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04.02.2026 20:04:40 |
Hallo zusammen, bei einem EFH, 160qm Wfl, 2 VG ohne Keller, 40er Ytong-Stein wurde folgender Wärmebedarf vom Planungsbüro berechnet: BerechnungIst dieser Wert von 8,2kW realistisch? Jahresheizwärmebedarf Qh wurde mit 9198kWh/a (nur Heizung) berechnet. Bei dem spez. Wärmeverlust ist schon ein pauschal 20%iger Aufschlag für Wärmebrücken eingerechnet. Die Lüftungsverluste von 3,28kW kommen mir auch sehr hoch vor (wir sind 4 Personen und nicht 8) Ist das eine Norm-gerechte Berechnung für die Auslegung einer Sole-Wärmepumpe? Nach den Erfahrungen hier im Forum ist bei Neubauten mit 160qm Wfl eher so 5kW max. Heizlast gängig. VG
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04.02.2026 20:36:16 |
Zitat von bafische  Nach den Erfahrungen hier im Forum ist bei Neubauten mit 160qm Wfl eher so 5kW max. Heizlast gängig.
Kommt halt sehr auf das Baujahr und den zu dem Zeitpunkt geforderten Dämmstandard an. Für die Lüftungsverluste wären 1kW ausreichend. Gibt es denn KWL, evtl mit WRG? In gut gedämmten Neubauten kommt man kaum noch drum herum. Dafür sollte es aber im Neubau auch kaum noch Wärmebrücken geben. Mach am besten deine eigene Berechnung mit DanBasic oder Heizreport. Schlimmer als die Vorlage kann es nicht werden.
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04.02.2026 21:05:17 |
ajokr, KWL gibt es nicht. Die Frage ging eher in die Richtung, ob man diese Berechnung akzeptiert, weil Stand der Technik bzw. normgerecht. Das der Wärmebrückenzuschlag von knapp 1kW bzw. die Lüftungsverluste von über 3kW praxisfern sind leuchtet mir ein. Woher hast den den Lüftungszuschlag von ~1kW? VG
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04.02.2026 21:42:08 |
Wenn das Gebäude einigermaßen dicht ist, rechnet man mit dem Mindestluftwechsel, d.h. 0,25-facher Luftwechsel pro Stunde. D.h.: 0,25 x V (beheiztes Volumen) x 0,34 (Wärmekapazität Luft x (Tinnen - Taußen) Bei 160m2 über groben Daumen 0,25 x 400 x 0,34 x 35 = 1200W Taußen ist die Auslegungstemperatur = NAT Stimmen die -15°? S. Klimakarte beim BWP nach PLZ Hast Du mehr als diese eine Ergebnisseite? Wann wurde das Haus gebaut?
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04.02.2026 22:00:07 |
Wenn es keine detaillierte Wärmebrückenberechnung gibt (sehr aufwändig) nimmt man einen pauschalen Zuschlag auf den U-Wert. Im schlimmsten Fall ist mit 0,1W/m2K gerechnet worden. Je besser das Haus gedämmt ist desto katastrophaler wirkt sich das aus. In diesem Fall wäre es 0,1W/m2K x 460m2 Hüllfläche x 35K = 1600W. Also ein Drittel der Transmissionsheizlast. Das ist aber bei Häusern, die in den letzten 25 Jahren gebaut wurden, völlig unrealistisch. Wenn die Wärmebrücken nach einem gewissen Standard ausgeführt wurden, rechnet man mit 0,05W/m2 K. Bei sehr guter Ausführung heutzutage mit 0,03W/m2K. Wenn man nicht jeden Anschluss einzeln untersuchen will, braucht man etwas Fingerspitzengefühl.
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04.02.2026 22:12:13 |
Zitat von bafische  ajokr, KWL gibt es nicht.
Wie kann man denn heute ohne KWL bauen?
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04.02.2026 22:59:36 |
@Wunsen, danke für die Informationen - das hilft. Mit dem Mindestluftwechsel von 0,25 komme ich dann mit dem beheizten Volumen von 459m3 x 0,34 x 34,3 (Tinnen = 22°C, NAT = 12,3°C) auf ~1,3kW Luftwechselverluste. In der Berechnung wurde eine Luftwechselrate von 0,6 angenommen. Bei den Wärmebrücken wurde ein pauschaler Aufschlag auf den U-Wert von 0,05 W/m²K vorgenommen - das wäre also korrekt. Die Realität wird auch hier eher Richtung 0,03W/m2K gehen. Das ergäbe dann mit dem Mindestluftwechsel einen max. Heizbedarf von guten 6kW. Das passt doch eher zu den Aussagen hier. Die Berechnung vom Planungsbüro ist daher technisch korrekt, nur die Annahmen zum Luftwechsel bzw. Bauausführung sind eher pessimistisch. Ist das korrekt? Danke für eure Zeit!
