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Datenschutzhinweise

Ringgrabenkollektor überlastet - was tun?
Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 16.02.2026 09:26:13
1
3934044
Wenn ich das richtig verstehe:

Die Leistung der Quelle ist bei akzeptablen Soletemperaturen zu gering.
Einer der Gründe könnte sein, dass die Quellenrohre nicht tief genug liegen.
Ein anderer, dass sie in Sand liegen. Der aber - wegen der stauenden Schicht darunter - wohl ziemlich nass sein wird.

Zunächst müsste man mal genauer Daten erfassen und analysieren.

Als erstes mal einen Takt beobachten und im Abstand von 2 Minuten (oder so) Soleein- und -ausgangstemperatur, Heizkreisvor- und .rücklauftemperatur und Kompressorfrequenz und Volumenstrom (von Heizkreispumpe und/oder Solepumpe) notieren.
Falls die Buderus da keine Daten ausspuckt, die man grafisch darstellen könnte.

--> Dabei muss der Heizstab abgeschaltet sein!

---

Ein Hybridsystem (mit anderen Quellen oder Heizgeräten) würde ich nur dann in Erwägung ziehen, wenn sich der Kollektor nicht mit einem zusätzlichen Solerohr erweitern lässt.
Da gäbe es mehrere Möglichkeiten, z.B. die von crink genannte.

---> Wäre dafür Platz vorhanden?

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 16.02.2026 10:47:22
4
3934080
Wir müssten auch mal Infos haben, wie die Rohre genau liegen.

Also 3 Gräben mit je 300m 40er SDR11 slinky auf 1m Tiefe im Sand, richtig?

- Wie sind die Längen und Breiten der einzelnen Gräben?
- Wie ist der Abstand der Gräben voneinander? Eine Skizze wäre hilfreich.
- Hast Du Fotos von der Verlegung der Rohre?
- Was ist das für ein Sand? Kannst Du die ungefähre Korngrößenverteilung beurteilen?

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 16.02.2026 15:31:39
0
3934211
Hallo

wieder vielen Dank für die vielen Anregungen und Fragen..


ich habe mal Bilder von der Installation mit hochgeladen.
















Es sind 3 Gräben mit je 300m 40er SDR11 slinky auf 1m Tiefe im Sand, - siehe Bild 2. Die Breiten der einzelnen Gräben sind ca 1 m - Länge ca 50m jeder der drei Gräben. Der Abstand der Gräben voneinander ist ca 1m - wobei es auch eine Stelle gibt wo die drei sich kreuzen (siehe Skitze). Der Boden ist sehr fein - und die Verlegung ist auf der Sandschicht, der in ca 1m tiefe beginnt.

Der Garten ist relativ voll und könnte nur mit einem in 50cm tiefe über dem vorhandenen Kollektor erweitert werden. Frage ist ob es mich günstiger kommt nochmal 6 Schweissmuffen und jeweils 3 x 100m extra in 50cm tiefe verlegen oder eine 6kW LWWP zu installieren im Rücklauf vor dem Puffer?

Ich habe seinerseits Angebote bekommen für Tiefenbohrungen - die Kosten dafür waren von drei verschiedenen Brunnenbauern 30.000 - 50.000 EUR. Das kam für mich überhaupt nicht in Frage da ich die Kosten viel zu hoch fand. Das Verlegen im Garten hat mich letztendlich ca 12.000 EUR gekostet.

Dass ich das Erdreich noch nicht vollständig an die Rohre "geschmiegt" hat - ist meine Hoffnung - ich denke wenn der Eispanzer schmilzt dann wird das hoffentlich passieren? Frage ist jedoch ob das reicht für die Zukunft?

Zitat von Bernd_K Beitrag anzeigen
Ein Hybridsystem (mit anderen Quellen oder Heizgeräten) würde ich nur dann in Erwägung ziehen, wenn sich der Kollektor nicht mit einem zusätzlichen Solerohr erweitern lässt.[...]



