Zitat von
selangh 
... NAT liegt bei -11,9°C und ich schätze die
Heizgrenze wird so bei 17 Grad liegen ...
Moin,
sehr interessant, bei uns ist faktisch ebenfalls absolut identische NAT gegeben. Aber der Netzwärmebezug ist bei uns anscheinend um einiges kostenintensiver als bei euch. Wir zahlen praktisch als Grundpreis Brutto ~100 Euro pro kW des Abnahmeleistungspeaks im Abrechnungszeitraum und als Arbeitspreis Brutto ~151 Euro pro MWh abgenommener thermischer
Energie.
Z.b. bei einem fiktiv angenommenen Abnahmeleistungspeak von 9 kW sind das 900 Euro Grundpreis und bei angenommenen 18.000 kWh Wärmeenergieabnahme 2.718 Euro. So wären insgesamt rund 3.600 Euro für die fiktiv angenommenen Werte auf der
Rechnung stehend um den durchschnittlichen Jahresheizwärmeenergieeintragsbedarf für unser in 1999 freistehend gebautes Einfamilienhaus mit ~250 qm beheizter Fläche innerhalb der thermischen Gebäudehülle decken zu können. Die
Trinkwassererwärmung ist bei uns von Anfang an entkoppelt per direktelektrisch arbeitender Geräte realisiert.
In unserem Haus bastele ich schon seit Einzug am Heizungssystem herum und habe die Anlage dahingehend angepasst bekommen, dass sämtliche Heizkörper parallel zu FBH- und
Wandheizungskreisen mit identischer
Vorlauftemperatur gefahren werden können.
Per
Ultraschallwärmemengenzähler habe ich während der in Februar 2021 mehrere Tage andauernden Kältephase mit Stundenweise bis zu -20°C Außenlufttemperatur ermittelt, dass maximal ~8 kW
Heizleistungsbedarf gegeben ist um die thermische
Behaglichkeit im Haus auf von uns gewünschtem Niveau halten zu können. Währenddessen konnte ich zudem feststellen, dass dabei mit maximal +35,x°C Vorlauftemperatur gefahren werden brauchte. Die Rücklauftemperatur im Versorgernetz ist bei uns niemals höher als +35°C.
Per Ultraschallwärmemengenzähler habe ich im Hausheizkreis messen können, dass bis zu 30 Liter Heizwasserdurchsatzmenge pro Minute strömen können ohne Geräusche im Haus wahrzunehmen trotzdessen das
Wasser durch die hydraulisch in Reihe geschaltete FBH muss. Großer Vorteil ist sicherlich, dass bis zu den Etagenheizkreisverteilern üppige Steigleitungen mit DN25
Kupferrohr und Kapillarlötfittings verzogen worden sind.
Für dich mit Wärmepumpennachrüstambition könnten evtl. mit den auf folgend verlinkter Seite zu findenden Informationen ein geeigneter Ansatz erarbeitet werden.
👉
http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Vorschl%C3%A4ge_zu_Hydrauliken