Moin,
vielleicht ist meine Anlage ja vergleichbar: Im August eine 75/8.2 split mit ca 15m Kühlmittelleitung bis zum Innengerät (Denkmalschutz, Aufstellort weiter hinten im Garten, keine Aufstellung vorm Haus möglich). Bei 190 Quadratmeter beheizter Fläche (alles FBH bis auf einen Heizkörper im Keller der nie an ist und eine Hühnerleiter im Bad). Inclusive Warmwasser vorher ca 10.000 bis 11.000 kWh Gas im Jahr.
Nach
Heizlastberechnung hätte die 105er hingemusst, ich hätte im Vergleich zum Verbrauch die 55er genommen, mein SHKler hat mich zur 75er gedrängt. Und das war am Ende richtig. Die bereits erwähnten vielen Abtauvorgänge um 0 Grad konnte ich wunderbar beobachten, mit der 55er wäre ich da komplett abgesoffen.
Aufgrund von Bestandshydraulik ein kleiner Puffer (der kleinste den Vaillant im
Angebot hatte), Volumenstrom davor und dahinter aufeinander abgestimmt, und im thermischen
Abgleich den Volumenstrom pro Heizkreis im wesentlichen angehoben.
Mit Raumtemperaturen bei 20 Grad sind wir gut durch den Winter gekommen.
Heizkurve 0,35, Mindestvorlauf 26 Grad, Vorlauf bei NAT -11,4ºC bei 38 Grad. Raumgeführte Aussentemperatursteuerung,
Bivalenzpunkt Wasser und Heizung liegen bei -10 Grad. Bis Dezember und jetzt ab März erweiterte Raumaufschaltung (Heizung wird bei Überschreitung der Zieltemperatur um 0,1 Grad ab- und bei Unterschreitung der Raumzieltemperatur um 0,2 Grad wieder eingeschaltet). Im Januar und Februar einfache Raumaufschaltung (
Vorlauftemperatur wird modifiziert, die Heizung aber nicht aus/eingeschaltet).
In diesem doch vergleichsweise kalten Winter Arbeitszahl knapp bei 3 (da kann man vielleicht noch was rausholen), aber Dez-Februar bei ca. 1600kWh Verbrauch bin ich insgesamt mehr als zufrieden.
Zur Heizkurve: Bei den Zwischentemperaturen 5-9 Grad reicht auch Heizkurve 0,2. Allerdings reicht das nicht aus, um nächtliche Abstürze bis 0 Grad sauber aufzufangen. Adaptive Heizkurve hilft die absolute untere Grenze zu finden, reagiert meiner Meinung nach aber zu langsam auf sinkende Aussentemperaturen.