Warum würdest du Ein Hybridsystem nur dann in Erwägung ziehen, wenn sich der Kollektor nicht erweitern lässt? Gibt die zusätzliche LWWP nicht mehr Redundanz und ist letztendlich der kleinere Eingriff und somit die günstigere Lösung?


Könnt Ihr mich evt. nochmal helfen bezüglich meiner Frage wegen dem takten der SWWP in den Puffer und ob die zusätzliche LWWP in den Heizungsrücklauf vor dem Puffer nicht das Problem mit dem "Takten" zusätzlich verschlimmern würde?

Ich habe zwischenzeitlich ein Angebot bekommen für eine AU12 von EnrGi - nur das Gerät ohne Steuerung und mit neuer -20Grad Soleflüssigekeit für den gesammten Kollektor - 10.000 EUR. Das ist ja viel zu teuer - dem gegenüber würde eine 6kW LWWP ja günstiger kommen. Ich warte nochmal auf ein Angebot vom Terra-Booster.

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 16.02.2026 16:08:29
0
3934225
Ich war auf dem falschen Dampfer und hatte einen Ring-Grabenkollektor im Sinn (vertikal).
Der Waagerechte dürfte besser verdichtet sein.

Verfasser:
delta97
Zeit: 16.02.2026 19:13:38
0
3934304
Wenn ich die Fotos anschaue gibt es noch eine Option: PVT. Das Dach ist relativ steil, also geeignet. Montage an der Fassade geht auch. Es gibt nur wenige PVT Erfahrungsberichte & Gruss delta97

PVT Themen gibt es allerdings viele … Das wäre dann wieder eine Hybrid Lösung, aber immerhin hättest du noch den PV Bonus:

HTD../Erfahrungen-mit-PVT-Kollektoren
HTD../PVT-Kollektor-SOLINK-von-Consolar
www.billiger.de/pvt4-0-hybridkollektor-solarkollektor-pv-modul

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 17.02.2026 07:41:02
1
3934382
Hi

Danke für die Idee. Als Teil der energetischen Sanierung haben wir auf dem Dach so viel PV montiert wie möglich war Und Batterie mit einer mieterstrom Anlage gebaut. Von daher ist das Dach sehr voll.

Jedoch war vor der Sanierung auf dem dach eine solarthermische Anlage montiert, für die nach der Sanierung auf dem Dach kein Platz mehr war. Aber ich könnte diese solarthermische Anlage an der Fassade montieren und über einen plattenwärmetauscher an den Sole Kreislauf anbinden. Hat jemand Erfahrung damit ob das sinnvoll ist?

Dann müsste die solarthermische Steuerung auch die solepumpe anstoßen, aber müsste ja möglich sein.

MfG Willi


Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Wenn ich die Fotos anschaue gibt es noch eine Option: PVT. Das Dach ist relativ steil, also geeignet. Montage an der Fassade geht auch. Es gibt nur wenige PVT Erfahrungsberichte & Gruss delta97

PVT Themen gibt es allerdings viele … Das wäre dann wieder eine Hybrid Lösung, aber immerhin[...]

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 17.02.2026 07:52:11
1
3934385
Aus der Erfahrung heraus sind PVT-Anlagen Rohrkrepierer!

Natürlich lässt sich da etwas Energie gewinnen, aber es bleibt halt der passive Übergang Luft auf Sole.

Wieviel m2 Fläche an Panels sind denn vorhanden?

Das sollten schon 30-50 sein, damit da mehr als ein paar Watt zusammenkommt.

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW
So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 17.02.2026 08:29:13
2
3934409
Warum würdest du Ein Hybridsystem nur dann in Erwägung ziehen, wenn sich der Kollektor nicht erweitern lässt? Gibt die zusätzliche LWWP nicht mehr Redundanz und ist letztendlich der kleinere Eingriff und somit die günstigere Lösung?

