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18.02.2026 10:22:28 |
Liebes Forum, ich habe hier schon viel gelesen, hatte gehofft ich kann mich danach besser entscheiden zu können - leider bisher ohne Erfolg. Also habe ich nun beschlossen, einen Beitrag zu erstellen. Ich würde gerne eine Wahl treffen zwischen den folgenden beiden Vaillant Wärmepumpen:Arotherm Split Plus VWL 55/8.2 - 5 kW Arotherm Split Plus VWL 75/8.2 - 7 kW Anmerkung vorweg: Auf Grund der baulichen Gegebenheiten (Leitung 12 Meter außen, Heizungsraum im Dachgeschoss) ist eine Monoblock leider nicht drin. Eckdaten zum Haus:185 qm beheizte Wohnffläche 2 Badezimmer (2 Duschen) 2 Elternteile (duschen morgens) 2 Teenager (duschen abends) Baujahr 2005:Kellergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss. Fenster U=1.1 (2-fach verglast) Baujahr 2015: Dachgeschoss, Holz-Ständerbauweise, Flachdach, U(Dach)=0.19, U(Wände)=0.24, Fenster U=0.91 (3-fach verglast) Bestandsanlage:20 Jahre alte BUDERUS Logamax GB132-T Gas- Brennwert als Standgerät mit einem 135 L Brauchwassertank. 15.100 kWh jährlicher Gasverbrauch (gemittelt auf 10 Jahre und auf 3 Jahre kommt das selbe raus) 1 Heizkreis Heizkörper Typ 21 und Typ 22 keine FBH. Norm-Außen: -9 °C Auslegungstemperatur seit 10 Jahren: 55 °C Auslegungstemperatur dieses Jahr: von 55 °C auf 45 °C reduziert. Die 45 könnte schon etwas knapp bemessen sein, wir hatten seit 2 Wochen keine Minusgrade mehr. Ausserdem kommen die 20 Jahre alten Typ21/22 Heizkörper hier vermutlich bei gemäßigten Temperaturen an ihre Grenzen ( Konvektion). aktuelle Heizlinie: AT10 / VL30 AT0 / VL38 AT-10 / VL45Heizlastberechnung (heiz.report): Norm-Heizlast: 5.7 kWRäume, Außenwände, Innenwände zu kälteren Räumen, alle Fenster und Außen-Türen, alle Heizflächen, Rohrlängen, U-Werte ... ich habe alles mir bekannte eingegeben. Badezimmer 24 Grad, Wohnzimmer / Küche 22 Grad, Kinderzimmer / Büros / Gästezimmer 21 Grad, Flur / Treppenhaus 20 Grad, Schlafzimmer 18 Grad. Angeboten wurden diese beiden Varianten:AroTHERM split plus VWL 55/8.2 AS mit VWL 57/8.2 IS AroTHERM split plus VWL 75/8.2 AS mit VWL 77/8.2 IS jeweils mit: Brauchwasserspeicher uniSTOR plus VIH RW 250/2 B Pufferspeicher VP RW 100/3 B Ich hänge nun (in meimem laienhaften Verständnis) irgendwie zwischen den beiden Geräten. Würdet ihr mir zur 55er oder zur 75er raten?Grafik zur Betrachtung der BivalenzpunkteArgumente für die größere: beinahe Monovalent, genug Reserve für Warmwasser auch bei NAT, geschätzte 100 Euro weniger Stromverbrauch pro Jahr Argumente für die kleinere: Weniger Takten, höhere Lebensdauer? Würde die Wärmetauscherfläche im Brauchwasserspeicher mit der größeren Pumpe auch noch mal ein Thema werden, der 250L Tank hat nur 1.85qm Fläche - vielleicht zu wenig für die Leistung der 75er ? Lieben Dank! Tobias
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18.02.2026 10:55:23 |
Mit beiden Modellen lägest du nicht total falsch. Ich persönlich würde die 75 nehmen. Ein Bivalenzpunkt von -6 °C rutsch bei feuchtem Wetter schnell mal Richtung -2 bis 0°C, wenn die WP alle 40 Minuten abtauen muss. Die Leistungsdiagramme sind praktisch ohne Abtauen ausgelegt. Aber wie gesagt ist das Geschmackssache. Je nach Standort (Normaußentemperatur) kann man auch die Kleine nehmen und etwas Heizstabeinsatz einplanen. 1,85 m² WT-Fläche ist bei 7 kW an der Untergrenze (0,25 - 0,5 m²/kW). Der 300 Liter Speicher hat 3,1 m². Vielleicht bei 6 Personen eine Überlegung wert.
