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04.02.2026 08:44:04 |
Moin zusammen, ich muss eine Jeisha (5kW) in einem ZFH optimieren (beheizt nur die OG Wohnung), da sie deutlich zu viel taktet. Ausgangssituation: OG-Wohnung 80qm im ZFH mit 33er Heizkörpern. Haus ist Altbau, wurde energetisch sehr gut saniert. Normheizlast für 22 Grad Innentemperatur sind rd, 4.500Watt - wobei das Haus besser gedämmt als geplant wurde. Insofern dürfte die tatsächliche Heizlast niedriger liegen (gerechnet als KfW 55, tatsächlich in Richtung KfW 40). Laut Jeisha Stromverbrauch von rd. 1.500kWh für die Jeisha (Heizung und WW - etwa 2/3 davon für die Heizung // Werte sind relativ plausibel, auch wenn vom internen Zähler abgelesen). Heizkörperthermostate sind natürlich alle voll auf, Leitungen geben genug Volumen her. Kein Puffer verbaut. Flache Heizkurve, maximaler Vorlauf bei 34 Grad eingestellt. Vom Ergebnis läuft die WP für die Mieterin der Wohnung gut. Heizkosten gegenüber Öl und unsaniert um 80% reduziert. Auch die Effizienz ist ok. ABER: die WP hört einfach nicht auf zu takten. Selbst bei 0 Grad aktueller Temperatur gibt es 20 Takte und mehr am Tag. Habe es schon mit Schnüffelmodus, geändertem max. Volumen o.ä. probiert, jedoch das Takten bleibt. Die WP ist einfach überdimensioniert ;-) Hat bei Installation aber auch nur 2.800€ gekostet, insofern nimmt man, was man bekommt. Meine letzte Idee: Reihenrücklaufpuffer Da ich eh alles in Eigenleistung mache, kann ich auch gerne ein wenig an der Anlage basteln. Vorschläge oder Ideen, was ich alternativ noch machen kann? Möchte die WP eigentlich nicht in 5 Jahren tauschen, weil der Verdichter durch ist.
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04.02.2026 09:13:28 |
Zählst du die 2 Starts pro Abtauvorgang mit dazu? und denkt sie taktet.
Oder macht sie wirklich Heiz-Pausen, weil der Rücklauf wärmer als der Sollwert ist.?
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04.02.2026 09:24:58 |
Ich meine "echte" Heiztakte. Also wirklich Heizleistung an/aus. Rein statistisch (nackte Zahlen aus dem Gerät) etwa 25 Minuten je Heiztakt - also doppelt so viele Starts wie Betriebsstunden (wie gesagt, ohne die Abtauvorgänge rauszurechnen, da dies mir nicht möglich ist).
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04.02.2026 09:32:07 |
Von der Jeisha hab ich wenig Ahnung, die ist ja aber für das ganze Haus schon ausgelegt, was wohl maximal gedämmt ist. Jetzt beheizt du vermutlich weniger als die Hälfte, was dich weder zu einem vernünftigen Volumenstrom, noch zu einem "taktfreien" Lauf der Kiste bringt. Thermostate voll auf klingt ebenfalls nicht optimal, wenn die Anlage nicht ordentlich abgeglichen ist. Da wir auch eine deutlich überdimensionierte WP aufgedreht bekommen haben, bin ich folgendermaßen vorgegangen: - Abgleich der Anlage zu den aktuellen Bedingungen durchgeführt, dabei solltest du beachten, daß das OG vermutlich das EG mit beheizt und dieses eventuell mit abgleichen und laufen lassen - RL-Puffer Kann helfen, muß aber nicht. würde ich nur einsetzen wenn das Abtauvolumen sonst im kritischen Bereich ist - schauen wie gut die Hütte die Wärme hält und dementsprechend Pausen programmieren ( 5 programmierte Pausen sind besser, als 20 automatische m.M. ) Solange die Heizleistung der WP nicht annähernd in den Bereich des Solls kommt, ist es schwierig die Takte im Griff zu halten, ich steuere dann regelmäßig nach Bedarf nach.
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04.02.2026 09:48:32 |
Ohne Daten zu VL/RL, Leistung und Frequenz wirds schwierig.
Die Jeisha hat in etwa 2,8kW thermisch Minimalleistung. Dazu muss sie aber erst mal so weit runtermodulieren. Minimal sind es um die 700W Pin, dahin zu kommen dauert jedoch eine Weile. Heizlast dürfte niedriger liegen. Ohne Wärmemengen und Stromzähler jedoch auch wieder schwierig, da in der interne Leistungszähler nur Schritte im 200W Bereich macht. Die 1500kWh sind daher eher geschätzt, interessant wäre zudem der thermische "Verbrauch".