Grundsätzlich würde ich abschätzen, dass die zusätzliche WP viel teurer und technisch komplizierter ist als eine einfache Erweiterung der Quelle. Sofern letzteres machbar ist.
Dazu mehr, wenn ich mehr Daten habe.

Außerdem holst Du Dir mit der zweiten WP eine Menge zusätzliche Verschleißteile, die ggfs. repariert oder ausgetauscht werden müssen. Und Du hast dieses Teil im Garten stehen.

Zusätzliches Rohr liegt einfach passiv im Boden und funktioniert 100 Jahre lang wartungsfrei.

---

Könnt Ihr mich evt. nochmal helfen bezüglich meiner Frage wegen dem takten der SWWP in den Puffer und ob die zusätzliche LWWP in den Heizungsrücklauf vor dem Puffer nicht das Problem mit dem "Takten" zusätzlich verschlimmern würde?

Natürlich würde die Bosch "mehr takten", wenn Du die Heizleistung durch eine zusätzliche WP erhöhst.
Das wäre aber nicht das Problem, da Du die Bosch dann wohl weiter drosseln könntest.

Aber,,,

---

zusätzliche LWWP in den Heizungsrücklauf vor dem Puffer

Also serielle Verschaltung der beiden WP meinst Du? Insbesondere serielle Verschaltung der beiden Heizkreispumpen?

Wenn ja: das wird nach meiner Meinung gar nicht funktionieren.
- Was macht denn die Bosch, wenn die Luftpumpe abtaut?
- Was macht eine eine WP, wenn die andere abschaltet?
Und läuft dann z.B. die passive Heizkreispumpe als Generator? Wenn ja: mag die Platine das?

Sag mal bitte durch, wie Du das genau regeln willst.


"Seriell" wäre auch nicht die beste Lösung für eine zweite WP.
In Stichworten:

- Beide parallel in den Puffer wäre eine Möglichkeit. Ggfs. dann die Bosch mit niedrigerer Grenztemperatur als die Luftpumpe.

- Die Luftpumpe für FBH, die Bosch für HK und WW. Falls das energetisch passt.
Dann laufen nicht beide Systeme auf der hohen Temperatur der HK.

---

Quellenbilder:
Du meine Güte! ;-)

Kannst Du bitte noch ein paar Längenmaße ins Luftbild schreiben?

Und die noch zur Verfügung stehenden Flächen für eine Quellenerweiterung markieren? Dabei nichts auslassen, Auch ganz schmale Zonen sind wichtig.

Da schreibe (und rechne) ich dann ggfs. später was zu.

---

Die Messreihe möchtest Du nicht machen?
Wäre gut, wenn es dabei recht kalt wäre.

Verfasser:
delta97
Zeit: 17.02.2026 09:07:57
0
3934440
Rechnen ist angesagt: Wieviel Entzugsleistung fehlt ? Ich schätze um die 5 kW. Terrabooster, Luft WP und 120m Erdsonden sollten etwa soviel bringen. Oder eben Kollektor vergrössern - die einfachste Variante. Ist die möglich?

PVT kriegt kWh von Sonneneinstrahlung und Luft. ST nur von der Sonne. PVT hat im Winter den Vorteil, weil potentiell 7x 24h Ertrag ansteht, wenn die Luft Temperatur stimmt. So oder so sind das im Normalfall zu wenig kW und der Flächenbedarf ist gross.

Interessant wird der Preis für den Terrabooster & Gruss delta97

P.S. Mein Favorit ist die 120m Erdsonde (oder 2x70m). Ich würde da noch mal eine Offerte einholen.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 17.02.2026 09:45:15
2
3934453
Hallo Willi,
35000 KWh erfordert eine 20KW Erschließung, seitens der Energiequelle, die man dennoch mit einer 16 KW Solepumpe betreiben kann.

