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04.02.2026 20:45:39 |
Hallo, ich hoffe das Forum ist noch aktiv, ich finde keine wirkliche Auskunft auf meine Frage im gesamten Web. Wir holen gerade angebote einer Wärmepumpe ein. Anbieter 1 bietet Split-Gerät an, wir hatten eine umfangreiche Beratung von zwei Kundenberatern über 1,5 Stunden. Rät auch zur Heizlast-Berechnung damit die WP die richtige KW-Zahl hat. Anbieter 2 einen Monoblock. Wir sind uns hier nicht "einig" mit Abständen zu Fenstern. Es gibt hinter der Wärmepumpe ein Kellerfenster > Abstand mindestens 1 Meter ok. Aber, über dem Kellerfenster ist ein normales Fenster - das wird nicht über der Wärmepumpe sein sondern sich teils auf gleicher Höhe befinden. Ist das überhaupt erlaubt? Ich lese nur: ein Fenster dass höher ist als die Oberkante der Wärmepumpe wäre erlaubt. Der Anbieter meinte auch: Split-Geräte sind "out" und die baut eigentlich niemand mehr ein (?). Wenn Arbeiten an dem Kältemittel (R32) gemacht werden müssen müsse "evakuiert" werden. Ich vermute eher, der anbieter hat keinen Kälteschein und kann somit nur Monoblock anbieten. Wir sträuben uns etwas die WP somit fast mitten in den Vorgarten zu setzen, da ja der Abstand zur Straße bzw. Gehweg auch 3 Meter betragen sollte. Tendenz geht zu Split-Gerät weil besser zu platzieren und auch nicht die Gefahr besteht, dass bei Stromausfall im Winter die WP kaputt geht. Würde mich sehr über Infos freuen wo ich das genau herausfinden kann (Fenster hinter der WP teils in gleicher Höhe). Ganz herzlichen Dank und Grüße, Elke
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04.02.2026 20:57:56 |
Die Info zum Fenster und Abständen findest du in den Planungsunterlagen der jeweiligen WP.
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05.02.2026 02:05:16 |
die aussagen des hzb sind Unfug, zeigen nur Abneigung/Unkenntnis Fenster:Unterkante Fenster muss über Unterkante Gerät+10cm liegen bei R290, da dies schwerer als LuftAnsonsten Herstellerhinweise beachten. Fenster können auch dauerhaft verschlossen werden...
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05.02.2026 08:43:02 |
Ich würde vorschlagen vorne zu beginnen. - Heizlastberechnung erstellen lassen - gute Berechnung der Fussbodenheizung In dem Kontext sei erwähnt, dass man von der berechneten Heizlast problemlos 10-20% abziehen kann in der Realität. Die Heizlast bedeutet - bei der angenommen durchschnittlichen kältesten Aussentemperatur für die eigene PLZ, muss die Heizung x kW liefern. D.h. bei z.B. -14Grad AT sollte die WP z.b. 7kW liefern. Das die -14Grad nur selten vorkommen, macht es durchaus möglich, dass die WP ab -10Grad den elektrischen Heizstab zur Unterstützung nimmt. Mit dem Wissen der Heizlast kann die passende WP ausgewählt werden. Damit ergibt sich die Baugröße und damit wiederrum anhand des Handbuches, die entsprechenden Abstände. Ob man nun eine SplitWP oder eine Monoblock wählt ist Geschmackssache. Da gibt es kein richtig/falsch. Wer in einer Gegend wohnt die sehr kalt ist, die evtl. auch mal einen Stromausfall hat, die evtl. sogar noch Schnee hat... da macht eine Splitanlage durchaus Sinn. Da ist das thema eingefrieren kein Problem. Bei ner Monoblock dagegen, gibt es optional Möglichkeiten sich gegen ein eingefrieren der Leitungen zu schützen. (Das kennen vermutlich aber nur wenige HB). Es gibt also auch für Monoblocks Sicherungseinrichtungen . Oft aber manueller Natur. D.h. wenn ihr 3 Wochen im Skiurlaub seit, und es passiert, dann ist niemand da um das Wasser ablassen zu können.
