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Datenschutzhinweise

Entscheidung Sole-/Wasser-/Luft-WP für Altbau
Verfasser:
Ivoch
Zeit: 11.02.2026 04:25:38
0
3932335
Hallo, wir überlegen uns gerade von der aktuellen Ölbrennwertheizung auf eine Wärmepumpe umzusteigen und ich brauche Hilfe bei der Entscheidung über die Art der WP. Hier sind die Daten, die ich habe (wir wohnen erst seit ca. 3,5 Jahren hier, der Vorbesitzer ist verstorben):

- Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, BJ 1981
- 220m² Gesamtwohnfläche, offene Bauweise
- Aus der Baubeschreibung: "Maßnahmen, die dem Wärme-, Schall- und Erschütterungsschutz dienen: WÄRMESCHUTZ ENTSPR. DIN4108 + ERG. BEST. U. WÄRMESCHUTZVERORDNUNG..."
- Mauerwerk geschätzt 28cm oder 30cm Hochlochziegeln mit 3cm Styropordämmung von außen. Dachgeschoss ausgebaut und gedämmt (nach damaligem Standart).
- Energetische Sanierung wurde nicht durchgeführt und ist nicht geplant, bis auf ein paar Kleinigkeiten (einige der Fenster, Zugluft reduzieren, fehlende Dämmung an recht wenigen Stellen anbringen).
- Fußbodenheizung im gesamten Haus
- Ölbrennwertheizung von 2013, Viessmann Vitoladens 300C, 15/22kW
- 8kW Kaminofen im EG (Wohnbereich ist aber im 1.OG)
- Heizöllieferungen: Erste Lieferung am 06.10.2022, vorletzte Lieferung am 28.11.2024, Gesamtmenge bis hierhin 9100 Liter. Letzte Lieferung am 22.09.2025 => ziemlich genau 9100 Liter für 3 Jahre/Heizperioden => ca. 3000 Liter pro Jahr Ölverbrauch
- Holzverbrauch für die 3 Jahre geschätzt 8 Ster.
- Geschätzte Heizlast knapp 15kW, NAT -13
- 6 kWp PV von 2015 ist vorhanden, nutzt den Platz aber nicht effizient aus und wird in den nächsten Jahren ersetzt. Mindestens 10 kWp sind möglich, vielleicht auch bis zu 13-14.


Nun zu den Möglichkeiten eine Wärmepumpe zu installieren:
- Erdsonden sind hier wohl bis 50m erlaubt, benötigte Gesamtlänge der Sonden ca. 250m
- Grundwasser nach Einzelfallprüfung möglich
- RGK vermutlich nicht möglich - großes Grundstück, aber sehr gewachsen, besonders an den Grundstücksgrenzen
- Luft ist problemlos möglich
- Förderung in unserem Fall bis zu 55% möglich, dank der Einliegerwohnung bis zu einer Grenze von ca. 40.000 (?).

Ich würde am liebsten auf Erdsonden setzen - ich verspreche mir weniger Wartung, höhere Lebensdauer der WP, höhere Effizienz, keine störende Außeneinheit wie bei Luft (optisch und geräuschtechnisch). Gerade der letzte Punkt ist mir allein ein paar Tausend Euro wert.

Die Kosten:
- 250m Sonden würden wohl ca. 35.000 kosten (geschätzt durch 2 Bohrunternehmer)
- Grundwasserbohrungen ca. 17.000 (ich möchte aber einen Brunnen für die Gartenbewässerung => Kostensynergien?)
- Die Wärmepumpen selber dürften mehr oder weniger gleich viel kosten, oder? Ich würde sie auch selber einbauen mithilfe von Anbietern wie 1klima o.ä., um auch die Förderung mitnehmen zu können.

Nach https://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/ gehe ich von einer JAZ von ca. 4 bei Luft, 4.8 bei Erdsonden und 4 bei Grundwasser (wegen der Pumpe? Ich dachte GWWP sind effizienter?). Bei 24ct/kWh macht das eine Ersparnis von ca. 300 Euro pro Jahr mit Erdsonden, ohne Berücksichtigung der eigenen PV.

Erdwärme lohnt sich also wohl nicht bzw. erst in 50-60 Jahren? Hier wird aber die längere Lebensdauer der WP nicht berücksichtigt (wie viel macht was wirklich aus?) - nach 15-25 Jahren wird es eventuell keine Förderung mehr geben und ob ich in 15 Jahren oder erst in 20 oder 25 Jahren 10.000+ für eine neue WP ausgeben muss macht auch einen Unterschied. Und auch bei einer Sondenbohrung könnte ich mir eventuell gleich einen Brunnen bohren lassen und dabei vielleicht 1-2k sparen.