Rechenweg der Auslegung
Erschließungsgröße: 35000/1800 = ca. 20 KW
Mindest Auslegung mit 40er Rohr: 20Kw = 20000W / 16W = 1250m
Mindest Auslegung mit 32er Rohr: 20Kw = 20000W / 13W = 1540m

Bei einer 16 KW Wärmepumpe hat man um die 55L/min Durchfluss, das dann entsprechend auf Einzelkreise aufgeteilt werden muss.

Deine Anlage die du erschlossen hast, ist aufgrund der Verlegtiefe für maximal 9 KW bzw. 2500 KWh Wärmeabgabe der WP im Kernwintermonat Januar geeignet.
Du hast wohl um die 6000 KWh damit produziert.
Das bedeutet, du musst in etwa 11 KW zusätzlich erschließen, um mit der Sole nicht nennenswert, wenn überhaupt, unter 0°C zu fallen.

Was dir hier vorgeschlagen wird, Boost-Lüfter, Luft WP zur Aufheizung, Energiezaun, PVT..., bitte ich zu Ende zu denken.
Immer dann wenn du es brauchst, kommt von diesen Lösungen, ganz genau nichts.
Aktuell gibt es in der Nähe von Karlsruhe eine PVT Anlage die nach 2 Wochen im Januar außer Betrieb ging, weil das mit -12°C Energiequelle außerhalb der Herstellervorgaben/Garantie Bedingungen lief.
Nur als Info am Rande, Frost in Karlsruhe sind etwa -4°C AT.
Beim Booster zur Regeneration, ebenfalls die Luft WP, da würdest du Energie die du einkaufen musst, in eine Energiequelle stecken, die man völlig ohne Wärmeinput erschließen könnte.

Ich habe mir dein Grundstück auf dem SH Viewer angeschaut.
Für eine solide Erschließung kannst du das was du erschlossen hast nicht verwenden, da der Platz mehr als ungünstig, nicht tief genug genutzt wird und der Rest keinen Platz hätte.
Dein Boden den du hast, kenne ich von einer Baustelle nähe Oldenburg.
Man muss da in die Tiefe erschließen, wie auf dem Bild, 3 Gräben zu 16 Laufmeter, jeweils 1 Kollektorkreis 32er Rohr a = 300m an den Seiten, somit 6 Kreise, wären für den Anspruch deines Gebäudes anzusetzen.
Hier noch das Beispiel (25KW Erschließung) , was mit einer soliden Kollektorerschließung geht.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 17.02.2026 09:57:46
1
3934460
Das ist doch Quatsch, die Panasonic T-CAP liefert dir doch die Leistung bis NAT fast überall in Deutschland. Weiter kann man die Luftpumpe in wärmeren Wetterlagen auf voller Leistung laufen lassen und sorgt so für weitere Regeneration!

Verfasser:
nicijan
Zeit: 17.02.2026 10:13:49
1
3934469
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Das ist doch Quatsch, die Panasonic T-CAP liefert dir doch die Leistung bis NAT fast überall in Deutschland. Weiter kann man die Luftpumpe in wärmeren Wetterlagen auf voller Leistung laufen lassen und sorgt so für weitere Regeneration!


Raubfisch, 0°C Sole erfordert >=10°C Energiequelle bei Luft für einen Gleichstand.
Natürlich ist deine Idee ein Lösungsansatz, dennoch steckt man Strom in die schlechte Energiequelle, weil 75% der Jahresenergieerzeugung im AT Bereich -7° bis +7°C liegen.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 17.02.2026 10:48:10
1
3934490
Das merken die Luftwärmpumper aber erst hinterher! :-)

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW
So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4

Verfasser:
delta97
Zeit: 17.02.2026 11:05:37
1
3934502
Die möglichen Optionen wurden aufgezählt. Jetzt sollte Willi ein Ranking aufstellen. Und dann die Top 3 durchrechnen. Die Quelle ist unterdimensioniert. Aber der bestehende Kollektor kann 2 Wochen überlastet werden - wenn regeneriert wird.

