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08.02.2026 12:14:51 |
Hallo zusammen,
ich bereite gerade zumindest in der Theorie die Arbeiten zum Rückbau des Gaskessels vor. Eine Teilaufgabe ist natürlich auch der Ausbau des Edelstahrohres für unseren NT Kessel aus dem Kamin. Ich war leider damals bei der Montage nicht dabei und mir stellt sich folgende Frage bevor ich blöd aus der Wäsche schaue:
Ich würde natürlich auf dem Dach das Ding nach oben rausziehen wollen, denn so muss es ja auch reingekommen sein. Aber was ich jetzt befürchte, die sind doch wahrscheinlich nur ineinandergesteckt und wenn ich jetzt oben ziehe dann kann das oberste Stück aus der Muffe des darunterliegenden Stückes rutsch und in Zweifel komm ich dann da nie wieder ran, oder sind die verschraubt?
Dann muss ich ja auch beim Ausbau das Rohr wenn ich es hochziehe irgendwie mit einem Gurt festzurren damit es nicht wieder nach unten saust..
Schon mal jemand gemacht?
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08.02.2026 12:33:22 |
Sicher das es von oben rein gekommen ist und nicht von unten?
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08.02.2026 12:55:00 |
Warum "ausziehen" ? was sollte damit erreicht werden ? Ob die Rohre nur gesteckt sind oder geschraubt kann man mittels Spiegel oder Kamera ersehen, wenn am Dachboden eine Putzöffnung besteht muß man diese eventuell freistemmen, es gibt aber auch Systeme wo man den Anschluss mittels eines "Bajonettverschlusses" aushängen kann (selten), meist ist diese Putzöffnung als T-Stück ausgeführt! Wenn sich das System ausziehen lässt, dann eventuell mit einem Seil und einem kurzen Haken unten dran einhängen und einige m hochziehen und mittels Latte und Gaffaklebeband fixieren und oben einge Rohrstücke abnehmen!
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08.02.2026 12:58:59 |
Zitat von Mark1234  Sicher das es von oben rein gekommen ist und nicht von unten? Ziemlich sicher, unten ist keine Öffnung die so groß ist das da hochgeschoben werden konnte, da war auch nix aufgestemmt oder so.
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08.02.2026 13:03:31 |
Entweder einen Kaminbauer fragen, oder Youtube guggen. Musst halt rückwärtslaufen lassen. https://www.youtube.com/watch?v=oBy7b2z-Nl8 Spass beiseite, da gibts bestimmt unterschiedliche Systeme, und wenn alle so Selbstzentrierspreizbleche haben wird das nur nach unten rausgehen. Ich habe beispielsweise einen Knickkamin, der wurde zum Einbau am Knick aufgestemmt. Quintessenz: Lass den Rohrzug drin. Verschließ ihn aber oben, damit keine Vögel oder Eichhörnchen drin verrecken.
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08.02.2026 13:03:44 |
Zitat von Loxodan  Dann muss ich ja auch beim Ausbau das Rohr wenn ich es hochziehe irgendwie mit einem Gurt festzurren damit es nicht wieder nach unten saust..
Schon mal jemand gemacht? Klar. Aber nicht heraus, sondern einen Kamin für eine Brennwertheizung so eingebracht. Man nimmt ein langes Seil mit einem Haken, lässt es neben oder durch das Rohr herunter, hängt den Haken unten in das untere Element ein, und zieht das Ganze nach oben, und nimmt oben die einzelnen Stücke nach und nach herunter. So macht man es, wenn man unten nicht alles kaputt hauen will.