WMZ, Stromzähler und Heishamon um Daten zu sammeln sehe ich als ersten Schritt.
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04.02.2026 10:14:44 |
Zitat von cmuesei  Von der Jeisha hab ich wenig Ahnung, die ist ja aber für das ganze Haus schon ausgelegt, was wohl maximal gedämmt ist. Jetzt beheizt du vermutlich weniger als die Hälfte, was dich weder zu einem vernünftigen Volumenstrom, noch zu einem "taktfreien" Lauf der Kiste bringt. Thermostate voll auf klingt[...] Die Heizlastberechnung ist für die Wohnung und darauf auch die WP nebst Heizkörpern geplant. Volumenstrom ist kein Problem (13-20 Liter die Minute). Sie beheizt also genau die Fläche, die sie beheizen soll. Zitat von cmuesei  Von der Jeisha hab ich wenig Ahnung, die ist ja aber für das ganze Haus schon ausgelegt, was wohl maximal gedämmt ist. Jetzt beheizt du vermutlich weniger als die Hälfte, was dich weder zu einem vernünftigen Volumenstrom, noch zu einem "taktfreien" Lauf der Kiste bringt. Thermostate voll auf klingt[...] WP = Durchfluss Durchfluss Durchfluss und bitte keine Thermostate oder ERR (habe mich unten auch von ERR befreien lassen).
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04.02.2026 10:25:41 |
Zitat von Kalle75  Ohne Daten zu VL/RL, Leistung und Frequenz wirds schwierig.
Die Jeisha hat in etwa 2,8kW thermisch Minimalleistung. Dazu muss sie aber erst mal so weit runtermodulieren. Minimal sind es um die 700W Pin, dahin zu kommen dauert jedoch eine Weile. Heizlast dürfte niedriger liegen.[...] Was möchtest Du genau wissen? Zu welchem Zeitpunkt? Aktuell schnüffelt sie mit 10,6 Litern und 29 Grad VL/RL bei 6 Grad Außentemperatur (heute wird ein warmer Tag im Westen) Stromverbrauch/erzeugte Wärme sind mir egal und helfen auch nicht. Zu Heishamon bin ich absoluter Newbee. Will ja nur das Takten wegbekommen.
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04.02.2026 10:42:31 |
internetmodul und Service cloud Zugang besorgen. Wieviel Wasservolumen hat die Anlage denn bei 3-4 HK und ein paar Rohren?
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04.02.2026 10:56:01 |
Zitat von nordanney2  Zitat von cmuesei  [...] Die Heizlastberechnung ist für die Wohnung und darauf auch die WP nebst Heizkörpern geplant. Volumenstrom ist kein Problem (13-20 Liter die Minute). Sie beheizt also genau die Fläche, die sie beheizen soll. Zitat von cmuesei  [...] WP = Durchfluss Durchfluss Durchfluss und bitte keine Thermostate oder ERR (habe mich unten auch von ERR befreien lassen). Für mich stellt sich nach eigenen Erfahrungen immer die Frage, wer und wie wurde die Heizlast berechnet. Unsere wurde von 10 FB zwischen 35 und 350% zu hoch berechnet!! Meine eigene Berechnung dagegen stimmt recht genau, bei NAT gönnt sich die WP die berechneten 8kW. Deine Dämmung lässt darauf schließen, daß die Berechnung eben nicht passt und die WP daher zu groß ist. 2,8kW minimal musst du dann erstmal unterkriegen!
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04.02.2026 11:17:35 |
Zitat von thaistatos  internetmodul und Service cloud Zugang besorgen. Wieviel Wasservolumen hat die Anlage denn bei 3-4 HK und ein paar Rohren? Werde ich dann wohl mal machen müssen ;-) Wasservolumen dürften um 64 Liter sein in den HK. Dazu noch in der Verrohrung vielleicht um +/-20 Liter.
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04.02.2026 11:22:14 |
Zitat von cmuesei  Zitat von nordanney2  [...] Für mich stellt sich nach eigenen Erfahrungen immer die Frage, wer und wie wurde die Heizlast berechnet. Unsere wurde von 10 FB zwischen 35 und 350% zu hoch berechnet!! Meine eigene Berechnung dagegen stimmt recht genau, bei NAT gönnt sich die WP die berechneten 8kW. Deine[...] Ing. Heckmann. Klassische Berechnung nach geplanter Dämmung, die wie gesagt besser ausgeführt wurde. Dort auch die Auslegung der HK berechnet. Unten mit FBH läuft sie ja super und insofern ist die initiale Berechnung wahrscheinlich nicht soooo schlecht (gerade Heckmann ist auch ein guter - ist nicht die erste Berechnung, die er für mich gemacht hat).
