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Datenschutzhinweise

Lohnt sich ein zusätzlicher Wärmepumpenzähler?
Verfasser:
schowun
Zeit: 21.02.2026 11:58:23
0
3936135
Seit Mitte November habe ich eine Wärmepumpe.
Der Verbrauch bis Heute sind 4500 KWH
Beheizt wurden ca. 200 qm Wohnfläche und die Bude wurde immer warm. (ca 21 grad bei maximaler Vorlauftemperatur von 51 Grad)

Vorher hatte ich eine Gasheizung und einen Jahresverbrauch von 32000 KwH Gas.
Nun ist der Winter fast vorbei und somit weiß ich noch nicht was die Wärmepumpe im Jahr verbrauchen wird. Da ich einen neuen Stromvertrag abschließen muss, bin ich am überlegen, ob ich einen Wärmepumpenzähler installieren soll.

Der Zählerschrank ist bereits dafür gerüstet, sodass die Installationskosten nicht allzu hoch sein dürften. Meine Schatzung ist das der Jahresverbrauch zwischen 6000 und 7000KWH liegen wird.

Ist das realistisch oder liege ich bei meiner Schätzung völlig daneben

Verfasser:
bstone
Zeit: 21.02.2026 12:34:18
0
3936147
Mit einem Verbrauch von >=6000kWh/a für die WP dürfte sich der Zähler beginnen zu rechnen.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 21.02.2026 12:44:34
2
3936154
Hallo,

eh Du einen separaten Zähler, also separaten Tarif, für die WP beantragst schau mal, ob Du die VLT nicht runter bekommst. 51° sind für die WP schon ziemich heftig, heißt stromschluckend. Selbst habe ich das nach dem Einbau der WP zu spüren bekommen; die hatte ich auch auf über 50° eingestellt. Dem Zähler wurde schwindelig :-).
Jetzt liege ich bei rund 30° und habe einen "normalen" Verbrauch, heißt es ist wesenbtlich billiger als vorher mit Öl.

Einen internen Zähler, der Dir den Verbrauch der WP zeigt, habe ich und empfehle diesen auch. Dann erkennt man auch eher, wenn mit der WP was nicht stimmt.

Gruß
Heinz

Verfasser:
schowun
Zeit: 21.02.2026 13:26:28
0
3936162
Zitat von Karker Rabau Beitrag anzeigen
Hallo,

eh Du einen separaten Zähler, also separaten Tarif, für die WP beantragst schau mal, ob Du die VLT nicht runter bekommst. 51° sind für die WP schon ziemich heftig, heißt stromschluckend. Selbst habe ich das nach dem Einbau der WP zu spüren bekommen; die hatte ich auch auf über[...]



Die Vorlauftemperatur werde ich nicht runter bekommen, zumindest nicht ohne zusätzliche Investitionen.
Wir haben ein Haus mit zwei Wohnungen je 120 qm (Altbau 1965 mit Anbau aus 1990)
Fenster und Heizkörper sind mit dem Anbau 1990 gewechselt worden.
Im Zuge der Installation der WP habe ich 4 Heizkörper im Altbaubereich gegen Typ 33 getauscht. Zusätzlich habe ich einige Fensterscheiben austauschen müssen, weil diese „blind“ geworden sind.
Der Scheibentausch macht sich schon bemerkbar, ist zwar auch nur 2 Fach verglast, aber wenn ich die Temperatur der Fensterinnenseite, zwischen getauschter Scheibe und der alten Scheiben vergleiche, ist die Temperatur an der neuen Scheibe 21,4 Grad und 19,4 Grad an der alten Scheibe. (Raumtemperatur an der Wand 21,5).

Verfasser:
Jordskott
Zeit: 21.02.2026 13:32:44
0
3936166
Zu dem Thema gibt es widersprüchliche Aussagen im Forum. Das hängt auch damit zusammen, dass die Angebote für den Wärmepumpenstrom nicht so ganz einfach zu ermitteln sind. Immer noch ist es so, dass die Vergleichsportale kein Abfragekriterium für "Installation nach 2024" ermöglichen. Das ist ja ein gravierender Unterschied.
Ich habe einen Vertrag mit EnBW und zahle 22,9 Cent/kWh mit Abrechnung nach Modul 2.

Verfasser:
schowun
Zeit: 21.02.2026 14:00:59
0
3936171
Zitat von Jordskott Beitrag anzeigen
Zu dem Thema gibt es widersprüchliche Aussagen im Forum. Das hängt auch damit zusammen, dass die Angebote für den Wärmepumpenstrom nicht so ganz einfach zu ermitteln sind. Immer noch ist es so, dass die Vergleichsportale kein Abfragekriterium für "Installation nach 2024" ermöglichen. Das ist ja ein[...]


Mir liegt ein Angebot von unserem örtlichen Versorger vor (Stadtwerke)
Wärmepumpenstrom 20,33 Cent Grundgebühr/Jahr 120 EUR
Normaler Zähler 28.6 Cent Pauschale Erstattung für Wärmepumpe ca. 150 eur.
Bei diesen Konditionen würde sich ein zusätzlicher Zähler ab 5000 KWH anfangen zu rechnen.
Meine Frage zielte auch hauptsächlich auf den zu erwartenden Jahresverbrauch um den Kostenvorteil zu berechnen.