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18.02.2026 11:07:22 |
Auch wenn ich tendenziell eher immer zur etwas kleineren Pumpe rate, so habe ich hier etwas andere Gedanken. Faktenlage: - Haus ist eher groß mit 240qm. - Dämmung Dachgeschoss ist sehr gut. Dämmung Keller und EG etwas unbekannter und wahrscheinlich einfacher Stand von vor 20 Jahren. - Vorlauftemperatur: Bei NAT werden eher höhere Temperaturen um 45°C benötigt. Mit diesen drei Punkten würde ich mich nicht trauen, eine 5kW zu verbauen, wenn Heizreport 5,8kW fordert. Dazu wäre zwingend zu prüfen: - Was leistet die 5kW Variante wirklich noch bei NAT? - Sind weitere Fakten über die Dämmung von Keller und EG zu bekommen? Außerdem: Zitat von Tobzi1977  Anmerkung vorweg: Auf Grund der baulichen Gegebenheiten (Leitung 12 Meter außen, Heizungsraum im Dachgeschoss) ist eine Monoblock leider nicht drin. Dir ist aber schon bewusst, dass auch eine Split Anlage ordentliche Verluste hat, wenn die Strecke außen sehr lang ist? Welche exakten Vorteile siehst du bei Split ggü Mono bei deiner Aufstellung?
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18.02.2026 11:40:54 |
Zitat von Tobzi1977  Würde die Wärmetauscherfläche im Brauchwasserspeicher mit der größeren Pumpe auch noch mal ein Thema werden, der 250L Tank hat nur 1.85qm Fläche - vielleicht zu wenig für die Leistung der 75er ? Du bist beim WW-Tank nicht auf Produkte von Vaillant angewiesen. Die Teile müssen nicht mit der WP reden. Insofern würde ich auf jeden Fall zu einem Modell eines anderen Anbieters raten, z.B. von Flamco oder Juratherm. Die sind auf Puffer spezialisiert, und bieten für WP-Betrieb auch Puffer mit 3m² und mehr Tauscherfläche an. Je größer, desto schneller ist das Wasser warm, und die WP kann sich wieder dem Heizbetrieb widmen. Für 4 Personen würde ich zum 300-Liter-Modell raten. Bei der Größe des Hauses wäre mir die 55er zu knapp bemessen. Bei NAT von -9 kommst du u.U. aus der Abtauzone nicht mehr raus. Zitat: Heizkörper Typ 21 und Typ 22 Da wollt ihr auf jeden Fall bei bleiben? Mit Typ 33 könnte ggf die VLT noch runter. Zumindest bei den kritischen Räumen kann sich das lohnen.
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18.02.2026 11:40:55 |
Zitat von MD2000  Mit beiden Modellen lägest du nicht total falsch. Ich persönlich würde die 75 nehmen. Ein Bivalenzpunkt von -6 °C rutscht bei feuchtem Wetter schnell mal Richtung -2 bis 0°C, wenn die WP alle 40 Minuten abtauen muss. Die Leistungsdiagramme sind praktisch ohne Abtauen ausgelegt.[...] Vielen Dank für deine Einschätzung. Wir sind 4 Personen, zumindest solange die Kids (13 und 16 Jahre alt) noch zu Hause wohnen. Mein Installateur hat für beide Varianten komischerweise den 246L Wasserspeicher angeboten, anstatt für die 7kW Variante einen Wasserspeicher mit größerer Fläche. Ich wusste bisher nicht, dass der Bivalenzpunkt mit zunehmender Luftfeuchte steigt, weil die Vereisung diesen beeinflusst. Und - feuchtkaltes Wetter haben wir ja leider jetzt oft. Trocken-kalte Luft scheint ja seltener zu werden....