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04.02.2026 12:47:17 |
gaaaanz grob: wenn die Heizlast statt 4500 bei -10°C ??? eher 3500W sind (Lüftungsverluste vermutlich im Winter eher gering). D.h. bei 0°C sind es ganz grob 2/3 der Heizlast, also 2300W. Wenn die minimal 2800W schafft, muss sie sehr lange/auch bei 0°C noch / bis -5°C?? Takten.
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04.02.2026 13:04:35 |
Das primäre Problem ist aus meiner Sicht weniger die Mindestleistung der WP (die deutlich höher als der Wärmebedarf sein wird), sondern die niedrige Heizkurve mit den Heizkörpern. Unter 30° hat ein Standard HK quasi keine Heizleistung und die Wärme kommt im RL zurück zur WP. Über 30° wird es nur langsam besser, nur mit Heizkörperlüftern ist es deutlich besser. Probier mal ob sie mit höherer Heizkurve weniger taktet.
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04.02.2026 13:30:52 |
Zitat von thaistatos  gaaaanz grob: wenn die Heizlast statt 4500 bei -10°C ??? eher 3500W sind (Lüftungsverluste vermutlich im Winter eher gering). D.h. bei 0°C sind es ganz grob 2/3 der Heizlast, also 2300W. Wenn die minimal 2800W schafft, muss sie sehr lange/auch bei 0°C noch / bis -5°C?? Takten. Deshalb ja die Frage, ob z.B. ein Reihenpuffer im Rücklauf ein wenig (oder mehr) Abhilfe schaffen kann. Leider gab es keine kleineren WPs zu kaufen. Ansonsten: Warten, bis sie irgendwann nicht mehr mag und eine kleine neue kaufen (Altherma 3M - die kann thermisch noch viel weiter runtergehen). Einfach austauschen ist ja kein Problem - Kosten kommen ja über die Steuern halbwegs wieder zurück (ist Vermietung, daher die eigene WP).
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04.02.2026 13:32:58 |
Zitat von Arne_  Das primäre Problem ist aus meiner Sicht weniger die Mindestleistung der WP (die deutlich höher als der Wärmebedarf sein wird), sondern die niedrige Heizkurve mit den Heizkörpern. Unter 30° hat ein Standard HK quasi keine Heizleistung und die Wärme kommt im RL zurück zur WP. Über 30° wird es nur[...] Werde ich mal versuchen, wobei ich mir "Sorgen" mache, dass dann Lüftungsverluste entstehen ( Fenster auf, weil zu warm). Aber Versuch macht kluch... Danke!
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| | Zeit:
04.02.2026 13:34:20 |
was konkret ist mit flacher Heizkurve gemeint? Welche Werte sind eingetragen? Wie schon gesagt: HK funktionieren mit z.B. 28° kaum. Wenn die HK von 15...-10 über 28...34° eingestellt ist, wird es schwierig. Allerdings wird das Haus ja trotzdem warm, trotz geringer Wärmeabgabe.
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04.02.2026 13:51:02 |
Zitat von thaistatos  was konkret ist mit flacher Heizkurve gemeint? Welche Werte sind eingetragen? Wie schon gesagt: HK funktionieren mit z.B. 28° kaum. Wenn die HK von 15...-10 über 28...34° eingestellt ist, wird es schwierig. Allerdings wird das Haus ja trotzdem warm,[...] Hey, hast die Werte praktisch genau getroffen. Und ja, um 22 Grad ist die Raumtemperatur.
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04.02.2026 15:08:44 |
Die Heizkurve ist mE zu niedrig für Heizkörper. Wenn es mit höherer Heizkurve zu warm wird, dann mit dem Timer Heizpausen programmieren (Nachts, Nachmittags...). Wie ist denn das Verhältnis Betriebsstunden zu Verdichterstarts? Wenn hier im Jahresdurchschnitt ~2:1 rauskommt, ist es ok.
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04.02.2026 15:16:02 |
fraglich, wie einverstanden die Mieterin mit Heizpausen aus.
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04.02.2026 15:26:20 |
Zitat von Arne_  Die Heizkurve ist mE zu niedrig für Heizkörper. Wenn es mit höherer Heizkurve zu warm wird, dann mit dem Timer Heizpausen programmieren (Nachts, Nachmittags...). Wie ist denn das Verhältnis Betriebsstunden zu Verdichterstarts? Wenn hier im Jahresdurchschnitt ~2:1 rauskommt, ist es ok. Drehen wir es um. Das Haus ist zu gut gedämmt für eine "höhere" Heizkurve. Verhältnis ist etwa 1;1,5 (Laufzeit zu Starts - also nicht so gut).