Die Luft WP (T-CAP) sehe ich durchaus als Option, die liefert kWh auch bei Minus Temperaturen. Nachteil ist der technische Aufwand. Vorteil: Die kWh kann man direkt nutzen oder zwecks Regenerierung & Gruss delta97

Verfasser:
Marco M aus W
Zeit: 17.02.2026 11:20:39
5
3934510
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen

Raubfisch, 0°C Sole erfordert >=10°C Energiequelle bei Luft für einen Gleichstand.
Natürlich ist deine Idee ein Lösungsansatz, dennoch steckt man Strom in die schlechte Energiequelle, weil 75% der Jahresenergieerzeugung im AT Bereich -7° bis +7°C liegen.


...und sogar 99 % der energieerzeugung erfolgt bei -15°C bis +15°C, unsinnige aussage, zu großer bereich.
In deutschland liegt der meiste heizbedarf eben nicht unter 0 Grad.

COP swwp B0W35 etwa 4,5 (nibe, viessmann,...).
Panasonic tcap m-serie: A7W35 5,2

Nix mit über 10 Grad für gleich guten COP wie sole bei 0 GRad. Und dazu noch vergleich von billiger lwwp mit mercedes swwp.
Mercedes lwwp: Lambda A2W35: COP 5,1. Oh da wirds eng für sole...Bei dem preis von bohrungen wäre selbst eine lambda als ergänzunh der SWWP drin.

Wieso immer diese übertreibung von seiten der solefans? Das macht am ende alles unglaubwprdig.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 17.02.2026 12:34:11
0
3934541
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Raubfisch, 0°C Sole erfordert >=10°C Energiequelle bei Luft für einen Gleichstand.
Natürlich ist deine Idee ein Lösungsansatz, dennoch steckt man Strom in die schlechte Energiequelle, weil 75% der Jahresenergieerzeugung im AT Bereich -7° bis +7°C liegen.

Schmarrn, du musst das richtige Lastprofil wählen, e.g. Erdwärmepumpe in der wärmsten Zeit des Tages abschalten, in der Übergangszeit komplett.

Verfasser:
Willi Christiansen
Zeit: 17.02.2026 12:34:14
0
3934542
Hi alle zusammen


Also – eine neue PVT Anlage sehe ich nicht als Option an – aber die Idée ob ich die (bisher überflüssige) gebrauchte SolarThermie Anlage installieren könnte um den Kollektor zu entlasten finde ich interessant. Aber es sind halt nur zwei module – also ca 5qm Solarthermie. Laut Frank_Pantry macht das keinen Sinn – er schreibt von 30-50qm?

Ich habe mit einem Luftphoto nochmal die Längen eingefügt und angezeigt wo der Kollektor liegt – dort ist nicht wirklich mehr platz im Garten – es sei denn wir verlegen es in 50cm tiefe über dem bestehenden.




Die Optionen die ich Sehe sind folgende:

-Eine neue 5kW LWWP die entweder parallel mit der SWWP in den Puffer einspeist (niedrige Heizungsbauerkosten) oder nur die Fussboden Wärmekreise übernimmt (mehr Heizungsbauerkosten – aber höherer wirkungsgrad). Das ist technish komplizierter und mehr Risiko für zukünftigen Verschleiss und somit Reperaturen – aber dafür eine 2. Wärmequelle. Veranschlagte Kosten ca 5000-8000 EUR (noch kein Angebot bekommen).

-Eine zusätzliche Quelle wie den AU12 (9.000 EUR) oder einen Terra-Booster (habe preis angefragt) an den Erdkollektor anschliessen.

-Die alte SolarThermie über einen Plattenwärmetauscher an den kalten Vorlauf des Solekreises anschliessen um den Erkollektor in den Übergangszeiten früher zu regenerieren. Frage ist – ob das genug Leistung bringt? Preis – ca 5000 EUR

-Zusätzliche 3x100m Rohr in die bestehenden drei kreise in 50cm tiefe verlegen – das würde den Erdkollektor dann auf insgesammt 3x400m vergrößern. Frage ist nur ob da wirklich mehr Energie im Garten zu holen ist. Kostet ca 10.000 EUR.