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18.02.2026 11:48:53 |
Die Ergebnisse von Heizreport sind oft übertrieben. Aber auch der bisherige Verbrauch mit einer recht modernen Heizung (hoher Wirkungsgrad) spricht dafür, dass die Heizlast mehr als 5kW betragen könnte. Bei Schnee und starkem Frost hat sich bei mir gezeigt, dass man für das Abtauen zumindest einen Zuschlag von 0,5kW einplanen sollte. Und je kleiner die WP, und der Wärmeübertrager, desto länger dauert die WW-Bereitung. Damit bleibt weniger Zeit zum Heizen, was die erforderliche Leistung erhöht. Ich würde auch die größere WP nehmen. Ein theoretischer Bivalenzpunkt von -6° kann aufgrund der genannten Punkte leicht dazu führen, dass Du den Heizstab schon deutlich früher brauchst - und dann ärgerst Du Dich vielleicht.
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18.02.2026 12:50:01 |
Zitat von guste100  Auch wenn ich tendenziell eher immer zur etwas kleineren Pumpe rate, so habe ich hier etwas andere Gedanken. Faktenlage: - Haus ist eher groß mit 240qm. - Dämmung Dachgeschoss ist sehr gut. Dämmung Keller und EG etwas unbekannter und wahrscheinlich einfacher Stand von vor[...] Zitat von Tobzi1977  [...] Dir ist aber schon bewusst, dass auch eine Split Anlage ordentliche Verluste hat, wenn die Strecke außen sehr lang ist? Welche exakten Vorteile siehst du bei Split ggü Mono bei deiner Aufstellung? Woher schätzt du die 240 qm ? Das Haus hat 185 qm beheizte Wohnfläche, diese teilen sich wie folgt auf: Doppelhaushälfte, Grundfläche 7x10 Meter (außen) KG: Gästeraum 28qm, Flur/Treppenhaus 8qm (10 Meter Höhe) EG: Wohnraum 28qm, Küche 16 qm, Flur 9qm, WC 2qm OG: Schlafen 16 qm, Büro 12qm, Büro 11qm, Badezimmer 9.5qm DG: Kind 22 qm, Kind 17qm, Bad 6,5 qm Ja, die Mono fällt aber auch auf Grund der benötigten 200% Isolierung raus, das sieht dann aus wie Industrie-Rohbau an meiner Fassade.
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18.02.2026 13:23:53 |
Hallo Tobias, meine Therme hängt aktuell auch im Dachboden. Ich werde jetzt bei der Umstellung auf WP meine Heizung in den Keller verlegen. Meist hast Du sowieso einen Revisionsschacht. Heizungskreise müssen neu angebunden werden. Da die FBH-Verteilung im EG und HK im Keller auch vorhanden sind hält sich der Aufwand im Grenzen. Eventuell wäre das auch bei Dir eine Option. Ansonsten tendiere ich bei Dir auch zur größeren 75/8.2. Der 300er WWSP wäre auch eine bessere Wahl, Hersteller egal aber auf großen Wärmetauscher achten.
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18.02.2026 13:33:00 |
Zitat von guste100  Faktenlage: - Haus ist eher groß mit 240qm.