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05.02.2026 08:53:19 |
Zitat von Elke_2468  Es gibt hinter der Wärmepumpe ein Kellerfenster > Abstand mindestens 1 Meter ok. Aber, über dem Kellerfenster ist ein normales Fenster - das wird nicht über der Wärmepumpe sein sondern sich teils auf gleicher Höhe befinden. Ist das überhaupt erlaubt? Wenn für das Kellerfenster 1m Abstand gehalten wird, ist das Fenster im EG doch auch 1m entfernt und somit aus dem Sperrbereich. Außerdem ist Propan schwerer als Luft und breitet sich deshalb grundsätzlich am Boden aus. Also kein Problem für das Fenster im Erdgeschoß. Für den Heizi ist der Monoblock natürlich einfacher zu verbauen. Dafür hast du dann später die Sorge um einfrierende Leitungen, wenn mal längere Zeit der Strom ausfällt. Dem R32-Gerät ist das egal. Zitat: Split-Geräte sind "out" und die baut eigentlich niemand mehr ein Das ist so erstmal quatsch, frag mal die Monteure für Klimaanlagen. Da sind Splitgeräte nach wie vor Standard und werden es auch bleiben, weil es in dem Marktsegment keine ernsthafte Alternative gibt. Solange das Gerät nicht undicht wird, belastet es die Umwelt auch nicht mehr oder weniger als der Monoblock. Wahr ist dagegen, dass die Monoblocks im WP-Segment etwas bessere Jahresarbeitszahlen bieten.
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05.02.2026 10:05:59 |
Bei der neuen arothermPlus xxx/8.1 bist Du bei der Aufstellung mit den Abständen im Sicherheitsbereich noch flexibler und benötigst hinten lediglich 25 cm Abstand zur Wand. https://www.vaillant.de/produkte/arothermplus/ DownloasdPlanung und Information
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05.02.2026 10:36:29 |
Sind die Bedenken zum Aufstellungsort "vor Fenster" optischer Natur oder ängstlicher Natur (Sicherheitsbedenken wegen R290)! Oder wegen möglicher Lärmbelästigung durch´s Fenster (während der Heizperiode hat man das Fenster sowieso nicht ganztägig geöffnet)!
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05.02.2026 10:38:27 |
Und vor allen darauf achten, was wo das Fenster ist, Wohnbereich - Schlafbereich - Nachbar. Stört das Geräusch der WP, wenn diese volle Leistung bringt. Ich verstehe eh nicht, warum die WP immer parallel zum Haus möglichst nah aufgestellt werden und nicht im rechten Winkel dazu. Wenn die Luft immer am Gebäude entlang streicht, führt das doch über kurz oder lang zu Spuren an der Fassade. Von evtl. nicht eingeplanten Schallreflexionen abgesehen.
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05.02.2026 11:36:13 |
Zitat von spinnerei  ... Ich verstehe eh nicht, warum die WP immer parallel zum Haus möglichst nah aufgestellt werden und nicht im rechten Winkel dazu. Wenn[...] Ich verstehe das auch nicht. Die WP werden leider sogar offenbar so designt: Stellt man sie um 90° gedreht auf, werden die Anschussleitungen länger und man muss sich die Rückseite optisch "zumuten", weil die schon gar nicht auf Ansehnlichkeit konstruiert ist. Warum eigentlich werden WP nicht mit vertikaler Ausblasrichtung konstruiert? M.E. müsste dadurch so manche Lärmproblematik gemindert und auch Fälle von "Rühren im Kältesee" entschärft werden können.
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05.02.2026 12:02:15 |
Zitat von DMS20  Stellt man sie um 90° gedreht auf, werden die Anschussleitungen länger und man muss sich die Rückseite optisch "zumuten", weil die schon gar nicht auf Ansehnlichkeit konstruiert ist.
ersteres muß nicht sein. Ich habe meine Splitklima um die Seite des Maschinenraums gedreht, damit ist die AL nur unwesentlich länger. Argument für mich war, dass ich nicht die nebenstehende Konifere ständig anpuste. Nachteil ist jetzt, dass sich Flugschnee so massiv anlagert, dass die Abtauung den nicht alleine weg bekommt. Den Flugschnee würde das Haus im Mindestabstand besser abschirmen.
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05.02.2026 12:37:45 |
Ich bin ein Freund von WP mit Rücken zur Hauswand und möglichst unterm Dachüberstand. Mindestabstand zur Hauswand (>40cm) muss natürlich eingehalten werden. Damit ist der Verdampfer vor Witterung geschützt, der Ventilator kann frei vorne ausblasen.