-Zusätzliche Tiefenbohrung – die Preise dafür habe ich letztes Jahr bekommen - >15.000 EUR.


Für die Messreihe müsste ich vor Ort sein. Ich wohne aber 300km weit weg vom Objekt – deshalb kann ich leider nicht die Messreihe machen. Es sei denn es erklärt mir jemand wie ich die Daten aus der Bosch Maschiene fernauslesen kann?

Laut Bosch App hat die Anlage Seit September bis heute 10.690kWh Strom verbraucht, wovon 2390kWh auf den Heizstab fallen. Produziert wurden 29.662kWh, dh. Wir haben bisher seit September 2025 dem Erdkollektor 27272kWh entzogen. Aber jetzt im Februar wurde, unter anderem weil ich die Kompressorleistung auf 80% gedrosselt habe vom Heizstab alleine 1338 kWh verbraucht. So wie jetzt mit Heizstab und 80% Kompressor – wird das Haus warm – aber soleeingangstemperatur ist -4grad (die Bosch kan bis -5grad).

Wieviel Entzugsleistung fehlt im Kollektor? Ich schätze so um die 5-6 kW.

Das Ranking? Ich bin halt davon geprägt dass es ein Mietshaus ist und eine Verbesserung der JAZ in den Taschen der Mieter landet, aber eine teure investition nur teilweise von mir weitergegeben werden kann an die Mieter. Von daher ist es wichtig eine billige Lösung zu finden – wo ich mir gleichzeitig keine Sorgen machen muss ob das Haus warm wird. Aber eine Teure Lösung mit super JAZ bringt mir als Vermieter leider nichts ausser der Freunde an einem super System.

-SolarThermie wenn die Leistung ausreicht – günstigeste lösung
-LWWP – weil 2 Wärmeerzeuger.
-Luftquirl/terrabootser – kleinster Eingriff.

Lasst mich Eure Kommentare hören (vor allem ob 5qm Solarthermie genug sind den Kollektor zu entlasten).

Lg Willi

Verfasser:
Icef
Zeit: 17.02.2026 12:42:37
0
3934545
Hallo Willi,
bevor Du Deine Solarthermie einbettest schaue nach DC-Heizstab für die Warmwasserunterstützung. Dafür brauchst Du nur 4 PV-Module, DC Heizstab und paar Meter PV-Kabel. Investitionskosten Material ca 1000€.
Bringt natürlich nur etwas bei Sonnenschein. Damit erreichst Du aber locker Temperaturen für WW über 50 °C.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 17.02.2026 12:49:00
0
3934552
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Das merken die Luftwärmpumper aber erst hinterher! :-)

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW
So[...]

Als selbst ernannter Wärmepumpendoktor würde ich eigentlich von dir erwarten konkrete Vorschläge zum ökonomischen Betrieb so einer Kombination von Luft- und Erdwärmepumpen zu machen, statt ein solchen unsinnigen Kommentar zu liefern.

Mögliche relevante Paper:

Integrated operation of PV assisted ground source heat pump and air source heat pump system: Performance analysis and economic optimization


Optimization of hybrid – ground coupled and air source – heat pump systems in combination with thermal storage

Verfasser:
nicijan
Zeit: 17.02.2026 13:16:40
1
3934574
Zitat von Marco M aus W Beitrag anzeigen
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
[...]

COP swwp B0W35 etwa 4,5 (nibe, viessmann,...).
Panasonic tcap m-serie: A7W35 5,2

Nix mit über 10 Grad für gleich guten COP wie sole bei 0 GRad. Und dazu noch vergleich von billiger lwwp mit mercedes swwp.
Mercedes lwwp: Lambda A2W35: COP 5,1.

Theorie und Praxis, werter Marco.

