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27.01.2026 14:20:36 |
Hallo
haben im EFH aus 1978 eine Grundinstallation einer Ölheizung mit 4x2000L Heizöltanks. Die Heizung wurde 2003 erneuert und 2012 nochmal ein neuer Brenner. Dennoch ist die Heizung wohl eher in ihrem Lebensabend als in der Blüte.
Nun mehren sich seit den letzten Jahren die Probleme mit der Heizölzufuhr. Die Tanks sind im unteren Bereich sicher nicht Schmutzfrei und darum wurde auch auf eine schwimmende Entnahme umgerüstet.
Durch den vermuteten Lebensabend macht es für mich kaum Sinn große Mengen Heizöl zu lagen und wir kommen mit ca 2200L Jahresverbrauch aus. Nun sind aber noch ca 3100L in den Tanks verteilt und nun ist die Heizung wieder ausgefallen, weil kein Öl mehr floss.
Als schnelle Hilfe hab ich die Enddichtung der Tankentnahme vom letzten auf den 2ten Tank versetzt und somit 2 Tanks abgeklemmt und die Heizung läuft wieder.
Wie würdet ihr verfahren? Dauerhaft versuchen mit nur 2 oder sogar 1 Tank zu fahren?
Ich habe die starke Tendenz da eine Reinigung oder große Öllagermengen kaum wirtschaftlich erscheinen. Da üppig PV vorahnden inkl. Speicher würde ein größerer Defekt wohl die Tendenz zur Umrüstung auf eine WP auslösen.
Wie seht ihr das?
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27.01.2026 14:27:53 |
Moin. Sind die Tanks noch aus 1978? Falls ja hat der TÜV mal was gesagt wann er die eh nicht mehr zulässt? Ich meine bei uns war nach 41 Jahren Schluss mit Weitergenehmigung?
Sicher das es am Schmutz im Tank liegt, ich kenne jetzt den direkten Aufbau einer Schwimmenden Entnahme nicht, aber an der Oberfläche sollte doch immer Öl ohne Schwebstoffe sein oder?
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27.01.2026 14:37:19 |
Ja die Tanks und Leitungen sind von 78. Wann sollte der TÜV sich melden bzw überhaupt davon Wind bekommen im Einfamilienhaus. Hier kommt der Schornsteinfeger und Heizungsmonteur zur Wartung. Die haben bisher nichts angemerkt dbzgl. Die Probleme mit der Ölversorgung haben für mich nicht nur einen Grund. Die gesamte Konstruktion mit 4 Tanks und vor ca 10Jahren bereits einmal komplett erneuerter Entnahme (nicht schwimmend) scheint bei unteren Füllständen grenzwertig. Dazu kommt Schmutz und Alterung. Man kann jetzt die Tanks reinigen oder einfach 2500L Öl tanken und das Problem ist vorerst beseitigt. Hilft mir aber wenig wenn in 2 Jahren die Heizung rausfliegt.
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27.01.2026 14:51:14 |
Zitat von Ralf79  Ja die Tanks und Leitungen sind von 78. Wann sollte der TÜV sich melden bzw überhaupt davon Wind bekommen im Einfamilienhaus. Hier kommt der Schornsteinfeger und Heizungsmonteur zur Wartung. Die haben bisher nichts angemerkt dbzgl. Die Probleme mit der Ölversorgung haben[...] Ähh ok. Also jede Heizöllagerung auch privat muss der unteren Wasserbehörde gemeldet werden, bzw. beim Bau auch beantragt. Das muss dokumentiert sein und auch bei Versicherungen gemeldet sein sonst gibts nix. Ich kann mich nur noch dunkel erinnern, aber ich meine bei uns kam alle 5 Jahre jemand vom TÜV denn der hat ja Zugriff auf die Daten und wir mussten auch teilweise mal was machen weil sich Vorgaben geändert hatten. P.S. Ist in Hessen, mag ja wie so oft in unserem komplizierten Bundeslanddschungel Unterschiede geben, bei Wasserschutz und Gefährdung bin ich da aber sehr skeptisch.
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27.01.2026 15:01:55 |
Achso ganz vergessen stimmt, unser Gebäude liegt genau an der Grenze zum einem Wasserschutzgebiet, das kann es natürlich sein :-)
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27.01.2026 15:14:02 |
Hallo Ralf, bei mir war es ähnlich, nur noch ältere Blechtanks aus den 60ern, 3x1500 l. Ich hatte schon überlegt mir 2 günstige gebrauchte Kunststofftanks daneben zu stellen als Notlösung. Am Ende habe ich den Umbau auf Wärmepumpe vorgezogen und im letzten März lief der Umbau. Meine Ölheizung hatte da aber auch fast 35 Jahre durchgehalten und erst kam der Brenner und dann gleich die Steuerung hinterher. Das Restöl hat die Entsorgungsfirma zum Nachbarn gepumpt. Sie hätten es auch innerhalb der Ortschaft "verlagert" oder eine Restmenge mitgenommen und teils vergütet. Kann man sehen ob die schwimmende Entnahme funktioniert? War der Filter vor dem Brenner dicht oder Luft in der Saugleitung? Die Version mit 2 Tanks sollte besser funktionieren, dann ist der Füllstand höher und Ansaugen und Verschmutzung nicht so kritisch. Beim Umpumpen einen Filter verwenden und möglichst "schwimmende Entnahme".
