Die EnBW hat eine kleine Übersicht zum Thema veröffentlicht, da werden deine Punkte erklärt:
https://www.enbw.com/blog/energiewende/solarenergie/energy-sharing-solarstrom-miteinander-teilen/
Zitat:
Meine Frage ist, wie das ganze abgerechnet werden kann...???
"Strommengen können statisch oder dynamisch (z. B. nach Tageszeit) aufgeteilt werden"
Zitat:
Ich weiss nicht was der Nachbar von mir verbraucht hat.
"Zentrale Voraussetzung für Energy Sharing ist der Einsatz von intelligenten Messsystemen (ugs. auch
Smart Meter genannt). Sie messen Strombezug und Stromeinspeisung im 15-Minuten-Takt – und ermöglichen dadurch eine exakte bilanzielle Verteilung des erzeugten Stroms auf die teilnehmenden Haushalte. Nur mit dieser zeitgenauen Messung lässt sich ermitteln:
- wann Solarstrom aus der Energy-Sharing-Erzeugungsanlage ins Netz eingespeist wurde
- welcher Energy-Sharing-Abnehmer-Haushalt in diesem Zeitraum wie viel Strom verbraucht hat
- wie die Strommengen korrekt zugeordnet und abgerechnet werden"
Zitat:
Wir beide haben keine Ahnung wieviel ich produziere und er verbraucht...
Na, ihr macht aus "ich verkaufe dir 2.000kWh pro Jahr" -> Wenn der Nachbar dann zusätzlich 1.000kWh in der Zeit braucht, in welcher deine Anlage nichts produziert hat, dann kauft er die automatisch beim regulären Stromversorger.
Wenn du ihm Zugriff auf deine PV-
App gibst, dann sieht er auch was deine Anlage produziert und kann sich danach richten.
Zitat:
Ist das jetzt nur toll gedacht, oder kann man das in der Praxis umsetzen?
"Trotz dieser Fortschritte wird das
Gesetz von vielen Akteur*innen als unzureichend bewertet. Verbände, Genossenschaften und
Energieplattformen kritisieren vor allem:
- keine Reduzierung von Netzentgelten
- hohe Einstiegshürden für kleine Gemeinschaften
- fehlende Wirtschaftlichkeit im Kleinen"
Also: Lohnt vermutlich genauso wenig wie
Mieterstrom.