Hier, deine Mercedes Luft WP in der Praxis. Minute: 12:28
Lambda zeigt 4,84 als Wirkungsgrad.
Die Energieabgabe mit der extern gemessenen Energieaufnahme dividiert,
ergibt jedoch 3,8 als Wirkungsgrad.

Hier die aktuell gemessenen Praxisdaten einer Nibe 2120 ohne R290.
R290 ist schlechter anzusetzen, als die vorherigen Kältemittel.
Das kann man über die COP Kennlinien eindeutig belegen.

Du zitierst SCOP Darstellungen nach EN 14825.
Das ist nichts mehr als Zahlen beschönigen.
Hierzu habe ich in einem anderen Thread geschrieben.

Nibe Sole hat übrigens über 5,x COP bei Sole Null.
Hier noch meine Winterbilanz 5,43 aus 24/25 mit dem Nibe Vorgänger Modell aus 2018, im 1992er Bestandsbau. Unter 5,3 war ich noch nie. Meine Luft WP 2009 bis 2018 hatte den doppelten Strombedarf für dieselbe Energiemenge.

Verfasser:
tepee
Zeit: 17.02.2026 13:41:37
2
3934589
Sind 10k€ für je Kreis 100m mehr Rohr in nur 50cm Tiefe nicht etwas zu hoch gegriffen?

Material: 300m Rohr insgesamt und Soleflüssigkeit dazu kosten doch irgendwo 1500€ rum.

Bin kein Experte, würde aber versuchen irgendwo Platz zu finden für mehr Rohr und dann möglichst tiefer.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 17.02.2026 13:43:24
2
3934590
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von Marco M aus W Beitrag anzeigen
[...]

Theorie und Praxis, werter Marco.

Hier, deine Mercedes Luft WP in der Praxis. Minute: 12:28
Lambda zeigt 4,84 als Wirkungsgrad.
Die Energieabgabe mit der extern gemessenen Energieaufnahme[...]

Was genau hat das mit Bestand zu tun? Wichtig ist die durchschnittliche Temperatur deiner Wärmesenke. JAZ über 5 bei FBH bekommt man auch mit einer Aquarea im Bestand hin, da hat man im Bestand weil längerer Heizperiode sogar Vorteile für die Arbeitszahl. Gegenrechnen muss man jetzt die Kapitalkosten für den Kollektor sowie den erhöhten Preis für die Sole Wärmepumpen.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 17.02.2026 13:58:29
2
3934605
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
[...]

Was genau hat das mit Bestand zu tun? Wichtig ist die durchschnittliche Temperatur deiner Wärmesenke. JAZ über 5 bei FBH bekommt man auch mit einer Aquarea im Bestand hin, da hat man im Bestand weil längerer Heizperiode sogar Vorteile für die Arbeitszahl. Gegenrechnen muss man jetzt die Kapitalkosten für den Kollektor sowie den erhöhten Preis für die Sole Wärmepumpen.


Hier geht es darum, der verunglückten Erschließung auf die Beine zu helfen.
Ich lebe in der Praxis, mache beruflich den gesamten Tag alles rund um Wärmepumpen.
Deine Meinung über Luft WP darfst du gerne haben. Damit bist da aber praxisfern.
Die entsprechenden Nachweise habe ich verlinkt.
Und jetzt mache im Interesse des Threadstellers Vorschläge die du verantworten könntest.
Ich habe meinen Ansatz, den einer Neuerschließung geliefert. Die Vergleiche was wieviel kostet, - wenn es weiter nachlässig betrieben wird, ist das definitiv der teuerste Weg.

Verfasser:
Raubfisch
Zeit: 17.02.2026 14:28:21
2
3934623
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von Raubfisch Beitrag anzeigen
[...]


Hier geht es darum, der verunglückten Erschließung auf die Beine zu helfen.
Ich lebe in der Praxis, mache beruflich den gesamten Tag alles rund um Wärmepumpen.
Deine Meinung über Luft WP darfst du gerne haben. Damit bist da aber praxisfern.
Die entsprechenden[...]