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04.02.2026 23:03:01 |
Zitat von godek  Zitat von bafische  [...] Wie kann man denn heute ohne KWL bauen? Statt KWL leiste ich mir Einzelraumregelung und einen großen Trennpuffer.
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04.02.2026 23:26:04 |
Zitat von Wunsen  Wenn es keine detaillierte Wärmebrückenberechnung gibt (sehr aufwändig) nimmt man einen pauschalen Zuschlag auf den U-Wert. Im schlimmsten Fall ist mit 0,1W/m2K gerechnet worden. Je besser das Haus gedämmt ist desto katastrophaler wirkt sich das aus. In diesem Fall wäre es 0,1W/m2K x 460m2[...] @Wunsen, da fällt mir noch ein, dass der Blower Door Test ein n50-Ergebnis von 0,4 -h zeigte. Kann man von diesem Wert auf die Höhe der Wärmebrückenverluste schließen? Nur so ein Gedanke......
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05.02.2026 00:52:30 |
Zitat von bafische  Zitat von Wunsen  [...] @Wunsen, da fällt mir noch ein, dass der Blower Door Test ein n50-Ergebnis von 0,4 -h zeigte. Kann man von diesem Wert auf die Höhe der Wärmebrückenverluste schließen? Nur so ein Gedanke...... Ne, beim Blowerdoor geht es um die Luftdichtheit, d.h. wieder die Luftwechselrate pro Stunde. 0,4 ist sehr gut. Als Obergrenze für Passivhäuser gilt 0,6. Vielleicht hat der Ingenieur deshalb diesen Wert für die Lüftungsheizlast angesetzt. Ist aber falsch, und die 0,4 wären es auch, weil beim Blowerdoor die Luftdichtheit mit Überdruck gemessen wird, was man normalerweise nicht hat. Außer vielleicht bei einer Lüftungsanlage. Also rechne am Besten mit 0,25 (hygienischer Mindestluftwechsel). Bei der raumweisen Heizlast für den hydraulischen Abgleich kann man im Bad und WC gerne etwas mehr nehmen, weil man da ja auch im wahren Leben, und auch bei Kälte mehr lüftet. Und 0,05 für die Wärmebrücken ist soweit korrekt. Ist halt eine Pauschale, die entsprechend eher den worst case abbildet. Praktisch gesehen wirken die Wärmebrücken ja auch nicht als Fläche sondern nach laufenden Metern der Bauteilanschlüse. D.h., bei vielen Fenstern hat man z.B. mehr.
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05.02.2026 01:13:42 |
PS: bei der raumweisen Heizlast rechnet man normalerweise mit 0,5. Bei der Gebäudeheizlast zur Dimensionierung des Wärmeerzeugers nimmt man nur die Hälfte, weil man ja nicht überall gleichzeitig lüftet. Für den hydraulischen Abgleich ist das erstmal nicht so entscheidend, weil es v.A. um die Verteilung der Volumenströme auf die einzelnen Heizflächen geht. Wenn man weniger lüftet, kann man die Heizkurve etwas senken. Und ein wenig wird man in der Regel sowieso noch an den Voreinstellungen nachjustieren. Das ist dann der thermische Abgleich für das wahre Leben.
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05.02.2026 01:21:28 |
Dank dir Wunsen für die ausführlichen und klaren Informationen. Ist gar nicht so einfach die richtigen Entscheidungen für die Haustechnik zu treffen, da man viele Informationen hinterfragen und plausibilisieren muss. Als nächstes werden die Heizkreise und die Verlegeabstände samt Durchflusswerten berechnet, dann die Auswahl der Wärmepumpe, dann die Auslegung der Sole. Ohne Mitdenken und gegenrechnen kann einiges schief gehen, da bin ich als Laie froh über jede kompetente und unabhängige Information dankbar. Viele Grüße und weiter so..