Woher schätzt du die 240 qm ? Das Haus hat 185 qm beheizte Wohnfläche, diese teilen sich wie folgt auf: Doppelhaushälfte, Grundfläche 7x10 Meter (außen) KG: Gästeraum 28qm, Flur/Treppenhaus 8qm (10 Meter Höhe) EG: Wohnraum 28qm, Küche 16 qm, Flur 9qm, WC 2qm OG: Schlafen 16 qm, Büro 12qm, Büro 11qm, Badezimmer 9.5qm DG: Kind 22 qm, Kind 17qm, Bad 6,5 qm Zitat von guste100  - Dämmung Dachgeschoss ist sehr gut. Dämmung Keller und EG etwas unbekannter und wahrscheinlich einfacher Stand von vor 20 Jahren.
- Sind weitere Fakten über die Dämmung von Keller und EG zu bekommen?
Der Keller ist aus grauen Hohlkammersteinen gemauert, danach wurde er mit schwarzem Zeug verspachtelt und hat außen eine 10cm dicke rosafarbene Styrodur-Dämmschicht (Austrotherm?) bis über die Bodenplatte des Erdgeschosses. Ich denke er wurde 2005 nach EnEV 2004 gebaut und hat damit einen U-Wert von 0,28 bis 0,32. Das EG ist aus Kombination Betonhohlblock + Mineralwolle + Luftschicht/Klinker gebaut. Es hat eine 8 oder 10cm Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) verbaut. Das kann ich leider nicht genau rausfinden. Bei 8 cm sagt Gemini laut EnEV2004: ca. 0,35 bis 0,40 W/(m²K). Bei 10 cm sagt Gemini laut EnEV2004: ca. 0,28 bis 0,32 W/(m²K). Ich denke auch dass ich bei mehrtägigen NAT von -9°C eher bei >50°C landen muss, damit alle Räume wie gefordert warm werden. Zitat von guste100  Mit diesen drei Punkten würde ich mich nicht trauen, eine 5kW zu verbauen, wenn Heizreport 5,8kW fordert. Dazu wäre zwingend zu prüfen: - Was leistet die 5kW Variante wirklich noch bei NAT?
Leider finde ich keine Datenblätter zu den neuen Split-Außengeräten von Vaillant. Wenn ich mir die Heizleistungs-Kurven im Prospekt anschaue und nach diesen Informationen in der Google KI frage, dann komme ich ungefähr auf diese Werte: kleine: VWL 55/8.2 AS 4,2 kW bei NAT große: VWL 75/8.2 AS 5,8 kW bei NAT Die Monoblock Variante fällt aber auch auf Grund der benötigten 200% Isolierung raus, das sieht dann aus wie Industrie-Rohbau an meiner Fassade. Die Rohre bzw. der Kasten verliefe senkrecht über 3 Etagen, und passt einfach vom Platz her nicht ans Haus, dort wo es angebracht werden muss - ein Fenster und der Wintergarten sind im Wege.
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18.02.2026 13:33:36 |
Zitat von Tobzi1977  Woher schätzt du die 240 qm ? Das Haus hat 185 qm beheizte Wohnfläche, diese[...] Oh. Da habe ich zwei Themen verwechselt. Tut mir leid. Bei 185qm und einer "fehlenden" Außenwand durch das jetzt genannte Doppelhaus könnte es wieder etwas anders aussehen. Damit wäre ich etwas hin uns her gerissen. Ich vermute zwar, es wird bei der Empfehlung für die 7kW bleiben, aber ich würde meine vorherigen Punkte dann doch nochmals klären: - Was leistet die 5kW Variante wirklich noch bei NAT von -9°C (Datenblatt prüfen)? - Sind weitere Fakten über die Dämmung von Keller und EG zu bekommen? heiz.report berechnet meist ja eher zu hoch als zu niedrig. Daher könnte es mit genauerer Kenntnis durch nochmal einen kräftigen Schritt nach unten gehen und die 5kW könnte u.U. doch reichen. Aber das muss genau geprüft werden. Und im Zweifelsfall würde ich da größer gehen. Und zum Brauchwasserspeicher stimme ich meinen Vorrednern zu. Nimm da ruhig einen besseren. Früher war das mal einer von SWHT (HWS1Dmax). Der hat bei 300L knappe 4qm Tauscherfläche, die vor allem sehr weit unten sitzt. Das war vor zehn Jahren (als ich mich damit mehr beschäftigt habe), das non-plus-ultra. Ob das heute noch so ist, kann ich nicht sagen. Aber es gibt zumindest mal eine direkte Referenz, warum der dir angebotene nicht gekauft werden sollte. Unter 300L würde ich bei 4 Personen nicht gehen. Bedenke, dass du mit WP eher nur auf 45°C erwärmen wirst und dass du nicht direkt nachheizt, wenn mal ein paar Liter entnommen wurden. D.h. der kann auch mal etwa bis zur Hälfte mit kaltem Wasser befüllt sein, bevor die WP anspringt. Und die (ggü Gas leistungsschwache) WP braucht zum nachheizen dann gerne mal 15-45 Minuten. D.h. bloß nicht zu klein. Sonst hängt der Haussegen beim Vollbad oder nacheinander Duschen schnell schief.