Ich habe meinen Vorschlag schon geliefert eine 3000€ Luftwärmepumpe wird das ökonomischste sein. Du lieferst nur ein Argumentum ad verecundiam hier ab und keine konkrete komische Sinnhaftigkeit der Erweiterung des Kollektor als Tiefbohrung mit kosten von wahrscheinlich 10.000€.

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 17.02.2026 14:31:05
4
3934626
Also zunächst mal möchte ich den Planer des bestehenden Kollektors ganz offiziell zum "Tor des Jahres" ernennen!

Wie kann man die Gräben so chaotisch und unsystematisch durch den Garten legen?
Große Freiflächen, dazwischen viel zu dichte Rohrverlegung...obwohl klar war, dass da ein mächtiger Verbraucher zu versorgen sein wird.

Aber naja, es ist wie es ist.

---

Ich bleibe mal bei der Kollektorerweiterung, mache das (zunächst mal) mehr in Stichworten und ohne die Rechnungen zu posten.

- Als erstes müsstest Du unter bevorzugter Nutzung der "Freiflächen" am Rand und zwischen den Gräben mal eine Grabenführung einzeichnen.
Etwa so:
https://www.dropbox.com/scl/fi/cu97ztj6p897tg3b0rkjt/handewitt.jpg?rlkey=7c9pnqpkrjh5kwjawbzc2nera&dl=0

Die Linie sollte (100m minus Anbindungslänge an die 3x400m) lang sein.
Wenn das machbar ist und nicht zu viel Rohr kostet, würde ich die Anbindung im Technikraum machen. Das wäre sicherer.

Entlang der Linie würde ein Graben mit etwa 50cm Breite gezogen. Über den slinkies gut 50cm tief, auf den Freiflächen und zwischen den slinkies gerne auch tiefer.

In den Graben kommen dann 3 parallele PE-Rohre SDR17 (! keine Steine im Boden, richtig?) mit je 100m Länge.
Ich würde 50mm Rohr nehmen, z.B.
https://www.irripart24.eu/PE-Rohr-50mm-PN10-schwarz-blau-100m/1305010070?srsltid=AfmBOorK-WWW9pTO0bEAO_MhEWDw6m43kczVD5krRs58vQt0PDGpUYum
(ich habe nicht nach dem günstigsten Preis gesucht)
es geht aber auch 40mm
https://www.irripart24.eu/PE-Rohr-Schlauch-40mm-PN10-100m-schwarz-blau/1134010070

Der zusätzliche Druckverlust ist in jedem Fall ok.

Falls die Anbindung zugänglich liegt, kannst Du preisgünstige Fittinge verwenden.
https://www.rekubik.de/bewaesserung/fittings/klemmfitting-trinkwasser/pe-kupplung-reduziert-klemmverbindung/RK76318?campaign=google_shopping_de&spartner=google_shopping_de&utm_source=google_shopping_de&utm_medium=cpc&gad_source=1&gad_campaignid=15518216845&gclid=CjwKCAiAwNDMBhBfEiwAd7ti1FV2pMYd3ldFzH5I8qrPDTgjhEajVEBitsKKSdBmm356h-CfXjcb8hoCVdwQAvD_BwE

So weit erst mal.

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Zusätzliche 3x100m Rohr in die bestehenden drei kreise in 50cm tiefe verlegen – das würde den Erdkollektor dann auf insgesammt 3x400m vergrößern. Frage ist nur ob da wirklich mehr Energie im Garten zu holen ist. Kostet ca 10.000 EUR.

10 Riesen?

Um 1000 für (50er) Rohr, max. 1000 für die Sole (50er), vielleicht 2000 für den Einbau,..wenn man wirklich gar nichts selbst machen will.
Was hat Dich denn das slinky-Unglück gekostet?

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