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06.02.2026 11:04:22 |
Vielen herzlichen Dank für Eure tollen und informativen Antworten und den Austausch! Das Fenster hinter der Wärmepumpe ist ein Bad-Fenster unserer Mieterin, mir gehts zwecks Entferung eher darum ob es sinnvoll ist wenn WP und Fenster sich in der Höhe "treffen". Quer zum Haus können wir die WP nicht stellen, dann wäre hinter/vor der WP zwei Hauswege in zu kurzem Abstand. Also war die Aussage daß "Split-Geräte" veraltet sind und nicht mehr eingebaut werden auch quatsch. @micha_el: ich weiß ja noch gar nicht welche Wärmepumpe es werden wird - somit kann ich auch nicht die Angaben für die Entfernung entnehmen. @Effizent: ok, dann wäre das Bad-Fenster ja kein Problem auch wenn es teils auf der gleichen Höhe ist wie die WP. Unter den Bad-Fenster ist ja noch das Kellerfenster mit einem Lichtschacht - von dem gilt dann wohl der mindestens 1-Meter-Abstand. Das diese Aussage Quatsch/Unfug/Unkenntnis ist, das denke ich mir auch. @Mastermind1: Heizlastberechnung läuft ( Energieberatung gestern), ohne daß er seine Berechnungen gestartet hat (nur alles aufgenommen und gescannt) meint er: Dämmung, Fenster, Fußbodenheizung, sieht erstmal gut aus. @hannes/esbg: es sind eher Sicherheitsbedenken, die ja dann zumindest was das R290 angeht, nicht treffen. Nur die Frage, ob nach hinten auch Abluft weg geht? Sorry, bin völliger WP-Neuling und sauge gerade alles auf.
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06.02.2026 13:18:02 |
Also bei Monoblock (R290) Geräten muss der Sicherheitsabstand eingehalten werden. Ich möchte mal sehen was passiert wenn die ersten Kisten in die Luft geflogen sind ? Außerdem ist bei Stromausfall die Gefahr das die WP einfriert und sich somit meist mit einem Totalschaden verabschiedet, das ist bei Splitgeräten anders. Da kann nichts einfrieren weil keine Wasserfürenden Leitungen zum Außengerät gehen , nur Kälteleitungen. Die Monoblock Wärmepumpen benötigen keinen Kältetechniker nur den Heizungs Installateur. Das ist einfacher, aber von der Kältetechnik haben die Heizungsbauer meistens sowie so keine Ahnung. Deshalb wollen die meisten auch nur die Monoblock Geräte inst. Wenn es ein Splitgerät werden soll bitte darauf achten das es mit R32 Kältemittel arbeitet .
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09.02.2026 08:27:41 |
Zitat von ELO01  ... von der Kältetechnik haben die Heizungsbauer meistens sowie so keine Ahnung ... Moin, das ist zwar leider faktisch so und wird sich wohl auch nur sehr langsam ändern, aber zu Deiner Aussage, dass sie deshalb nur Monoblocktechnik installieren wollen, sollte auch noch hinzugefügt werden, dass sie das Installieren von Splitgeräten ohne entsprechende Ausbildung und ohne den Nachweis dazu einfach nicht dürfen! @Elke_2468. Als interessierter Laie habe ich in 2014 DIY einen Luft- Wasser-Wärmepumpenmonoblock installiert und auch die Inbetriebnahme dieses Apparates in Eigenleistung ausgeführt. In den vergangenen Jahren ist die Maschine komplett fehlerfrei gelaufen und mit bisher per separatem Ultraschallwärmemengenzähler und eigenem Stromzähler ermittelten Werten ist nachvollziehbar, dass das Gerät auch einigermaßen effizient funktioniert. Hinsichtlich der Frostschutzthematik sind in der Vergangenheit noch keine Probleme aufgetreten und auch während der mehrtägigen Kältephase mit Stundenweise bis zu -20°C in 02/2021 ist die Maschine unbeeindruckt durchgelaufen. Dieses mittlerweile rund 12 Jahre alte Gerät arbeitet noch mit R410a im Kältemittelkreis und liefert bis -15°C Außenlufttemperatur die vom Hersteller angegebene Verdichterleistung von 5 kW auch in der Praxis ohne den im Apparat ab Werk integrierten 3 kW E-Heizstab aktivieren zu müssen. Einziges Manko bei der Maschine ist die relativ hohe Minimalleistung bei aktivem Verdichter im Heizmodus. Bei etwa minimal 460 Watt elektrischer Antriebsenergieaufnahme sind ziemlich generell um 3 kW thermische Energie im Verflüssiger abzuführen. Das klappt aber nur weil ich die Regelung ein bisschen austrickse und tagsüber zwischen 12 und 21 Uhr eine SWV mit um 3 Grad erhöhter Heizkennlinie fahre wie in beigefügten Screenshots zu sehen. Vermutlich hätte mir dieses kein Heizungsbauer mitgeteilt und daher ganz klares Resümee, dass die Betreiber der Systeme in der Plicht sind sich zu kümmern um eine materialschonende und effiziente Betriebsweise ihres Wärmepumpensystemes zu realisieren! |