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09.02.2026 20:43:32 |
Hallo, wir haben eine DHH, Altbau 1940 + Anbau 1992, alles HK, bis auf einen in der kleinen Gästetoilette nun alle Typ 33, da wo nötig mit Lüftern. Gasbrauch der Junkerstherme aus 2005 (kein Brennwert) mit Warmwasserspeicher aus 1993 16-20 t kWh inkl. WW. PLZ 40489, NAT -8,4°C. Im Juni kommt die WP, eine Bosch, weil der Betrieb unserer Wahl schon viele davon eingebaut hat und kompetent wirkt, nur diese hat/empfiehlt und die anderen Betriebe (Vaillant und Bosch) 5-8 k€ mehr haben wollten. Heizlastabschätzung mit Vorlauf bei NAT =45°C ergab 10,1 kW. Mit WMZ - bei nach unseren Verhältnissen opulentem Heizen - kommen wir auf 8,2 kW: Anbei die Leistungsdiagramme für die Bosch 7 kW und 10 kW (die WMZ Messung ist grün reingemalt): Wenn wir noch etwas DIY dämmen (Anbau zur Garage, bringt vielleicht 0,3 kW) könnte mit etwas Optimismus und häufiger mal Kamin die 7er ausreichen. In Anbetracht der "Abtaufalle" und der eher feuchten Luft nahe dem Rhein hätte die 10er aber deutlich mehr Reserven um 0°C herum. Recht weit runter modulieren kann sie ja auch. Was denkt Ihr? Vielen Dank für Euren input vorab.
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09.02.2026 20:57:00 |
Bedenke, dass die 7 kW Variante bei -10 °C nur knapp 6 kW Heizleistung hat. Weiterhin wird die Maximalleistung eher nach Enteisungsvorgängen abgerufen. Da kommt man bei zu knapper Auslegung deutlich vor dem Bivalenzpunkt ans Limit. An deiner Stelle würde ich zur 10 kW greifen. Da hast du noch genug Reserve. Die 7 kW würde definitiv zu klein sein.
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09.02.2026 20:57:02 |
Eine gute Faustregel, die ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, besagt, bei AT = 0 °C eine Leistungsreserve von mindestens 30%, besser 40 % für das Abtauen vorzusehen. Sehe ich das richtig, dass der Bivalenzpunkt bei der 7 kW-Variante bei 0 °C liegt und die so wichtige Abtaureserve damit Null wäre? Wenn dem so ist, sollte die Entscheidung klar sein.
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09.02.2026 21:02:08 |
Mit unserer gemessenen Heizlast hätte die 7er den Bivalenzpunkt bei -3,5°C (grüne Linie).
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09.02.2026 21:12:45 |
Damit läge die Abtaureserve bei gut 20% .Das wäre mir deutlich zu knapp.
Mein dringender Rat: Finger weg von der 7 kW. Damit wirst du bei 0 °C und 98% LF keinen Spaß haben!
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09.02.2026 21:20:05 |
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist WW in der Messung mit enthalten. Eine WP braucht deutlich länger um WW zu bereiten als ein Gaskessel. Je nach WW Bedarf fehlen dann 1-2h am Tag zum Heizen, was in der übrigen Zeit kompensiert werden muss. Dann noch die Abtaureserve. Damit rutscht der Bivalenzpunkt eher noch etwas nach oben. Auch mit Kamin wäre mir das zu knapp.
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09.02.2026 22:35:02 |
Alles klar, es wird die 10er.
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10.02.2026 08:34:41 |
Die gute Bosch mit integriertem Pendelpuffer? :-) Die würde ich mir selber NIEMALS einbauen. Denn der lässt sich mechanisch schlecht ausbinden, man mus dann halt im Innengerät umverrohren, das ist ein elendes Gefummel! Falls es wirklich eine 10 KW WP werden soll, passt die denn überhaupt auf die Haus-Hydraulik? (Hydraulikmatrix erstellt?) Nennmassenstrom der zukünftigen WP bei regelrechtem hydraul./thermischen Abgleich erfüllt? Sonst wird das "unerfreulich". Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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10.02.2026 08:58:26 |
Ein Umbau der HT-Hz auf ein NT-System sollte sehr genau geplant werden, dabei sind Mehrausgaben oftmals sehr schnell wieder eingespielt, als nur nach dem Preis zu schauen und dann drauf zu zahlen. Uns wurde auch ein WP-System mit sehr ungünstiger Hydraulik angedreht und es hat einige Mühe gekosten das System effizient umzurüsten. Unsere WP schiebt ihre Energie jetzt direkt und ohne Puffer in die HK und das deutlich effizienter als vorab. Die WP ist etwas zu groß, was sich aber positiv auf die Abtauvorgänge auswirkt. Ein komplettes Vereisen, wie hier im Forum manchmal berichtet kommt so eher nicht vor.
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10.02.2026 09:31:38 |
Zitat von Frank_Pantry  Die gute Bosch mit integriertem Pendelpuffer? :-)
Die würde ich mir selber NIEMALS einbauen. Denn der lässt sich mechanisch schlecht ausbinden, man mus dann halt im Innengerät umverrohren, das ist ein elendes Gefummel!
Falls es wirklich eine 10 KW WP werden soll, passt[...] Die Buderus/Bosch gibt es auch ohne integrierten Puffer. Ob das bei einer Regelung mit variablen Volumenstrom aber sinnvoll ist, wird hier im Forum ja genug in anderen Themen diskutiert. Die 10 kW Variante hat eine Nennvolumenstrom von 1060 l/h und bei Abtauung 900 l/h. Das muss die Haus-Hydraulik erst mal hergeben, sonst geht es ja nicht ohne Puffer.
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