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| | Zeit:
04.02.2026 15:29:00 |
Zitat von thaistatos  fraglich, wie einverstanden die Mieterin mit Heizpausen aus. Da das Haus nicht viel Temperatur verliert, wird das wahrscheinlich (gerade in der Übergangszeit) gar nicht merkbar sein. Also in Richtung: abends ab 21 Uhr Heizung aus (sie geht immer gegen 10 ins Bett - ist schon fast 80) und morgens um 6 Uhr an. Wie eine Nachtabsenkung... Und dann tagsüber vielleicht 2-3 Sperrzeiten von jeweils 1-2 Stunden.
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04.02.2026 15:31:19 |
wenn es nur die ausgelesenen Werte aus der FB sind, lässt sich sowieso nichts sagen, weil die Abtauungen mitgezählt werden. Für die richtige Auswertung braucht man die service cloud. also kann man momentan eh nichts machen.
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04.02.2026 15:40:25 |
Im Grunde ist fast alles gesagt, die WP ist zu groß für die abgenommene Leistung bzw. die Mindesleistung zu hoch für die meisten ATs und die Heizkurve eigntlich zu tief für eine Heizkörperheizung. Zum Vergleich bzw. zur Einordnung: ich beheize hier (NAT 10,7) mit einer 5 kW Jeisha einen mittelmäßig sanierten/gedämmten Altbau (1960er) mit 150qm Wohnfläche per Typ 22 Heizkörpern. RT ~21°C, Jahreswärmebedarf (nur Heizung) zwischen 8 und 10 MWh bei JAZ knapp 4. Es braucht schon Temperaturen um den Nullpunkt (VL Soll 35°), um den Verdichter mal über die Minimalfrequenz von 19/20 Hz zu kitzeln. Schätze mal, dass das Haus bei 0° AT so Richtung 3 kW abnimmt. Nach klassisch knapper Auslegung wäre die WP wohl selbst bei mir noch überdimensioniert (!) Die "Heizkurve" lasse ich bei 33° VL starten, weil darunter die Wärmeabgabe in die Knie geht. Geht über 10°AT natürlich nur mit Abschaltbetrieb (Nachtabschaltung), sonst wird es zu warm im Haus. Durch die Dämmung hat man aber keine Komforteinbußen. Unter ~8 ° AT läuft sie durch. So eine niedrige Heizkurve wie bei dir funktioniert mit Heizkörpern nur mit Tricks wie Lüftern und evtl noch wenn die Heizflächen massiv überdimensioniert sind. Es braucht nun mal ein gewisses Temperatur-Delta zwischen Raumluft und Heizfläche. In einer selbstgenutzten Wohnung würde ich zu Heizpausen raten, in deinem Fall (vermietet/geringes Invest) würde ich sagen, lass sie sich "zu Tode takten" und kauf anschließend was Passendes ...
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04.02.2026 15:48:05 |
Zitat von thaistatos  wenn es nur die ausgelesenen Werte aus der FB sind, lässt sich sowieso nichts sagen, weil die Abtauungen mitgezählt werden. Für die richtige Auswertung braucht man die service cloud. also kann man momentan eh nichts machen. Wofür braucht es da eine richtige Auswertung? Ist das nicht egal, ob das Verhältnis 1:1,5 oder 1;1,35 ist? Was würdest Du machen, wenn die Service Cloud Infos dann lauten 10.000 Betriebsstunden und 13.500 Heizzyklen? (Nichts anderes wird dann dort stehen - Pi mal Daumen)
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04.02.2026 16:28:37 |
Zitat von Johnny68  Im Grunde ist fast alles gesagt, die WP ist zu groß für die abgenommene Leistung bzw. die Mindesleistung zu hoch für die meisten ATs und die Heizkurve eigntlich zu tief für eine Heizkörperheizung. Zum Vergleich bzw. zur Einordnung: ich beheize hier (NAT 10,7) mit einer 5 kW Jeisha[...] Also so, wie ich es mir auch schon gedacht habe. Zur Einordnung: Ich wohne in der Wohnung darunter Insofern bin ich nah an der Mieterin dran und werde ihr Sperrzeiten verkaufen, um die Taktzahl zu reduzieren, aber "das Takten" bekomme ich an sich nicht raus. Kann ich auch mit leben, wenn die WP dann am Ende vielleicht auf 8-10 Jahre Lebensdauer kommt. Und frieren muss auch niemand bei dem Vorgehen.
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