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18.02.2026 13:46:04 |
Zitat von guste100  Zitat von Tobzi1977  [...] Oh. Da habe ich zwei Themen verwechselt. Tut mir leid. Bei 185qm und einer "fehlenden" Außenwand durch das jetzt genannte Doppelhaus könnte es wieder etwas anders aussehen. Damit wäre ich etwas hin uns her gerissen. [...] Ich habe in meiner Antwort um 13:33:00 einige Informationen zu Keller und EG/OG Bauweise ergänzt. Danke für Deine Zeit und Feedback!
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18.02.2026 13:52:00 |
Zitat von Icef  Hallo Tobias, meine Therme hängt aktuell auch im Dachboden. Ich werde jetzt bei der Umstellung auf WP meine Heizung in den Keller verlegen. Meist hast Du sowieso einen Revisionsschacht. Heizungskreise müssen neu angebunden werden. Da die FBH-Verteilung im EG und HK im Keller auch[...] Hallöchen vielen Dank - das wäre bei mir leider ein extrem aufwändiges Unterfangen, das ich auch schon habe prüfen lassen. Im Keller kommt nur noch ein ganz dünnes Heizungsrohr an. Da der Revisionsschacht zu eng und komplett zugebaut ist, müsste ich über drei Etagen die Wände öffnen..... Katastrophe!
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18.02.2026 14:05:05 |
Zitat von MD2000  Ich persönlich würde die 75 nehmen. Ein Bivalenzpunkt von -6 °C rutsch bei feuchtem Wetter schnell mal Richtung -2 bis 0°C, wenn die WP alle 40 Minuten abtauen muss. Die Leistungsdiagramme sind praktisch ohne Abtauen ausgelegt.[...] Das sehe ich genauso und rate dringend zur 7 kW-Variante! Ich habe eine 5 kW-WP bei Heizlast 5,4 kW @ -11 °C und diese Kombination hat bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchtigkeit erhebliche Leistungseinbußen durch das häufige Abtauen. Eine Heizlast 5,7 kW @ -9 °C würde das Problem noch verschärfen. Dazu kommt noch der Warmwasser-Bedarf für 4 Personen (wir sind nur zu zweit). Für mich wäre die 5 kW-WP bei dieser Konstellation ein no go. Das Thema "Vereisung von knapp ausgelegten Luft-WP" wird meiner Meinung nach noch immer unterschätzt. Aus meiner Sicht eine gute Faustregel hinsichtlich Leistungsreserven beim Abtauen: Nimm die Heizlast deines Hauses bei 0 °C und schlage 40% Abtau-Reserve dazu. Diese Leistung sollte die WP bei 0 °C mindestens(!) haben. Und Warmwasser musst du dann noch oben drauf rechnen.