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08.02.2026 13:12:16 |
Zitat von Hannes/esbg  Warum "ausziehen" ? was sollte damit erreicht werden ? Ob die Rohre nur gesteckt sind oder geschraubt kann man mittels Spiegel oder Kamera ersehen, wenn am Dachboden eine Putzöffnung besteht muß man diese eventuell freistemmen, es gibt aber auch Systeme wo man den Anschluss mittels[...] Naja was soll ich das Ding drinlassen, selbst wenn irgendjemand (ich sicher nicht) da wieder eine Gas oder Ölheizung einbauen wollte dann müsste da eh ein Brennwertabzug rein. In das vorhandene rein geht es nicht wegen Platz, das hatte ich vor Jahren mal recherchiert. Will dann ja auch langfristig den Kamin bis auf den Dachboden abtragen. Gute Idee, ich hatte mir gerade vor kurzem eine halbwegs gescheite Kanalkamera gekauft, die kann ich da mal runterfahren lassen und schauen ob ich was sehe. Ja auch gute Hinweis mit dem Haken von unten, oder ich bohre ein Loch und schraube eine Öse ein. Bleibt halt nur das Problem das ich es vom T Stück lösen muss denn das kann ich ja nicht hochziehen. Ja das mit den Spreizblechen ist halt auch blöd, die werden blockieren, aber im Zweifel mit Gewalt, ist am Ende ja egal. Danke schon mal für die Tips
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08.02.2026 15:17:34 |
Hallo solche Edelstahlelemnte wurden sind oft durch einen Konus ala MK-Konus (bei Bohrern) verbunden. D.h. dort wurde ein Rohrstück ins andere reigeklopft. Hatte den Vorteil, dass keine Dichtungen benötigt wurden. Wieder andere sind durch Spannbänder wie bei Weithalsfässern verbunden. Als Hauptproblem sehe ich die Abstandshalter mit denen das Rohr in der Kaminöffnung zentriert ist. Wenn deren Enden nicht "eingebogen" wurden können die sich gemein gegenspreizen, wenn man nach ober rausziehen will. Ansonsten unten beim Eintritt in den Kamin den Kamin aufklopfen.von obeen ein Seil runter, wenns geht zwischen Kamin und Rohr. Und nach oben raus ziehen. Sollten sich die Abstandshalter spreizen bleibt nur unten großes Loch und Stück für Stück unten raus. Nicht durch das Rohr sonst mußt Du das Rohr oben einzelln zerlegenund das Seil rauspuhlen. Normal sollte ein eingezogenes Edelstahlrohr einen Hersteller-Aufkleber mit Typ haben.Dann einfach mal auf den Internetseiten des HErstellers stöbern wie das System aufgebaut ist. Falls kein Typenschild vorhanden ist mal beim Kaminkehrer nachfragen. Der sollte das Rohr ja mal abgenommen haben und die Daten sollten im Kehrbuch stehen. ciao Peter
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08.02.2026 15:52:42 |
Zitat von Peter 888  Hallo
solche Edelstahlelemnte wurden sind oft durch einen Konus ala MK-Konus (bei Bohrern) verbunden. D.h. dort wurde ein Rohrstück ins andere reigeklopft. Hatte den Vorteil, dass keine Dichtungen benötigt wurden. Wieder andere sind durch Spannbänder wie bei Weithalsfässern[...] Danke ja habe ich rausgefunden, ist ein Rohr von Döring: https://doering-sued.de/ Gibt halt Bilder mit einer vielzahl von möglichen Abstandshaltern, einige würde gehen zum ziehen. Wie gesagt ich fahre dann mal mit der Kanalkamera ein, aber nicht bei dem Wetter :-)
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09.02.2026 09:04:56 |
Hallo dann sprechen wir vom gleichen. Döring liegt knapp vor meiner Haustüre und ich habe schon mehrere Kamine von denen verbaut bzw. deren Kaminrohre eingezogen. Und ich habe als Vergleich das Abgasrohr, dass mein Vater eingebaut hat, der hat die Abstandshalter vorgebogen so, dass sie schön reingleiten und die Enden Richtung Rohr gebogen, damit man das Roh wieder ziehen könnte. Aber Handwerker müssen alles schnell schnell machen die haben für sowas keine Zeit. ciao Peter
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09.02.2026 10:03:19 |
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09.02.2026 10:39:36 |
Zitat von Loxodan  Naja was soll ich das Ding drinlassen, selbst wenn irgendjemand (ich sicher nicht) da wieder eine Gas oder Ölheizung einbauen wollte dann müsste da eh ein Brennwertabzug rein. Zitat von muscheid  Selbst bei einem kleinen Edelstahlrohr kann man üblicherweise ein 60er Abgasrohr für Brennwert einziehen. Warum Öl- oder Gasheizung? Man kann ja auch über einen Kaminofen nachdenken. Selbst wenn die Hütte irgenwann verkauft werden sollte: "vorbereitet für Kaminofen...."