Verfasser:
Jordskott
Zeit: 21.02.2026 14:19:56
0
3936177
Mein EXCEL sagt:

Vorteil bei 6.000 kWh 267,55€/a
Vorteil bei 7.000 kWh 308,90€/a

bei Modul 2

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 21.02.2026 14:30:46
0
3936182
Karker Rabau ist für meine Erfahrung wohl auf der besseren Spur. Wir beheizen eine 240qm -Hütte aus den 80ern ohne großartige thermische Sanierung. Der Verbrauch lag anfangs auf Grund diverser Installations- und Einstellungsfehler deutlich zu hoch, als Beispiel 70kWh/d bei +8-10° AT, VLT ebenfalls im Bereich von 50° und mehr. Nach viel Hilfe hier aus dem Forum und einigem DIY, liegt der Verbrauch bei gleicher AT jetzt bei unter 20kWh, der Jahressverbrauch in den letzten 3 Jahren bei ca. 4TkWh.
Mit gut recherchierten Tarifen und Mitnahme des Bonus kommt man auch mit recht günstigen kWh-Preisen hin.

Verfasser:
Jordskott
Zeit: 21.02.2026 14:52:12
0
3936188
Na klar, den Verbrauch zu senken ist an erster Stelle!
Bei uns wurde allerdings auch die Zählerinstallation mit 55% gefördert und da hielt sich der Aufwand in Grenzen.

Verfasser:
schowun
Zeit: 21.02.2026 15:02:57
0
3936192
Zitat von cmuesei Beitrag anzeigen
Karker Rabau ist für meine Erfahrung wohl auf der besseren Spur. Wir beheizen eine 240qm -Hütte aus den 80ern ohne großartige thermische Sanierung. Der Verbrauch lag anfangs auf Grund diverser Installations- und Einstellungsfehler deutlich zu hoch, als Beispiel 70kWh/d bei +8-10° AT, VLT ebenfalls[...]



4000 kwh/Jahr kann ich mir für meine Hütte nicht vorstellen, sind ja jetzt schon 4500 seit dem 20. November. Unter 21,5 Grad Raumtemperatur möchte ich nicht gehen und für zusätzliche Investitionen zur Senkung der Vorlauftemperatur habe ich zurzeit kein Budget.
Nun ist der bisherige Verbrauch auch im Winter aufgelaufen.
Zurzeit läuft die WP bei 10 Grad AT und 46 grad Vorlauf mit einem COP von ca 5,4. Einen COP von kleiner 3 habe ich auch im Winter noch nicht gesehen. Ich denke schon, das es eine sehr effiziente Anlage ist.
In 2024 lag meine Gasrechnung bei 4380 Eur.
Für mich wäre es schön zu wissen mit welchem Verbrauch ich über das Jahr rechnen muss. Aus dem bisherigen Verbrauch prognostiziere ich einen Verbrauch von:
Jan 1500
Feb 1000
März 600
April 600
Mai 300
juni 300
Juli 300
Aug 300
Sep 400
Okt 600
Nov 1000
Dez 1200
=8100 KWH im Jahr. Ist das plausibel?

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 21.02.2026 15:53:59
0
3936209
Hallo

Mai bis September ist dann wohl nur für WW. Nur als grober Anhalt:
Wir, 2 Personern, täglich: kochen, Spülmaschine, 2 Pers. duschen, nach Bedarf Waschmaschine. Verbrauch knapp 70 kWh im Monat. Gut isolierter Puffer mit 350 ltr. und FRIWA.

Gruß
Heinz

Verfasser:
schowun
Zeit: 21.02.2026 16:19:52
0
3936220
Zitat von Karker Rabau Beitrag anzeigen
Hallo

Mai bis September ist dann wohl nur für WW. Nur als grober Anhalt:
Wir, 2 Personern, täglich: kochen, Spülmaschine, 2 Pers. duschen, nach Bedarf Waschmaschine. Verbrauch knapp 70 kWh im Monat. Gut isolierter Puffer mit 350 ltr. und FRIWA.

Gruß
Heinz


Hallo Heinz,
Danke für die Info. Ich muss mich erst mal neu einfinden, weil ich bestimmt 3 Generationen Heizung übersprungen habe.
Die alte Heizung war ein CTC Konstanttemperaturkessel mit Gasgebläsebrenner.
Selbst im Sommer ist diese gefühlt alle Stunde angesprungen um den Temperaturverlust auszugleichen.
Wenn ich nun bei der Wärmepumpe den Bedarf an Warmwasser auslese, steht da 243 kWH Aufnahme bei 853 KWH Abgabe. Seit Inbetriebnahme im November.

Ich glaube ich muss meine Rechnung für die Sommermonate nochmal korrigieren.
Gesamt Energieaufnahme war übrigens 4424 KWH bei Abgabe von 18043 KWH seit Inbetriebnahme am 07.11.2025 der Lambda EU13



Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 21.02.2026 17:32:48
0
3936249
Hallo,

ich glaube, du mußt keine Berechnungen korrigieren, sondern Deine komplette Denkweise:
Du hattest bisher ein Hochtemperatursystem und bei WP ist das Ziel, mit möglichst geringer VLT zu arbeiten. Das erfordert ein völlig anderes Denken im Umgang mit dem Heizungssystem. Das mußte ich auch erst hier im Forum lernen.

Beschäftige Dich mal mit "thermischer Abgleich". Dann kann Deine VLT sicher weiter runter. Bedeutet, daß evtl. einige Heizkörper getauscht werden sollten.

Hast Du bei WW eine Zirkulationsleitung und wie ist deren Pumpe gesteuert?

Wie sieht Deine Hydraulik aus? Puffer - Mischer usw.

Ich verweise mal auf den Werdegang meiner Hydraulik, nicht weil ich die so besonders gut finde, sondern um zu zeigen, womit man sich so alles berschäftigen muß um für die WP einigermaßen optimale Bedingungen zu schaffen. Mit Gas raus und WP rein ist es bei weitem nicht getan. Hier der Werdegang:

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/270788/Aufbau-Hydraulik-WP-und-Kaminofen

Gruß
Heinz

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