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27.01.2026 15:43:41 |
Zitat von Georg M  Hallo Ralf, Kann man sehen ob die schwimmende Entnahme funktioniert? War der Filter vor dem Brenner dicht oder Luft in der Saugleitung? Prinzipiell schon da die schwimmende Entnahme schon ca 2 Jahre verbaut ist. Es scheint ab gewissen Füllständen dennoch ein Problem durch Schmutz oder nicht ausreichende Ansaugung zu geben (vielleicht auch eine Undichtigkeit). Ich hatte erst vor 2 Wochen am Wochenende das Problem, dass die Heizung ausgefallen ist. Davor lief sie lange störungsfrei. Hab dann selbst am Samstag den recht dreckigen Filter komplett gegen ein Model mit Entlüftung getauscht. Das lief jetzt 2 Wochen und jetzt geht es wieder los. Ich könnte anfangen einmal alle Verbinder und Dichtungen im Entnahmestrang zu erneuern aber wenn der Schmutz und Druckverhältnisse bei tiefem Ölstand eher kritisch sind, hilft das auch nicht wirklich. Daher der Gedanke, einfach mit 1/2 Tanks weiter fahren und die hätten dann sowieso höhere Füllstände wenn man umpumpen lässt (möglichst ohne Schmutz). Wärmepumpe ist ein "dicker Brocken". Da ich Elektriker bin würde ich zu Mindest die Eigenleistung stemmen wollen und da muß erst ein neuer Zählerschrank her. Dazu brauche ich Zeit um das in der Freizeit zu stemmen.
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27.01.2026 16:26:40 |
Ja da kannst du dich nur durchprobieren. Bezüglich WP und Anbindung an Hausverteiler. Es gibt eine fertige Version mit Schrank als Unterverteiler für knapp 800 Euro zu kaufen aber wenn du dich auskennst um so besser. Da gab es auch schon Beträge was erforderlich ist und wie man es unterkriegt. 2. Zähler wäre die aufwändigere Version und teils fraglichem Nutzen. Eigeninstallation mit Panasonic und anderen Herstellern findest du hier im Forum. Wenn du die Heizlast ermittelst oder über den Verbrauch eine Idee zur erforderlichen Leistung hast, hilft man dir hier auch weiter. Ein Freund von mir hat das als Elektriker auch selbst gebaut und ist zufrieden. Erste Aktionen wie thermischen Abgleich und realistisch erforderliche Vorlauftemperaturen kannst du umgehend beginnen und so auch schon mit der alten Heizung sparen. Im Winter sieht man auch schon mal gut wo es klemmt und z.B. nicht ausreichend warm wird. Bei mir waren die alten Rohre üppig ausgelegt und es auch mit Heizkörpern eher üppig bestückt. Nur die Ventile mussten neu, da nicht hydraulisch einstellbar. Da gibt es aber auch Möglichkeiten z.B. über die Drosselung am Rücklauf.
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28.01.2026 08:43:40 |
Hallo Ralf, von 1978 bis heute wird sich in den Tanks ein schöner Bodensatz gesammelt haben. Da ich selbst von 79 bis vor 2 Jahren meine Tanks einmal gereinigt und schließlich entsorgt habe schätze ich mal, daß da 15 - 20 cm unbrauchbar sind. Mein Rat wäre auch mit möglichst wenig Tanks zu arbeiten. Umpumpen kann man - auch ohne Schweinerei - sehr gut mit einer Minipumpe für die Bohrmaschine, z.B. von Gardena. Saugschlauch natürlich nicht bis zum Boden. So würde ich erst mal über den Winter kommen. Im Sommer würde ich dann den zu benutzenden Tank völlig leerpumpen in einen Nachbartank, also incl. Bodensatz. Dann min. einige Tage warten und den oberen, sauberen Teil wieder zurück in den leeren Tank. Dann sollte in diesem nur noch ein Mini Bodensatz sein. Alternative ist natürlich eine professionelle Tankreinigung. Die pumpen alles ab, filtern und befüllen das gereinigte Heizöl wieder zurück. Kostet und fällt dann bei Umstieg auf WP noch mal an. Woher loxodan nur weiß, daß jeder Tank der unteren Wasserbehörde zu melden ist??? Bei Erdtank kenne ich das auch und das in Verbindung mit TÜV alle paar Jahre. Im Wasserschutzgebiet mag das ja auch für andere Tanks gelten. Aber der Tank im Haus? Der war Inhalt der Baugenehmigung und wurde auch abgenommen, d.h. es wurde der dreilagige Schutzanstrich des Tankraumes geprüft. Das war's und ich wüßte nicht, warum ich den Ausbau der Tanks irgendjemand hätte melden sollen. Und ja, der Versicherung sollte man schon sagen, daß man eine Ölheizung hat. Gruß Heinz
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