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09.02.2026 10:49:01 |
Oder man nutzt den ehemaligen Kamin als Installationsschacht, für PV Kabel oder die KM Leitung der Klimaanlage.
Wir haben auch mit Seil und Haken gezogen und die Abstandshalter mit Gewalt (war aber „nur“ ein LAS mit Kunststoffhaltern). Hab in einem Video mal gesehen, dass einer einen hydraulischen Wagenheber auf die Kaminkrone bugsiert hatte, mit Hilfsgerüst. Da war jeder Widerstand dann zwecklos.
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09.02.2026 11:15:07 |
Zitat von Rainer4x4  Zitat von Loxodan  [...] Zitat von muscheid  [...] Warum Öl- oder Gasheizung? Man kann ja auch über einen Kaminofen nachdenken. Selbst wenn die Hütte irgenwann verkauft werden sollte: "vorbereitet für Kaminofen...." Nee das ist ausgeschlossen, der Kamin geht an einer Stelle von oben nach unten durchs Haus wo definitiv kein Kaminofen jemals auch nur in der Nähe stehen würde.
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09.02.2026 11:16:09 |
Zitat von joe115  Oder man nutzt den ehemaligen Kamin als Installationsschacht, für PV Kabel oder die KM Leitung der Klimaanlage.
Wir haben auch mit Seil und Haken gezogen und die Abstandshalter mit Gewalt (war aber „nur“ ein LAS mit Kunststoffhaltern). Hab in einem Video mal gesehen, dass einer einen[...] Mache ich heute schon mit den 2 Frischluftzügen welche der gemauerte Kamin neben dem Hauptzug hat, geniales Wurmloch um vom Keller nach oben und umgekehrt zu kommen.
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09.02.2026 11:17:47 |
Reinbekommen ja, aber ich meine mich zu erinnern das meine Recherchen damals auch mit dem Schorni ergeben hatte, das die nötigen Mindestabstände zum Aussenrohr bei dem 155er Rohr nicht eingehalten werden können.
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09.02.2026 14:03:25 |
Das ist Blödsinn. 60 er geht auf jeden Fall. Das hab ich schon durch 120 Edelstahl gezogen.
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09.02.2026 16:08:02 |
Zitat von muscheid  Das ist Blödsinn. 60 er geht auf jeden Fall. Das hab ich schon durch 120 Edelstahl gezogen. Naja muss ich nochmal recherchieren, ist ein paar Jahre her als ich noch mit einer Brennwert Hybrid Alternative überlegt hatte.
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09.02.2026 16:50:53 |
Viele Wege führen nach Rom. Eine mögliche Alternative - wie habe ich das gemacht: Kurz nachdem ich die Gastherme außer Betrieb genommen hatte - 10 Minuten Arbeit (die meiste Arbeit ist aufs Dach zu kommen und wieder runter ;-) provisorisch den Schornsteinauslaß oben verschlossen 1. einen Lappen reingestopft 2. oben 5 Zentimeter Zement drauf -> relativ witterungsfest verschlossen gegen eindringendes Wasser und damit keine Wärme rausgeht. - dann als Zeit und Lust war und gutes passendes Wetter (bei mir zwei Jahre später) den Schornstein abgebrochen auf dem Dach und im Dachspitz bis auf die erste Geschoßdecke. Danach das Dach neu mit Ziegeln verschlossen und isoliert. Über das Dach geht jetzt deutlich weniger Energie verloren als vorher mit dem Schornstein und ich habe mehr Platz für eine PV Erweiterung ohne Schattenwurf durch den Kamin. Das Edelstahlrohr habe ich beim Abbrechen erstmal stehen lassen. Erstmal die Ziegeln und den Beton drumherum weggebrochen. Dazu hatte ich eine Holzschalung um den Kamin rumgebaut damit nicht die ganzen Beton und Steinbrösel sonstwohin runterfallen während ich den Inhalt mit dem Bohrhammer zerlegt habe. Das Edelstahlrohr stand dann am Ende frei da und habe ich abgeflext - das war der einfachste Teil. Die ganze Aktion insgesamt hat bei mir glaube ich so einen halben Tag gedauert zusammen inklusive Neueindeckung. Viel Erfolg
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09.02.2026 17:08:46 |
Zitat von HenningReich  Viele Wege führen nach Rom. Eine mögliche Alternative - wie habe ich das gemacht: Kurz nachdem ich die Gastherme außer Betrieb genommen hatte - 10 Minuten Arbeit (die meiste Arbeit ist aufs Dach zu kommen und wieder runter ;-) provisorisch den Schornsteinauslaß oben verschlossen[...] Jupp so sieht das bei mir langfristig auch aus, abtragen bis auf die Betonplatte im Dachboden. Dann kann die BWWP im Heizungskeller schön über die Züge Ihre Frischluft voll aus dem Dachboden saugen. Nee bin jetzt auch eher soweit ich ziehe wenn es geht das letzte Stück raus, dann müsste ich die offene Stelle wenn das 1m Segmente sind auch genau im Dachboden haben und dann kann ich erstmal wie du das Dach zumachen. Ich habe auch mit den 2 Frischluftzügen eigentlich genug Platz um mehr Kabel von unten nach oben und andersrum zu ziehen als ich mir heute vorstellen kann. Aber gut Prio 1 ist ertmal der schwere Kessel und alte Wasserspeicher raus, dann schauen wir weiter. Mit der Kamera fahre ich aber trotzdem mal ein .