Ich habe mir aber noch etwas überlegt. Kann ich die Heizlast für die Berechnungen nicht einfach reduzieren, also Sonden und WP deutlich unterdimensionieren? Wenn ich anstatt 15kW nur noch 9 oder 10 annehme, dann bräuchte ich nur noch etwas über 150m Sonden, also nur noch 3 anstatt 5 Bohrungen. Das dürfte für 90-95% der Zeit auch ausreichen und für den Rest haben wir ja noch den Kaminofen. So würde auch die WP selbst in der Übergangszeit weniger takten. Die Kosten würden von 35.000 auf etwas über 25.000 fallen. Und wie oben geschrieben werden einige energetische Kleinigkeiten gemacht, wodurch vielleicht auch 1-2kW von der tatsächlichen Heizlast wegfallen würden.

Was sagen die erfahrenen Forumsmitglieder zu dem ganzen? Gehe ich mit meinen vielen Annahmen zumindest in die richtige Richtung oder liege ich komplett falsch? Habt ihr irgendwelche Ideen oder Ratschläge?

Verfasser:
godek
Zeit: 11.02.2026 05:02:12
0
3932338
Sie Wärmepumpe muss das Haus ohne den Kamin warm bekommen. Alles andere ist Murks.

Verfasser:
Fertig
Zeit: 11.02.2026 07:58:42
0
3932355
Bei dir macht halt der sehr hohe Energiebedarf eine Rentabalitätsrechnung schnell kaputt.

Sind denn in naher Zukunft Sanierungsmaßnahmen geplant?
Früher oder später wirst du eh sanieren müssen, weil du sonst sehr viel Geld in Energie stecken müsstest.

Wie groß ist das Grundstück und hast du irgendwo 100m² Fläche, die du bei Bedarf umbuddeln lassen könntest? Dann würde sich ein Tiefenkollektor eignen, da platzsparend.
Wichtig ist: oberhalb und in direkter Nähe (mind. 2m Abstand davon) sollte nichts Gebautes stehen. Auch darf die Fläche künftig nicht überbaut werden.
Ich schätze, dass du bei einem Tiefenkollektor dieser Größe (16-20kW) irgendwo bei 16-20k€ wärest. Dann hättest du eine effizientere Heizung als Luftwärme + weitere Vorteile wie passives Kühlen.

Ansonsten, wenn baggern gar nicht geht, würde ich wohl auf die LWWP gehen.
Aber hier unbedingt aufpassen, dass diese richtig ausgelegt wird. Bei LWWP kann man viel falsch machen und dann bist du nicht froh darüber, eine gekauft zu haben und trauerst dem Ölbrenner nach.
Hier unbedingt von dem Forum (Schwarmintelligenz) beraten lassen.

Aber auch mit LWWP wirst du wahrscheinlich irgendwo 40-50k€ landen, schätze ich. Für das gleiche Geld gibt es fast schon Erdwärme.

Grüße

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 11.02.2026 08:20:54
1
3932362
Jeder Bohrmeter kostet Geld.
Mit diesem WIssen, sollte man zuerst die genaue Heizlast die wirklich benötigt wird ermitteln.
Das kann man eigentlich nur mit einem Wärmemengenzähler. Könnte man jetzt noch nachrüsten lassen und dann bei kältester AT notieren.
Zugleich zeigt sich damit: max. notwendige Vorlauftemperatur, max. Durchfluss könnte testweise ermittelt werden.

Mit den Infos ergibt sich Potential für den späteren Verbrauch, da als Ergebnis rauskommen könnte:
- zu hohe Vorlauftemperatur -> Senkung der VL sinnvoll
- zu wenig Durchfluss -> höherer Durchfluss notwendig
Bedeutet dann z.B. Tausch der Heizkörper gegen größere Typ 33 HK.

mir persönlich kommen die 3000liter Öl zu hoch vor.
Wenn man rein auf der Basis eine WP QUelle erschließt, ist das am Ende unnötig in Bohrmeter investiert.
Beispiel
3.000l entsprechen im Idealfall 30.000kWh Wärme.
Wenn durch die Heizung aber 15% Abgasverluste entstehen, benötigt das Haus "eigentlich" nur: 25.500kWh Wärme.
Wenn zudem suboptimale Einstellungen für häufiges Warmwasser machen sorgen, und der Durchfluss starkt begrenzt wurde, was die Heizung durch hohe Vorlauftemperatur ausgleicht.... dann sind da nochmals einige Prozent verschwendet.

Allein die 25.500kWh statt 30.000kWh bedeuten ne kleiner WP, ne kleinere Erdwärmequelle.