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05.02.2026 01:37:57 |
Zitat von bafische  @Wunsen, danke für die Informationen - das hilft. Mit dem Mindestluftwechsel von 0,25 komme ich dann mit dem beheizten Volumen von 459m3 x 0,34 x 34,3 (Tinnen = 22°C, NAT = 12,3°C) auf ~1,3kW Luftwechselverluste. In der Berechnung wurde eine Luftwechselrate von 0,6[...] Also waren die -15° NAT falsch. Dafür sind nur 20° Raumtemperatur angesetzt. Das gleicht sich also fast aus. Persönlich finde ich allerdings eine durchschnittliche Raumtemperatur von 22° in allen Räumen zu hoch. Gerade bei -12° trage ich ohnehin warme Pullover. Und jeder atmende Bewohner, und die Geräte im Haus tragen ja auch noch etwas Wärme bei. Es geht an dieser Stelle aber nur noch um ±5% Heizlast. Du kannst bei der näheren Auswahl des Gerätes zumindest mal im Hinterkopf behalten, dass die Heizlastberechnung eher auf der sicheren Seite ist. Es sei denn, Ihr seid wirklich sehr kälteempfindlich. Oder ihr habt schlechte Angewohnheiten, wie z.B. Schlafen bei offenem Fenster.
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05.02.2026 07:31:11 |
Zitat von bafische  Statt KWL leiste ich mir Einzelraumregelung und einen großen Trennpuffer. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Im luftdicht abgeklebten Neubau muss die durch alle Bewohner permanent erzeugte Raumluftfeuchte penibelst nach außen abgeführt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Im zugigen Altbau haben das die Undichtigkeiten übernommen. Daher ist KWL im Neubau mittlerweile zum Standard geworden. Mit WRG halten sich die Wärmeverluste dabei in Grenzen. Es geht natürlich auch raum- oder geschoßweise dezentral. Einzelraumregelung macht in Zusammenarbeit mit einer WP nur dann Sinn, wenn der Wärmebedarf aktiv zwischen den Raumthermostaten und der WP- Regelung kommuniziert wird. Sonst erzeugt die WP die Wärme umsonst, weil die Ventile die Wärmeabnahme abwürgen. Der Trennpuffer kann dabei nur wenig Wärme speichern, wenn er nicht mehrere m³ Inhalt hat. Zur Berechnung der Wärmespeicherkapazität und Stillstandsverlusten gibts hier schon etliche Themen. Und komm bitte nicht auf die Idee, Trennpuffer und WW-Speicher zu kombinieren. Die wollen mit vollkommen unterschiedlichen Temperaturen bedient werden. Folge wäre, dass die Heizung den WW-Speicher auskühlt.
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05.02.2026 08:31:36 |
Zitat von ajokr  Zitat von bafische  [...] Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Das war wohl auch eher ironisch geantwortet vom TO.
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05.02.2026 08:32:31 |
Zitat von ajokr  Zitat von bafische  [...] Im luftdicht abgeklebten Neubau muss die durch alle Bewohner permanent erzeugte Raumluftfeuchte penibelst nach außen abgeführt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Im zugigen Altbau haben das die Undichtigkeiten[...] Das ist nur so halb richtig. Der schlimmste Fall ist ein dichter Altbau (z.B. neue Fenster in ungedämmten Wänden). Die Oberflächentemperatur auf ungedämmten Wänden ist deutlich niedriger, so dass hier die Wohnfeuchte schneller kondensiert und Schimmel bildet. Bei gedämmten Wänden hast Du dieses Problem bei gleichem Wohnklima nicht. Man muss natürlich trotzdem daran denken, zu lüften. Im schlechten Altbau erledigt sich das manchmal fast von selbst. Im Neubau, bei dem man viel in eine energiesparende Bauweise investiert, ist es allerdings besonders schade, wenn man durch das notwendige Lüften annähernd die gleiche Wärme verliert wie im Altbau. Unter diesem Aspekt wird eine Anlage mit Wärmerückgewinnung immer mehr zum Standard. Kostet natürlich auch wieder Geld...
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05.02.2026 08:58:57 |
Zitat von Wunsen  Man muss natürlich trotzdem daran denken, zu lüften.
Das lässt sich heutzutage natürlich auch automatisieren mit smartHome-Technik, oder mit passiven Fensterfalzlüftern. Verbleibt allerdings: Zitat: Im Neubau, bei dem man viel in eine energiesparende Bauweise investiert, ist es allerdings besonders schade, wenn man durch das notwendige Lüften annähernd die gleiche Wärme verliert wie im Altbau. Womit die WRG wieder in den Blickwinkel kommt.
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05.02.2026 10:07:58 |
Nichts Anderes habe ich geschrieben. Aber das muss ja jeder selber wissen. Hier wird ja auch niemandem empfohlen, ein kleineres Haus zu bauen. Das würde im Einzelfall ein Vielfaches sparen.