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09.02.2026 17:39:15 |
Die üblichen Brennwertabgassysteme (für EFH bzw bis 30 kW) sind z.B. 80/120 da geht jederzeit ein 80-er Kunststoffrohr durch, bei einem Edelstahlrohr von 155 wie geschrieben bleibt da genügend Spielraum um einem Brennwerter genug Luft zum Atmen zur Verfügung zu stellen! Strellt sich natürlich auch die Frage ob irgendwann jemals wieder ein solches Gerät kommen wird, denn Gas und Öl sind ja bekanntermaßen "Pfui"! Wenn durch den Rauchzug die warme Luft aus dem Dachbodenraum für eine BWWP genutzt werden soll, dann braucht man nur die Reinigungsöffnung im Dachbodenraum öffnen und das Rauchrohr oben am Kaminkopf verschließen. Der Luftwiderstand durch das 155-er Rohr ist sicherlich geringer als durch das Schamotterohr (oder gar den Ziegelgemauerten Kaminzug) Noch ein kleiner Tip für den Herrn Ingenieur, wenn Du aufm Dachboden einen simplen alten Raumthermostat montierst welcher auf 25°C eingestellt ist und der die BWWP erst ab dieser Temperatur freigibt ersparst Du mindestens 40% an elektrischer Energie für die Boilerladung! Denn sobald die Sonne am Morgen aufs Dach scheint hat es in relativ kurzer Zeit diese Temperatur (ausgenommen das Dach ist mit Vollschalung und eventuell Isoliert)!
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09.02.2026 17:52:31 |
Zitat von joe115  Oder man nutzt den ehemaligen Kamin als Installationsschacht, für PV Kabel oder die KM Leitung der Klimaanlage. [...] Ich würde den auch drin lassen. Weniger Sauerei als Ausbau. Reinigen lassen und als installationsschacht nutzen oder einfach ignorieren.
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09.02.2026 17:55:35 |
Zitat von Hannes/esbg  Die üblichen Brennwertabgassysteme (für EFH bzw bis 30 kW) sind z.B. 80/120 da geht jederzeit ein 80-er Kunststoffrohr durch, bei einem Edelstahlrohr von 155 wie geschrieben bleibt da genügend Spielraum um einem Brennwerter genug Luft zum Atmen zur Verfügung zu stellen! Strellt sich[...] Nee Reinigungsöffnungen hat es nicht im Dachboden. Habe aber die Zuluftkanäle (2 Stück) seitlich schon geöffnet unter dem Dach. Sicher noch nicht optimal aber wenn ich dann durch alle Öffnungen saugen kann dann sollte da genug Querschnitt sein das Strömungsverluste vermutlich vernachlässigbar sind. Stand heute läuft das Ding sowieso zeitgesteuert ab ca. 12 Uhr weil mein Balkonkraftwerk dann voll in der Sonne steht, zumindest im Sommer sind da spätestens auch 25 Grad da oben in der Sauna. Wenn dann irgendwann mal eine PV drauf ist, will ich auch einige Ziegel unter den PV Modulen teilöffnen um die Luft hinter den Modulen wegzusaugen :-)
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