Je nach tatsächlicher Heizlast könnte ein Ringgrabenkollektor dann auf einmal doch möglich sein. Dieser ist preislich in aller Regel fast immer günstiger als eine Bohrung.

Von Grundwasser WP Lösungen ist man abgekommen.
Einerseits ist erstmal die Beschaffenheit des Wassers zu analysieren. Oft wird dann ein haltbarer spezieller Wärmetauscher benötigt, der kein Problem mit dem Wasser selbst hat. Das ist dann aber zugleich Effizienzmindernd.
Je nach verwendeter Pumpe benötigt diese auch einiges an Strom. (Es gibt hier zwar auch gute effiziente Lösungen - aber die HB verkaufen da meist Standard X).
Die HB die sich wirklich mit Grundwasser WP auskennen, sind vermutlich sehr sehr selten. Ich würde das für eine WP verwerfern.

Mein Empfehlung.
Im Idealfall hast du einen präferierten Heizungsbauer der die Lösung später umsetzen soll.
Ihn bittest du zeitnah einen Wärmemengenzähler nachzurüsten.
Du ermittelst damit dann Vorlauf/Rücklauf bei eisigen Temperaturen. Den Durchfluss kannst du testen, was deine HK hergeben. Und die Heizleistung die tatsächlich abgerufen wird, wenn es deine NAT erreicht hat.

Ich gehe stark davon aus, dass hier aus 15kW Heizlast, schnell nur noch 8-10kW werden. Damit wird die Erdwärmequelle eben schnell 30% kleiner = günstiger.

Was Erdwärmebohrung + Wärmepumpe aus einer Hand angeht, könnte Weishaupt für dich eine Lösung sein. Da kommt alles aus einer Hand. Hängt aber von deinem Heizungsbauer ab, was dieser bevorzugt.

Verfasser:
WarmerAlex
Zeit: 11.02.2026 08:31:51
0
3932368
Wenn ich eine Verhältnisgleichung aufstelle zu unserem Haus vor der Sanierung und unseren qm beheizter Fläche, ist dein Verbrauch tatsächlich noch etwas höher. Wir haben 2000l Öl für 160qm benötigt. Jetzt ist Dämmung dran und ich nutze eine 10kw Wärmepumpe, die von der Leistung perfekt passt. Ohne Dämmung (kam erst im November) hätten wir den kalten Januar definitiv nicht geschafft. Bzw nur mit Heizstab. Also die Rechnung dass du mit 10kw hin kommst wird definitiv nicht aufgehen. Es sei denn du wohnst in Freiburg.

Frage. Sind die Wände wirklich so dünn? Und nur 3cm gedämmt? Das wäre weniger als bei unserem alten DDR Haus. Da allerdings ohne Dämmung.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 11.02.2026 08:47:25
1
3932375
Zitat von Ivoch Beitrag anzeigen
[...] Was sagen die erfahrenen Forumsmitglieder zu dem ganzen? Gehe ich mit meinen vielen Annahmen zumindest in die richtige Richtung oder liege ich komplett falsch? Habt ihr irgendwelche Ideen oder Ratschläge?


Die Ölheizung ist noch vergleichsweise jung. Dass sie bereits defektanfällig sei, lese ich nicht heraus. Virulent ist die Sache demzufolge noch nicht.

Die Vorteile von Erdwärme sehe ich ebenfalls, ich habe einige Anlagen mit Tiefenbohrungen in Betrieb, ist technisch die bessere und schmerzfreiere Lösung.

Dämmen ist besser als heizen. Wäre eine Dämmung des Daches auf aktuellen Standard nicht möglich? Dort ist das Geld besser investiert und wird mW. auch gefördert. In den letzten 40 Jahren hat sich viel getan. Dazu die geplanten Fenster ersetzen und dann einen Winter durchheizen und mit einem Wärmemengenzähler/Ölzähler den effektiven Verbrauch an den kältesten Tagen ermitteln.

Wenn du dann bei 10 kW Heizlast angekommen bist, brauchst du weniger Bohrmeter und eine günstigere Maschine. Zu klein auslegen und den Kaminofen einrechnen würde ich nur übergangsmässig, z. B. wenn jetzt die Heizung erneuert werden soll, und sobald sich das Budget erholt hat, gedämmt werden soll.

Aktuelle Forenbeiträge
Madman83 schrieb: Hallo zusammen, ich beschäftige mich aktuell mit der Beschaffung...
WestWoods schrieb: Wie in einem anderen Thread beschrieben (https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/2909Erfahrungsbericht-Stiebel-Eltron-WPL-A-07-2-Plus-HK-230-in-DI)...
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