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11.02.2026 10:05:25 |
Hallo Zusammen, die Fragestellung ist vllt etwas exotisch aber: Im Dachgeschoss haben wir eine Deckenheizung mit folgendem Aufbau: Aufsparrendämmung 160mm mit UWert 0,14 Sparren (derzeit noch Hohlraum) OSB Platten Deckenheizung Trockenbauplatten (Erfolgt noch) Nun habe ich noch WDVS (Wolle und Styrodur) übrig von der Sanierung des Hauses. Spricht auch eurer Sicht etwas dagegen, diese lose in den Hohlraum zwischen den Sparren passgenau noch reinzuwerfen? Die WDVS müsste ansonsten entsorgt werden. Ich erhoffe mir damit noch eine weitere - auch wenn kleine - Verbesserung der Dämmwerte und dass die Deckenheizung ihre Energie noch mehr Richtung Innenfläche strahlt. Oder könnte man da Probleme mit Schimmel/Feuchtigkeit irgendwie bekommen? Siehe auch Bilder dazu. Danke vorab :) |
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11.02.2026 20:44:46 |
lose reingeschmissenes Material bringt nicht wirklich was für die Dämmung Deine Aufdachdämmung sind sicher auch geschäumte Platten, oder? Dann würde ich an deiner Stelle über Holzfaser zwischen den Sparren nachdenken, weil es 1. was für den Schallschutz bringt und 2. das Mehr an Masse dir im Sommer hilft, die Wärme länger draußen zu halten. Sch*** auf die Entsorgungskosten von den Resten. Lass das aber mal bzgl. Kondensation von jemanden gegenchecken, weil dein Dach nach außen ziemlich DIcht sein dürfte. Nicht, dass du dir ein Feuchtigkeitsproblem reinholst.
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13.02.2026 23:33:51 |
Zitat von Att85  [Bild] ...Nun habe ich noch WDVS (Wolle und Styrodur) übrig von der Sanierung des Hauses....[...]
Wegen der Deckenheizung würde ich die Zwischensparrendämmung auf jeden Fall einbauen. Steinwolle bietet eine ganz gute Schall- und Wärmedämmung. Wenn die Sparren bei 16 cm liegen, dann schaffst Du an der Stelle fast Passivhaus Niveau. Die dünnste Isolierung ist bei uns 30 cm.
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14.02.2026 07:37:19 |
Nach deinen Angaben gehe ich von PUR, alukaschiert aus. Das bedeutet, dass du dort eine Dampfsperre hast. Solche Aufbauten sind immer kritisch zu sehen, was die raumseitige Ergänzung der Dämmung angeht. Ich würde KEINE OSB-Platten verbauen. Wenn du weiter dämmen möchtest, würde ich eine Dämmung wie Zellulose oder Holzfaser nutzen. Diese leiten ggfs. Feuchte kapillar, so dass sie besser trocknen kann und diese Stoffe eignen sich gut für den Hitzeschutz. Steinwolle wäre nur meine zweite Wahl. Raumseitig würde ich eine feuchtevariable DB einsetzen.
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20.02.2026 20:01:19 |
Danke für eure Rückmeldung. Ja ich bin jetzt lieber von der Idee abgerückt dass ich da noch zusätzlich Dämme aufgrund des Risikos einer Taupunktverschiebung. Nicht dass sich da am Ende vor der Dampfbremse noch Feuchtigkeit ansammelt.. Und ja genau, es ist die PUR Alu kaschiert, wie hast du denn das herausgefunden??
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21.02.2026 07:21:50 |
"Aufsparrendämmung 160mm mit UWert 0,14"
Das deutet darauf hin. Dazu kommt, dass PUR dort häufig eingesetzt wird.
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21.02.2026 16:59:54 |
Moin, deine Ideen kannst du hier mal konkreter durchsimulieren: ubakus.de Deine PIR-Aufdachdämmung macht dir im Sommer keinen guten Hitzeschutz und das wird auch hierzulande immer mehr Thema. Von daher kann die Zusatzdämmung durchaus Sinn machen. Ich verstehe nicht was mein Vorschreiber gegen OSB hat: Ziemlich dampfdicht, einfach zu verarbeiten und hervorragende Installationsunterlage. Was von den diversen Membranen nach 40 jahren noch übrig ist wissen wir nicht - die gibts noch nicht so lange. Stöße/Ränder sollten natürlich dampfdicht abgeklebt werden. Nachteil: OSB stinkt auch noch ein Jahr später bei unzureichender Lüftung. Wer da empfindlich ist, greift lieber zu ESBplus (was aber wiederum diffusionsoffener ist). Da dein Dach aussen komplett dicht ist, musst du es von innen "noch dichter" machen, also sehr akkurat an allen Ecken,Ritzen und Kanten sowie Durchführungen arbeiten, weil eingedrungene Feuchte sonst dort verbleibt, da sie nicht nach oben entweichen kann. Wenn alles schon fertig ist wie beschrieben, macht lediglich eine Einblasdämmung mit Cellulose/ Holzfaser Sinn: Das bringt mehr Masse also Hitzeschutz und Schallschutz. Die Heizkostenersparnis dürfte sich in Grenzen halten, der Wohnkomfort sich allerdings deutlich verbessern. Die Reste würde ich über Kleinanzeigen verschenken - Styro und Miwo bringen für den Hitzeschutz wenig bis garnix. Gutes Gelingen, hasilein
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21.02.2026 22:25:59 |
Zitat von hasilein  Da dein Dach aussen komplett dicht ist, musst du es von innen "noch dichter" machen, also sehr akkurat an allen Ecken,Ritzen und Kanten sowie Durchführungen arbeiten, weil eingedrungene Feuchte sonst dort verbleibt, da sie nicht nach oben entweichen kann.[...] Genau damit habe ich mein Problem. OSB ist nicht im Ansatz so dicht wie die Aufdachdämmung. Und das Risiko, dass die innere Ebene nicht korrekt ausgeführt wird ist eben gegeben. Das wird vermutlich zu keiner Katastrophe führen, aber dennoch würde ich doch eher auf eine Rückdiffusion nach innen setzen und ohne OSB arbeiten.
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25.02.2026 20:40:36 |
Zitat von hasilein  Ich verstehe nicht was mein Vorschreiber gegen OSB hat: Ziemlich dampfdicht,
Genau das "ziemlich dampfdicht" ist das Problem. Die Aufdachdämmung ist dicht. Normalerweise sollte ein Wandaufbau so sein, dass er innen relativ dicht ist (da passt OSB) und nach außen hin diffusionsoffen ist. Dann bremst du den Dampf von innen und was durchgeht, kann nach außen abtrocknen. Das geht bei dieser Aufdachdämmung aber nicht. Wenn keine Dämmung zwischen den Sparren ist, sehe ich mit OSB kein Problem, weil dahinter Luft zirkulieren kann und es abtrocknen kann. Hinzukommt, dass nach ein oaar Tagen Sonne der "Backofen im Dach" an ist.. Wenn du aber Dämmmaterial reinpackst, zirkuliert keine Luft mehr, Feuchtigkeit kann von innen rein und sich dort sammeln. Je nach Dämmaterial saugt sich das auch schön voll wie ein Schwamm. Das heftige Aufheizen im Sommer willst du auch verhindern. Also Super-GAU. Entweder du kriegst es von innen absolut dicht (da hätte ich kein Vertrauen) oder du bekommst es so hin, dass die Feuchtigkeit wieder nach innen raus kann. Bei dem Thema unbedingt jemanden Fragen, der sich damit wirklich auskennt, was funktioniert.
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