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05.02.2026 12:16:12 |
Hallo zusammen, ...das mir der ERR und dem Trennpuffer war natürlich ironisch gemeint, Spaß muss sein. Die KWL Thematik sehe genauso wie ihr, da gibt es Konsens und keinen weiteren Diskussionsbedarf. Bei der Auslegung der Größe der Wärmepumpe geht es laut Planer jetzt um die Kälteleistung der WP damit die Solebohrung danach ausgelegt werden kann. Dazu mach ich aber mal einen separates Thema auf. Nach Rücksprache mit dem Planer und Klärung der hohen Luftwechselverlusten bei der max. Heizlastberechnung (war fehlerhaft - danke Wunsen) haben wir die Größe der Wärmepumpe auf max. 6kW festgelegt und ca. 5kW Kälteleistung geplant. Ohne Nachfrage wäre hier wohl eine 9kW WP geplant worden. Normalerweise macht man sich über diese Themen beim Hausbau überhaupt keine Gedanken, da man sich um 1000 andere Themen kümmern muss und gar nicht weiß wo bei der Haustechnik Fallstricke lauern. Da entscheidet man höchstens ob Luft oder Solepumpe, bei KWL mit WRG oder ohne - das wars. Über die Themen Hydrauliken, Rohrnetze, Verlegeabstände, WP-Anlagenschemata, WP-Typ, Sondentyp, Bohrungstiefen, Entzugsleistungen, Verteilerkasten der Soleleitungen, Verpressmaterial, Soleflüssigkeit usw. überlässt man im besten Fall Planern und hofft das Beste für sein Projekt... Das würde ich gern ansatzweise verstehen, um nicht erst nach Fertigstellung des Projektes hier schreiben zu müssen. Möglicherweise helfen diese Infos auch anderen Häuslebauern sich über die Haustechnik im Vorfeld einige Gedanken zu machen. Servus -bis demnächst.
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05.02.2026 12:40:42 |
Zitat von bafische  [...] Normalerweise macht man sich über diese Themen beim Hausbau überhaupt keine Gedanken, da man sich um 1000 andere Themen kümmern muss und gar nicht weiß wo bei der Haustechnik Fallstricke lauern. Da entscheidet man höchstens ob Luft oder Solepumpe, bei KWL mit WRG oder ohne - das wars. Über die Themen Hydrauliken, Rohrnetze, Verlegeabstände, WP-Anlagenschemata, WP-Typ, Sondentyp, Bohrungstiefen, Entzugsleistungen, Verteilerkasten der Soleleitungen, Verpressmaterial, Soleflüssigkeit usw. überlässt man im besten Fall Planern und hofft das Beste für sein Projekt...[...] Kann man als Laie auch kaum wissen, ist aber letztlich entscheidender als Farben und Formen wofür man sich in der Regel interessiert... Bei einem kompakten Neubau dieser Grösse sehe ich in der Realität 5 kW. Wegen Brauchwasserkomfort sind 5 kW schon sinnvoll. 8 kW scheinen mir deutlich zu viel, mein teilsanierter Altbau gleicher Grösse mit (energetisch furchtbaren) Wintergarten und teilbeheiztem Keller kommt auf ca. 6.5 kW. Bei Sole gilt: Senke (FBH) grosszügig, WP knapp, Quelle (Sonde) grosszügig auslegen.
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05.02.2026 16:39:50 |
Zitat von Fritzli  Bei Sole gilt: Senke (FBH) grosszügig, WP knapp, Quelle (Sonde) grosszügig auslegen.
Nicht minder wichtig ist die Wahl des Kältemittels. R290 darf nur mit Sondermaßnahmen im Gebäudeinneren verwendet werden. Manche Hersteller verkaufen daher immer noch R32-SoleWP, die dann mitunter nicht mal bedarfsgrecht modulieren können. Und zum Ausgleich wird dann gerne mal ein großer Puffer zwischengeschaltet.