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18.02.2026 16:58:49 |
Zitat von Tobzi1977  Ich habe in meiner Antwort um 13:33:00 einige Informationen zu Keller und EG/OG Bauweise ergänzt. Mit den Angaben würde ich mich trauen, eine Sole-Wärmepumpe mit 5kW trotz der Norm-Heizlast von 5,7kW zu installieren. Aber du schriebst schon selbst, dass die "VWL 55/8.2 AS 4,2 kW bei NAT" haben wird. Und das dürfte ohne Abtauverluste sein. Das wäre mir dann doch zu knapp. Ich rate daher auch zur 7kW. Zu deiner Ablehnung des Mono-Blocks wegen 200% Dämmung: Wo sitzt der Kompressor bei der Vaillant split? Innen oder außen? Außen wäre wünschenswert wegen Geräusch. Innen wäre wünschenswert, damit die Abwärme im Haus bleibt und da sonst die Kältemittelrohre die gleichen Verluste haben, wie die Wasserrohre eines Mono-Blocks...Falls der Kompressor also außen sitzt, so wirst du um ordentliche Dämmung (oder wie du es nennst: Den Industrielook) nicht herumkommen.
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18.02.2026 17:15:27 |
Zitat von guste100  Wo sitzt der Kompressor bei der Vaillant split? Innen oder außen?[...] Wie bei den meisten Split-WP ist der der Kompressor im Außengerät verbaut.
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18.02.2026 18:26:00 |
Zitat von guste100  Falls der Kompressor also außen sitzt, so wirst du um ordentliche Dämmung (oder wie du es nennst: Den Industrielook) nicht herumkommen.
Die Kältemittelleitungen sind allerdings nur 1/2" und 1/4", dann ist auch 200% Dämmung um einiges kleiner als die 1 1/4" beim Monoblock.
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18.02.2026 18:57:33 |
meine Meinung: nimm die größere, oder gar noch größer
unterschätzt in einem 4-Personen-Haushalt den WW-Bedarf nicht
Unterschätzt auch nicht, gerade mit HZK - wenn die WP dann mal WW macht - will man ja aus Effizienz- und Lärmgründen gerne tagsüber machen - die HZK sind erst mal für 1-2h kalt
Irgendwann kommen dynamische Stromtarife für alle - da will man die WP evtl. auch mal 1-2h ausschalten können - sie muss dann in der Restzeit aufholen können
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18.02.2026 19:53:36 |
Zitat von KR0815  Irgendwann kommen dynamische Stromtarife für alle - da will man die WP evtl. auch mal 1-2h ausschalten können - sie muss dann in der Restzeit aufholen können
Dann sind die Heizkörper aber auch im Nu kalt, wenn der Stromtarif zu teuer ist. Mit FBH wäre das entspannter. Dynamische Stromtarife machen bei WP nur in Verbindung mit einem Batteriepseicher Sinn. Dann sind Strombezug und -verbrauch entkoppelt. Und mehr als die 75 würde ich auf keinen Fall nehemn, die 105 taktet sich sonst zu Tode.
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18.02.2026 20:24:37 |
Zitat von Tobzi1977  Anmerkung vorweg: Auf Grund der baulichen Gegebenheiten (Leitung 12 Meter außen, Heizungsraum im Dachgeschoss) ist eine Monoblock leider nicht drin. ] Quatsch
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18.02.2026 22:40:43 |
Zu der Frage kann ich nichts beitragen außer dass ich vor dem gleichen Entscheidungsproblem bei einem etwas kleineren Haus und der AroTherm als Monoblock stand und die sich jetzt mit dem Haus unterfordert fühlt. Was ich aber sicher sagen kann ist, daß sich bei mir der Austausch aller Heizkörper gegen 33er brutal rentiert hat. Im Wohnzimmer ist er zusätzlich noch ewig lange geworden, ein echtes Monstrum das sich aber gut hinter der Eckcouch versteckt. Fahre damit jetzt den Winter mit 32°C Vorlauftemperatur, da fühlen sich die Heizkörper nicht Mal richtig warm an. Die dadurch zusätzliche Wassermenge im Heizkreislauf schadet bestimmt auch nicht.
