitzenzeiten aushelfen. (Ich dachte eher so ab -5° C und tiefer) Er kann direkt ca. 3 kw Entlastung beitragen und mit einem
Ventilator und Kanäle aus dem Wohnzimmer in einem der Zimmer vielleicht insgesamt 4kw (1kw zusätzlich) . Der Rest ist indirekte Beheizung über eine Klappe im Flur.
Die 9 kw WP sollte aufbauend auf die 12 kw Heizlast erst ab ca. 13 C takten, wird aber ab -3 C an die Grenze kommen und braucht eine "Unterstützung". Entweder Heizstab, Ofen oder Räume teils auskühlen lassen. Lege ich die 9kw auf die NAT so sollte die Anlage grob 2 kw mehr Leistung ins Haus abgeben als wir bis jetzt geheizt haben sollen. Ob das Reicht? Keine Ahnung.
Die 12 Kw Anlage wiederum sollte monovalent arbeiten können und bei der NAT ihre volle Leistung abgegeben. Sie würde aber ab 11° C nach der Heizlastberechnung takten und wenn wir nach unserem bisherigen Heizverhalten die
Heizkurve legen sogar schon bei ca. 6° takten. Legen wir 9kw auf die NAT so sollte sie ab ca. 8°C takten.
Was mir sorgen macht ist, dass wenn nach der Heizlastberechnung geheizt wird, ist bei der 9kw die maximal Leistung im Bereich der Abtauung. Die 12kw wird wiederum relativ früh takten.
Es ist schwierig eine Entscheidung zu treffen, da die Heizlasten so weit auseinander sind.
Was würdet ihr empfehlen?
Ich wäre dankbar für euere Rpckmeldung.
Gruß,
JC