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05.02.2026 18:06:23 |
Zitat von bafische  Hallo zusammen,
bei einem EFH, 160qm Wfl, 2 VG ohne Keller, 40er Ytong-Stein wurde folgender Wärmebedarf vom Planungsbüro[...] Wir haben ein HT' mit 0,11, 164 qm, 1 VG, kein Keller und hätten nach EnEV 2016 von 4.936 W Heizlast ohne zusätzliche Heizlast. Mit letzterer wären es 10.884 W. Haben dann das Haus nach den PHPP berechnet und kamen, nach der Einzelraum Heizlastberechnung auf 2.570 W. Beim Einsatz einer WP sollte auch hilfsweise die "regelmäßige " Heizlast ermittelt werden, die dann nochmals geringer ist. Diese liegt bei uns bei 2.260 Watt bei NAT (-10,4°C) und 23,18°C Innentemperatur, bei 19°C bei 2.260 W. Bei uns ist die Oberfläche größer, wir haben eine Hüllfläche von 584 m2. Wir haben dann die Heizlast ohne Nachtabsenkung und mit der realistischen Luftwechselrate von 125 m3/ h berechnet. Der Blowertest ergab eine Gebäudedichtheit von 0,64. Daraus haben wir dann in Anlehning an die EN 12831 eine Heizlast von 2.400 W ermittelt. Der Luftwechsel wird beim GEG sehr hoch angesetzt, ca 0,6 x Volumen. Auch die internen Wärmegewinne ( 5W m2) sind zu optimistisch. Je nach dem wie dicht Dein Gebäude ist sinkt die Heizlast. Wir haben bei uns 0,28 für den Luftwechsel und 1,5 W/m2 Wärmegewinn. Wir haben nun 293 W für den Lüftungswärmeverlust angesetzt. Das alles ergibt dann die vorgenannten 2.400 W, statt der anfänglichen 4.936 W, in denen schon der Lüftungsverlust mit 2.800 W eingerechnet war. Bei Dir liegt die Heizlast aus Transmissionsverlusten bei 4.980 W. Wäre Dein Gebäude genauso dicht wie bei uns, würde Deine Heizlast bei ca 5.273 Watt liegen. Deine WP sollte also mindestens 5.500 - 6.000 Watt Leistung haben.Eine Sole WP haben wir gewählt, da die LWWP bei 0°C und weniger einen schlechten Wirkungsgrad haben. Im Januar 2026 hatten wir eine MAZ von 5.38. Wir haben eine zentrale Lüftungsanlage mit WRG!
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05.02.2026 18:12:50 |
Zitat von Wunsen  ...Bei 160m2 über groben Daumen0,25 x 400 x 0,34 x 35 = 1200W...[...] Bei einer Lüftungsanlage dürfen dann maximal 80% abgezogen werden, so bleibt bei dem Beispiel rund 240 W heizlast übrig.25 % Vom Volumen sind knapp, da auch die Feuchte abgeführt werden muss. Beim Passivhaus werden 0,3 angesetzt.
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05.02.2026 18:28:47 |
Zitat von bafische  ...Nach Rücksprache mit dem Planer und Klärung der hohen Luftwechselverlusten bei der max. Heizlastberechnung (war fehlerhaft - danke Wunsen) haben wir die Größe der Wärmepumpe auf max. 6kW festgelegt und ca. 5kW Kälteleistung geplant..... [...] Bist Du Dir sicher das 5000 W Kälteleistung notwendig sind. Mein Tip schalte einen EWT mit eigener Pumpe VOR die Lüftungsanlage. Sind 13 kwh Strom Im Jahr kühlt die zustimmend Luft auf unter 20°C und Wärmt im Winter die Luft auf 7 °C an und entlastet die Bodenkühlung. Bei uns reichte eine passive, da wir die Rollläden über Lichtsteuerung recht früh herunterfahren und damit die Kühllast deutlich reduzieren. Bohrtiefe Heizen 55m, Bohrtiefe Kühlen 140 m
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05.02.2026 21:06:49 |
Zitat von Weissnixx  Zitat von bafische  [...] Wir haben ein HT' mit 0,11, 164 qm, 1 VG, kein Keller und hätten nach EnEV 2016 von 4.936 W Heizlast ohne zusätzliche Heizlast. Mit letzterer wären es 10.884 W. Haben dann das Haus nach den PHPP berechnet und kamen, nach der Einzelraum Heizlastberechnung auf 2.570 W.[...] Hallo Weissnixx, interessantes Projekt mit HT von 0,11, Sole WP und KWL mit WRG. Gibt es überhaupt passende kleine Wärmepumpen mit 2-3kW? Du hast eine Sole für Heizung und eine Sole für die Boden-Kühlung? Warum die zwei? Kannst du nicht mit der 140m Bohrung heizen und kühlen? Wie sieht es denn in der Praxis aus, also Vergleich deiner Berechnung mit dem Excel-Tool zu den realen Verbräuchen? Wie ist denn dein jährlicher Wärmebedarf und Strombedarf für die WP - nur Heizen? Wie hoch war dein höchster Wärme Tagesbedarf bei NAT - nur Heizen? Zum Vergleich werde ich auch mal den PHPP anwerfen und sehen was dabei rauskommt.
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