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18.02.2026 22:56:00 |
woran erkennst Du das sie sich unterfordert fühlt?
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19.02.2026 07:35:54 |
Zitat von hkfsns  Im Wohnzimmer ist er zusätzlich noch ewig lange geworden, ein echtes Monstrum das sich aber gut hinter der Eckcouch versteckt.
Der Standort schreit ja auch nach einem Heizkörper mit hohem Konvektionsanteil (33er), denn die Strahlung geht in die Couch und nicht in den Raum. Nebenbei würden zwei halb so lange Heizkörper parallel zueinander angeschlossen ihre Heizleistung mit weniger Volumenstrom und daher weniger Differenzdruck entwickeln.
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23.02.2026 11:15:50 |
Hallöchen, DANKE für eure Beteiligung. Ich bin auch inzwischen "überzeugt" von der 7kW (VWL 75/8.2) Variante. Unter anderem auch auf Grund der Warmwasser Thematik - da meine 2 Kids gerne duschen... Somit aktueller Stand:aroTHERM split plus VWL 75/8.2 AS Hydraulikstation VWL 77/8.2 IS uniSTOR VP RW 100/3 B sensoCOMFORT VRC 720/3 myVAILLANT connect VR 940f Ich befinde mich noch in Klärung mit dem Betrieb, welcher Brauchwasserspeicher passt: uniSTOR plus VIH RW 250/2 B - so wie ursprünglich angeboten uniSTOR plus VIH RW 300/3 BR - größere Wärmetauscherfläche uniSTOR exclusive VIH RW 300 BS (Edelstahl) - leider nur 3/4 Zoll Vorlauf/Rücklauf Update zur Heizlast: Ich hatte die U-Werte der Fenster, Rolladenkästen und der Außentüre nicht korrekt berechnet. Jetzt ist das alles richtig erfasst und die Norm-Heizlast liegt nun bei 6 kW. Dies untermauert meine Entscheidung für die VWL 75/8.2 anstatt der VWL 55/8.2 ... siehe hier einige Screenshots aus dem Heiz-Report: Heizlast-01Heizlast-02Heizlast-03Heizlast-04Heizlast-05Heizlast-06Grüße! Tobias
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23.02.2026 11:25:29 |
uniSTOR plus VIH RW 250/2 B - so wie ursprünglich angeboten uniSTOR plus VIH RW 300/3 BR - größere Wärmetauscherflächeich würde zum größeren raten. Umso eher ist die Kiste mit WW fertig. Edelstahl lohnt sich nur, wenn dein Trinkwasser es erfordert (Kalk, Esien etc). Im Gegensatz zum Heizungswasser wird man das zumeist nicht vorab filtern wollen. Aber laß dir auf jeden Fall auch Speicher von anderen Herstellern anbieten, z.B. Flamco oder Juratherm. Der Vaillant-Schriftzug auf dem Teil kostet extra ;-) Magnetitabscheider und Ausdehnungsgefäß stehen hoffentlich auch auf der Rechnung.
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23.02.2026 11:48:44 |
Zitat von ajokr  uniSTOR plus VIH RW 250/2 B - so wie ursprünglich angeboten uniSTOR plus VIH RW 300/3 BR - größere Wärmetauscherflächeich würde zum größeren raten. Umso eher ist die Kiste mit WW fertig. Edelstahl lohnt sich nur, wenn dein Trinkwasser es erfordert (Kalk, Esien etc).[...] Danke. Trinkwasser hat hier 16°dH Ja, auch drauf sind: Streifenfundamenten für die neue Wärmepumpe Isolierungen, Kabelkanal an Fassade elektrische Anschlussarbeiten Kernbohrung, Abdichtung Durchführung des hydraulischen Abgleichs "B" Magnetit- SchlammabscheiderAusdehnungsgefäß / SicherheitsCenter Nachfüllstation nach VDI 2035Entsalzung der Anlage nach VDI 2035
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